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Die Simpsons

[9F12] Großer Bruder - Kleiner Bruder

Originaltitel: [Brother From Another Series]
Erstausstrahlung in N.A.: 02.04.93
Erstausstrahlung in Deutschland: 17.07.94
Erstellt von: Björn Larsson <bjoern@uloc.de>
Letztes Update: 03.01.00

 Tafel: Das ToupÚe des Rektors ist kein Frisbee
Sax:
Couch: Als UBF auf dem Sofa sitzt, dreht sich die Wand, Sofa ist leer.

Auf dem Fußballplatz. Nelson ist kurz davor, einen Elfmeter zu schießen und zieht noch schnell an seiner Zigarette. Bart, als Torwart, spricht sich Mut zu:

 Bart:           Du hast den Titel! 

Als Nelson schießt, prallt der Ball genau gegen Barts Kopf, der fällt zu Boden

 Bart:           Hey, ich hab'  ihn gehalten!
 Nelson:         Und ich hab' jemanden eins verpaßt. Haha.
 Dan:            <pfeift> Jungs, es war nicht einfach einen von euch für das 
                Gratisfußball-und -schauspiel-Trainingslager in L.A. 
                auzuwählen. Aber nun gratulieren wir Nelson!
 Nelson:         <zieht an seiner Zigarette> Danke, Dan! <zu Milhouse durch
                    eine Plastikpyramide> Ich hab's doch gesagt.

Milhouse und die anderen Jungs werden von ihren Eltern abgehohlt. Sie wollen ins Kino gehen:

 Milhouse:       Bart, wir schleichen uns ins Kino, in 'nen Film der nicht 
                jugendfrei ist. Der hat den Titel: "Barton Fink"!
 Bart:           Ich kann nicht, ich hab' meinem Dad versprochen hier auf 
                ihn zu warten.
Die drei Jungen:Barton Fink! Barton Fink! [etc...]

Bart wartet. Im Simpsonhaus:

 Marge:          Homer, wir fahren zu meinen Schwestern. Vergiss bitte nicht 
                Bart abzuholen!
 Homer:          Ich bin unterwegs!

Doch das hat nicht er gesagt, es war die Lödung vom Glücksradrätsel. Marge verläßt das Haus.

 Homer:          Was hast du gesagt, Marge?

Bart sitz am Straßenrand und wartet. Als ein Auto kommt, schöpft Bart neue Hoffnung. Es beginnt auch schon, zu regnen.

 Bart:           Das ist hoffentlich Dad! Ein Kombiwagen - mit Gepäckträger?

In dem Auto sitzt eine Frau, die aussieht wie Homer, nur daß sie ein Kleid trägt und weiße Haare hat

 Frau:           <singt> Ihr jungen Damen hört mir zu! Die Liebe gibt uns 
                    niemals ruh'. Ich weiß was Spaß macht, dubie, dubie, duuu!

Der Kombi fährt in eine Matschpfütze am Straßenrand. Der Matsch spritzt Bart ins Gesicht. Jetzt fängt es an zu regnen. Bart stellt sich unter einen Baum. Doch in diesen schlägt sofort der Blitz ein.

 Bart:           Dad, wo steckst du?

Homer sitzt immer noch vor dem Fernseher.

 Ansager:           Unser Programm heute Abend: Ach, wen interessiert das?

Bart bibbert und zittert. Hinter ihm kämpft eine gegen den Wind an, wird dann aber von einem Windstoß in die Lüfte gehoben.

 Nonne:             Das find' ich garnicht komisch! Aaaah!

Die Nonne fällt hinter einem Berg zu Boden und explodiert. Bart greift zur Telepathie. Er massiert seine Schläfen und beschwört seinen Vater:

 Bart:           Homer Simpson! Homer Simpson! Bart abholen!

Milhouse schreibt rückwärts auf eine Wand TRAB PU KCIP [pick up Bart, Bart abholen]

 Milhouse:       Trab pu kcip, trab pu kcip.
 Vater:          Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst die Wände nicht 
                bekritzeln? Marsch, auf dein Zimmer!

Im Spiegel erscheint Milhouse' Nachricht jetzt richtigherum. Homer sieht immer noch fern, Football.

 TV-sprecher:       Nach sechszehn erfolgreichen Spielzeiten verabschieden 
                    sich sie Fans im Green Bay Stadium von Brian BARTlet Star.
 Homer:          Ich hab' dauernd das Gefühl, ich hab' was vergessen.

Im Feernseher jubeln die Zuschauer 'Bart, Bart, Bart!' Einer Leuchtreklame blinkt auch 'Bart'. Auch ein Betttuch mit der Aufschrift 'Wir werden dich niemals vergessen, Bart!' erscheint im Fernseher. Knecht Ruprecht bellt so, als wollte er Bart sagen. Maggie rülpst. Auch dies hört sich wie 'Bart' an.

 Homer:          Oh, bei dem Lärm kann ich nicht nachdenken.

Zur Entspannung geht Homer in die Badewanne.

 Homer:             Was sollte ich bloß tun?
 Homers Gehirn:  Bart abholen, Bart abholen!
 Homer:          Bart abholen? Ich hab'doch gar keinen Bart.

Homer schläft ein. In seinem Traum fährt er zum Fußballplatz und sucht Bart. Dieser liegt nur noch als Skelett, in seinem Trikot, auf dem Rasen. Ver- zweifelt jammert Homer. Homer wacht auf. Er erinnert sich.

 Homer:             Bart!

Er rennt nackt aus dem Badezimmer aus dem Haus, an Marge und Lisa vorbei.

 Lisa:              Dad! Bedecke deine Blöße!
 Ned Flanders:      Hey Homie, ich seine Nudel.
 Homer:             Klappe zu, Flanders.

Endlich holt Homer Bart ab. Er öffnet die Tür und sagt überfreundlich:

 Homer:          Hallo mein Junge, wie war's denn beim Fußballtraining?
 Bart:              <steigt ein und grummelt wütend>
 Homer:             Hey Bart, Sohnemann. Sieh' mal, daß ist meine Art mich zu 
                    entschuldigen.

Homer hat ihm einen Becher Eis vor's Gesicht. Doch der Wagen rollt über einen Hügel, das Eis landet auf Barts Gesicht, wo es sofort schmilzt.

 Homer:          Iiih! Ich weiß, daß du jetzt wütend auf mich bist, aber ich 
                    bin _genauso wütend! - Wie du willst, wenn's dir Spaß macht, 
                    können wir uns jetzt hinhocken und ausklamüsern wer hier wen 
                    vergessen hat, bis wir schwarz werden. Ich schlage vor, wir 
                    haben beide schuld und damit ist der Fall erledigt.

Bart bleibt stinkewütend. In seinem Haß mutiert sein Vater zum Zombie:

 Zombiehomer:       Willst du deinen Daddy nicht mal umarmen?

Abends im Simpsonhaus. Bart sieht im Bett fern. Krusty der Klown moderiert die Show 'Tuesday Night Live'.

 Krusty:            Hallo New York! Als Long mich gebeten hat die Show zu 
                moderieren, hab' ich ihn gefragt: Warum ich? Hahahahaha!
                Immerhin habe ich gerade meine erst Filmhauptrolle neben 
                Spencer Marvin und Lee Tracy abgedreht. <Stille> Doch, das 
                    stimmt!
 Zuschauer:      <husten>
 Krusty:            Wie auch immer, jetzt kommt eine tolle Show! Das heißt, im 
                    Grunde ist die zweite Hälfte wirklich der hinterletzte 
                    Schrott. Bäh, wir kommen gleich wieder!

Eine jazzige Pausenmusik wird gespielt. Die Werbung wird eingeleitet.

 Bart:           Michael Jackson wär schöner!

Im Fernseher wird Werbung gesendet. Ein Junge steht an einem noch nicht zugeschütteten Grab.

 Sprecher:       Hast du deinen Vater verloren?
 Kind:           Ja!
 Sprecher:       Und der kommt auch nicht mehr wieder, hm?
 Kind:           Vielleicht doch?
 Sprecher:       Oh nein, aber wir, die großen Brüder, können dir helfen! 

Es erscheint ein Mann, der anfängt, mit dem Kind Ball zu spielen. Außerdem erscheint eine Nummer: Bigger Brothers KL5 2233. Diese Nummer wählt Bart.

 Bart:           Sind dort die großen Brüder? Mein Name ist Bart Simpsons und 
                    ich... ähm... habe leider auch keinen Vater mehr. 

Krusty's Show geht weiter:

 Ansager:       Und nun präsentieren wir eine weitere Folge der Familie 
                    Großohr.
 Krusty:            <mit großen Ohren> Liebling, ich bin wieder da. Oh, ich hab' 
                    Schmalz in den Ohren. Die sollte ich mal putzen!

Krusty, der Klown putzt sich die riesigen Ohren mit einen ebenso riesigen Wattestäbchen.

 Krusty:            Na, na?
 Zuschauer:         <husten>
 Krusty:            Böh, und so geht das noch zwölf Minuten lang weiter.

Im Büro der Bigger Brothers unterhält sich eine Frau mit Bart:

 Frau:           Du hast also deinen Vater vor sechs Jahren zum letzten Mal 
                gesehen?
 Bart:           <in Bettlerklamotten> Ja! Er hat mich einfach beim Sperrmüll 
                    stehen lassen. Typischer Fall vom bösen Ende.
 Frau:           Du tapferer kleiner Soldat! Für einen Fall wie deinen hab'
                    ich mir jemand ganz besonderen aufgehoben.

Vor der Schule hält ein Motorad, eine GZ-XIYK-V. Die Jungen staunen. Der Fahrer zieht seine Sonnenbrille etwas herunter.

 Fahrer:         Hallo! Bart Simpson?
 Bart:           <meldet sich>Yo!
 Tom:            Ich bin Tom! Drehen wir 'ne kleine Runde? <schmeißt Bart
                    einen Helm zu>

Bart steigt auf und die beiden brausen davon.

 Martin:                   Bart Vater ist aber ein unheimlich cooler Typ geworden.

Bei den Simpsons zu Hause.

 Homer:          Bart ist nicht sauer auf mich!
 Marge:          Er hat dich als schlechten Vater beschimpft.
 Homer:          Marge, wenn Kinder heute was als schlecht bezeichnen, 
                dann meinen sie gut! Und "jemanden abdrücken" heißt 
                unheimlich knutschen. Darf ich es dir mal demonstrieren?
 Marge:          Nein! Ich finde nur, du solltest mal mit Bart darüber 
                reden. - Oh Gott!

Marge schaut auf die Telefonrechnung. $378.53.

 Marge:          Homer, hast du mir nichts zu sagen zu dieser Rechnung?
 Homer:          Das ist dieser Schallplattenklub! Die ersten neun kosteten 
                nur einen Penny und dann haben sie die Preise hochgejubelt!
                <weint> Das ist nicht fair! Das ist die reinste Halsab-
                    schneiderei!
 Marge:          Darum gehts nicht. Jemand hat über dreihundert Dollar 
                vertelefoniert. Und zwar zu dem Anschluß: Corey Hotline.
 Homer:          Ich war's nicht!

Lisa steht im Türrahmen.Als sie gesehen wird, rennt sie davon. Auf der geschlossenen Tür erscheint ein Poster von Corey, einem smarten Kerl mit einem Motorrad.

 Marge:          Lisa!

In Lisas Zimmer.

 Marge:             <liest aus einer Corey-Hotline Werbung vor> Warum ruft sie
                    nicht an? - Warum hast du nicht vorher um Erlaubnis gefragt?
 Lisa:           Hab' ich doch.

Lisa erninnert sich, wie sie Homer um Erlaubnis gefragt hat. Homer saß vor dem Fernseher, Wrestling lief , und schenkte seiner Tochter keine Achtung:

 Lisa:           Dad, darf ich?
 Homer:          <genervt> Ja, ja!

Wieder in Lisas Zimmer:

 Marge:          Ach Schatz, ich kann dir nachfühlen was du durchmachst.
                In deinem Alter war ich bis über beide Ohren in Barry 
                Manilow verknallt.
 Lisa:           <lacht>
 Marge:          Mit diesem Telefonaten ist ab sofort Schluß!
 Lisa:           In Ordnung Mom. Ich versprech' dir, daß nie wieder ein 
                solcher Anruf auf der Rechnung steht. <lacht> Barry Manilow.
 Marge:          <grummelt sauer>

Bart und Tom gehen zu einem Base-Ball Spiel. Am Eingang werden Tomaten an die Zuschauer verteilt.

 Tom:            Hat dein Dad dich schonmal zum Base-Ball mitgenommen?
 Bart:           Nein, der steht mehr auf Black Jack!
                Er hat unsere gesamten Ersparnisse auf ein Blatt gesetzt.

Bart erninnert sich. Ein verrauchter Spieltisch. Homer sitzt am Tisch mit Bettlerklamotten und Vollbart.

 Dealer:            19.
 Homer:          Karte.
 Dealer:         20.
 Homer:          Karte.
 Dealer:         21.
 Homer:          Karte.
 Mitspieler:      22.
 Homer:          Nein!

Wieder im Base-Ball Stadion.

 Tom:            Wenn mir dein Vater je über den Weg läuft! <schlägt eine 
                    Faust in die offen Hand>
Stadionsprecher:Der Beginn des Spiels wird sich etwas verzögern um
                ihnen den Mitgliederanwerber der kommunistischen Partei 
                Springfields vorzustellen.

Der Mann tritt an das Rednerpult, doch kommt nicht dazu ein Wort zu sagen. Er wird von allen Zuschauern ausgebuht und mit Tomaten beworfen. Kommunist: Was solls? Immer noch besser als Brandpfeile (?)!

Lisa ist bei Dr. Julius Hibbert. Lisa hält den Kopf schräg.

 Hibbert:        Und nun laß die Ohrentropfen mindestens 20 Minuten wirken.
                Und wenn dir langweilig wird, hier ist ein MASH-Malbuch. Das 
                    hier find ich fabelhaft! Hock als Posten geht den anderen 
                    Chirurgen auf die Nerven. Ha!

Dr. Julius Hibbert nimmt das MASH-Heft mit. Lisa sieht ein Telefon. Zuerst versucht sie sich zu zügeln, rennt dann aber doch zum Telefon und wählt die Nummer der Corey-Hotline.

 Corey Hotline:  Hallo, du hast die Corey-Hotline gewählt. 4 Dollar 95 die 
                Minute. Hier ein paar Wörter die sich auf Corey reimen: 
                    Story, (?), Porey, Montesori...

Lisa jauchzt erleichtert und glücklich. Bart macht an einem Hometrainer Krafttraining.

 Tom:            Das reicht Bart. Morgen werden wir deine Muskeln noch 
                weiter aufblähen.

Bart schaltet einen Riesenfernseher an und beide sehen sich eine Zeichen- trickserie an.

 Stimpie:        Die Fleischklößchensuppe ist köstlich, Stimpie.
 Ren:            Das ist keine Fleischklößchensuppe, sondern eine Sammlung 
                    Katzengenulle (?) in Magensäure. 
 Stimpie:        Du Idiot! Willst du mich umbringen, verdammt?

Bart und Tom lachen. In der Schule hält Mrs. Krabappel wieder eine 'Show & Tell' Stunde ab:

 Bart:           Ich möchte später mal ein F-14 Pilot werden, wie mein 
                grosses Vorbild Tom. Er hat mir seine neue Waffe hier 
                geliehen. Einen Nervenstrangunterbrecher.

Bart schaltet den Nernvenstrangunterbrecher ein, der Strahl trifft Martin.

 Martin:         <schreit und fällt stöhnend zu Boden, wo er dann zuckt>
 Mrs. Krabappel: Der arme Kerl ist doch nicht tot, oder?
 Bart:           Nein, verschonen sie ihn vorübergehend mit Hausaufgaben.
 Mrs. Krabappel: Vielen Dank für den Hinweis!
 Bart:           Danken sie nicht mir, sondern der beispiellosen militärischen
                    Aufrüstung! <geht>
 Mrs. Krabappel: Milhouse, du bist dran.
 <B>Milhouse:</B>       Öhm, ich hab'hier ein Pferdchen. <macht Pferdegeräusche>
 Nelson:            Schlappschwanz!

Lisa besucht Grampa im Altersheim.

 Grandpa:        Lisa, ich freue mich, das du gekommen bist. Ich weiß, ihr 
                    jungen Dinger findet uns Alte überhaupt nicht komisch. Aber 
                    wir zeigen es euch noch. Wir zeigen es euch allen. Hahaha!

Grampa schläft ein, und kippt in seinem Liegesessel zurück. Hinter ihm er- scheint ein Telefon. Lisa ist ihrer Sucht erlegen:

 Corey:          Hallo, hier ist Corey. Ich hoffe, daß wir beide irgendwann 
                heiraten.              

Bei den Simpons zu Hause. Homer schaut fern. Bart rennt die Treppen nach unten Richtung Tür.

 Homer:          Hey Junge, wo willst du hin?
 Bart:           Zum Vater-Sohn Picknick.
 Homer:          Viel Vergnügen! - Hey, Moment, Augenlick. 

Lisa ist in einem Lagerraum und spricht mit Rektor Skinner.

 Skinner:           Lisa, ich hab' bei der Inventur der Erdnußriegel für den 
                Männerchor volles Vertrauen zu dir.
 Lisa:           Vielen Dank, Rektor Skinner.
 Skinner:        Jetzt muß ich nur noch unser Budget um 40% kürzen.

Skinner setzt sich an seinen Schreibtisch, vor ihm liegt eine Liste mit den Schulfächern.

 Skinner:           Wo fangen wir an? Hm, einmal Physik <streicht Physik durch>
                    Ja, und Musik und Kunst.

Auf Skinners Schreibtisch blinkt das Telefon, jemand telefoniert. Es ist Lisa.

 Skinner:           Was zum Teufel! <lauscht> Großer Gott, das ist ja ein Fern-
                    gespräch.

Lisa lauscht der süßen Stimmer von Corey:

 Corey:          Hm... mal sehen, was heute in der Zeitung steht? Mhm, ah, 
                    Kanada verzögert das Handelsabkommen.

Plötzlich ist die Leitung unterbrochen. Skinner steht wütend in der Tür, Lisa kauert sich ängstlich in die Ecke. Bart und Tom fliegen mit einem Drachen

 Tom:            Hey, sieh' dir mal den Waldbrand da unten an. 
 Bart:           <nicht begeistert> Ja, toll!
 Tom:            Was ist mit dir?
 Bart:           Ach, ich hab' nachgedacht. Du warst richtig prima zu mir. 
                Aber es gibt bestimmt irgendwo noch 'n anderen Jungen der 
                dich weit mehr braucht.
 Tom:            Ich könnte dich küssen, wenn ich bei den Großen Brüdern 
                nicht ein Formular hätte unterschreiben müssen, daß ich 
                sowas nicht mache. Niemand braucht mich mehr, als ein Kind 
                mit deiner tragischen Vergangenheit.
                Komm, wir landen da unten, bei dem Frozen-Yoghurt-Stand.

Homer beobachtete die beiden von seinem Haus aus mit dem Fernglas.

 Homer:             Schluß jetzt! Das reicht!

Tom bringt Bart nach Hause. Als Bart die Haustür öffnet, sitzt wütend Homer auf der Treppe.

 Homer:          Hallo, mein Sohn. Wo bist du gewesen?
 Bart:           Ich war drüben bei Milhouse.
 Homer:          Nein, das ist nicht wahr. Du hast dich mit einer dieser 
                Schwuchteln von den Großen Brüder 'rumgetrieben. Das stimmt 
                    doch? Sag schon! Sieh' mir in die Augen!
 Bart:           Dad, es ist nunmal passiert. Reg' dich deswegen nicht auf.
 Homer:          Soll ich mich etwa darüber freuen? Weiter so Bart! Amüsier 
                dich ruhig! Ich warte hier auf dich. - Tut mir leid, das 
                finde ich absolut unmöglich! 
 Bart:           Und was hast du jetzt vor?
 Homer:          <schenkt sich ein Glas Cognac ein> Das, äh, wirst du schon 
                    seh'n.

Homer geht in das Büro der Großen Brüder.

 Frau:           Und, äh, warum wünschen sie sich einen kleinen Bruder?
 Homers Gehirn:     Nicht aus Rache. Sag nicht aus Rache.
 Homer:          Ähm, aus Rache!
 Homers Gehirn:  Ohne mich, ich schalte wieder ab. <man hört eine Tür 
                    schließen>
 Frau:           <kreuzt auf ihrem Fragebogen 'Revenge' an> Willkommen an
                    Bord, Mr. Simpsons!

Homer sieht sich ein Album mit verschiedenen kleinen Brüdern an.

 Frau:           Jeder dieser Jungs wäre begeistert, sie als großen Bruder 
                zu bekommen.
 Homer:          Verpickelt, häßlich, Ganovenvisage. Das halt' ich nicht 
                aus. Au weia! Ähm... Ach, wahrscheinlich war's keine gute 
                Idee! 

Im Nebenzimmer steht ein nett aussehender, kleiner Junge an einem Pult:

 Kleiner Junge:     Haben sie endlich einen großen Bruder für mich? <enttäuscht>
                    Okay, ich komm' in einer Stunde wieder.

Homer sieht den kleinen Bruder durch das Fenster. Dieser kämpft sich frierend durch den Wind.

 Homer:          Den nehme ich! Haben sie den auch in blond?

Marge und Lisa sind bei Rektor Skinner.

 Marge:          Lisa, der einzige Weg damit fertig zu werden ist eine 
                Radikal-Kur! Wenn du es schaffst, bis Mitternacht 
                durchzuhalten und Corey nicht anzurufen, dann hast du es 
                ein für alle Male hinter dir!
 Lisa:           Bis Mitternacht? 
 Skinner:        _Hör' auf deine Mutter, Lisa. Ich erinnere mich, daß ich 
                auch immer unter dem wachsamen Blick meiner Mutter stand.
                Und ihrer flinken Fuchtel.

Direktor Skinner geht zum Fenster, öffnet die Jalousine und sieht ein altes Haus, das dem aus 'Psycho' sehr ähnlich ist.

 Skinner:        Oh, da ist ja meine Mutter. Beobachtet mich. Was meinst du, 
                Mutter? Die haben ein Recht, hier zu sein. Es handelt sich um 
                ein Schulproblem. Mutter, aus dem Matrosenanzug bin ich 
                rausgewachsen. 
 Marge:          Wir sollten jetzt lieber gehen.
 Lisa:           Ähä.

Homer möchte seinen kleinen Bruder besuchen. Dazu muß er duch ein Penner- und Drogenviertel gehen. Homer lacht einen Penner aus, der in einem Müllcontainer schläft:

 Homer:          Haha, genau wie Lurchi der Lurch.

Homer hat das Haus gefunden und drückt die Klingel. Die Tür öffnet sich.

 Homer:          Pepi!
 Pepi:           Papa Homer!
 Homer:          Ich werd' dir dein Leben verschönern, mein Sohn! Ab sofort! 

Homer nimmt Pepi auf den Arm und knallt ihn prompt gegen ein Rohr an der Decke. Die beiden gehen Hand in Hand die Straße entlang.

 Pepi:           Dein Sohn Bart scheint ja ganz schön bösartig zu sein.
 Homer:          Ja, ja, so ist es.

In Homers Phantasien setzt Homer sich zu seinem Sohn an den Tisch.

 Homer:          Ich möchte dir wirklich nur sagen, daß ich dich sehr liebe, 
                    mein Sohn.
 Bart:           Klappe! <knallt ihm eine halbe Grapefruit ins Gesicht>

Wieder in der Realität.

 Homer:          Hmm, Grapefruit! <leckt sich die Lippen>

Homer zeigt Pepi das elektrische Garagentor.

 Homer:          Ich muß nur auf den Knopf da drücken und schon öffnet sich 
                die Tür wie von Zauberhand.

Das Garagentor öffnet sich aber nur ein paar Zentimeter.

 Pepi:           Warum ist sie plötzlich stehengeblieben?
 Homer:          Weil dieser Mist der reinste Schrott ist. <schlägt auf die
                    Garagentür> Ich bring' dich lieber nach Hause.
 Pepi:              <schaut traurig zu Boden>
 Homer:             Was hast du den plötzlich?
 Pepi:           Ich glaub', solange ich lebe war ich nachts immer in der 
                Stadt. Ich hab' noch nie die Sterne gesehen.

So schauen sich Homer und Pepi in Liegestühlen auf der Terasse die Sterne an.

 Pepi:           Erzähl mir mehr, ich möchte alle Sternbilder kennenlernen.
 Homer:          Na schön. Also das da drüben ist Jerry der Cowboy. Und was 
                da ausshieht wie der große Wagen das ist ähm... Allen der 
                Cowboy.
 Pepi:           Ach, Papa Homer! Du bist ein Gelehrter. 
 Homer:          Ich bin ein gelernter, mein Sohn. Das nennt man gelernt. 
 Pepi:           Ich hab' dich lieb, Papa Homer.
 Homer:          Ich hab' dich auch lieb, Pepsi.
 Pepi:           Pepi!
 Homer:          Pepi!

Lisa, Marge und Maggie sind im Wohnzimmer. Marge strickt. Maggie spielt auf einem Spielzeugtelefon. Lisa sitzt verkrampft auf einem Sessel.

 Lisa:           <denkt> Ich muß bis Mitternacht durchalten. Ich muß bis 
                    Mitternacht durchhalten.

Die Geräusche der Umgebung nimmt Lisa ungewöhnlich laut wahr. Das Ticken der Uhr, das Klappern der Stricknadeln, und das Klingeln von Maggies Spielzeug- telefon. Die Uhr scheint stehengeblieben zu sein. Lisa wird wahnsinnig:

 Lisa:              <raunt Maggie an> Mußt du ununterbrochen Telefonnummern
                    wählen? - Entschuldige bitte!

In ihrem Zimmer starrt Lisa ihren Wecker an. Die Digitalziffern zeigen 11:24h.

 Lisa:           Ach, nun komm schon. Beeil dich.

Marge sucht Lisa, findet sie aber nicht in ihrem Zimmer. Stattdessen ist Lisa mit dem Telefonhörer im Arm in der Küche eingeschlafen.

 Marge:          Lisa? Ach Lisa! Du hast es wenigstens versucht! <horcht in
                    den Hörer>
 Telefon:        Beim nächsten Ton ist es genau: 24 Uhr. Mitternacht. <piep>
 Lisa:           <wacht auf> Ich hab's geschafft.

Stolz und glücklich legt Marge den Hörer auf das Telefon zurück. Homer und Pepi schauen gemeinsam dieItchy & Scratchy Show. Diese Folge heißt 'Kitty-Kitty Bang-Bang'. Auf einer Kegelbahn spannt Itchy die Zunge von Scratchy in den Ballauswurfautomaten ein. Mit einer runden Bombe schmeißt er alle Neune um. Die Kugel kommt dann zurück. Panikartig versucht Scratchy, sich die Zunge mit einer Säge durchzuschneiden, doch die Bombe explodiert genau vor seinem Gesicht. Auf der Snackbar landen dann 'Cat Ligaments' zu 79 c/lb. und 'Cat Intestimes' zu 59 c/lb., der Verkaufs- schlager bei allen Hunden. Homer und Pepi lachen. In seinem Zimmer such Bart sein Skateboard.

 Bart:           Hey Homer, hast du mein Skateboard gesehen?
 Homer:          Ja, das hab' ich Pepi gegeben.
 Bart:           Wer ist denn dieser blöde Pepi?
 Homer:          Er ist _mein kleiner Bruder. Jawohl!
                Er ist nicht der Einzige, der 'ne Wohltätigkeitsorganisation 
                    ausnutzt.       
 Bart:           Auf dich kann ich verzichten. Tom ist ein besserer Vater, 
                als du je warst. 
 Homer:          Jetzt hör' auf, Bart. Wir haben auch Spaß gehabt.
                Was weißt du wie ich immer deine Schaukel angstoßen hab'?
 Bart:           Das hab' ich dir nur vorgespielt.
 Homer:          Nein! Lügner!
 Bart:           Ach ja? Erinnerst du dich nicht? Höher Daddy, höher! Hui!
 Homer:          Hör auf! 

Bart macht weiter. Homer rennt mit zugehaltenen Händen aus dem Zimmer. In 'Marine World - No Longer Educational' ist der 'Bigger Brothers'-Tag. Im Aquarium schauen sich Bart und Tom Killerwale an.

 Tom:            Weißt du, der Wal ist eigentlich gar kein Fisch, sondern 
                ein Säugetier wie du und ich.

Homer und Pepi sitzen ein paar Sitze weiter oben.

 Pepi:           Ist das wahr?
 Homer:          Quatsch!

Tierfütterung. Die anderen Besucher geben den Delphinen sofort ihre Fische, nur Homer ärgert einen Delphin. Er zieht den Fisch, den er dem Delphin geben sollte, im letzten Augenblich wieder nach oben. In seiner linken Hand hält er einen HotDog?.

 Homer:          Komm und hol' ihn dir! 
 Delphin:           <schnappt nach dem Fisch>
 Homer:             Komm und hol' ihn dir! 
 Delphin:           <schnappt nach dem Fisch>
 Homer:             Huhu, dummer Delphin!

Der Delphin schnappt sich statt des Fisches Homers HotDog?. Homer würgt den Delphin, wird von ihm naßgespritzt und von zwei Wärtern in Fischkostümen zurückgezerrt. Quiekend demonstriert der Delphin seine Beute.

 Homer:          Oh, oh. Er hat mein Hotdog. Loslassen.

Bart sieht Homer. Er versteckt sich hinter einem Auqarium.

 Bart:           Oh, oh. Besser, er sieht mich nicht.

Doch Wasser ist durchsichtig, und so sieht Homer Bart doch.

 Homer:          Was äh... So, du bist es? Tja, du siehst blendend aus.
 Tom:            Komm Bart, ich hab' doch gesagt, du sollst nicht mit Fremden
                    sprechen.                
 Homer:          Nur zu ihrer Information: Ich bin sein Vater!
 Tom:            Sein Vater? Der Schluckspecht und Glückspieler?
 Homer:          Ja, was glauben sie was sie für einer sind?

Tom verpaßt Homer einen Kinnhaken, so daß er gegen eine Aquariumsscheibe fliegt. Das Glas bricht ein und gibt dem Wasserdruck nach. Homer wird vom Wasser überspült und hat Seesterne auf dem Kopf. Mit Ninjaschreien schmeißt Homer die Seesterne nach Tom. Dieser fängt sie alle auf und schmeißt sie wieder ins Wasser zurück.

 Tom:            Schwimmt weiter, Freunde.

Doch kurz im Wasser werden die Seesterne von einem weißen Hai gefressen.

 Tom:               Nein!

Es beginnt eine Schlägerei zwischen Homer und Tom.

 Homer:          Sieh' mal, da ist noch sie ein chancenungleiches (?).

Im Polizeiauto.

 Lou:(?)         Im Aquarium solls nie schwere Rauferei geben, Chief!
 Wiggum:         Verkaufen die immer noch gefrorene Bananen?
 Polizist:       Ich glaub' schon.
 Wiggum:         Dann gib Gas!

Kent Brockman berichtet in den Nachrichten von der Schlägerei.

 Kent:              Soeben wird gemeldet, daß in der Innenstadt von Springfield 
                    ein Faustkampf stattfindet. Erste Berichte deuten daraufhin
                    hin, obwohl ich das für überstürzt halte, daß einer der 
                    Beteiligten eine Riesenechse ist. Ist die Quelle einigermaßen
                    zuverlässig? - Aha, ein paar betrunkene Penäler! Können wir 
                    irgendwelche Namen nennen? Einer schiß hier. <nrg>

Homer und Tom prügeln sich noch immer. Als Homer ihn in ein Haus drückt, hört man von außen lautes Scheppern. Tom kommt zur Tür hinaus. Das Scheppern hört nicht auf. Homer zertrümmert alleine Gläser und Vasen.

 Tom:            Äh, Homer?
 Homer:          Genau!

Die Schlägerei geht weiter. Die beiden kugeln einen Abgrund herunter und fallen in den Springfield Gorge. Danach kugeln sie die Schlucht wieder herauf. In der Innenstadt schlägt Tom Homer dann K.O. Homer fällt rückwärts auf einen Feuerlöscher und sein Kreuz biegt sich extrem durch.

 Homer:             Und es tut noch weit mehr weh, als es aussieht.

Von zwei Arzthelfern wird Homer auf einer Bahre in den Krankenwagen transportiert.

 Bart:           Das ist nur meine Schuld, Dad. Ich wollte nicht, daß dir was
                    passiert!

Tom und Pepi sitzen auf dem Bürgersteig:

 Tom:            Jetzt muß ich mir einen neuen kleinen Bruder suchen.
 Pepi:           Tja, und ich muß mir einen neuen großen Bruder suchen.
 Tom:            Mein Auto wird sich auf der Rückfahrt sehr leer vorkommen.
 Pepi:           Tja und ich, ich habe niemanden der mich mitnimmt.
 Tom:            Dabei hab' ich 'n Riesenschinken zum Abendessen gekauft. 
                Den kann ich jetzt wegschmeißen.
 Pepi:           Red' bloß nicht vom Essen, ich hab' so einen riesen 
                Kohldampf.
 Tom, Pepi:      Tja, wiedersehen!
 Bart:           Augenblick! Ich hab' eine Idee! 
 Tom:            Eine Idee?
 Pepi:           Ja?

Bart nimmt die Hand von Pepi und Tom und legt sie ineinander. Gemeinsam gehen sie der Sonne entgegen. Im Simpsonhaus.

 Bart:           Noch ein Bier, Dad?
 Homer:          Danke, mein Sohn.
 Bart:           Dad, weißt du noch wie Tom dich im Schwitzkasten hatte und 
                du geschrien hast: Nicht, ich bin Bluter!
                Er hat dich losgelassen und du hast ihm einen Arschtritt 
                gegeben.
 Homer:          <lacht> Ja!
 Bart:           Bringst du mir bei wie man sowas macht?
 Homer:          Natürlich, mein Junge.
                Erst mußt du kreischen wie ein altes Weib und solange 
                schluchzen, bis er sich angewiedert abwendet. Dann kannst 
                du ihm einen Volltreffer in den Allerwetesten verpassen.
 Bart, Homer:    <lachen>
 Homer:          Und wenn er dann am Boden liegt...
 Bart:           Ja?
 Homer:          ...fällst du ihm in die Rippen.
 Bart:           Ja!
 Homer:          Dann knallst du ihm eine ins Genick...
 Bart:           Ja?
 Homer:          ...und rennst weg, so schnell du kannst.
 Bart, Homer:    <lachen>

Mit einem Zoom nach draußen endet diese Simpsonsfolge.