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Die Simpsons

[9F07] Einmal Als Schneekönig

Originaltitel: [Mr. Plow]
Erstausstrahlung in N.A.: 11.19.92
Erstausstrahlung in Deutschland: 09.06.94
Erstellt von: hansPRODUCTION
Letztes Update: 03.01.00

 Tafel: Ein Rülpser ist keine Antwort.
Sax:
Couch: Anstelle der Couch muß UBF auf einem winzigen Stuhl sitzen

Der Fernseher läuft.

 Ansager-Stimme: Live aus Hawaii von der wunderschönen Insel Molokai, jetzt
                nicht mehr nur für Aussätzige, präsentieren wir ihnen den
                Karneval der Stars!

Troy McClure betritt einen Zirkus auf Stelzen und marschiert durch die Manege.

 Troy McClure:   Ich bin Ihr Gastgeber, Troy McClure. Sie kennen mich 
                    vielleicht aus so berühmten Spielfilmen wie 'Die Erotischen
                    Abenteuer des Herkules' und 'Wähl zweimal M für Massive
                    Mordlüsternheit'. Heute Abend erleben wir wie Angela
                Lansbury auf glühenden Kohlen wandelt. Ein brandheißes
                Erlebnis.

Angela läuft über glühende Kohlen. Nur ihre Füße sind zu sehen:

 Angela:            Ah, ah, oh, ah.

Homer sieht in Moe's Kneipe den Auftritt von Angela zu:

 Homer:          Wie kann jemand bloß seinen Körper derart mißhandeln!
 Moe:               <will ein riesiges Glas Salzbrühe wegschütten>
 Homer:          Moe, du willst die Salzbrühe doch nicht wegschütten?

Homer schnappt sich das Glas und trinkt es ohne Abzusetzen aus. Im Fernseher läuft die Show weiter:

 Troy McClure:   Aber zunächst haben wir hier einen Mann, dessen aufop-
                fernder Kampf gegen die Kartoffelchips so zum Film der Wo-
                che wurde: Krusty, den Clown.
 Krusty:         Ich werde von Kevin Kostner gespielt. <lacht>
 Troy McClure:   Doch nun hat er es mit schwierigen Kameraden zu tun - mit
                drei sibirischen Tigern.

Krusty betritt einen Käfig, in dem drei Tiger sitzen.

 Krusty:         (im Tigerkäfig) Seht da! (peitscht) Auf den Ball.

Die Tiger fallen jedoch Krusty an und zerfleischen ihn.

 Krusty:         Agh, nicht uns Gesicht, agh...

Lisa und Bart schauen das gleiche Programm zu Hause.

 Bart:           An dem werden sie eine Weile zu kauen haben. 

Er schaltet um zum mexikanischen Kanal mit dem Bienenmann, den Polizisten mit einem Kescher zu fangen versuchen.

 Bienenmann:     Ay, ay, ay, la Policia, hup.
 Bart/ Lisa:        <lachen>

Unterdessen in Moe`s Bar. Moe am Telefon.

 Moe:            Hier Homer - für dich.
 Marge:          Hallo Homie, es fängt an zu schneien. Du solltest schnell
                nach Hause kommen.
 Homer:          Aber Marge - Columbo wirft gerade ein Messer auf Ricardo
                Montalban.

 Ricardo-Stimme: Au.
 Columbo-Stimme: He, entschuldige Ricardo.

Auf Homers Heimfahrt schneit es. Die Scheibenwischer seines Wagens schaffen es kaum noch, die Schneemenge zu bewältigen. Homer hört Radio.

 Radiosprecher: Nehmt`s gelassen, Freunde, es gibt `ne kleine Schnee-
                    partie draußen. Ich passe, du wirst noch dein blaues Wunder
                erleben, Marcy. Ha ha ha.

Schließlich wird Homers Sicht im Auto dermaßen schlecht, daß er ein vor ihm stehendes Auto rammt. Erst, als er aus seinem Wagen ausgestiegen ist, öffnet sich sein Air-Bag.

 Homer:          Nein! <schaut das Auto an> Ich hab ihn zumindest genauso 
                    erwischt, wie er mich.

Schließlich sieht er seine Familie an der Haustür. Er merkt, daß er auf seiner eigenen Auffahrt steht und den Wagen von Marge gerammt hat.

 Homer:             Nein!

Am nächsten Tag werden die Autos abgeschleppt. Ein Mann von der Versicherung spricht mit Homer:

 Mann:              Bevor ich ihnen den Scheck gebe, habe ich noch eine 
                    Frage. Äh, dieser Laden bei Moe, den sie kurz vor dem Un-
                    fall verlassen haben, ist doch wohl ein Geschäft oder so
                    was Ähnliches?
 Homers Gehirn:     Sag bloß nicht, daß du in der Kneipe warst. <erschrickt> Aber
                    was hat sonst so spät abends noch offen?
 Homer:             Naja, das ist so ein Erotik-Laden. Ich wollte mir einen 
                    schlüpfrigen Film kaufen.
 Homers Gehirn:     Hehe, das hätte ich _nie von mir gedacht. 

Homer braucht ein neues Auto. Per Anhalter will er zu einen Gebrauchtwa- genhändler. Ein LKW hält, die Scheibe geht runter und ein Schwein grunst ihn an. Homer wird auf der Ladefläche mitgenommen.

 Fahrer:         Leider muß der alte Grunz hier bei mir vorne sitzen, mit 
                den Wassermelonen kann ich ihn nicht alleine lassen.

Homer jedoch futtert genauso schlimm an den Wassermelonen wie ein Schwein. Homer führt es zu dem 'Verrückten Vaclav - nächste Ausfahrt. Automobile aller Fabrikate'. Homer sitzt in einem viel zu kleinen Wagen.

 Vaclav:         Der fährt 300 Hektar mit einer einzigen Tankfüllung Kerosin.
 Homer:          Aus welchem Land stammt dieser Wagen?
 Vaclav:         <mit Akzent> Das es inzwischen nicht mehr gibt. Aber ma-
                    chen Sie Probefahrt und sie werden mir zustimmen: Sakre 
                    emm slotni def. [?]

Er schiebt Homer in dem Wagen ein paar Meter vorwärts. Homer hat Schwierigkeiten mit der kyrillischen Anzeige-Beschriftung.

 Vaclav:         Und nun schalten auf "M", äh "H", "H", "Haaa"!

Homer besucht mit den Kindern die ŽSpringfield Auto ShowŽ.

 Homer:          Kinder! Wenn wir einen neuen Wagen kaufen, wird uns die
                Parkgebühr erstattet.

An einem Stand beteiligt er sich an einer Tombola mit einem attraktiven Model.

 Homer:          Gewinnt man sie zusammen mit dem Auto?
 Dame:           Oh, du kleiner Unhold, hihihi.
 Homer:          Schade.
 Mann:           Gewinnt man sie mit dem Auto?
 Dame:           Du kleiner Unhold...

Währenddessen sitzt Bart in einem total zerschossen alten Wagen, spielt und macht Schießgeräusche.

 Bart:           Tch, Tsch tsch bow...
 Homer:          Bart, der Wagen hat mal Bonnie und Clyde gehört, zeig ein
                bißchen Respekt.

Bart stößt gegen das Handschuhfach aus dem noch einige Bündel Geldscheine fallen. Lisa informiert sich am Stand von ŽFourth Reich MotorsŽ durch einen Videofilm über Autotestfahrten.

 Personal:       Unsere unermüdlichen Sicherheitsingenieure führen im Jahr 
                    über 1000 Unfalltests durch.

Im Fernsehen sieht man einen simulierten Aufprall eines Wagens. Ein Crash-Test-Dummy krabbelt aus der Tür.

 Lisa:           Hey Moment, das ist ja gar keine Puppe!
 Personal:       <stellt sich vor den Fernseher> Die Ausstellung ist 
                    geschlossen. <zieht einen Vorhang zu>

Homer hat auch etwas entdeckt:

 Homer:          Huh, das Batmobil! Oh, Adam West!
 Adam West:         <sitzt auf einem Stuhl neben einem 'Meet Adam West'-Schild>
 Homer:             He Kinder, der Batman.
 Lisa:           Aber Dad, das ist nicht der echte Batman.
 Adam:              Selbstverständlich bin ich Batman. Seht her, das ist ein 
                    Foto von mir mit Robin.
 Bart:           Wer ist denn dieser Robin?
 Adam:              Oh, das habe ich ganz vergessen, ihr kennt sicher nur die
                    neuen Batman-Filme mit Michelle Pfeiffer. Ha, die einzigen
                    richtigen Katzenfrauen waren Julie Newmar, Lee Meriweather
                    oder Eartha Kitt. Ich brauchte mich nie mit Plastik auszu-
                    stopfen, um meine Figur zu betonen. Bei mir ist alles echt.
                    Ich versteh auch nicht, warum der neue Batman nicht mehr
                    tanzt. Kennt ihr noch den Bantuzi? <beginnt ungelenkt zu 
                    tanzen> Ha tscha bum tisch...
 Homer:          War nett sie kennenzulernen. <zu den Kindern> Geht weiter,
                und nicht hypnotisieren lassen.

Beim Rückwärtsgehen stößt er gegen den Stand von ŽKumatsu MotorsŽ und sieht einen gigantischen Schneepfug.

 Homer:          Mann-o-mann, was man mit dem Gerät alles machen könnte!

Homer träumt sich vor das Weiße Haus in Washington. Das Haus wird von De- monstranten belagert, als ihn Präsident George Bush bittet:

 George Bush:    Homer, ich möchte ein paar wertvolle Kunstwerke aus dem
                    Weißen Haus schmuggeln, aber ich komm hier nicht weg wegen
                    dieser widerlichen Demonstranten!
 Homer:          Mister Präsident, ich werde diese jungen Leute mal mit der
                    Wirklichkeit vertraut machen.

Mit seinem Schneepflug fährt er eine Schneise in die Demonstrantenmenge.

 Homer:          <lacht, wacht aus dem Traum auf> Nein, den kann ich mir
                    nicht leisten.
 Verkäufer:      <mit Akzent> Aber mein Lieber, der Wagen kostet dir kein
                    Geld, der bringt dir Gelde ein. Die Ratenzahlungen ver-
                    dienen sich schon mit einfachen Wege-Bahnen.
 Homer:          Ich weiß nicht, da muß ich erst mit meiner Frau sprechen.
 Verkäufer:      Du verheiratet? <schlägt mit einer imaginären Peitsche [?]
                    in die Luft, dazu macht er das passende Geräusch>
 Homer:          Ich kann doch nicht 'nen Wagen für 20000 $ kaufen, nur
                weil sie solche Geräusche machen.
 Verkäufer:      <'peitscht' mehrmals>
 Homer:          <auf Knien> Ja, ich nehm ihn.

Vor dem Haus der Simpsons.

 Marge:          Wie kannst du nur eine solche Mühle kaufen, die können wir
                uns überhaupt nicht leisten.
 Homer:          Wenn du jedesmal wütend wirst, sobald ich was Dummes ma-
                che, dann werde ich in Zukunft einfach aufhören, dumme Sa-
                chen zu machen.
 Marge:          Gut.
 Homer:          Hiermit verspreche ich, nie wieder etwas Dummes zu machen.
                Gute Nacht! <dreht sich um und stößt mit dem Kopf gegen die 
                    offene Schneepflugtür>
 Marge:          Homie, hat das nicht weh getan?
 Homer:          Nein!

Auf einem Parkplatz heftet Homer Flugzettel an Autowischer.

 Homer:          Marge hat nicht mit diesen Flugblättern und meiner schril-
                    len Jacke gerechnet.

Der Wind reißt die Flugblätter fort.

 Homer:          <den Blättern hinterherrufend> Oh oh ha.
 Barney:         <verteilt nur mit einer Windel bekleidet Flugzettel> Laß es 
                    Homer! Das lesen die Leute sowieso nicht. Paß auf. '20% 
                    Rabatt bei Lullaby`s. Sagen sie nur: Das große Baby
                    schickt sie.' Tun sie nicht so, als ob sie mich nicht hören,
                    ich rede mit ihnen!
 Passant:        Du gehst mir auf`n Keks!
 Barney:            Ja ja, Leute wie wir bringen es einfach nie zu etwas. Zum
                    Glück kann ich wenigstens nicht noch tiefer sinken.

Der Wind reißt seine Windel fort. Barney sprintet ihr hinterher.

 Barney:         Ha, jetzt bleib hier, du blöde Windel, hu verdammt. <an der 
                Straßenecke> Hallo Ma!

In der Kirche.

 Rev. <B>Lovejoy:   Und nun lesen wir aus der Epistel des heiligen Paulus.
                Homer Simpson.
 Homer:          (tritt an das Mikrophon) Lieber Gott, in deiner unergründ-
                    lichen Weisheit kennst du die Nummer, die du wählen mußt,
                    wenn du einen Schneepflug brauchst - Klondike 53226.
 Rev. Lovejoy:   Homer! Das ist ja niedrigstes Niveau!
 Homer:          Noch viel niedriger sind meine Preise!

reißen.</I>

 Homer:          He, ich bin der Mann mit dem Schneepflug! 

Zu Hause.

 Homer:          Hohu, ich werde meinen Schneepflug verlieren.
 Lisa:           Daddy, willst du nicht `ne billige Werbeeinschaltung machen
                    auf Kanal 92? Sieh`s dir mal an:

Kaptn McAlister?:<im Werbespot> Jaha, neunzig Seemanns-Shanties auf drei CD-Platten.

Der Werbespot zeigt ein Ehepaar vor einem Kamin, dabei werden Beispielslieder gespielt.

 Kapitän:        Machen sie mit und greifen sie zu. Zu ihrer Bestellung er-
                    halten sie noch eine Geschenk-CD: 'Seemanntanzfieber'. Jaha.

 Homer:             <nachdenklich> Mmm.        

Tief in der Nacht. Homer hat seine Familie vor den Fernseher bestellt.

 Homer:             Jetzt muß gleich unsere Werbung kommen.
 Bart:           Dad, wer hockt denn schon nachts um 3 Uhr 17 vorm Ferseher?
 Homer:          Arbeitswütige, dann Arbeitslose und versauerte Alleinle-
                    bende.
 Lisa:              He, seht nur! Da sind wir!
 Homer:             Das mag zwar ein mieser Kanal sein, aber die Simpsons tre-
                ten im Fernsehen auf.

Der Werbespot beginnt. UBF spricht in leicht gestelzten Worten.

 Marge:             Oh, unsre Einfahrt ist total verschneit.
 Lisa/Bart?/Marge?:Der alte Winter hat zugeschlagen!

Grampa mit billigen Glasschmuck behängt tritt als 'Winter' auf.

 Grampa:         Höhö, ganz recht, ich hab eure Einfahrt mit Eis und Schnee
                versperrt. Und was wollt ihr dagegen machen? Nichts! Seht
                    nur her. <tritt kraftlos gegen das Eis>
 Homer:          Hallo.
 Lisa/Bart?/Marge?:Mister Schneepflug!
 Homer:          Verschwinde du unangenehme - Jahreszeit! <tritt Grampa in den
                    Hintern>
 Grampa:         Ja ja, ich geh ja schon. Früher waren wenigstens die Kinder
                noch dankbar, wenn es geschneit hat.
 Lisa/Bart?/Marge?:Juhu!
 Homer:          Hallo, ich bin Mister Schneepflug. Haben sie es satt, sich
                mit dem Eispickel die Hände abzuhacken und dann diese ewi-
                gen Herzwutanfälle.
 Lisa und Bart:  <stimmen zu>
 Homer:          Darum wählen sie Klondike 5-3226. Rufen sie an und sie er-
                halten ein Gratis-T-Shirt.

 Homer:             <hält ein altes T-Shirt hoch> Übriggeblieben von den letzten 
                    Wahlen.

 Lisa:           Tja, ich bin aber ziemlich knickerig. Kann ich mir sowas
                    überhaupt leisten?
 Homer:          Aber selbstverständlich! Meine Preise sind so niedrig, daß
                    viele glauben, ich hätte hier oben einen Dachschaden.
 Bart:           Sie haben doch eine offizielle Lizenz von der Stadt, Mis-
                    ter Schneepflug?
 Homer:          <mit zusammengepressten Lippen> Halt die Klappe, mein Junge.
                    <laut> Also nicht vergessen. <singt> Ich hab 'nen
                Schneepflug und alle Leute nennen mich Mister Schneepflug.

Hier endet der Werbespot und das Testbild wird eingeblendet.

 Homer:          So, jetzt hat auch Lieschen Einfahrt unsere Nummer. Jetzt
                können wir nur das Wartespielchen spieln. <nach kurzem Ab-
                warten> Warten ist zum Kotzen. Spielen wir lieber die
                Heinzelmännchen.

Am nächsten Morgen ist Homer bereits bei der Arbeit. Vor dem Kwik-E-Markt.

 Apu:            Vielen Dank, Mister Schneepflug. Jetzt kann ich meinen La-
                den offenhalten.

Gleich danach fährt Snake mit einem Kumpan vor und läd seine Flinte durch.

 Snake:          Jetzt schlagen wir zu.

Auch vor dem Altersheim wird geräumt.

 Grampa:         Jetzt sind wir keine Gefangenen mehr. Wir sind frei und 
                wir können gehen, wohin wir wollen. - Mir ist kalt und ich 
                    hab Angst.

Alle Rentner gehen wieder ins Heim zurück. In der Springfielder Schule läuft Skinner den Gang auf und ab. Nur Martin schafft es durch den meterhohen Schnee zum Eingang. Rektor Skinner: Mmm, mmm, die Schule wird heute ausfallen müssen. Willie: Seht nur!

Homer räumt den Schnee und hat den Schulbus im Schlepptau. Alle Kinder steigen aus.

 Rektor Skinner: <zu Bart> Der Unterricht kann stattfinden und das verdan-
                ken wir deinem Vater.
 Nelson:         <zu Bart> Dein letztes Stündchen hat geschlagen, Schnee-
                pflugbastard!

Ein Gewitter aus Schneebällen prasselt auf Bart nieder bis er getroffen zu Boden sinkt. Alle Kinder beteiligen sich an dem Massaker. Auf den Stufen zum Rathaus:

 Quimby:         <am Mikrophon> Mister Schneepflug, da sie es unseren Mit-
                bürger ermöglicht haben, ohne auf öffentliche Verkehrsmit-
                tel zurückzugreifen, ihren Verpflichtungen nachzukommen, 
                überreiche ich ihnen den Schlüssel zur Stadt.

In Moe`s Kneipe:

 Moe:            So, Mister Schneepflug, das Bier geht auf`s Haus.
 Barney:         Ich werd verrückt Moe, du hast ja nicht mal den iranischen
                Geiseln nach ihrer Freilassung ein Bier ausgegeben.
 Moe:            Ja, ich hab immer gesagt, die hätten da erst garnicht hin-
                gehen sollen. Aber unser Homer ist ein echter Held.
 Barney:         Wenn ich doch bloß auch ein Held wäre.
 Homer:          Nur laut jammern nutzt da garnichts, du mußt dir die Win-
                deln hochziehen, vor die Tür gehen und dein Bestes geben,
                was du zu bieten hast.
 Barney:         <springt auf und rennt raus> Achtung, ich komme!
 Homer:          Glaubst du, daß er's schafft, Moe?
 Moe:            Bisher ist er immer ganz gut zurecht gekommen.

Bei den Simpsons im Schlafzimmer. Marge liegt schon im Bett.

 Marge:          Ich hab mich gewaltig geirrt, als du dir diesen Wagen 
                    gekauft hast. Ja, jetzt bin ich mehr als stolz auf dich - 
                    Mister Schneepflug! Es mag albern klingen, aber würdest du 
                    mir den Gefallen tun und zur Abwechslung mal...
 Homer:          ...die Nägel schneiden oder die Zähne putzen?
 Marge:          Nein, nein. Würdest du bitte deine Mister Schneepflug-
                Jacke anziehen? Nur so zum Spaß?
 Homer:          <zieht sich die Jacke an, singt> Hier, seht nur her.
                Ich bin im ganzen Land als Schneepflug wohl bekannt. <löscht 
                    das Licht>

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 7.00 Uhr. Homer springt ans Fen- ster und zieht den Vorhang auf.

 Homer:          Ah, weißes Gold.

Auf dem Weg zum Schneepflug macht Homer eine böse Überraschung: Alle Ein- fahrten sind bereits geräumt.

 Homer:          <erschrickt> Was ist denn das? Das gibts doch nicht! Wer
                war das?

In einem gigantischen Räumfahrzeug rollt Barney als 'Schneepflug-König' heran.

 Barney:         Hallo Homer, du kannst dich verneigen vor dem Schneepflug-
                König.
 Homer:          Barney, du hast mir meine Idee geklaut.
 Barney:         Nur keine Angst, Homer, ein bißchen gesunder Wettbewerb 
                hat noch niemanden geschadet.

Er durchschießt mit einem Revolver die Hinterreifen von Homers Schneepflug und fährt lachend davon. In Moe`s Kneipe. Barney tritt in einem eigenen Werbespot auf.

 Barney:         Was für eine Überraschung. Das ist doch unser Mister 
                Schneepflug.

Er bearbeitet Homer, der auf einem Pappschild dargestellt ist, mit einem Baseballschläger und zerfetzt das Schild.

 Linda Ronstadt: Hey Schneepflug-König. Laß mir was übrig.
 Barney:         Wow, Linda Ronstadt!

Beide zerkloppen die Reste von Homers Pappschild.

 Moe:            Linda Ronstadt, wie hast du die denn gekriegt?
 Barney:         Ach, wir wollten schon seit langen mal irgendwas zusammen
                machen.

Im Werbespot singen Barney und Linda zusammen ein Lied.

 Linda Ronstadt: (singt) When the snow starts to fallin`
                There`s a man you should be callin`
                That`s KL 5-4796. Let it ring!
                Mister Plow is a loser
                Then I think he is a boozer
 Barney/<B>Linda: So you better make that call to the Plow-King.
 Barney:            <rülpst>

 Homer:          Wie konntest du das nur machen, Barney, nach allem, was 
                ich für dich getan hab.

Rückblende in die High-School-Tage.

 Barney:         Tränenreich steht in Verbindung zu schwermütig wie auf-
                wallend zu ähm, schäumend. Wow, Harvard ist nicht mehr 
                fern.
 Homer:          Pst, Barney, mein Vater schläft. Willst du 'n Bier?
 Barney:         Ich weiß nicht recht, morgen ist Prüfung.
 Homer:          Na und, dazu kann ich nur sagen: Bier macht locker.
 Barney:         Schön, aber nur eins, wenn du mich dafür in Ruhe läßt!

Er probiert einen Schluck, und so beginnt seine Säuferkarriere. Schon läßt sich die Wirkung des Bieres erkennen.

 Barney:            Auf dich hab ich mein Leben lang gewartet.

Nach dieser Erinnerung ist Homer sichtlich geknickt. Barney hat gerade Flanders' Einfahrt geräumt.

 Flanders:       Danke Schneepflug-König-Verwöhn-Mich.
 Homer:          He, Flanders! Ich dachte, ich wär hier der Schneepflug-
                Mann.
 Flanders:       Ach Homer, räumen Sie ruhig noch mal.
 Homer:          Mitleid brauch ich nicht. Und auf ihre dummen Sprüche 
                kann ich verzichten. Ihr Geld nehme ich, aber - ihre Ein-
                fahrt räume ich nicht nochmal.

Ein wenig später:

 Homer:          Mister West, sie haben gesagt, sie hätten einen Job für 
                mich?
 Batman:         Ja, als ich sie angerufen hab. Das war vor - 45 Minuten.
 Barney:         <ruft im Wegfahren> Bis dann, Superman! Ich werde ihre
                wahre Identität geheimhalten.

Batmanlike klettert Mister West in sein Batmobil und klappert davon. Zu Hause bei den Simpsons.

 Homer:          Nun klingel schon, du verdammtes Telefon.
 Telefon:           <klingelt>
 Homer:          Mister Schneepflug - unter dem Namen bin ich im ganzen 
                Land bekannt.
 Mann am Telefon:Hallo, ich bin vom Rateneintreibungsbüro bei der Kumatsu-
                Autohandlung.
 Homer:          Oh, dann wollen sie sicher Mister Schneepflug sprechen,
                der die Einfahrten räumt. Aber mein Name ist Unfug, so wie
                in Espen die Wespen und auch die Lesben. <legt auf> Och, was 
                    soll ich jetzt bloß machen?
 Lisa:           Wie wär's mit 'nem neuen Werbespot? Fröhlich und origi-
                nell!
 Homer:          Ja, vieleicht so `ne Art Rap: <rappt>
                    Tjo tchi tjo tick tjo ticki bum.
                Ich bin Mister Schneepflug und ich mache keinen Unfug.
                Ich trinke wenig Bier und verjage jedes Tier.           
                Bald räum ich alles weg, selbst den dicksten Dreck...
 Bart:           Hör auf.
 Homer:          ...die Kuh vom Stall mit 'nem großen Knall.
 Bart:           Bitte - hör sofort damit auf.
 Lisa:           Und versprich, daß du`s nie wieder tust.
 Homer:          Na schön.

Homer geht zur 'McMahon? and Tate Advertising Agency', um einen Werbespot zu beauftragen.

 McMahon?:        Mister Simpson, ich garantiere ihnen, daß wir Ihnen einen
                Werbespot liefern, der ihr Geschäft wieder ankurbelt. Sie
                kennen die Radiowerbung, wo sich zwei Leute mit schrillen 
                Stimmen etwas vorjammern? Die habe ich erfunden.
 Homer:             <schlägt ihm ins Gesicht>
 McMahon?:        Au, das passiert mir immer.

Die Simpsons schauen Fernsehen. Ein Schwarz-Weiß-Werbespot mit einer singenden Diva wird ausgestrahlt. Sie hält eine Schneekugel in der Hand. Von einem Mann, welcher die riesige Halle betritt, wird die Schneekugel zerstört. Am Ende des Spots erscheint das Mr. Plow-Logo.

 Lisa:           Dad, war das dein Werbespot?
 Homer:          Keine Ahnung.

Wieder auf den Stufen zum Rathaus. Der Schlüssel zur Stadt soll von Homer auf Barney weitergegeben werden.

 Quimby:         Die [?] hat eine neue Generation von, äh, Schneepflugty-
                pen übergegangen. <zu Homer> Her mit dem Schlüssel. - Das 
                    sind ja Zahnabdrücke!
 Homer:          Ich hab gedacht, da wär Schokolade drin. Warum war er
                dann in Folie verpackt?
 Quimby:         Der war überhaupt nicht verpackt.

Homer schaut die Nachrichten:

 Kent Brockman:  Von dem Blizzard am schlimmsten heimgesucht ist die Ort-
                schaft Springfield. Unser Reporter Arnie Pie ist dort vor
                Ort.
 Arnie:          <in einem Flugzeug> Es ist total verschneit. Wo man hin-
                sieht, ist alles weiß.
 Kent Brockman:  Arnie, bitte die Ski-Konditionen.
 Arnie:          SOS. SOS, wir fliegen gegen einen Berg. Sagt meiner Frau
                ich liebe...

Es ist nur noch eine Bildstörung zu sehen.

 Kent Brockman:  <lacht> Hervorragend Arnie!

Homer hat einen Plan. Er ruft Barney an.

 Homer:          Hallo, Räum-König? <mit verstellter Stimme> Würden sie wohl
                bitte meine Einfahrt räumen? Ich wohne ganz oben beim ab-
                schreckenden Witwengipfel.
 Barney:         <im Whirl-Pool mit Linda Ronstadt> Es tut mir leid, dann 
                wär ich den ganzen Tag unterwegs. Ich wär nicht mehr in 
                der Lage, noch eine Einfahrt zu räumen.
 Homer:          Schade, sie hätten auch einen 10000er-Schein bekommen.
 Barney:         Ach ja? Welcher Präsident ist denn drauf?
 Homer:          Ähm, so gut wie alle. Sie feiern eine Party. Manche sind
                auch schon umgefallen.
 Barney:         Wow, ich komme sofort.
 Linda Ronstadt: Barney, ich werde eine spanische Version deiner Werbung 
                auf meiner nächsten Platte singen. <singt> Senor Schnee-
                pflug no es macho, es solamente un borracho.
 Barney:         Ja, sehr gut.

Homer nutzt die Chance und räumt an Stelle von Barney.

 Frau:           Selbstverständlich hab ich nichts dagegen, daß sie meine
                Einfahrt räumen, doch frag ich mich, wo der Schneepflug-
                König steckt.
 Homer:          Tja, er ist nunmal seinen Kunden nicht treu und versetzt 
                sie.
 Frau:           Halt! Bitte passen sie auf, daß sie den Asphalt nicht zer-
                kratzen!
 Homer:          Ach, leck mich am Asphalt.

Zu Hause.

 Homer:          <mit einem Bündel Geldscheine in der Hand, lacht>Da hab ich 
                    nur gesagt: Leck mich am Asphalt.

Doch der Rest UBF sieht bedrückt aus. Wieder laufen die Nachrichten.

 Kent Brockman:  Springfields beliebter Schneepflug-König - ist im Schee 
                verschollen. Barney Gumble - hier beim Überreichen einer 
                50000$-Spende an das Shelbyville-Tanztheater - wurde heute
                morgen von einer plötzlichen Lawine am Witwengipfel über-
                rascht. Zufällig wurde die Szene auf Film festgehalten von
                einem Kamerateam, das gerade auf der Suche nach dem 
                Schneemenschen dreht.

Der Film wird eingeblendet. Ein Schauspieler als Schneemensch schaut in die Kamera.

 Kameramann:        Halt, Bob, man sieht ja deine Armbanduhr.  
 Bob:            Ah, verdammt.
 Kameramann:        Hey, was ist denn das?

Die Kamera schwenkt auf Barney, der gerade die Auto-Karte studiert und da- bei rülpst. Dadurch löst sich eine Lawine.

 Homer:          Das ist alles nur meine Schuld. Ich muß ihn unbedingt ret-
                ten.

UBF befindet sich nun auf dem Parkplatz vor der Auffahrt zum Witwengipfel.

 Marge:          Homer, ich flehe dich an, fahre nicht!
 Homer:          Ach, die gute Kiste hält die Spur wie eine Bergziege.

Man sieht eine Bergziege, die mehrere Gipfel hinabstürzt Homer ist auf der beschwerlichen Fahrt zum Gipfel. Auf einer wackligen Brücke bangt er um sein Leben. Zu spät merkt er, daß direkt daneben eine neue Brücke gebaut worden ist.

 Homer:             Nein!

Barney steckt im Schnee und ist verzweifelt. Homer rollt immer näher. Plötzlich kommt er in eine gefährliche Schräglage.

 Homer:          Nur die Ruhe bewahren, ganz ruhig. Uh.

Durch Drehen des Sendersuchlaufknopfes seines Autoradios kommt der Wagen wieder auf die Räder. Inzwischen nimmt Barney, unter Schnee begraben, Abschied:

 Barney:         Ach, Sterben ist halb so schlimm, dann bin ich mit all 
                meinen lieben wieder vereint. Meinem Dad, und dieser
                Pflanze, die ich nie gegossen habe.

In dem Moment kommt Homer zur Rettung:

 Homer:          Barney!
 Barney:         Homer, du hast mir das Leben gerettet, das werd ich dir 
                nie im Leben vergessen. Von nun an sind wir beide Partner!
 Homer:          Das ist nett von dir, Barney. Wenn zwei gute Freunde zu-
                sammenarbeiten, kann nicht mal Gott persönlich was dagegen
                machen.
 Stimme Gottes:  Wirklich nicht?
Gott schickt wärmende Sonnenstrahlen; der Schnee taut es wird Frühling. Wieder vor dem Altersheim.
 Grampa:         Der Schnee ist geschmolzen, jetzt können wir wieder ge-
                fahrlos vor die Tür gehen. Ach, es paßt mir nicht, was die 
                Teenager da drüben treiben.

Alle Rentner gehen wieder ins Heim rurück. Kent Brockman in der Sendung 'My Two Cents':

 Kent Brockman:  Ist diese furchtbare Hitzewelle das Ergebnis des Treib-
                hauseffekts? Wenn Tagestemperaturen um 20 Grad mitten im
                Winter von Autoabgasen verursacht werden, dann müssen sie
                mir zugestehen, daß ich meinen alten Schlitten weiterfah-
                re. <lacht>

Homer und Marge im Schlafzimmer. Das Telefon klingelt.

 Homer:          Ja hallo?
 Stimme:         Hallo, hier ist die Pfändungsabteilung. Ich rufe nur an,
                um sie abzulenken, während wir ihren Schneepflug abholen.
 Homer:          Ach ja, für wie dumm halten sie mich?

Auf der Straße wird der Wagen wirklich abgeschleppt.

 Homer:             <enttäuscht> Ouh.  
 Marge:          Jetzt beschwer dich nicht, Homie. Du bist gesund, hast 
                deinen besten Freund wieder und du hast dieses besondere -
                gewisse Etwas.
 Homer:          Du meinst... <zwinkert zum Kleiderschrank, zieht sich
                wieder seine Jacke an, singt> Als Mister Schneepflug bin ich 
                    bekannt. Und das werd ich bleiben in Stadt und Land. <im Bett
                    zu Marge> Laut Vorhersage kommt jetzt ein heftiges 
                    Leidenschaftsgestöber, gefolgt von einem heißen Nahkampf in 
                    den tieferen Regionen...
 Marge:             <lacht>