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Die Simpsons

[9F05] Marge muß jobben

Originaltitel: [Marge Gets a Job]
Erstausstrahlung in N.A.: 11.05.92
Erstausstrahlung in Deutschland: 19.05.94
Erstellt von: Ralf Loderer <loderer@cat.cube.net>
Letztes Update: 29.09.00

 Tafel: Ich darf anderen nicht das Fliegen beibringen. 
Sax:
Couch: Die Simpsons sitzen auf der Couch, Homer vertauscht den Kopf
mit Maggie. Maggies Schnuller ist in Homers Mund, Maggie nimmt
sich ihren Schnuller aus Homer Mund.

 Marge:          <liest die Post vor> Bewohner oder Besitzer.
                Hmmmm... eine Gratisprobe Lemmon Time.
 Homer:          Wo? Gib her!

Homer trinkt "Lemmon Time".

 Marge:          Homer! Das ist ein Geschirrspülmittel!
 Homer:          Na und, wo ist da der Unterschied?
 Marge:          Oh, es gibt 'ne Ruhestandsparty fuer 'nen 
                Kollegen im Kraftwerk.
 Homer:          Ich würde auch gern in Rente gehen.

Homer träumt wie es wäre in Rente zu sein. In seinem Traum sieht er sich auf der Couch liegen. Während er seinen Traum träumt, liegt Homer auf der Couch, genauso wie im Traum.

 Homer:          Das wär' einfach nicht auszudenken.

Flanders sieht schräg zum Fenster rein, hat eine Pfeife im Mund.

 Flanders:       Hallihallo wie geht's, Nachbar?
                Gutes Pfeiffenwetter, ich fackel' gerad den Dornenstrauch an.
 Homer:          Kann nicht reden, ich hab zu tun.
 Flanders:       Okidoki, bis dann!
 Marge:          Hast du gesehen wie schräg er da stand?
 Homer:          Das gehört alles zu Gottes Vorsehung.

Maggie sitzt am Boden und rutscht durch das abgesackte Fundament auf den Ventilator zu.

 Marge:          Ich hab das Gefühl unser Haus senkt sich 
                an einer Seite.                  

Das Haus ist von außen zu sehen, durch das abgesackte Fundament stürzt die Antenne und auf dem Dach befindlicher Müll herunter.

 Nelson:          <lacht>

Homer hat eine Video-Kassette mit der Anleitung zur Selbst-Reparatur des Fundamentes.

 Homer:          Halbvereselte Anleitung zur Fundamentreparatur.

Er schiebt die Video-Kassette in den Video-Recorder, Troy McClure moderiert.

 Troy:               Hallo ich bin Troy McClure. Sie kennen mich 
                     wahrscheinlich aus den Lehrfilmen: "Wo verteile 
                     ich Mottenkugeln auf meinem Schlachtschiff" und "Grab 
                     dein eigenes Grab und spare Geld." In den 
                     nächsten sechs Stunden werde ich ihnen aufzeigen 
                     was man bei einer Fundamentreparatur selbst machen kann 
                     und was lieber nicht. Fertig?
 Homer:          Klar doch!
 Troy:               Zunächst sollten sie die Risse in den Platten mit 
                     einer Latexklebemasse und einer Kelle ausbessern.
 Homer:          <zu Bart> Hol' mir sofort meine Latexklebekelle!
 Troy:               Na, haben wir schon den Polyvinyl-Isolierschaum zur Hand?
 Homer:          Nein.
 Troy:               Gut! Montieren sie die J-förmigen Aluminiumleisten 
                     mit Kesselsteinbelegten Schrauben. An die Arbeit!
 Homer:          Was mach ich denn wenn...
 Troy:               Nachdem wir die Panele mit Schutzfarbe bepinselt haben...
 Homer:          ...Moment...
 Troy:               ...brauchen wir korrosionsbeständige Metallstarken...
 Homer:          ...Augenblick...
 Troy:               ...falls sie keine Metallstarken finden können...
 Homer:          Aha?
 Troy:               ...nehmen sie Kohlefaserstarken!
 Homer:          Oh je!
 Troy:               Nun tünchen wir die Starken!

Homer gibt den Reparaturversuch auf und läßt einen Handwerker, "Surly Joe", kommen. Dieser legt seine Wasserwaage auf das Fundament, die Wasserwaage rutscht herunter.

 Homer:          Merken Sie, dass was nicht stimmt?
 Handwerker:     Ja! Ich befürchte der ganze Westteil ihres 
                Hauses ist abgesackt.
                Das kostet sie bestimmt... ähh... 8500!
 Homer:          Vergessen Sie's. Sie sind nicht der einzige 
                Fundamentalist hier!

Homer blättert im Telefonbuch

 Homer:          Da haben's wir's: Fundamentreparaturen. <sieht die Anzeige
                     von Surly Joe: "The Only Fundation Repair Company in Town">
                Neinnn! Er ist der Einzige!

Homer sieht fern. Es wird über die Wahl des Vizepräsidenten und über Homers Haus berichtet.

 Kent Brockman:      ... der Ex-Vizepräsident zur Wiederwahl stellt. 
                     Und noch eine schlechte Nachricht für den schiefen 
                     Turm von Pisa. Diese Geschichte bringt auch Sie aus dem 
                     Gleichgewicht!

Es werden Schaulustige gezeigt die sich über das schiefe Simpson- Haus lustig machen.

 Schaulustige:       <lachen>
 Bart:               Hereinspaziert! Sehen Sie sich die Schrecken der schrägen 
                     Hütte an! Die abartigsten Kreaturen leben darin. Zum 
                     Beispiel Billiardkugel: Der Mann ohne Haare! <zeigt auf Homer>
 Homer:              <tritt an das Fenster> Grrrr
 Frau:               <erschrocken> Der ist ja abscheulich!

Im Haus. Ein Gegenstand fällt vom Tisch.

 Marge:          Bitte, wir müssen was unternehmen!
 Homer:          Marge, das kostet und 8500 Dollar! Und wir 
                haben nur 500 auf der Bank, das bedeutet... 
                wir brauchen noch... ömm...
 Marge:          Ich kann arbeiten gehen.
 Homer:          Hey, dann könnte ich mir ja meinen Traum 
                erfüllen! Allein im Wald leben und einsam ein Tagebuch 
                führen.

Homer träumt seinen Traum.

 Homer:          15. März: Ich wünsche mir so sehr einen 
                Fernsehapparat... Verdammt, der fehlt mir am allermeisten!
 Marge:          Du wirst auch brav weiterarbeiten müssen.
 Homer:          <enttäuscht> Oooh!

Homer und Marge gehen zu der Ruhestandsparty des in Rente gehenden Kollegen, die in einem entgleisten Zug, der in ein Restaurant umgebaut wurde, stattfindet.

 Angestellter:   <zu einer Familie> Es war mit Abstand der schönste und 
                     teuerste Zug der jemals gebaut wurde! <zeigt auf ein altes 
                     Photo des Zuges> Die schmucke Kombüse! Manche haben 
                     behauptet er sei zu groß um auf den Schienen zu bleiben 
                     und ...äh... sie hatten recht! <zeigt auf ein Photo des 
                     Zuges, wie er bereits entgleist ist>
 Marge:          Wir möchten gerne zu der Ruhestandsparty.
 Angestellter:   Folgen sie dem kopflosen Bremser!
 Kopfloser 
Bremser: Atomkraftwerk Ruhestandsparty, <stößt an einen Tisch>
                     hier entlang bitte!

Burns hält eine Ansprache.

 Burns:          <klopft an sein Glas> Tja ...ähm... wir sind heute hier 
                     zusammengekommen um einen guten Freund von uns zu ehren!
 Homer:          Langweilig!
 Burns:          Einen Mann, der der Firma Burns 45 Jahre lang 
                treue Dienste geleistet hat: Mr. Jack Marley.
 Homer:          Langweilig!
 Smithers:       Mr. Burns, wenn sie nichts dagegen haben, ich 
                habe eine Musiknummer für Jacks Abschied vorbereitet.

Ein Loblied auf Mr. Burns und ein Tanz wird aufgeführt. Burns und Smithers sind auf der Bühne.

 Jack Marley:    Dürfte ich ein paar Worte sagen?
 Burns:          Der übliche Schmus? "Darf ich um ihre 
                Aufmerksamkeit bitten, die Party findet mir zu ehren statt!"
 Jack Marley:    Ich möchte nicht in den Ruhestand! Meine 
                Arbeit ist das einzige was mich am Leben hält! Ich hab'
                     nie geheiratet und mein Hund ist tot.

Burns winkt zu den Musikanten, diese fangen zu spielen an.

 Jack Marley:    Ich bin noch nicht fertig!
 Burns:          Und ob Sie das sind!

 Burns:          Mit dem Ausscheiden von Mr. Marley ist eine 
                Einstiegsposition in Sektor 7G frei geworden. Und jetzt 
                     raus hier, die Bar ist geschlossen.
 Gäste:         <enttäscht>Oooh...

Nach der Heimfahrt, auf dem Weg vom Auto zum Haus.

 Marge:          Vielleicht sollte ich mich um diesen Posten bewerben?                      
 Homer:          Nein Marge, wir leben schon zusammen, dann müssen wir 
                     nicht auch noch zusammen arbeiten. Wie heißt es 
                in der Bibel? Du sollst nicht malochen in deines Ehemannes... 
                Firma!
 Marge:          Wo steht in der Bibel etwas von Malochen?
 Homer:          Schluß jetzt! Entschuldige Marge, so 
                dringend brauchen wir das Geld nicht.

Ein Vogel landet auf dem Dach des Simpson-Hauses, das Fundament sackt weiter ab, Bart fälllt aus dem Fenster.

Szenenwechsel: Marge schreibt die Bewerbung für den Posten im Sektor 7G.

 Marge:          So Lisa, das ist mein Lebenslauf! <reicht Lisa ihr Blatt, auf 
                     dem nichts weiter als "Homemaker: 1980 to present" steht>
 Lisa:           Oh, der sollte aber noch ein bisschen 
                ausführlicher werden! <bessert den Lebenslauf aus>
 Marge:          Was schreibst du da alles?
 Lisa:           Das kannst du lesen wenn ich fertig bin.
 Marge:          <liest vor> Chauffeur, Näherin und Vormund großer 
                Säugetiere?
 Homer:          <kommt in Unterwäsche herein, mit Haaren auf dem 
                     Rücken, kratzt sich am Hintern> Marge, hast du mein 
                     Lunchpaket gesehen?
 Marge:          <gibt Homer das Paket> <zu Lisa> Oh, ich verstehe!
 Lisa:           Die erwarten, dass man ein bißchen lügt!
 Marge:          <liest vor> Hat für die Regierung Carter gearbeitet?
 Lisa:           Du hast für ihn gestimmt. Zweimal!
 Marge:          Lisa! Psst, vielleicht hört jemand zu...

Beim Vorstellungstermin.

 Smithers:       Aha, hmmmm. Ich dachte der Song sei von John Lennon?
 Marge:              <grummelt>
 Smithers:       Ihr Lebenslauf ist wirklich sehr beeindruckend! Und 
                ich darf ihnen als erster zurufen: Kadibu Kasini!
 Marge:          Was?
 Smithers:       Haha! Willkommen an Bord! Mein Suaheli ist 
                sicher nicht so gut wie Ihres.
 Marge:          <lacht verlegen> Hahaha, ja!

Smithers geht aus dem Büro in den Flur.

 Smithers:       <zu den anderen Bewerbern> Tut mir leid, die Stellung ist 
                     vergeben.
 Bewerber:           <enttäscht> Ooohh.
 Jack Marley:    So was dummes!

Zuhause beim Abendessen.

 Homer:          Marge, du machst einen großen Fehler!
                Jetzt sehe ich dich tagsüber in der Arbeit 
                und abends zuhause!
 Marge:          <grummelt>
 Homer:          Das ist sehr schön, aber... es hat auch eine negative 
                     Seite... hmmm... <nimmt schnell eine Zeitung zur Hand> seht 
                     euch die Überschrift an: "Volksentscheid in Kanada." 
                     Entschuldige Marge, ich kann jetzt nicht reden!
 Marge:          Wir brauchen das Geld und hier zuhause 
                langweile ich mich nur! Letzte Wochen standen zwei Zeugen 
                Jehovas vor der Tür und ich wollte sie nicht mehr weglassen. 
                Die haben sich heimlich verdrückt als ich in der Küche 
                Limonade holen wollte.
 Homer:          Ja, Limonade schmeckt gut.
 Lisa:           Ich finde es wundervoll! Mom und Dad Seite an Seite im 
                     Atomkraftwerk! Ihr seid genau wie Marie und Pierre Curie. 
 Homer:          Wer ist denn das?
 Lisa:           Die haben das Radium entdeckt! Danach sind 
                beide an Strahlenverseuchung gestorben.

Bart träumt von Marie und Pierre Curie. Die Curies gehen als Riesen durch die Stadt und töten mit ihren Strahlenaugen die Bevölkerung.

 Mann:               Oh Gott, das sind die Curies! Wir müssen fliehen!
Ende des Traums.
 Bart:               Oh, coooooooool!

Homer und Marge im Auto auf dem Weg zur Arbeit.

 Homer:          Bitte Marge, nicht vergessen: Wenn im Kraftwerk irgendwas 
                     schiefgeht, immer den Beschimpfen, der nicht daran schuld 
                     ist! Ach Tibor, wie oft hast du mich schon davor bewahrt,
                     dass ich fliege?

Zuhause. Grandpa passt auf Maggie auf. Maggie ist im Bett und will das Fläschchen. Grandpa begreift nicht was Maggie will und sieht in einem Arztbuch nach was ihr fehlen könnte. Währenddessen versucht Maggie sich aus dem Kinderbett zu befreien.

 Grandpa:            Maggie, dein Babysitter ist da!
 Maggie:         <schmatzt>
 Grandpa:        Was soll das bedeuten? Oh, du bist wohl krank! Mal sehen, 
                     was der gute alte Doktor Washburns empfiehlt. Bist du 
                wassersüchtig? Ein Hypochonder? Hast du Krippe? Dum- 
                Dum-Fieber? Malaria? Pubertätsfieber? Armengicht? 
                Dschungelfäule? Verklemmt sitzende Windel? Seemanns-
                     skorbut oder geheimer Wundbrand?

Marge besichtigt mit Smithers ihren neuen Arbeitsplatz.

 Smithers:       Und das hier ist ihr Büro. Dieser Trottel Tibor 
                hat den Schlüssel verloren. Aber sie können es mit 
                einer Kreditkarte öffnen. Bitte, viel Spaß!
 Marge:          Was soll ich denn machen?
 Smithers:       <lacht> Bitte, Marge, ihrem Lebenslauf nach haben 
                Sie diese Maschine erfunden!

Marge drückt einen Knopf. Daraufhin stürmen zwei Mitarbeiter aus einem Zimmer heraus, verfolgt durch eine Stichflamme.

 Mitarbeiter:        Hilfeeeeeeeee!
 Marge:              Oh!

Bart in der Schule.

 Mrs. Krabappel: Weg mit den Büchern Kinder, wir schreiben 
                eine Arbeit!
 Bart:           <Stöhnt, simuliert> Ich bin krank, ausgerechnet jetzt!
                     Warum? Warum?
 Mrs. Krabappel: Kennst du die Geschichte von dem Jungen, der immer 
                     "Hilfe, Wölfe!" rief?
 Bart:           Ich hab' sie halb gelesen, ich schwörs!

Bart wird von Krabappel entlassen, geht aus dem Klassenzimmer.

 Mrs. Krabappel: Tse!

Im Kraftwerk.

 Homer:          Marge was machst du da, es ist Mittagspause!
 Marge:          Ich komme sofort, ich muß nur noch den 
                Bericht fertigschreiben.
 Homer:          Marge bitte, das archivieren wir einfach 
                unter "R" - wie E_R_holungsheim.

Homer steckt die Rohpost in den Schlitzt woraufhin der Weg der Rohrpost gezeigt wird. Sie endet als Dammbaumaterial für Biber in einem Fluß.

 Marge:          Wo geht das jetzt hin?
 Homer:          Keine Angst, Liebling. Die Patrone weiß schon 
                was sie macht.

Die Partone geht durch kompliziert angelegte Röhren, bis sie endlich in einem Fluss landet, wo sie von einem Biber zu dem Damm, bestehend aus vielen solcher Patronen, gebracht wird.

Grandpa zuhause mit dem simulierenden Bart.

 Grandpa:        Eine gute Nachricht, mein Junge. Ich habe 'ne 
                Apotheke gefunden die Blutegel führt. Doch eigentlich 
                     war es gar keine Apotheke, mehr ein Laden für 
                     Angelköder. 
 Bart:           Es geht mir schon viel besser, Grandpa!
                Ich brauch keine Hausmittel mehr.
 Grandpa:        Ein Mundthermometer? Von wegen! Mach dir ein 
                paar warme Gedanken mein Junge! Denn das Ding ist verdammt 
                kalt.
 Bart:           <entsetzt> Uuaah!

Im Kraftwerk. Burns sitzt vor seinen Monitore und beobachtet seine Mitarbeiter bei der "Arbeit".

 Burns:          Alberne Affenschwänze! Faulpelze! Eitle 
                Kampfhähne! <sieht Marge> Wie bezaubernd! Diese Frau, 
                     ein fesselndes Wesen. Smithers, mein Herz pocht wie ein 
                     Vorschlaghammer! <Zoom auf Burns' Herz, ein verkümmertes 
                     schwarzes kleines Etwas, das sich kurz zusammenzieht und 
                     wieder auseinandermorpht> Ich muß sie haben. Zoomen, 
                     Smithers! Näher, näher! Noch häher, verdammt.

Das Objektiv schlägt an Marge Kopf.

 Marge:          Au!
 Burns:          Das war zu nah.
 Marge:          <grummelt>

Burns kommt mit einem Strauß Blumen und Badeöl in Marge Büro.

 Burns:          Hallo! 
 Marge:          Mr. Burns?
 Burns:         Sie brauchen nicht zu erschrecken. Ich wollte ihnen nur 
                     Orchideen und wohlduftendes Badeöl überreichen, 
                     womit ich alle meine Angestellten verwöhne.
 Marge:          Oh, das ist aber nett von ihnen!
 Burns:          <lacht>
 Marge:          Nur verstehe ich icht warum es hier so gut wie keine 
                     Arbeitsmoral gibt...

Marge sieht einen Mitarbeiter der weint, eine Mitarbeiterin die trinkt und einen Mitarbeiter der sein Gewehr reinigt.

 Mitarbeiter    
 mit Gewehr:         Ich bin der Engel des Todes. Das 
                Fegefeuer wird über euch kommen. 
 Burns:          Mein Gott, wen interessiert das schon?
                Was sollen wir tun?
 Marge:          Erstmal sollten sie gesündere Pausenbrote 
                kriegen. Motivtage...
 Burns:          Meinen sie damit einen Kinderarbeitstag?
 Marge:          ...nein, das wir vielleicht einen Bikini-Tag
                einführen.
                Außerdem sollte man ihnen vielleicht ein 
                bisschen Tom Jones Musik reindudeln. Das macht mich immer 
                ganz fröhlich!

Tom Jones Musik wird im Atomkraftwerk gespielt, jedoch ohne jegliche Wirkung. Die Arbeiter sind genau so deprimiert wie vorher.

 Burns:          Es funktioniert! Es funktioniert! Und die Vollwertkost-
                     verpflegung ist auch unterwergs!

Ein Lieferant der Vollwertkost steht den protestierenden Mitarbeitern bewaffnet mit eine Kette gegenüber.

 Homer:          Wir lassen uns unsere Donuts nicht nehmen!

Lenny stürzt sich auf den Lieferanten. Dieser schlägt ihn mit seiner Kette nieder, Lenny landet auf ein paar Kartons.

 Lieferant:      Möchte noch jemand den Helden spielen?
 Homer:          <verneinend> Mmmm mmmm.

Marge ist in Mr. Burns Büro.

 Burns:          Marge, Sie bekommen eine Gehaltserhöhung und 
                ein neues Büro! Und zwar hier nebenan! <lacht>
 Smithers:       Aber Sir, das ist mein Büro!
 Burns:          Keine Sorge Smithers, Sie kommen dahin, wo am 
                meisten los ist.

Smithers ist im WC und putzt selbiges mit eine Zahnbürste.

 Smithers:       Frühlingsfrisch und winterweiß ein Vergnügen 
                für Jung und Alt.
 Homer:          <kommt hereingestürmt> Tut mir leid, ich halt's nicht 
                     mehr aus!
 Smithers:       Neeeein!

Bart ist wieder in der Schule.

 Mrs. Krabappel:     Nun Bart, wie geht es dir?
 Bart:           Ich kann nicht klagen!
 Mrs. Krabappel: Dann kannst du die Prüfung ja jetzt nachholen!
 Bart:           Uuuh, oooh! Meine Eierstöcke!

Grandpa holt Bart von der Schule ab.

 Bart:           Haha, diese Idioten!
 Grandpa:        Kennst du die Geschichte von dem Jungen der 
                immer "Wölfe!" ruft?
 Bart:           Nur ganz flüchtig. Der schreit immer "Hilfe, Wölfe!"
                     und lacht. Wie's ausgeht weiß ich nicht.
 Grandpa:        Mein Gott ist das zu fassen?
                Bart, steht die Ampel auf Grün?
 Bart:           <Die Ampel steht auf rot> Ja!
 Grandpa:        Hoffen wir das Beste!

Homer und Marche im Bett.

 Marge:          Homie, was hast du?
 Homer:          Ich bin es ja gewohnt das andere vor mir befördert 
                     werden. Freunde, Kollegen... Tibor. Das es mal meine Frau 
                     ist, hätte ich nie erwartet.
 Marge:          Wenn du ein bißchen fleißiger wärst würdest 
                du vielleicht auch befördert!
 Homer:          Bist du verrückt? Ich arbeit wie ein japanischer Biber!
 Marge:          Was du nicht sagst! Ich hab' dich heute dreimal besucht. 
                     Zweimal hast du geschlafen und einmal hast du mit dem 
                     Computermann Fußball gespielt.
 Homer:          Was?! <steigt entrüsted aus dem Bett> Ich schlafe nicht
                     in einem Bett mit einer Frau, die mich für faul hält! 
                     Ich werde jetzt nach unten gehen, die Couch ausziehen, 
                     meinen Schlafsack rausholen und... <geht wieder ins Bett, 
                     macht das Licht aus> ...ach! Gute Nacht!

Burns und Smithers im Atomkraftwerk.

 Burns:          Letze Nacht habe ich schon wieder von ihr geträumt, Smithers!
                Sie kennen den Traum, man liegt im Bett und jemand kommt durch's 
                     Fenster geflogen?

Smithers träumt, das Burns durch sein Fenster ins Bett geflogen kommt.

 Smithers:       Haben sie meinen Wunschzettel gelesen, Sir?
 Burns:          Ach was, Smithers, Sie sollen eine Party für 
                zwei in meinem Anwesen arrangieren. Für Marge und mich.
                Meinen Sie, Sie könnten Al Jones dafür ausbuddeln?
 Smithers:       Ahh. Erinnern sie sich? Das haben wir schonmal gemacht.
 Burns:          Ja ich wei&szlig, er ist tot. Und er roch ziemlich streng. 
                     Den Rest des Abend möchte ich lieber vergessen. Dann 
                     angagieren sie den Jazz-Sänger den sie so mag. Diesen 
                     Tom Jones.

Die Angestellten des Atomkraftwerkes auf einer Motivparty.

 Carl:               <in Cowboyverkleidung> Diese Sporen machen mich wahnsinnig.
 Lenny:              <in 50er-Style> Na und? Dann mach dir 'ne Schmalzlocke!
 Carl:               Lenny, die 50'er Jahre sind erst nächste Woche dran!
 Lenny:              Dann geh' ich nach Hause und ziehe mich um.

Der Handwerker ist mit der Fundamentausbesserung fertig.

 Marge:          Hier haben sie ihr Geld!
 Handwerker:     Die Ursache des Unglücks war ein Wasserleck. 
                Wenn sie sich für 50 Cent 'nen Dichtungsring kaufen...
 Homer:          Ich hab' 'ne viel bessere Idee. Verschwinden Sie, sofort!
 Handwerker:     Haha. Ich hab zufällig einen in 
                meinem Wagen. Den schenk' ich Ihnen.
 Homer:          Marge?! Hohl meine Flinte!
 Handwerker:     <geht ängstlich weg>

Smithers ist in einer Show. Tom Jones geht zum Bühnenausgang, wo Smithers bereits wartet.

 Smithers:       Tom Jones?
 Tom Jones:      Ja.
 Smithers:       Haben sie Interesse, bei einer privaten Party aufzutreten? 
                     <öffnet einen Koffer voll mit Geld>
 Tom Jones:      Tut mir leid, privat trete ich nicht auf.
 Smithers:       Dann sollten Sie vielleicht einen Blick in 
                diesen Koffer werfen... <öffnet einen weiteren 
                     Koffer, aus dem eine Rauchwolke aufsteigt>
 Tom Jones:      Na schön, aber ich seh' trotzdem... <hustet, sackt 
                     zusammen>
 Smithers:       Träumen Sie schön, Mr. Jones!

Bart in der Schule.

 Mrs. Krabappel:     Bart, um dieser Prüfung auszuweichen hast du 
                alles ins Feld geführt. Von den Pocken bis hin zu einer 
                Schüttellähmung!
 Bart:           Gesund bin ich immer noch nicht... oh... 
                verschwinde du Hexe! Ahhh!
 Mrs Krabappel: Jetzt ist Schluß mit den Ausflüchten!
 Bart:           Immer diese Prüfungen, das halte ich nicht aus!

Homer sitzt vor dem Fernseher und sieht sich die Krusty Show an. Auf Krustys Kopf sitz ein Adler.

 Krusty:         Seine Krallen graben sich unbarmherzig in meine 
                     Schädeldecke!
 Dompteurin:     Damit kann er Muscheln zertrümmern!
 Krusty:         Weg damit, hinfort, hinfort!
 Dompteurin:     Hier haben wir einen Steppenwolf aus Alaska.
                Er wiegt 200 Pfund und kann mit seinen Zähnen eine 
                     Parkuhr aufknacken. Laute Geräsche schrecken ihn 
                     allerdings ab.
 Krusty:         Laut? Das ist unsere Geheimparole für heute!
 Zuschauer:      <machen einen Riesen-Lärm>

Der Steppenwolf reißt sich los.

 Dompteurin:     Oh mein Gott! Er klaut gewiss aus dem Nest die Eier raus!
 Krusty:             Nur eins hab' ich gegessen!

Essende Polizisten sehen den Steppenwolf, der eine Dose aufbeißt.

 Wiggum:             Netter Wau-Wau!

Der Steppenwolf geht in das Schulgebäude.

 Bart:           Ivanho ist die Geschichte eines russischen Bauern und 
                     seines Gehilfen. 

Der Steppenwolf fällt über Bart her. Bart schreit um Hilfe, doch keiner glaubt ihm.

 Bart:           Ein Wolf! Ein Wolf!
 Mrs. Krabappel: Du musst dir schon was besseres einfallen lassen!
 Bart:           Bitte!
 Mrs. Krabappel: Nein danke, wir kaufen nichts! <eine Scheibe zersplittert>
                Du vergeudest deine wertvolle Prüfungszeit!

Burns im Atomkraftwerk.

 Burns:          Noch etwas Glatzenpolitur.
 Marge:          Mr. Burns? Sie wollten mich sprechen?
 Burns:          Eigentlich wollte ich Sie fragen, ob Sie heute abend 
                     für ein munteres Zusammensein Zeit hätten?
                Essen gehen, tanzen und äh... 

Eine Tür öffnet sich aus der Tom Jones herausschaut. Hinter Tom Jones steht Smithers der mit einer Waffe.

 Burns:          ... Mr. Tom Jones!
 Tom Jones:      Hallo Marge!
 Marge:          Sehr gut!
 Smithers:       <leise zu Tom Jones> Und noch ein bisschen lächeln, 
                     dann sind alle Beteiligten fröhlich.
 Marge:          Du meine Güte. Ich werd' verrückt!
                Mein Mann wird begeistert sein!
 Burns:          Sie ...äh... haben einen Mann? Tja, ich kann mir 
                     vorstellen er sieht blendend aus, den Pullover 
                     lässig um die Schultern geknotet, seine blonden Locken
                     schillern in der Sonne wie gesponnenes Gold.

In Burns' Vorstellung von Homer, wie er mit Marge in einem roten Auto eine einsame Bergstraße entlangfährt.

 Marge:          Homer, Mr. Burns hat mein Gehalt heute schon wieder 
                     erhöht.
 Homer:          Dieser senile alte Trottel!
 Homer, Marge:       <lachen>

 Burns:          <zu Marge> Sie sind entlassen!
 Marge:          Sie können mich nicht entlassen nur weil ich 
                verheiratet bin! Ich werd' sie verklagen und ihnen die Hose 
                ausziehen!
 Burns:          Aber dazu brauchen sie mich doch nicht zu verklagen!
 Marge:          <grummelt>

In der Schule: Bart wird von dem Steppenwolf angegriffen. Willie kommt hinzu.

 Willie:         Hey, Bestie! Leg' die Vorspeise beiseite. Es wird Zeit 
                     für das Hauptgericht. <reißt sein Hemd auf, man sieht 
                     Willies muskulösen Körper> Machen wir ein kleines 
                     Tänzchen? <zu Bart> Mach dass du zurück in die 
                     Klasse kommst. Hier gibt es nichts zu sehen!        

Bart kommt mit zerfetzter Kleidung und etlichen Wunden in das Klassenzimmer.

 Bart:           <reicht Mrs. K sein Blatt> Meine Prüfungsarbeit.
 Mrs. Krabappel: Bart, die werde ich nicht benoten, bis du mir die Wahrheit 
                     erzählst, was da draußen passiert ist!
 Bart:           Die Wahrheit ist... ähm... 
 Mrs. Krabappel: Hmmm...?
 Bart:           ...ähmmmmm... da war kein Wolf, das habe ich alles nur
                     erfunden. Und jetzt werde ich ohnmächtig umfallen. 
                     Passen Sie auf, dass ich nicht ersticke!
 Mrs. Krabappel: Siehst du! Man fühlt sich gleich besser wenn 
                man die Wahrheit sagt! <stichelt Bart mit einem Lineal>
                     Na warte!

Grandpa geht mit Bart aus dem Schulgebäude.

 Grandpa:        Nur keine Angst, mein Junge, vor dem nächsten 
                Vollmond werden wir dich mit Knoblauch einreiben.

Vor der Schule sitzt Willie mit dem erledigten Steppenwolf und lässt den Wolf aus seiner Hand Alkohol schlürfen.

 Willie:         Hör' schon auf! Sei nicht traurig, dass du verloren 
                     hast! Ich hab schon mit Wölfen gerungen, da hingst 
                du noch bei deiner Mutter an der Zitze.

Burns kritzelt auf dem Monitor herum auf dem Marge zu sehen ist.

 Burns:          Was hast du Marge? Sieh dir nur die Fliegen an, die um deinen
                     Kopf herumsurren. Du bist ein überflüssiges 
                     Wesen. <lacht>

Marge und Homer bei Lionen Hutz, Rechtsanwalt.

 Marge:          Glauben Sie wirklich, ich komme damit durch?
 Hutz:               Mrs. Simpson, Sie haben solches Glück!
                Ihre sexuelle Belästigungsklage ist genau 
                das, was ich brauche um meine Praxis aus dem Dreck zu ziehen!
                Möchten sie vielleicht einen kleinen Scotch?
 Marge:          Es ist doch erst halb zehn Uhr morgens!
 Hutz:               Ich schlafe seit Tagen nicht. <trinkt aus der 
                     Scotch-Flasche, setzt ab und bietet sie nochmals Marge an>
                     Ihre letzte Chance! <leert die Flasche>

Bei Mr. Burns im Atomkraftwerk.

 Hutz:               Mr. Burns, wir haben Zeugen, Beweise und 
                einen kilometerlangen Schriftsatz.
 Burns:          Mag sein. Aber ich habe 10 hochbezahlte Anwälte! 

Eine Türe öffnet sich, hinter der die Anwälte stehen. Daraufhin verlässt Lionel Hutzt fluchtartig den Raum.

 Hutz:               Neeeeeeein!
 Homer:          Seinen Aktenkoffer hat er liegen lassen. <öffnet ihn>
                Hey, der ist bloß voller Papierschnitzel!
 Marge:          Ach lass uns lieber Schluss machen: Leute wie 
                wir können sich Gerechtigkeit nicht leisten.
                Wir sollten lieber verschwinden, Homey, bevor er dich auch 
                     noch rauswirft.
 Homer:          Nein!
 Marge:          <erstaunt> Hmm?
 Homer:          Mr. Burns, ich werde nicht eher gehen bis Sie sich für 
                     das Verhalten meiner Frau gegenüber entschuldigen!
 Burns:          Heißt das, Sie lieben sie auch?
 Homer:          Das kann man wohl sagen! 
 Burns:          Dann möchte ich, dass Sie dieser Frau ein 
                wunderschönes Erlebnis bereiten.
 Homer:          Ok. Marge, wir fahren zu 'nem Schnellimbiss-Schalter und 
                     machen zweimal die Runde.
 Burns:          Nein, nein, nein! Ich bitte sie, ich habe an etwas ganz 
                besonderes gedacht!

Marge und Homer sitzen vor einer Bühne. Der angekettete Tom Jones tritt auf, singt "It's not unusaul"

 Marge:          <lacht>
 Tom Jones:      <flüstert zu Marge> Hilf mir! Verständige 
                     Interpol! Besorg' mir 'ne Metallsäge oder sonstwas!

Der Abspann läuft mit Musik von Tom Jones.