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Die Simpsons

[9F01] Ein Gotteslästerliches Leben

Originaltitel: [Homer The Heretic]
Erstausstrahlung in N.A.: 10.08.92
Erstausstrahlung in Deutschland: 21.04.94
Erstellt von: Björn Larsson <bjoern@uloc.de>
Letztes Update: 03.01.00

 Tafel: Ich darf New Orleans nicht mies machen
Sax:
Couch: Als UBF sitzt dreht sich die Wand und man sieht ein leeres Sofa

Homer ist im Bauch seiner Mutter zu sehen.

 Homer:          Ach, noch ein gemütlicher Tag im Mutterleib.

Homer schwimmt im Fruchtwasser und singt zu Walzerklängen. Plötzlich platzt die Fruchtblase. Eine Hand greift nach Homer und zieht ihn heraus.

 Homer:          Ah! Nein! Nicht! Laßt mich, ich bin ganz nackt und naß!

Es war nur ein Traum. Homer liegt im Bett und wird von Marge geweckt.

 Marge:          <zieht ihm die Decke weg> Steh' auf Homer. Wir müssen in die 
                        Kirche.
 Homer:          Ich will aber nicht.
 Marge:          _In die Kirche, du mußt!
 Homer:          Es ist viel zu kalt draußen.

Draußen in der Mülltonne der Simpsons sucht ein Eisbär nach Eßbarem.

 Marge:          Ich habe es satt, jeden Sonntag mit dir zu streiten.
                Zieh' dich gefälligst an!
 Homer:          Ach, diese alberne Kirchganghose. <zieht die zu enge Hose an>
                        Von wegen Einheitsgröße, 'paßt allen'.
 Marge:          Beeil' dich, wir kommen noch zu spät!

Homers Hose platzt.

 Homer:          Vergiß' es, ich komm' nicht mit! <stapft die Treppe hoch>
 Marge:          <grummelt>

Marge fährt mit Bart, Lisa und Maggie in die Kirche. Maggie nimmt ihren Schnuller aus dem Mund und leckt an dem Gestell ihres Kindersitzes. Sie bleibt mit der Zunge an dem Metallgestell wegen der großen Kälte kleben.

 Bart:           Hey, wo ist Homer?
 Marge:          Du meinst dein Vater? Der erholt sich.
 Bart:           Erholt sich vom Saufen? Erholt sich weil er raußgeschmissen 
                        wurde? Hilf mir auf die Sprünge!

Homer liegt wohligwarm zu Hause im Bett.

 Homer:          Oh, ich komme mir vor wie ein fettes, getoastetes 
                Zimtbrötchen. Hier aus diesem Bett möchte ich niemals 
                aufstehen. Oh-oh, ich muß aber pinkeln. Erst scharf 
                nachdenken. - denk denk denk - Ich werd' _doch lieber 
                        aufstehen. <steht auf und geht ins Bad> Ich pinkel heut' mal 
                        mit offener Tür'. Jawohl, das macht Spaß.

Homer steht unter der Dusche und singt. Er dreht das Radio auf.

 Radiosprecher: Wir haben 24 Rundfunkgrade unter dem Gefrierpunkt und ich 
                        kann nur hoffen, daß sie sich irgendwo im Warmen befinden.               
 Homer:          Das geht dich 'nen feuchten Lehm an! - Arsch! <lacht>

Marge und die Kinder sind in der Kirche. Alle Kirchgänger frieren.

 Lovejoy:           Ich hab' das Gefühl, unsere Heizung funktioniert nicht.
 Gläubiger:      Ja, warum nicht?
 Rev. <B>Lovejoy:   Äh... denken wir am besten nicht mehr daran. Konzentrieren 
                        wir uns auf die Klagelieder Jeremiä in der langen Fassung. 
                        Die Freude ist aus unseren Herzen gewichen. Unser juchtzen
                        hat sich in Wehklagen verwandelt.

Wieder bei Homer. Er stellt die Heizung hoch und macht Musik an. Homer ist mit einer Unterhose bekleidet und rappt:

 Homer:          Ich trag' kurze Unterhosen, yeah!

In der Küche.

 Homer:          Endlich kann ich mir meine patentierten Raumzeitalter 
                außerirdischen Mondwaffeln machen. Was haben wir denn da? 
                        Drei Karamellen, Waffelteig, Räucheraroma. <gießt alles in
                        das Waffeleisen>Hm, jetzt brauch' ich nur noch zu warten.

Homer nimmt die Waffel aus dem Waffeleisen und umwickelt mit ihr ein Stück Butter.

 Homer:          Hm, das macht fett.

Wieder in der Kirche. Reverend hat den passenden Text gefunden, um die Kirchgänger aufzuwärmen:

 Lovejoy:           ...und anschließend wurde er in den feurig lodernden 
                Höllenschlund geworfen. Die sengende Hitze, die brodelnd-
                        heißen Ströme geschmolzenen Schwefels.
 Bart:           Ach, wär' ich doch auch dort!

Wieder bei Homer. Homer ißt seine Waffel im Wohntimmer. Dabei fällt ihm ein Stück auf seinen Bauch.

 Homer:                 Oh. <pfeift> Komm' mal her!
 Knecht Ruprecht:<kommt und leckt die Waffel von Homers Bauch>
 Homer:                 <lacht> Jetzt reichts, das halte ich nicht aus!

Wieder in der Kirche.

 Lovejoy:           Der Gottesdienst ist zu Ende, gehet in Frieden!

Alle _wollen gehen, doch:

 Flanders:       Die Tür ist zugefroren und es ist der einzige Ausgang! 
 Lisa:           Vater unser der du bist im Himmel, geheiligt...
 Bart:           Lisa, wir haben weder Zeit noch ist dies der richtige 
                Ort!

Wieder bei Homer. Er hat sich etwas zu trinken gemacht und schaut fern.

 Showmaster:            Das war Johnny Calhoun mit 'Ich such' mir Jenny mit 'nem 
                        knappen Bikini.'

Homer schaltet um.

 Showmaster:            ...seine nächste Platte war die Präsentation seiner 
                rechtsgerichteten politischen Ansichten. Damit war seine 
                        Karriere beendet. Wenn sie den Titel dieser Platte wissen, 
                        rufen sie uns an!

 Homer:          Ach den kenn' ich!

Homer geht zur Schrankwand und sucht die Platte heraus. Dann ruft er bei der Show an:

 Homer:          Hallo? Hier ist Homer Simpson. 
 Showmaster:            Homer, können sie uns den Titel nennen?
 Homer:          Diese Dings... ähm... I believe.
 Showmaster:            Äh... können wir das gelten lassen?

Das Geräusch einer aufgehenden Registrierkasse ertönt.

 Homer:          Juhu!

Wieder in der Kirche. Williy versucht die Tür mit dem Schneidbrenner zu öffnen.

 Rev. <B>Lovejoy:   Geht die Tür bald wieder auf, Willy?
 Willy:          Für Wunder sind _sie zuständig, Reverend.
 Rev. <B>Lovejoy:   Da wir schon warten müssen, werde ich aus dem Hirtenbrief 
                        vorlesen: Kartentisch zu verkaufen. Platte schwer beschädigt,
                        ein Bein fehlt sonst in Ordnung. Für einen Dollar oder 
                Höchstgebot!

Wieder bei Homer. Homer schaut immer noch fern, die Drei Stooges.

 Frau:                  Sie sind wohl die drei Chiropraktiker die ich hab' rufen 
                        lassen. Sie können sofort mit der Therapathetisierung meines 
                        Rückgrads beginnen.
 Stooges:        Aber bei der Therapathetisierung verstehn wir doch gar 
                        nichts. 
 Moe:            Ihr habt gehört was die Dame gesagt hat! Ran ans Rückgrad. 
                        Naß ist naß!

 Homer:          <lacht> Moe ist wohl ihr Chef!

 Stooges:        [einer macht das Gegackere von Hühnern nach.] Seid ihr 
                        verrückt?

In der Kirche hat Willie es geschafft, die Tür zu öffnen. Die Menge strömt aus der Kirche.

 Lovejoy:           Moment ihr Christen im Herrn! Nicht drängeln!
 Bart:           <balanziert über die Köpfe der Christen> Entschludigung! 
                        Bitte! Pardon! Darf ich mal durch? Wie gehts? Dein Hut 
                        gefällt mir, Süße!

Bei Homer.

 Homer:          Bitte liebe Fernsehkiste, laß den guten Homer noch 
                einen Preis gewinnen! <schaltet auf eine langweilige Talk-
                        runde>

 Mann:                  Wir sollten erstmal die Begriffe genau definieren! Reden wir 
                        von einem Schritt in die richtige Richtung oder von einem 
                        Schritt nach vorn?

 Homer:          Naja, was solls? Man kann nicht immer gewinnen.

 Fernseher:      Wir unterbrechen die Übertragung der Gemeinderatssitzung und 
                        bringen jetzt ein Footballspiel.

 Homer:          Ja! <macht Football- und Cheerleaderbewegungen>

Marge und die Kinder sitzen im Auto - immer noch vor der Kirche. Der Wagen läßt sich nicht starten.

 Lisa:           Gib doch mal ein bißchen mehr Gas! Nein, das ist zuviel,
                        aufhören! Ich glaub' ich weiß was hilft.
 Marge:          <wütend> Was!? Bitte sag's schon!
 Lisa:           <ängstlich> Gar nichts!    

Wieder bei Homer. Das Footballspiel ist in vollem Gange.

 Sport<B>Moderator:     Oh, zum dritten Mal die 98 Yard-Linie! Damit lautet der 
                        gegenwärtige Stand 63:63. Eigentlich haben wir heute nur ein 
                        großes Durcheinander gesehen, drei Kurzbesuche von Organa, 
                        dem Kußhandbanditen und das erstaunliche Comback von Jim 
                        Brown.

 Homer:          Juhu!

Homer sieht auf dem Boden vor seinen Füßen einen Penny liegen.

 Homer:          Ob es das ist, wofür ich es halte?

 Lincoln/Penny?:         <stimmt zu>

 Homer:          Ich hab' einen Penny gefunden. Ist heute der Glückstag meines
                        Lebens? <erinnert sich an seine Hochzeit, wie er im Spring-
                        brunnen eines umgekippten Bierlastwagens getanzt hat> Sieht 
                        aus als würde es gar nicht mehr aufhören!

Marge, Bart, Lisa und Maggie kommen erfroren von der Kirche nach Hause.

 Homer:          Ah, meine geliebte Familie! Wie wars in der Kirche?
 Marge/Bart?/Lisa?:<beklagen bibbernd ihren Kirchenausflug>
 Homer:          Ich dagegen hatte den schönsten Tag meines Lebens! Und das 
                        lag nur daran, weil ich _nicht in die Kirche gegangen bin.
 Marge:          Ich bitte dich, so was darf man nicht sagen! Kinder, das hat 
                euer  Vater nicht so gemeint!
 Homer:          Moment mal! Und ob ich das so gemeint hab'! Marge, ich werde 
                        _nie wieder in die Kirche gehen!
 Marge:          Homer, willst du tatsächlich deinen Glauben aufgeben?
 Homer:          Nein! Nein, nein, nein - öh, doch!

Die Simpsons essen. Nur Marge spült schon.

 Marge:          Nicht zu fassen, daß du nicht mehr in die Kirche gehen 
                willst Homer!
 Homer:          Was hat das für einen Sinn jeden Sonntag in so ein albernes 
                        Gebäude zu gehen? Ist Gott nicht überall?
 Bart:           Amen, Bruder!
 Homer:          Glaubst du nicht, der Allmächtige hat besseres zu tun, als 
                        darauf zu achten, wo ein kleiner Mensch eine Stunde seiner 
                Woche verbringt?
 Bart:           Sag' es, Daddy!
 Homer:          Und wenn wir nun die falsche Religion erwischt haben? Dann 
                        wird Gott von Woche zu Woche nur wütender!
 Bart:           Ein wahres Wort!
 Marge:          <grummelt>

Im Schlafzimmer der Simpsons-Eltern. Homer liegt im Bett. Marge betet an der Bettkante.

 Marge:          Oh Herr, mein Mann ist ganz und gar nicht vollkommen. Aber er
                        ist ein netter, anständiger Mensch. Bitte führe ihn auf den 
                        rechten Weg zurück!
 Homer:          Nun komm ins Bett, Marge!
 Marge:          Laß' mich ihn Ruhe, Homer! - Er legt es nicht darauf an,
                        gotteslästerlich zu sein, oh Herr. Er schläft nur einfach 
                        Sonntags gern' länger!
 Homer:          <trällert> Marge, komm ins Bettchen Marge!
 Marge:          Bitte führe mich nicht in Versuchung, sondern sorge dafür, 
                        daß er in den Schoß der Kirche zurückkehrt!
 Homer:          Ich zeig' dir, was dir fehlt!
 Marge:          Er ist kein böser Mensch. Alles was er sagt meint er nicht 
                        so!
 Homer:          Ich kann die ganze Nacht! <schläft ein>

In seinem Traum sitzt Homer auf der Couch und guckt Fernsehen. Das Haus fängt an wie bei einem Erdbene zu rappeln. Der Fernseher zeigt 'Uh-Oh'. Über dem Simpsonhaus ziehen Wolken auf. Eine riesige Hand nimmt das Dach des Hauses ab. Vor Homer steht ein riesiger, leuchtender, alter Mann.

 Homer:          Gott?
 Gott:           Du hast meiner Kiche entsagt?
 Homer:          Ach weißt du... - nicht unbedingt... - aber...
 Gott:           ...aber was?
 Homer:          Ich bin kein böser Mensch! Ich arbeite hart und liebe meine 
                        Kinder. Warum soll' ich mir den halben Sonntag anhören, daß 
                        ich irgendwann doch zur Hölle fahre?
 Gott:           Hm, das ist ein Argument! Mal ganz im Vertrauen, manchmal
                        würde auch ich mir lieber ein Footballspiel ansehen. Hat 
                        St. Louis noch eine gute Mannschaft?
 Homer:          Die sind jetzt alle in Phoenix.
 Gott:           Oh schade!
 Homer:          Weißt du was ich am meisten an der Kirche hasse? Diese 
                        langweiligen Predigten!
 Gott:           Da muß ich dir völlig recht geben! Dieser Reverend Lovejoy 
                        geht mir ganz besonders auf die Nerven! Ich glaub', dem werd'
                        ich ein Magengeschwür verpassen.
 Homer:          Gib' ihm von mir auch eins!
 Gott:           Mach' ich!
 Homer:          Darum habe ich mir die Freiheit genommen, ein ordentliches 
                        Leben zu führen und dich auf meine Art zu verehren.
 Gott:           Abgemacht, einverstanden! Wenn du mich bitte jetzt 
                        entschuldigst. Ich muß noch auf einer Tortillia in Mexico 
                        erscheinen. <fliegt gen Himmel>
 Homer:                 <winkt>

Im Schlafzimmer schaut Marge Homer beim schlafen zu. Er winkt und sabbert. Homer und Lisa gehen im Garten spazieren. Homer trägt einen Bademantel, der aussieht wie eine Mönchskutte.

 Lisa:           Dad, darf ich dich bitte was fragen?
 Homer:          Aber ja mein Kind!
 Lisa:           Warum führst du jetzt ein so gotteslästerliches Leben?
 Homer:          Mach' dir keine Sorgen mein Schatz. Wenn ich mir irre,
                werde ich auf dem Totenbett alles wiederrufen!

Ein paar Vögel und ein Eichhörnchen setzten sich auf Homers Schulter.

 Homer:          Hallo meine tierischen Freunde. Friede sei mit euch.

Homer steht unter der Dusche. Die Tiere sitzen immer noch auf seiner Schulter.

 Homer:          Könnt ihr mich nicht mal fünf Minuten allein' lassen?

Marge hat Rev. Lovejoy zum Essen eingeladen:

 Marge:          Lieber Reverend Lovejoy, ich habe sie mit einem Hinter-
                        gedanken zum Essen eingeladen. 
 Lovejoy:           Was?
 Marge:          Keine Angst, es ist nichts Böses! Ich bin nur beunruhigt, 
                        weil mein Mann in letzter Zeit ihren Gottesdienst nicht mehr 
                        besucht.
 Homer:          Anfangs war ich mir nich so sicher ob das richtig ist, doch 
                        dann hat Gott selbst mir gesagt, ich soll meinen eigenen 
                Weg gehen.
 Lovejoy:           Ach tatsächlich?
 Homer:          Ja! Er ist mir im Traum erschienen, und das fand' ich 
                schon was besonderes, denn normalwerweise träum' ich nur 
                von der nackten... - Marge!
 Marge:          <grummelt>
 Bart:           Hast du mit dem großen Macker persönlich gesprochen? Wie 
                        sieht er aus?
 Homer:          Fabelhafte Zähne, wohlriechend von Kopf bis Fuß eine klasse 
                        Erscheinung!
 Marge:          Homer, du hast nicht alle Tassen im Schrank. Sagen sie ihm,
                        daß er verrückt ist.
 Lovejoy:           Ach Homer, ich möche sie an Matthäus, Kapitel 7, Vers 26 
                erinnern. Mir [?] ist einem törichten Manne gleich, der sein 
                Haus auf Sand gebaut hat.
 Homer:          Darf ich sie vielleicht auch erinnern? - An Matthäus -
                        Kapitel 21 Vers 17?
 Lovejoy:           ...und er ließ sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bitanien 
                        und blieb da selbst.
 Homer:          - Ja, denken sie mal nach!

Homer telefoniert in Moes Taverne mit dem SNPP.

 Homer:          Hallo Arbeit? Hier ist Homer Simpson. Ich werde morgen nicht 
                erscheinen. Ein religiöser Feiertag! Das Fest der <sieht ein
                        Schild> Maximum Occupancy.
 Moe:            Nicht übel die Ausrede!
 Homer:          Du solltest meiner Religion beitreten Moe, die ist toll!
                Keine Hölle, kein Hinknien...

Moe zeigt seine von Pflastern und Schlangenbissen verunstalten Hände.

 Moe:            Tut mir leid, Homer. Ich bin als Schlangenbeschwörer geboren 
                        und sterbe als Schlangenbeschwörer.

Es klingelt an der Tür. Flanders steht mit seiner Familie vor der Tür.

 Flanders:       Nachbar, ich hab'von deinem ketzerischen Abfall gehört und 
                        wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dich für die Herde 
                zurückzugewinnen.
 Homer:          Keine Hausierer!
 Flanders:       Homer, das christliche Leben besteht nicht nur aus Beten 
                und Opfern. Hör' dir das mal an!

Flanders singt mit seiner Familie ein Lied. Daraufhin wirft Homer die Türe zu. Doch das ist nicht das letzte Mal, daß er von Flanders genervt wird: Homer wird im Atomkraftwerk aus dem Schlaf gerissen, um sich das Lied anzu- hören, er wird vom singenden Ned im Auto verfolgt.

 Homer:          Laßt mich in Ruhe!
 Todd::           Hey Dad, der Ungläubige haut ab!
 Flanders:       Noch sehe ich ihn, mein Sohn.

Eine rasante Verfolgungsjagd beginnt. Homer rettet sich mit einem Sprung auf das Müllschiff vor Flanders. Flanders kann gerade noch rechtzeitig vor dem Kai abbremsen.

 Homer:          <winkt> Kuckuck. <lacht>Wo fahren wir hin?
 Matrose:        Zur Müllinsel!

Homer, Bart und Lisa gucken lachend im Fernsehen Itchy & Scratchy. Es kommt die Folge 'Flay Me To The Moon'. Scratchy sitzt in einem Schaukelstuhl und liest Zeitung. Itchy zieht Scratchy Zunge lang und bindet sie an eine Rakete. Die Rakete startet, verheddert sich mit dem Mond und zieht diesen genau auf Scratchy Haus. Da nützt auch Verstecken im Kleiderschrank nichts mehr. Die 'Itchys' von der Raumstation jubeln.

 Marge:          Wir müssen gehn, Kinder!
 Bart:           Warum müssen wir in die Kirche und Dad darf sich weiter 
                        Zeichentrickfilme ansehen?
 Marge:          Hm - Homer, ich habe die Verantwortung, diese Kinder an-
                        ständig großzuziehen, und wenn du dich nicht umgehend 
                änderst, muß ich ihnen sagen, daß ihr Vater -  gottlos ist!
 Homer:          Ich werd' euch mal von einem anderen, sogenannten gottlosen 
                        Menschen erzählen. Er hatte lange Haare und ziemlich 
                        außergwöhnliche Ideen. Und er hat nicht immer das gemacht, 
                        was andere Leute für richtig hielten. Und der Name dieses 
                        absonderlichen Mannes war -  hab' ich vergessen. Aber worum 
                        es ging, - das hab' ich auch vergessen. Marge, du weißt doch,
                        wen ich meine. Er fuhr so einen blauen Wagen.
 Marge:          Kinder, wartet bitte draußen auf uns!
 Bart/ Lisa:            <gehen>
 Marge:                 Homer, zwing mich nicht, mich zwischen dir und meinem Gott 
                        entscheiden zu müssen. Da kannst du nicht gewinnen!
 Homer:          Ah, jetzt geht's schon wieder los! Du stellst dich immer auf 
                        die Seite der anderen. Flanders, dieses blöde Wasserwerk, 
                        Gott!
 Marge:          Mein lieber Ehegatte, ich frage dich jetzt zum allerletzten 
                        Mal: Kommst du wirklich nicht mit in die Kirche?

 Fernseher:      Es folgt: Bau dir deine eigene Leinwand.

 Homer:          Nein, ich denk' nicht dran!

Der Rest UBF geht in die Kirche. 'Als Homer Satan Begegnete' ist das Thema der heutigen Predigt.

 Lovejoy:           Meine Freunde, der Teufel weilt unter uns.
 Kirchbesucher:         <erstaunt>

Bart zieht einem Kirchenbesucher, der vor ihm sitzt, den Bart lang.

 Bart:           Ich hab' ihn erwischt.
 Lovejoy:           Sucht nicht mehr nach den Hörnern und dem Stummelschwanz! 
                        Heute erscheint der Teufel viel verführerischer, dem Auge 
                        wohlgefällig!

Bei Homer. Homer liegt auf der Couch, puhlt sich im Ohr und liest den 'Playdude'

 Homer:          Oh! Ein Interview mit Laureen Michaels. - Das ist aber ganz 
                        schön langweilig! - Hey, das ist schon besser! 'Unser 
                        schamloses Wörterbuch' definiert FKK als Ausgangspunkt, daß 
                        ÄFröhliche Kinder Kommen'. - Das versteh' ich nicht!

Es klingelt an der Tür. Krusty der Klown steht vor seiner Tür.

 Krusty:         Hallihallo. Ich sammle für die geplagte Bruderschaft der 
                        jüdischen Clowns. Letzes Jahr haben Tornados 75 jüdische 
                Clownleben gefordert. Der schlimmste Vorfall ereignete sich 
                        bei unserem Treffen in Leddock, Texas. In einwürmigen 
                        schlammigen Schuhen turnte Peperton herum. Es war furchtbar!
 Homer:          Augenblick mal, ist das 'ne religiöse Kiste?
 Krusty:         Eine religiöse Clownkiste, ja!
 Homer:          Tut mir leid!
 Krusty:         Aber der Herr...
 Homer:                 <knallt die Tür zu>

Wieder in Kirche.

 Lovejoy:           Und vergeßt niemals, den Sabbath heilig zu halten.

Homer kauft ein paar Sachen bei Apu im Kwik-E-Mart.

 Homer:          Apu, du bist ja auch nicht in der Kirche?
 Apu:            Aber ja doch, ich hab' einen Schrein für Ganesha, den Gott 
                        der weltlichen Weisheit. Der steht im Ruhesaal für die 
                        Angestelten.                      

Homer sieht, daß der Gott der weltlichen Weisheit ein Elefant ist.

 Homer:          Hey, Ganesha! Möchtest du 'ne Erdnuß?
 Apu:            Biete meinen Gott bitte keine Erdnuß an.
 Homer:          Nichts für Ungut Apu, aber als die Religionen verteilt 
                wurden, warst du bestimmt pinkeln.
 Apu:            <sauer> Mr. Simpson! Bezahlen sie ihren Kram und 
                        verschwinden sie. - Und kommen sie wieder.

In der Kirche.

 Lovejoy:           Hochmut kommt vor dem Fall!

Homer liegt zu Hause auf der Couch zwischen Bierdosen und 'Playdude'-heften. Er raucht eine Zigarre.

 Homer:          Nicht zu fassen. Alle Menschen sind dumm, außer mir.

Homer schläft ein und läßt die Zigarre auf ein Heft fallen. Das Haus fängt an zu brennen.

 Homer:          <schlafend> Marge, stell die Heizung ab. - So ist's besser.

Knecht Ruprecht zerrt an Homer. Aus Homers Tasche fällt eine Tafel Schokolade. Knecht Ruprecht nimmt die Schokolade und flieht durch die Katzentür nach draußen. Homers paar Haare fangen Feuer. Dadurch wacht Homer auf.

 Homer:          Ah! Feuer! Was soll ich bloß machen? Oh, dieses Lied, wie 
                        ging das noch? Wenn ein Feuer lodernd brennt, schleunigst in 
                        die Küche rennt, tamtaram tamtam. Um das Schlimmste zu 
                        vermeiden. Nein!

Apu sieht durch sein Fernglas, daß das Haus der Simpsons brennt.

 Apu:            Oh! Feuer, das Haus der Simpsons brennt!

Er zieht seine Freiwillige Feuerwehr-Kleidung an. In Apus Laden stehen noch Kearney und Doplh, Jimbo spielt Videospiele.

 Apu:                   Bei eurer Ehre, daß ihr nichts Klaut!
 Kearney/ Dolph: Aber wir doch nicht!
 Apu:            <hebt einen kleinen Inderjungen auf die Theke> So, mein 
                        kleiner Jamshed. Jetzt ist der Laden in deiner Hand.         
 Jamshed:      Wie lange hab' ich auf den Tag gewartet! <zieht ein riesiges
                        Gewehr hinter seinem Rücken hervor>

Apu und die anderen der Freiwiligen Feuerwehr jagen mit ihrem Leiterwagen durch Springfield. Enten überqueren die Straße. Apu hält an.

 Apu:            Ihr verdammten Enten überreizt meine Geduld. - Aber sie sind 
                        so niedlich!

Flanders bemerkt, daß das Haus der Simpsons brennt und stürmt ins Haus, um Homer zu retten.

 Flanders:       Homer! Homer!

Flanders findet Homer, nimmt Homer auf seine Schulter und schleppt ihn, auf unfreiwilligen Umwegen, in den ersten Stock. Flanders wirft eine Matratze in den Vorgarten, damit Homer weich landet.

 Flanders:       Oh Herr halte deine Hand liebevoll über Homer, damit er 
                gut und sicher auf der Matratze landet. 

Er wirft Homer runter, dieser landet auf der Matraze, wird dann aber wieder ins Haus zurückgeschleudert.

 Flanders:       <k.o.> O.k.!

Flanders springt hinterher. Auf gleichem Weg gelangt er wieder ins Haus und rettet Homer dann doch noch aus den Flammen. Homer liegt auf der Straße. Flanders beugt sich über ihn.

 Homer:          Flanders, du hast mir das Leben gerettet!
 Flanders:       Du hättest bestimmt für mich dasselbe getan!

In Homers Gedanken brennt Ned's Haus.

 Flanders:       Hilfe! Hilfe! Homer, hilf' mir doch!
 Homer:                 <liegt faul in der Hängematte und lacht>

Wieder in der Realität.

 Homer:          Da hast du recht, alter Freund!

Marge und die Kinder kommen. Bart, Lisa: Dad! Dad!

 Marge:          Oh Homie, bist du verletzt?
 Homer:          Unsere Zeitschrifen und die Kakerlakenfallen. Vebrannt, 
                        alles ist weg.

Krusty der Klown retten Schneeball II aus dem brennenden Haus. Die Katze ist fest in Krustys Gesicht verkrallt.

 Krusty:         Ich hab' dich doch gerettet Katze! Au, tut das weh!
 Barney:         Hey, sag' mal, wofür sind diese Äxte hier gedacht?
 Wiggum:                Keine Ahnung! Zum Kleinholz machen.
 Barney:         Kapito!

Barney schlägt den Briefkasten um.

 Barney:         <rülpst>
 Wiggum:                Funktioniert hervorragend!
 Lisa:           Oh! Ich bin überzeugt, das war die Rache Gottes!
 Homer:          Augenblick mal! Flanders ist ein überfromer Kirchgänger;
                sein Haus verschont Gott auch nicht.

Die Flammen sind von Homers Haus zu Neds Haus übergesprungen. Doch eine Wolke regnet sich über Flanders Haus ab und löscht die Flammen.

 Homer:          Nein!

Der Versicherungsagent befragt Homer.

 V-Agent:        Waren irgendwelche Wertsachen im Haus?
 Homer:          Naja - der Picasso, dann meine Sammlung klassischer Autos...
 V-Agent:               Entschuldigung, diese Police deckt nur tatsächliche Verluste,
                        keine Wunschträume!
 Homer:          Ich bin vom Schicksal gebeutelt!

Kent Brockman berichtet über den Brand.

 Kent Brockman:  Feuer, des Menschen ältester Feind. Unersättlich, 
                        unbarmherzig, unlöschbar!
 Feuerwehrmann:  Hey, es ist aus!
 Kent Brockman:  Und es geht weiter mit: Was hält besser? Wäscheklammern 
                mit Federn oder die andere Sorte?

Homer sitzt in der Küche. Seine Retter stehen um ihn herum.

 Homer:          Ich glaub', daß mir damit eine Lektion erteilt werden 
                soll!
 Marge:          Ja! Und zwar, daß du ab sofort...
 Homer:          ...das brauchst du mir nicht zu sagen. Ich weiß es selbst.
                        Ja, ganz klar: Gott ist rachsüchtig. Allmächtiger Boshafter. 
                        Sag' mir wer gepeinigt werden soll und er wird gepeinigt!
 Flanders:       Homer, nicht Gott hat dein Haus in Brand gesetzt!
 Lovejoy:           Nein, aber er hat die Herzen deiner Freunde und Nachbarn 
                aufgerüttelt, dir zu Hilfe zu eilen und dich zu retten. Seien
                        es Christen, Juden oder sonstige Andersgläubige.
 Apu:            Hindu! Wir sind 700 Millionen!
 Lovejoy:           Hey, das ist ja super!
 Homer:          Ich war unhöflich zu euch allen. Dabei habt ihr mir das 
                        Leben gerettet, anstatt mich einfach braten zu lassen wie 
                        einen sprichtwörtlichen Pfannkuchen, der ich bin. 
 Marge:          Ach Homie! Ich bin froh das du sowas sagst und es einsiehst!
 Lovejoy:           Werden sie der Kirche damit wieder eine Chance geben?
 Homer:          Am nächsten Sonntag bin ich da, erste Reihe Mitte!

Homer ist am nächsten Sonntag tatsächlich in der Kirche. Und er schläft. Homer geht mit Gott im Himmel spazieren. Jimi Hendrix spielt gegen Washington Shuffle Puk.

 Gott:           Hab' kein schlechtes Gewissen, Homer. Neun von zehn 
                        Religionen versagen im ersten Jahr.
 Washington:     Sieger, Hendrix.
 Homer:          Gott ich möche dich etwas fragen: Was hat das Leben für einen
                        Sinn?
 Gott:           Das kann ich dir nicht sagen Homer.
 Homer:          Jetzt sag' es schon!
 Gott:           Das wirst du feststellen wenn du stribst.
 Homer:          So lange kann ich nicht warten.
 Gott:           Du kannst keine 6 Monate warten?
 Homer:          Nein, sag's mir jetzt!
[Gott: Na schön. Also, der Sinn des Lebens ist, ähm...]

Weiter kann Gott leider nicht mehr reden, da die Episode hier zu Ende ist.