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Die Simpsons

[7G11] Der Schöne Jacques

Originaltitel: [Jacques To Be Wild]
Erstausstrahlung in N.A.: 18.03.90
Erstausstrahlung in Deutschland: 18.10.91
Erstellt von: Daniel Molczyk (mails bitte an <bjoern@uloc.de>)
Letztes Update: 07.08.99
 Tafel: 
Sax:
Couch:

Bart und Lisa sind dabei, Pfannkuchen zu backen. Die Küche sieht aus

 wie ein Schlachtfeld.
 Bart:               	Ah wow, dub di bu , hoppla, daneben - na sowas.
 Lisa:         Das wird das tollste Geburtstagsfrühstück was Mami 
                   jemals hatte.
 Bart:         Meinst Du, daß das langsam reicht ?
 Lisa:         Och, leg noch einen drauf.
 Lisa:         Hoffentlich gefallen ihr unsere Geschenke.
 Bart:         Also meines todsicher. Welcher Mutter würden nicht bei so 
                   einem Eimer Parfüm die Freudentränen kullern. Direkt 
                   aus Paris, 4 Mücken plus Steuern.
 Lisa:         Paß auf, meine selbstgemachte Geburtstagskarte 
                   gefällt ihr besser.
 Bart:         Mhh, na super, Makkaroni, Leim und Sprühfarbe, echt 
                   umwerfend.
 Lisa:         Darf ich die Mixkolben mal abschlecken ?

Beim Versuch, die Mixkolben abzuschlecken, verhakt sich Barts Zunge in den Kolben.

 Bart:         Ahh, auh, zieh meine Zunge wieder raus, bitte.

Alle drei [?] gehen ins Schlafzimmer von Homer und Marge. Beide schlafen noch.

 Alle drei:        Happy Birthday!
 Homer:        Ha, eh, was.
 Lisa:         Das Geburtstagsfrühstück.
 Marge:        Ohh, das find ich aber lieb von euch.
 Homer:        Mein Geburtstag ?
 Lisa:         Nein !
 Homer:        Ich habe Geburtstag? Ich liebe Geburtstage. Was krieg ich 
                   denn?
 Marge:        Hör auf Homer, es ist meiner.
 Bart:         Du weißt nicht mal wann sie Geburtstag hat?
 Homer:        Aber sicher weiß ich das, he, klar doch. Du hast echt 
                   geglaubt ich hab's vergessen, was?

Homer steht auf und zieht sich an.

 Bart:         Allerdings, was schenkst Du ihr denn ?
 Lisa:         Ja, was schenkst Du  ?
 Homer:        Ehmmm, ein - sehr überlegtes Geschenk. Es ist eine 
                   Überraschung. - Uahh, wißt ihr, es ist ein so 
                   wunderschöner Morgen,ich werde erstmal eine kleine Runde 
                   um den Block drehen. <rennt aus dem Haus>
 Lisa:         Er hat's also doch wieder vergessen, Mami.
 Marge:        <grummelt>

Homer kommt am Einkaufsladen an, der allerdings noch geschlossen hat, aber gerade geöffnet wird.

 Homer:        Hmmmm, oh nein, na los, na los, macht schon auf !
 Verkäufer:    Guten Morgen verehrter Kunde. Das Springfield 
                   Einkaufszentrum	ist für ihren Kaufrausch jetzt wieder voll 
                   geöffnet.
 Homer:        <rennt an Geschäften vorbei> Hmm, nein, zu salzig - 
                   Ohrringe? Nein - diese Müsliriegel taugen auch nichts - und 
                   das ist zu sexy.

Zu Hause:

 Marge:        <am Telefon> Patty, er ist grad unterwegs um was für mich zu 
                   besorgen.
 Patty:        Ach Marge, der kauft doch nie was Dir gefällt, der kauft 
                   immer nur was für sich selbst.
 Selma:        Für den Werkzeugkasten!
 Patty:        Denk doch nur mal an den Werkzeugkasten.
 Selma:        Und Tarzan.
 Patty:        Oder wie er Dich damals mit dem Tarzankalender überrascht 
                   hat.
 Marge:        Aber er macht es bestimmt niemals mit Absicht.

Im Einkaufszentrum hat Homer eine Bowlingkugel entdeckt.

 Marge:        Also Homer und ich haben immer sehr gut bei 'Chez Pierre' 
                   gespeist, oder 'Die Rostige Krebsschere', da ist es auch 
                   immer sehr nett.
 Patty:        Nein nein nein nein. Wir wollen Dir mal was schickes bitten.
                   Das singende Steakhouse !
 Marge:            Das Lokal wo die Ober singen.

Homer kommt mit einem großen Geschenk nach Hause.

 Marge:            Homer ?
 Homer:            Ich komme gleich !

Homer versteckt das Geschenk.

 Marge:            Homer, wir gehen heute Abend ins singende Steakhouse essen.
 Homer:            Ohh, das hört sich ja gut an. Nur Du und ich und
                   die Troubadour.
 Marge:            Und die Kinder
 Homer:            Das ist klar.
 Marge:            Und meine Schwestern
 Homer:            Ouh.

Das Steakhouse . An jedem Tisch stehen mehrere Ober, und singen ein zum Anlass passendes Lied. Zuerst sieht ein älteres Ehepaar (bei den Amis steht, es wären Mr. und Mrs. Winfield woher die das allerdings wissen wollen,weiß ich nicht), und die Kellner singen "..oh we danced, on the night, we were wed...'', dann kommt ein Tisch ins Blickfeld, wo junges (Ehe-)Paar sitzt, sie erwartet ein Baby. Die Kellner "Oh, you're having my baby. What a lovely way to say how much I love you." Schließlich ein Tisch wo alle Menschen (vier Stück) schwarze Klamotten tragen, also ein Sterbefall, mit dem Backgroundchor: "nearer my God to thee". Dann der Tisch Simpson, mit Homer, Marge, Bart, Lisa, Maggie, Patty und Selma.

 Marge:  Oh, Parfüm,

Marge schnuppert an der Flasche.

 Marge:            Oh, dankeschön Bart .
 Bart:             Gern geschehen Mami
 Patty:            Du bist jetzt  34 Jahre alt!
 Selma:            Das ist ein gutes Alter mit einem anderen Mann neu zu 
                   beginnen.
 Patty:            Mit einem Mann der beim Essen den Mund zumacht.

Schaut mal auf Homers Fingernägel!

 Homer:            Habt ihr was gesagt ?
 Selma:            Nichts für Dich, iß dein Steak auf.
 Patty:            Sieh mal wie er den Knorpel runterschlingt.
 Selma:            Wart mal, gleich passiert ein Unglück.
 Patty:            Weißt Du was man bei Ersticken macht ?
 Selma:            Nein !
 Patty:            Gut, hah ahaha
 Lisa:             Du siehst, ihr gefällt mein Geschenk besser.
 Bart:             Tut es nicht
 Lisa:             Tut es doch
 Bart:             Tut es nicht
 Lisa:             Tut es doch
 Bart:             Tut es nicht
 Lisa:             Aber sie benutzt es überhaupt nicht dein PARFÜM!
 Bart:             Ja,... ach Mami, warum benutzt Du eigentlich nicht mein 
                   Parfüm?
 Marge:            Ehh, ich hebs mir eben auf, für eine besondere Gelegenheit.
 Bart:             Hältst Du mich für bescheuert? Das ist doch eine 
                   Literflasche!
 Homer:            Bart !
 Marge:            Ich finde diesen Abend schon so besonders, daß er 
                   vielleicht weniger besonders wird, wenn wir versuchen ihn noch 
                   besonderer zu machen!
 Bart:             Sonnenklar, meins gefällt ihr also besser.
 Lisa:             Ach, bist Du blöd.
 Homer:            Ruhe jetzt, hört mal her: noch hat eure Mutter nicht 
                   mein Geschenk aufgemacht.

Homer winkt den singenden Kellner her, die mit einem "Happy Birthday" an den Tisch kommen. Homer holt sein Geschenk heraus, und am Ende des Liedes fällt eine grüne Bowlingkugel, wo der Name Homer eingraviert ist, durch die Verpackung auf die Geburtstagstorte. Totenstille, alle schauen erstarrt auf die Kugel.

 Homer:            Ach, keine Panik, die Torte kriegst Du leicht wieder ab. 
                   Ein Prachtstück ,was ?
 Marge:  Tja, daß kann ich nicht beurteilen... 

Marge schaut nun sehr böse

 Marge:            ... schließlich war ich ja noch nie beim  Bowling.
 Homer:            Ja, wenn Du sie nicht magst, ich kenne jemanden der es 
                   schafft.
 Marge:            Hmm...

Mit dem Nasenschnauben bläst Marge die Kerze auf der durch die Kugel zerdrückten Torte aus.

Marge und Homer im Schlafzimmer. Marge sieht ziemlich wütend aus.

 Homer:            Du sagst doch immer wir sollen miteinander reden, und wie 
                   Du hören kannst rede ich jetzt. Aber ich höre jetzt gleich 
                   wieder auf, also mußt Du auch mit mir reden Marge, bitte! 
                   Ich hör nämlich zu reden auf, JETZT!
 Marge:            Du hast die Bowlingkugel für Dich gekauft, und nicht 
                   für mich.
 Homer:            Was? Nein!
 Marge:            Die Löcher hast Du nach deinen Fingern bohren lassen.
 Homer:            Es sollte eine Überraschung sein, ich konnte Dir ja 
                   schließlich nicht die Hand abhacken und sie in den Laden 
                   bringen, oder?
 Marge:            Du wußtest von vornherein, daß ich diese Kugel 
                   nicht benutze.
 Homer:            Also, wenn Du so darüber denkst, tausche ich sie um.
 Marge:            Das geht jetzt nicht mehr, Du hast deinen Namen 
                   eingravieren lassen.
 Homer:            Damit Du weißt, daß sie von mir ist.
 Marge:            Na gut, ich behalte die Kugel ... für mich ALLEIN!
 Homer:            Was, Du weißt doch gar nicht wie man damit umgeht. 
                   Das ist eine Gemeinheit.
 Marge:            Ich behalte sie, und ich werde sie auch benutzen.
                   Dankeschön für dein Geschenk, Homer!
 Homer:            Ach, wirklich gern geschehen.

In Barneys Bowl-A-Rama

 Marge:            Entschuldigen Sie, wo kann ich damit werfen ?
 Angestellter:     Da drüben.
 Marge:            Dankeschön.
 Angestellter:     Hey,einen Moment mal,  sie brauchen eine Bahn.
 Marge:            Nein danke, ich bin nur aus Trotz hier.
 Angestellter:     Ohne Bahn können sie nicht spielen.
 Marge:            So.. meinetwegen.
 Angestellter: O.K., auf den Zettel schreiben sie ihre Würfe auf. Was ist 
                   Ihre Schuhgröße?
 Marge:            Das geht sie nichts an!
 Angestellter:     Mit Straßenschuhen dürfen sie nicht auf die Bahn, 
                   Sie müssen Bowlingschuhe anziehen, also welche Größe bitte ?
 Marge:            46.
 Angestellter:     46 ?

Der Angestellte pfeift .

 Angestellter:     Ich hab hier nur welche in 42, und in 50.
 Marge:            Danke sehr.

Marge geht auf eine Bahn, und zieht sich die Schuhe an.

 Marge:            Die sind ja noch warm und feucht, uah.

Sie nimmt ihre Kugel, weiß nicht so recht was anfangen, und wirft die Kugel auf die Bahn, und trifft ein Kegel. Da schaut sie zur Nachbarsbahn, wo ein Mann gerade alle Zehn Kegel abräumt. Jubel.

(Wenn bei Jacques mal ein Buchstabe fehlt, oder es anders geschrieben ist, als man denkt ("aben" statt "haben") so ist das Absicht, damit versuche ich den französischen Dialekt niederzuschreiben)

 Jacques:          Bon, noch ein paar mal abräumen, und isch ab für eute 
                   genug.

Er dreht sich um und erblickt Marge. Ein tiefer Blick fliegt ihr zu.

 Marge:            Tja, ich versteh überhaupt nicht, was der soviel 
                   anders macht als ich.

Marge versucht es ein zweites mal, und ihre Kugel kommt auf die Bahn von Jacques.

 Marge:            Oh !

Jacques' tiefer Blick spricht Bände.

 Marge:            Oh, das ist mir schrecklich peinlich.

 Jacques:          Non non, das war meine Schuld. Freut mich, Sie 
                   kennenzulernen ...

Er schaut auf die Bowlingkugel von Marge, wo Homer draufsteht

 Jacques: Omer.

 Marge:            Oh nein nein , Omer heißt meine Bowlingkugel, 
                   ich heiße Marge.

Marge schreibt ihren Wurf auf. Jacques kommt zu ihr und tätschelt ihre Hand.

 Jacques:          Oh, ire Finger sind so schlong, so weiblisch. Sie sind 
                   viel zu zart für die Kugäl die sie benutzen. 
                   Sie, äh, brauchen etwas leichteres und zarteres. 
                   Versuchen sie mal meine Kugäl.
 Marge:            Nein nein, danke, Mister ... Brunswick.
 Jacques:          Nennen sie misch Jacques.
 Marge:            JACQUES.
 Jacques:          MARGSCH !
 Marge:            Ich nehm' doch lieber meine Kugel.
 Jacques:          Wie sie wünschen. Viele Menschen ängen dummerweise an 
                   schweren, plumpen Dingen wie Sie an diesem Omer.
 Marge:            Hmm...
 Jacques:          Darf ich ihnen eine ündiskrete Frage stellen ?
 Marge:            Von mir aus ?
 Jacques:          Aben sie schon mal gebowlt ?
 Marge:            Noch nie !
 Jacques:          Non ?
 Marge:            Nein.
 Jacques:          Dann bring ischs ihnen bei.
 Marge:            Oh, machen sie sich keine Umstände.
 Jacques:          Aber isch bitte sie, isch bin Profi. Schieben sie ihre 
                   Kugel für mich, zeigen Sie mir ihre Form.
 Marge:            Also meinetwegen, aber ich bin nicht sehr gut.

Marge wirft ein drittes mal, und trifft wieder nur ein Kegel.

 Marge:            Denn einen Kegel treffe ich schon ganz gut, aber die 
                   anderen wackeln nicht einmal.

 Jacques:          Isch kann ihnen elfen. Nehmen sie die Kugel, nehmen sie 
                   Omer, gut festalten.

Jacques faßt Marge an ihrer Hüfte an, und lüpft sie auf seine Bahn rüber.

 Jacques:          Und werfön.
 Marge:            Aber ?
 Jacques:          Sacre bleu, werfön!

Marge wirft, und schmeißt alle Kegel um.

 Marge:            Tja, sie sind ja wirklich ein guter Lehrer.
 Jacques:          Oui, isch bin ein guter Lehrer. Isch kann ihnen alles 
                   zeigen. Isch kann ihnen sagen, was die kleinen Pfeile auf 
                   der Olzbahn bedeuten, und welche Runde die Bierrunde ist. 
                   Sie wissen sischer noch nicht wie man  richtig abräumt,
                   oder Margsch ?
 Marge:            Nein.
 Jacques:          Sie müssen alles aufessen und dann schieben sie das 
                   Geschirr zusammen.
 Marge:            Ha ha ha.
 Jacques:          Ja, lachen sie Margsch, lachen sie ruhig, lachen sie 
                   richtig, das macht schlong.
 Marge:            Ja, das ist sehr komisch.
 Jacques:          C'est très bien.
 Marge:            Ich wußte gar nicht, wie interessant dieses Spiel 
                   sein kann. Was nehmen sie für die Stunde ?
 Jacques:          25 Dollar.
 Marge:            25 Dollar ?
 Jacques:          Wo sie mehr als 40 wert sind.
 Marge:            Tja, also gut, wann fangen wir an ?
 Jacques:          Wir sind schon mitten drin, Margsch.

Bei den Simpsons daheim. Homer öffnet eine Pizzaschachtel

 Homer:            Heute gibt's was ganz feines, Kinder. Heiße Pizza, 
                   das Leibgericht der Könige.

 Lisa:             Hab keine Angst, Dad. Es ist halb so schlimm uns zu 
                   versorgen.

 Homer:            Ha ha ,Lisa das weiß ich doch. Ich finde das ist 
                   eine gute Gelegenheit mit euch zusammen zu sein. Sonst ist 
                   eure Mutter immer bei euch, und jetzt bin ich mal am Zug.

Bart und Lisa beißen genüßlich in ein Stück Pizza. Maggie schaut ihr Stück an, und weiß nicht, was sieh damit machen soll. Homer hält sein Stück Pizza in der Hand, und meint ...

 Homer:            Schleppen sich die Abende immer so hin  ?

Marge und Jacques knien auf der Bowlingbahn.

 Jacques: Zunächst, müssen sie ihre Bahn kennenlernen. Spüren sie ihre 
                   Glätte, spüren sie ihre seidige Politur. Sein sie zärtlisch, 
                   streicheln Sie sie. Sie ist seidisch, oder ?
 Marge:            Ja, sehr seidig.
 Jacques:          Seidisch ?
 Marge:            Ja sehr !
 Jacques:          Ja ?
 Marge:            Ja !
 Jacques:          JA.
 Marge:            Seidig .
 Jacques:          Seidisch
 Marge:            Ja.
 Jacques:          JA ! Man kann darauf essen.
 Marge:            Aha .
 Jacques:          Aben sie ünger ?
 Marge:            Ja.
 Jacques:          4 Zwiebelringö !

Bei Simpsons.

 Lisa:             Mmmhh, Delicioso.
 Bart:             Mein Kompliment dem Pizzaexpress.
 Homer:            O.K. Wir haben gegessen und sind papsatt. Tja, und was ist
                   jetzt noch zu tun? Packen wir doch die Liste von eurer 
                   Mami ab. Essen, hm, oh, aufräumen. Keine Panik, Leute. 
                   Das ist ein Klacks wenn alle mitklacksen.

Die Pizzaschachtel wird in Teamarbeit entsorgt.

 Homer:            Na also, alles sauber. Und was kommt jetzt, hmm? Jetzt 
                   bringen wir unsere Maggie ins Bett.

Alle drei singen Maggie in den Schlaf ...

 Alle drei:        Guten Abend, gute Nacht. Mi-it Roosen beda-acht. Mit nem 
                   Schnuller besteckt, schlüpf unter die Deck.

Homer liegt schnarchend im Bett, Marge kommt rein.

 Marge:            Homer, Homer ?

Homer wacht zwar auf, ist aber doch sehr müde.

 Homer:            Hä ,hä ? Na, wie wars beim Bowling ?
 Marge:            Naja, es ist ein sehr anspruchsvolles Hobby ...
 Homer:            Hä hä hä, ein Spaß, mein Schatz, es ist ein Spaß,
                   Du dummes Ding.
 Marge:            Das kann sein. Naja, morgen Abend bin ich sicher besser.

Homer ist plötzlich hellwach.

 Homer:            Hä, und Du gehst morgen wieder hin ?
 Marge:            Sicher, wenn es Dir nichts ausmacht, wieder auf die Kinder 
                   aufzupassen ?
 Homer:            Hmm, nein, das geht schon.
 Marge:            Gute Nacht Homer.
 Homer:            Gute Nacht.

Beim Bowling, Jacques gibt Marge grad ein Bowlinghandschuh, auf dem ihr Name eingraviert ist.

 Jacques:          Das ist für Sie.
 Marge:            Oh Jacques er paßt. Sie haben meine Größe gefunden, und 
                   mein Name ist ja auch eingeprägt, ist der wirklich für 
                   mich?
 Jacques:          Siebzehnfünfzichsch, so gut wie geschenkt, mon amour.

Szenen, in denen man sieht, daß sie alles zusammen machen. Und man kommt sich näher...

Szenenwechsel, Jacques fährt Marge nach Hause.

 Jacques:          So, ier wären wir.
 Marge:            Sie hätten mich nicht nach Hause bringen müssen.
 Jacques:          Aber isch wollte es. Marge, wissen sie überaupt wie schön 
                   Sie sind, wenn der Mond scheint ?
 Marge:            Oh, Jacques, ich bin eine verheiratete Frau.
 Jacques:          Isch weiß, isch weiß. Mein Verstand sagt Stopp, aber meine 
                   Erz, und meine Üften brüllen weitär.
 Marge:            Mmmmhh...

 Jacques:          Marge cheriè, isch muß sie morgen wieder sehn. Nischt in 
                   Barney's Bowlingcenter, weit, weit weg vom donnernden 
                   Getöse stürzender Kegöl. Sehn wir uns morgen 
                   zum Bransch?
 Marge:            Was ist denn das?
 Jacques:          Oh, sie werden es mögen. Es kein richtiges Frühstück mehr,
                   aber auch noch kein Lansch, doch am Ende gibt es immer 
                   eine Melonenscheibe. Sie bekommen nicht das, was Sie zum 
                   Frühstück möchten, aber dafür macht es auch mehr Spaß.
 Marge:            Ich möchte lieber nicht.
 Jacques:          Margsch mon amour. In meinem Erzen stehen zehn Kegäl. Neun 
                   aben Sie schon umgeaun, jetzt räumen Sie bitte auch 
                   noch den letzten ab.
 Marge:            Hmm, hmm, also gut.

Marge kommt wieder ins Schlafzimmer. Diesmal ist Homer wach.

 Homer:            Marge?
 Marge:            Was denn Homer?
 Homer:            Ach ... nichts.

Nächster Morgen.

 Bart:             Oh-oh, der Schulbus.

 Marge:            Seht euch das an Kinder, ein Riesenfreßpacket. Viele gute 
                   Sachen, damit ihr groß und stark werdet, und ein paar 
                   Süßigkeiten.
 Bart:             Ay caramba.
 Lisa:             Gehts Du heute Abend wieder zum Bowling, Mom?
 Marge:            Ja allerdings, darauf könnt ihr Gift nehmen. Und noch ein 
                   paar Bonbons. Ihr wißt ja, euer Dad kümmert sich 
                   ums Abendessen.
 Bart:   Mhh, Mittwoch, Sandwiches.
 Marge:  <schmatz> Machs gut Lisa, meine liebe kleine Lisa.
        <schmatz> Mach es gut Bart, mein geliebtes Sorgenkind.

Bart und Lisa sitzen im Schulbus.

 Bart:             Tolle Freßpackete.
 Lisa:             Ach Bart ...
 Bart:             Was Lis ?
 Lisa:             ... kapierst Du den das nicht? Die Psychologen nennen so 
                   etwas Überkompensation. Mom ist zerfressen von 
                   Schuldgefühlen, weil sie ihre Ehe kaputt macht.
 Bart:             Also jetzt übertreib mal nicht. Außerdem können 
                   wir uns den Wanst vollhauen.
 Lisa:             Bart, ich habe gelesen was Kinder durchmachen, wenn Eltern 
                   sich nicht mehr lieben, und sich aus dem Weg gehen, sie 
                   durchlaufen acht verschiedene Phasen. Ich befinde mich
                   momentan in Phase drei, Angst, Du bist in Phase zwei, 
                   leugnen.
 Bart:             Das bin ich nicht.
 Lisa:             Das bist Du doch.
 Bart:             Bin ich nicht!
 Lisa:             Biste doch!
 Bart:             Bin ich nicht, bin ich nicht!
 Lisa:             Du hast mich überzeugt.

Marge und Jacques beim Brunch

 Jacques:          Crazy Lady ?
 Marge:            Ich bin eine verheiratete Frau, bitte nennen sie mich 
                   nicht so.
 Jacques: Ah ha ha ha, non non non non. Crazy Lady ist der Name für 
                   eine Drink: Orangensaft mit Champagner. Isch freue misch, 
                   daß Sie dachten, es wäre eine Anzüglichkeit.
 Marge:   Oh, vielen Dank.

Helen Lovejoy kommt an den Tisch.

 Helen:            Marge, Marge Simpson? Sie kennen mich doch sicher noch, 
                   Helen Lovejoy, die klatschsüchtige Frau des Pfarrers.
 Marge:  Oh ja, hallo Helen.
 Helen:            Ich wollte gerade schon gehen, als ich zufällig 
                   hier rübersah und mir sagte, ach ist das nicht Marge 
                   Simpson da drüben beim Brunche mit einem Mann der
                   nicht ihr Mann ist? Da mußte ich Dich einfach einmal 
                   rüberkommen und "Guten Tag" sagen.
 Marge:            Wir sind, äh ...
 Helen:            Ach, jetzt sein sie doch nicht gleich so verlegen.
 Jacques:          Isch gebe ihr gerade Bowlingunterricht, bitte. Mmh, also 
                   Margsch, bei der 3-7-10 Kombinasio werden die Kegäl so 
                   aufgestellt. Wir nehmen diese kleine Stück Brot für 
                   unsere Kugäl. Natürlich ist die Kugäl größer 
                   wie Sie wissen, aber für eine Brotkugel ist es eine gute 
                   Kugäl.
 Helen:            Also dann, ich will nicht mehr länger stören. 
                   Wiedersehen Marge, wir sehen uns am Sonntag in der Kirche.
 Marge:            Wiedersehen Helen.
 Jacques:          Au revoir Elän. Sie aben wirklich eine reitzende Freundin.
                   Offen wir das sie unter die Räder kommt.
 Marge:            <lacht>

 Jacques:          Ihr Lachen ist Müsik in meine Ohren. Aber wenn sie jetzt 
                   lachen, dann sterbe isch. Denn isch muß ihnen etwas sehr 
                   Ernstes sagen, das sie vielleicht schockiert. Margsch ma 
                   cheriè, isch möchte daß wir uns noch einmal wiedersehen.
 Marge:            Das schockt mich gar nicht.
 Jacques:          Weit weg von die neugierige Blicke, weit weg von allen 
                   Eläns dieser Welt, in meinem Appartement, in Fiesta 
                   Terrace.
 Marge:            Huuuuch ...
 Jacques:          Hua.

Marge fällt in Ohnmacht, und hat einen Traum. Sie steht in einem Ballkleid vor der Tür von Jacques. Sie klingelt, und er macht auf. Auch er ist festlich gekleidet.

 Jacques: Isch abe sie erwartet. Treten sie näher, meine Berückende.
         Darf isch Sie zum Tanz bitten?
 Marge:   Aber gern.

Marge und Jacques tanzen in einem Traumzimmer, welches vollgespickt ist mit Bowlingsachen (Kugeln, Kegeln, Bahnen, usw.)

 Marge:            Sie haben ja unglaublich viele Bowlingtrophäen.
 Jacques:          Eh ha ha ha. Sie sind wirklich zum anbeißen. Die abe 
                   isch nicht beim Bowling gewonnen, was glauben Sie denn? Das 
                   sind Trophäen der Liebe!
 Marge:            Wirklich?
 Jacques:          Oui.

Sie tanzen weiter ...

 Jacques:          Champagner?
 Marge:            Bitte.
 Jacques:          Voila, meine Angebetete.
 Marge:            Danke sehr.
 Jacques:          Welsche überirdische Macht at uns zusammengebracht, ma
                   cherie?
 Marge:            Das Schicksal?
 Jacques:          Bien sir. Irgendein göttlischer Kegälaufsteller at uns 
                   beide nebeneinander gestellt.
 Marge:            Wie zwei empfindsame Bowlingkegel ...
 Jacques:          ... die sisch tapfer alten ...
 Marge:            ... bis ganz am Ende ...
 Jacques:          ... auch wir umfallen.

Marge wacht langsam auf.

 Jacques:          Margsch, so sagen sie doch etwas!
 Marge:            Paßt ihnen Donnerstag?
 Jacques:          Na und ob mir das paßt.

Homer ist im Schlafzimmer, und sieht ein Foto, auf dem Marge und Homer glücklich sind. Er entdeckt ihren Bowlinghandschuh, und setzt sich sehr traurig auf das Bett. Bart komm daher.

 Bart:             Hey Dad, kommst Du mit in den Garten und spielst ein 
                   bißchen Baseball mit mir?
 Homer:            Mein Sohn, ich krieg nicht mal den Kopf hoch, und 
                   schon gar nicht den Ball.
 Bart:             Ach komm schon Daddy, beweg deinen Hintern.

Homer, Bart, Lisa und Maggie sind im Garten.

 Bart:             Simpson stoppt den Läufer, das hat er wirklich gut 
                   gemacht. Jetzt holt er aus und... hier kommt der Ball.

Bart wirft den Ball zu Homer. Der Ball trifft Homer am Kopf, und Homer fällt ohne ein Wort um.

 Bart:             Dad, Du hast ja nicht mal "Autsch" gesagt.
 Homer:            Oh 'entschuldige: Autsch.

Bart rennt zu Lisa.

 Bart:             Lisa, Lisa , Du hattest also doch Recht mit Dad, da ist 
                   etwas oberfaul.
 Lisa:             Haste Angst? Willkommen bei Phase drei: ANGST.
 Bart:             Jetzt hör auf, wir müssen was unternehmen.
 Lisa:             Das geht nicht Bart, ich würd Dir ja gern helfen, 
                   aber ich bin mitten in Phase fünf: Selbstmitleid.

Bart rennt zurück zu Homer.

 Bart:             Hör mal Dad, ich check zwar nicht was los ist, aber Du hast 
                   mir mal ein Rat gegeben, der vielleicht hilft.
 Homer:            Ich hab Dir mal 'n Rat gegeben? Ach lass mich doch in
                   Ruhe.
 Bart:             Ja hast Du. Du hast gesagt, wenn irgendwas schief läuft, 
                   und Du nicht mehr weißt was Du tun sollst, dann halt 
                   einfach dein blödes Maul, damit machst du's wenigstens 
                   nicht noch schlimmer.
 Homer:            Mhhhm, ein guter Rat.

Nächster Morgen. Marge steht in der Küche und macht Sandwiches für alle. Homer kommt rein, um sich sein Lunchpacket für die Arbeit mitzunehmen.

 Homer:            Marge, kann ich mal mit Dir reden?
 Marge:            Sicher.
 Homer:            Ich hab nämlich nachgedacht. Alle machen Erndußbutter 
                   und Gelee Sandwiches, aber immer läuft das Gelee an 
                   den Seiten raus, und man kriegt klebrige Pfoten. Aber dein
                   Gelee bleibt immer in der Mitte, wo es auch  sein soll. 
                   Ich weiß nicht wie Du das machst. Das muß wohl
                   eine besondere Begabung sein, das hab ich immer schon 
                   gedacht, ich hab's ... bloß nie erwähnt. Aber 
                   jetzt sollst Du endlich wissen wie ich darüber denke,
                   ich halte nichts davon meine Gefühle zu unterdrücken. ...
                           Machs gut mein Schatz !

 Marge:            Auf Wiedersehen, Homer.

Fiesta Terrace, home of Jacques. Er ist im Bad und macht sich bereit.

 Jacques:          Jetzt kommt die schönste Moment im Leben, schöner als 
                   die Tat, schöner als die Erinnerung, der Moment, 
                   gespannter Erwartung. De do de do dib do dub di Du. Oh 
                   Jacques, du doller Teufel, sieh disch an, eute Abend 
                   wieder, legst Du eine flach!

Springfielder Atomkraftwerk. Mittagspause. Homer sitzt vor seinem Sandwich, und starrt ihn an.

 Lenny:            Hast Du keinen Hunger, Homer ?
 Homer:            Ich verhungere.
 Lenny:            Ja dann beiß doch einmal in deinen Sandwich.
 Homer:            Wie soll ich das essen? Sie hat es gemacht, sonst 
                   ist mir nichts von ihr geblieben.

Er packt sein Sandwich ein und geht.

 Arbeiter: Na der hat Sorgen.

Marge fährt zu Jacques, und kommt dabei bei einigen Ereignissen vorbei. Bei einer roten Ampel ist eine Hochzeit, und sie sieht ein junges Paar mit einem Kind, dann ein Treffen von paar Leuten, dann ein älteres Ehepaar, dann sieht sie zwei Grabsteine, dann zwei Skelette. Schließlich kommt sie zu einer Abzweigung, wo ein Schild steht. Es geht links zum Atomkraftwerk (also zu Homer), rechts nach Fiesta Terrace (also zu Jacques). Einmal biegt sie nacht rechts, bleibt stehen, fährt zurück,kehrt nach links ab, dann wieder zurück, bleibt vor dem Schild stehen. Was soll sie tun?

Schnitt, man hört die Anfangstöne von "Up where we belong", Marge kommt ins Kraftwerk, alle Arbeiter schauen ihr nach, selbst Burns und Smithers. Sie geht direkt zu ihrem geliebten Homer.

 Homer:            Marge, was für eine wundervolle Überraschung. 
                   Bist Du meinetwegen gekommen?
 Marge:            Aber natürlich.

Marge umarmt Homer. Er nimmt sie auf die Arme und geht mir ihr raus. Alle jubeln.

 Lenny:            Hey, weiter so Homer, weiter so.
 Angestellter:     Was soll ich den dem Boß sagen?
 Homer:            Sag ihm, ich hab's mir mit der Frau, die ich über alles 
                   in der Welt liebe auf dem Rücksitz bequem gemacht, 
                   und will die nächste Viertelstunde nicht gestört
                   werden möchte.