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Die Simpsons

[7G02] Bart Wird Ein Genie

Originaltitel: [Bart The Genius]
Erstausstrahlung in N.A.: 14.01.90
Erstausstrahlung in Deutschland: 20.09.91
Erstellt von: hansPRODUCTION
Letztes Update: 19.11.99

 Tafel: Ich darf keine Kreide verschwenden
Sax:
Couch: UBF quetscht sich auf die Couch. Die Seitenlehnen fallen ab und die Couch bricht zusammen

Im Simpsonhaus. Maggie baut einen Turm aus Buchstabenwürfeln mit den Buchstaben E-M-C-Q-D-R [<I>Einsteins allgemeine Formel E=mc² darstellend] und zerstört dann den Turm. UBF spielt Scrabble.</I>

 Bart:              Hast du's endlich, Mam?
 Lisa:              Na los, Mammi, mach schon hin!
 Marge:             Na, jetzt wartet doch mal. Wie wär's denn mit HE. Das 
                    macht zwei Punkte. Jetzt bist du dran, Schatz.
 Homer:             <hat ein tolles Wort gebildet> Oxidieren., das ergibt doch
                    gar keinen Sinn! Wie soll ich denn daraus ein Wort bilden?
                    Moment mal, das könnte hinhauen: Soho.
 Lisa:              ID - Das zählt dreifach.
 Homer:             He, keine Abkürzungen!
 Lisa:          Nicht id, Pappi, Idee - das ist ein Wort!
 Bart:              Das ist keine Idee, das ist stupide!
 Homer:         Ach halt doch die Klappe!
 Lisa:              Ja Bart, du solltest deine sprachlichen Fähigkeiten lie-
                    ber für den Eignungstest morgen trainieren.
 Marge:             Wir könnten ja mal unter Idee im Duden nachsehen.
 Homer:             Haben wir denn einen?
 Marge:             Ich glaube, er liegt unter dem kurzen Bein von der Couch!
 Homer:             <Sucht das Buch hervor und gibt es Lisa.>
 Lisa:              Also, es gibt Idee und ID. In der Genetik werden die Erb-
                    einheiten als Id's bezeichnet.
 Homer:         Na so ein Schlaukopf.
 Bart:              Ich bin dran: KWYJIBO. K.W.Y.J.I.B.O. 22 Punkte und das 
                    ganze dann noch mal drei. Plus 50 Punkte, weil ich fertig
                    bin. Ich hab gewonnen, tschau..
 Homer:             Augenblick mal <schnappt sich Bart>, du kleiner Schummler,
                    du bleibst solange hier, bis du mir erklärt hast, was ein
                    Kwyjibo ist.
 Bart:              Kwyjibo, ähm, ein dicker, fetter, blöder, nordamerikani-
                    scher Affe, der die Haare verliert.     
 Marge:             ...und schnell die Geduld.  
 Homer:             Dir zeig ich gleich 'nen dicken fetten blöden Affen!
 Bart:              Oh, oh, ein Kwyjibo ist ausgebrochen.

Auf dem Schulgelände. Jemand sprüht Rektor Skinners Gesicht an eine Wand.

 Skinner:           Du da. Kein Kaugummi auf dem Schulgelände. In die Müll-
                    tonne damit.

Die Spraydose sprüht den Satz: I AM A Weiner. (Ich bin ein Würstchen.)

 Martin:            Herr Rektor, Herr Rektor, einer meiner Mitschüler ist ge-
                    rade dabei, Schuleigentum zu beschädigen.
 Skinner:           Na sowas, wo denn?

 Milhouse:          <als Wachposten> Achtung Bart, der alte Skinner kommt.

Bart vollendet den gesprayten Satz und befördert die Spraydose in den Pa- pierkorb.

 Skinner:       Am besten sagt ihr mir gleich, wer das gewesen ist!
 Martin:            Jedenfalls kein As in Rechtschreibung. Die korrekte 
                    Schreibweise von Wiener ist WIENER, da EI nach der dritten
                    Lautverschiebung stets EI ausgesprochen wird.
 Skinner:           Dafür gibt's eine Eins und jetzt zeigt mal eure Hände her.
                    <die ersten drei Schüler zeigen ihre Hände.> Na gut, in
                    Ordnung. <die Reihe kommt an Bart> Simpson!
 Bart:              <zeigt seine gefärbten Hände>
 Martin:        Er hat sich die Hände schmutzig gemacht.
 Skinner:           Simpson! Ich glaube, wir haben wieder einiges zu bespre-
                    chen.
 Bart:              <bedrückt> Selbe Zeit, selber Ort?
 Skinner:           Ja, gleich nach der Schule in meinem Büro.
 Kinder:            Oh!
 Bart:              <schluckt>

Im Klassenraum.

 Martin:            Hör mal Bart. Ich hoffe, du bist nicht aus selbstsüchtigen
                    Motiven sauer auf mich. Ich hab lediglich versucht, die 
                    Schändung des Schulgebäudes zu verhindern.
 Bart:              Ergebensten Dank.
 Martin:            Keine Ursache.
 Miss Krababbel: Also habt keine Angst, Kinder. Der Test hat keinerlei Ein-
                    fluß auf eure Noten. Es geht dabei lediglich um eure Zu-
                    kunft und eure Aufstiegschancen. Was nicht auf jeden zu-
                    trifft.
 Martin:            Misses Krababbel! Sollte Bart nicht mit dem Gesicht zum
                    Fenster sitzen, damit er nicht beim Nachbarn abschreibt?
 Miss Krababbel: Sehr richtig, Martin. Bart! [Bart dreht seinen Tisch zum
                    Fenster] Ihr müßt euch die Aufgabe nur plastisch vorstel-
                    len und entspannt euch. Der Test beginnt -  jetzt!

Alle beginnen zu schreiben, nur Bart sitzt ratlos vor der Aufgabe.

 Bart:              <vor sich hinsprechend> Um 7.30 Uhr verläßt ein 60 Meilen 
                    pro Stunde fahrender Express-Zug Santa Fe mit den 520 
                    Meilen entfernten Phoenix anzuziehen.
 Miss Krababbel: Pst, stell es dir bildlich vor, Bart!
 Bart:          <während ein surrealistischer Schwarz-weiß-Film vorbei-
                    zieht> Gleichzeitig verläßt ein Personenzug mit 30 Meilen
                    pro Stunde und 40 Passagieren Phoenix in Richtung Santa Fe.
                    Er ist 8 Waggons lang und in jedem Wagon sitzt die gleiche
                    Anzahl von Passagieren. [Passagiere mit Zahlen steigen ein 
                    und aus und vermischen sich] Eine Stunde später steigt 
                    eine Anzahl von Passagieren aus, die der Hälfte der über 
                    die Stunde hinausgehenden Minuten entspricht. Doch dreimal
                    soviele [Die Passagier laufen über Bart hinweg] plus 
                    6 steigen ein. Im zweiten Bahnhof steigt die Hälfte der
                    Passagiere plus 2 aus. Doch doppelt soviele wie beim
                    ersten Halt steigen zu.
 Schaffner:         Ihre Fahrkarte bitte schön.
 Bart:              Ich habe aber keine Karte.
 Schaffner:         Dann komm doch mal mit, mein Junge.

Er bringt Bart zum Heizer, der Zahlen in den Ofen schippt. Der Heizer sieht aus wie Martin.

 Schaffner:         Ich hab hier einen Schwarzfahrer erwischt.
 Bart:              Ich zahle ja. Wieviel?
 Heizer:            Den doppelten Fahrpreis von Tuscon nach Flagstaff minus 
                    zwei drittel des fahrpreises Albuquerque nach El Paso. Ha
                    ha ha!

Der Zug in Barts Gedanken erhöht sein Tempo, ist nicht mehr zu bremsen und stößt mit dem entgegenkommenden Zug zusammen. Bart fällt vor Schreck im Klassenraum vom Stuhl.

 Miss Krababbel: Bart, es gibt in dieser Klasse auch Schüler, die die
                    Chance haben, den Test zu bestehen. Hör damit auf, sie zu
                    stören.
 Martin:            Es stört mich nicht, Misses Krababbel. Ich bin schon fer-
                    tig. Darf ich jetzt raus gehen und ein wenig lesen?
 Miss Krababbel: Aber natürlich, Martin.

Martin schneidet von draußen zu Bart Grimassen, die Bart natürlich eben- falls mit Grimassen beantwortet.

 Miss Krababbel: Was sind das für Faxen, Bart? Sind die bissigen Hunde
                    wieder da? 

Während Miss Krababbel nach den Hunden Ausschau hält, kann Bart die Arbeit von Martin vom Tisch nehmen und seinen Namen dafür einsetzen.

 Miss Krababbel: Ihr habt noch 20 Minuten, Kinder!

Bart schmuggelt die revidierte Arbeit wieder auf den Lehrertisch.

 Bart:              Das läuft ja wie geschmiert.

Bart schmiert Martin's Namen auf sein Aufgabenblatt und kreuzt noch ein paar Lösungen im Zufallsprinzip an. Marge und Homer auf dem Weg zu einer Vorladung von Rektor Skinner.

 Marge:             Er ist jetzt ein lieber Junge und wird immer besser.
                    Manchmal entfernen sich auch die besten Schafe von der
                    Familie und müssen fest in den Arm genommen werden.
 Homer:             Das ist genau der Schwachsinn, der ihn so verdorben hat.
                    He, sieh doch mal: <steht vor dem Graffiti von Bart>
                    Ich bin ein Würstchen. Haha, und ob der	eins ist.

Bart ist bereits im Zimmer von Rektor Skinner.

 Sprechanlage:      Mister und Misses Simpson sind da.
 Skinner:           Ich lasse bitten.
 Marge:             Da wären wir wieder, Herr Direktor.
 Homer:         Was hat er diesmal angestellt, der Blödmann?
 Skinner:           Er hat sich heute morgen auf's Gröbste am Schuleigentum
                    vergangen. Wir schätzen den Schaden auf rund 75$ und 
                    finden es offen gesagt unfair, daß andere Steuerzahler da-
                    für aufkommen sollen.
 Homer:             He he, ein mieses System, aber was soll man machen!?
 Marge:             <flüstert zu Homer>
 Homer:             Aber nein! Das kann er doch nicht meinen. Meine Frau 
                    glaubt, sie wollen mich zum Zahlen verdonnern.
 Skinner:           So kann man's auch sagen.
 Homer:             Oh.
 Skinner:           An sich können wir über so etwas schon mal hinwegsehen.
                    Aber es handelt sich ja hier nicht um einen Einzelfall.
                    <holt sich Bart's Akte und zitiert daraus, während Homer 
                    einen Scheck ausschreibt.> Bart's Verhalten ist - auf-
                    sässig, er fehlt häufig beim Unterricht	und bringt dann 
                    den Lehrern geradezu lächerliche Entschuldigungsschreiben
                    mit. Plumpe, kindliche Fälschungen - verglichen mit äh,
                    <vergleicht die Schrift eines Entschuldigungsschreiben 
                    mit der Schrift auf Homers's Scheck und sieht die Überein-
                    stimmung> Ähm... Nun jedenfalls hab' ich den festen Ent-
                    schluß gefaßt...
 Sprechanlage:      Mister Skinner. Mister Pryor möchte sie sprechen. Er sagt,
                    es sei dringend.
 Skinner:           Er soll reinkommen. Mister und Misses Simpson, das hier
                    ist unser Schulpsychiater - Doktor J. Loren Pryor.
 Homer:             Wozu brauchen wir ein Psychiater, wir wissen doch, daß er 
                    beknackt ist.
 Doktor Pryor:      Aber ganz im Gegenteil. Ich muß sagen, wir waren selbst
                    ganz überrascht. Unser interner Test, den wir heute durch-
                    geführt haben, hat erwiesen, daß der kleine Bart hier ein
                    mehr als hochbegabtes Kind ist.
 Homer:         Ein was?
 Doktor Pryor:      Ihr Sohn ist ein Genie, Mister Simpson!
 Marge:             Was?
 Homer:         Ich sag mal, Kopf...
 Skinner:           Unmöglich!
 Doktor Pryor:      Doch, doch. Wir sind ganz sicher. Das Kind soll seinen
                    eigenen IQ jetzt noch nicht erfahren, aber ich werd ihnen 
                    diese erstaunliche Zahl hier mal aufschreiben.
 Homer:             912?
 Doktor Pryor:      Äh, nein, sie müssen es umdrehen, es heißt 216.
 Homer:             Mmm.
 Doktor Pryor:      Das ist aber immer noch genial. <während er Bart's Kopf
                    ausmißt> Sag mal Bart, langweilst du dich eigentlich häu-
                    fig in der Schule?
 Bart:              Na und wie!
 Doktor Pryor:      Bist du manchmal frustriert, Bart?
 Bart:              Ununterbrochen, Sir.
 Doktor Pryor:      Träumst du manchmal davon, die Schule zu verlassen und 
                    deine intellektuelle Entwicklung auf einem anderen Niveau
                    fortzusetzen?
 Bart:              Sagen Sie, können Sie etwa Gedanken lesen?
 Doktor Pryor:      Aha. Sehen sie, wenn ein Kind mit Bart's Intellekt ge-
                    zwungen wird, sich dem Lerntempo des normalen Schülers 
                    anzupassen, wird es sich mit solchen Ausbrüchen abrea-
                    gieren.
 Skinner:           <flüstert zu Doktor Pryor> Sollten wir den Test nicht 
                    wiederholen?
 Doktor Pryor:      Nein, wir sollten ihn auf eine andere Schule schicken.
 Skinner:           <erfreut> Ja, noch besser.
 Doktor Pryor:      Bart, wir möchten dich gern auf eine Schule schicken, die
                    nicht mit Noten arbeitet, mit Vorschriften, Klassenbü-
                    chern und Klingelzeichen. Eine Schule ohne Mauern, wo du
                    soviel oder sowenig Hausaufgaben machst, wie du es für 
                    richtig hälst. Klingt das akzeptabel?
 Bart:              Melden sie mich gleich an.
 Doktor Pryor:      Ausgezeichnet. Hier sind alle nötigen Informationen. Komm
                    so gegen 9 vorbei. Mister und Misses Simpson, ich darf 
                    ihnen nochmals gratulieren. <Er schüttelt die Hand von 
                    Marge.>
 Skinner:           Ich glaube, wir haben alle einen Grund zum Feiern.
 Homer:             Och, das will mir einfach nicht in den Kopf. Mein Sohn -
                    ein Genie. Wie kann sowas passieren?
 Doktor Pryor:      Nun, äh, übermäßige Intelligenz ist normalerweise das Er-
                    gebnis von Erbgut und sozialem Umfeld. Das heißt, manchmal	
                    bleibt es absolut unerklärlich.

Im Simpsonhaus am Frühstückstisch. Es ist Barts erster Tag in der neuen Schule. Marge kämmt ihm die Haare.

 Bart:              Hör schon auf, Mam!
 Marge:             Du siehst sehr intelligent aus, Schatz.
 Bart:              So'n Quatsch. <Er schüttelt die Haare und stellt seinen al-
                    ten Haarschnitt wieder her.>
 Homer:             Hier hab ich noch 'nen Schlips für dich. Jeder weiß doch,
                    daß Wunderkinder Schlipse tragen.
 Bart:              Du würgst meine Kreativität ab.
 Homer:             Entschuldige.
 Marge:             Bart, heute ist ein wichtiger Tag für dich, warum ißt du 		 	 
                     	denn nicht etwas Nahrhafteres? 	 					  
 Homer:             Unsinn, Marge! 'Frosty Krusty Flakes' hat er doch schon im-			
                    mer in sich reingeschaufelt. Es könnte ja an einem der 
                    chemischen Zusätze hier liegen, daß er so klug ist. Lisa, 	
                    vielleicht sollten wir dich damit füttern!
 Marge:         Homer!
 Homer:             Ich meine ja nur. Warum sollten wir nicht zwei Genies in	
                    der Familie haben. Dann haben wir einen Ersatz, wenn Barts
                    Hirn explodiert.			
 Lisa:              Mir ist Schnuppe, was dieser blöde Test ergeben hat. Doof
                    bleibt Doof.
 Bart:              Das mag schon sein, aber ab heute schiebt der Doofe 'ne 
                    ruhige Kugel!

Homer fährt Bart zur Schule. Der lungert auf der Rückbank.

 Bart:              Nun mal langsam Dad, schalt mal 'nen Gang runter.
 Homer:             Einverstanden.

In der Schule. Bart sieht in den Klassenraum.

 Bart:          Oh nein, Schlipse!
 Homer:             Keine Sorge Bart. Ich geb dir meinen. Komm, ich zeig dir 
                    auch, wie man einen Schlips bindet. Den Haken tust du da 
                    drüber und die Dinger kommen da rein.
 Bart:              Danke, Daddy. 
 Homer:         <küßt Bart>
 Bart:              Du hast mich geküßt?
 Homer:             Ein Vater wird doch wohl noch seinen Sohn küssen dürfen!
                    Oder etwa nicht? Jetzt geh schon Bart und paß gut auf.
                    Denn wenn du das tust, erreichst du eines Tages vielleicht
                    etwas, wovon wir Simpsons seit Generationen geträumt haben.
                    Du haust jemanden kräftig übers Ohr. <stößt Bart in den
                    Klassenraum> 

 Lehrerin:          Du mußt Bart Simpson sein!? Ich bin Miss Mellon, deine 
                    Studienleiterin. Ich will dir gleich sagen, daß wir hier 
                    nur eine Regel haben: Mach dir deine eig'nen Regeln. Wenn 
                    du müde bist, leg dich hin. Wenn du dich langweilst, 
                    genier dich nicht, ein Buch zu 	nehmen und ein bißchen 
                    zu lesen.
 Bart:              Was soll ich denn lesen?
 Lehrerin:          Na alles was du willst, Bart.
 Bart:              Oh! <zieht ein Radioactiv-Man-Comic-Heft aus dem Bücher-
                    regal>
 Lehrerin:          Ein Comic-Heft? Wie ist denn das hier reingekommen? Wir 
                    hatten es wohl letzte Woche als Requisit in einem Film 
                    über Analphabetismus. <nimmt das Heft und wirft es in 
                    den Papierkorb, wo es Bart wieder rausnimmt> Bart, mit 
                    diesen Schülern teilst du deinen Arbeitsbereich. Das ist
                    Ethan Folib.
 Ethan:             O memsahib Bart Rabbi has memo.
 Bart:              Wie bitte?
 Lehrerin:          Ethan ist Spezialist für Palindrome. Du weißt, Sätze, die	
                    vorwärts- und rückwärtsgelesen den selben Sinn ergeben.
                    Und das ist Sidney Swift.
 Sydney:            Trab, negrom netug.
 Bart:          Und was faselst du da?
 Lehrerin:          Ja, das ist echt Sidney! Er spricht heute alle Sätze nur 
                    noch rückwärts. Er sagte: Guten Morgen, Bart. Tja und das
                    hier ist Cecile Chaplin.
 Cecile:            Hallo Bart. <zeigt ihre Hamsterkäfige>
 Bart:              Toll, Hamster! Wie heißen sie denn?
 Cecile:            Hamster Nummer Eins hab'ich mit einem Stratolokocken-Virus
                    infiziert und Nummer Zwei ist der Kontrollhamster.
 Bart:              Hallo, kleiner Kontrollhamster.
 Lehrerin:          Schließ keine zu enge Freundschaft mit ihm, Bart. Er wird
                    nächste Woche seziert. Ich darf euch jetzt bitten, eure
                    Plätze einzunehmen und euch mit dem neuen Mitglied eurer
                    Arbeitsgruppe bekanntzumachen: Bart Simpson.
 Alle Kinder:       Bon jornas.
 Lehrerin:          Und nun setzen wir unsere Diskussion von gestern fort. Wir
                    brachen ab, als Calvin und Hali darüber stritten, ob der 
                    freie Wille eine Illusion ist.
 Ian:               Wenn ihr mich fragt, so ist die Menschheit frei, aber ihre
                    Freiheit steckt voller Pardoxien. Nach Freud wird unser
                    Unterbewußtsein durch kindliche Erfahrungen geprägt, was 	
                    uns aber gleichzeitig hilft, selbstständig zu denken.
 Lehrerin:          Das ist ganz richtig, Ian. Hat noch jemand ein Beispiel
                    für ein Paradoxum?
 Ethan:             Ohne Gesetz und Ordnung besitzt der Mensch keine Freiheit.
 Cecile:            Willst du den Frieden, mußt du dich für den Krieg rüsten.
 Lehrerin:          Ja, nicht schlecht. Tja es scheint, das klügste Kind in	
                    der Klasse ist auch das schweigsamste. Bart, welche an-
                    deren Paradoxa bestimmen unser Leben?
 Bart:              Nun, tust du's, ist es schlecht, läßt du's, dann erst 
                    recht.
 Lehrerin:          Tja also, gut ich glaube, auch das kann man irgendwie gel-
                    ten lassen. Ähm .. Vielen Dank, Bart.
 Bart:              Oh, puh...

Im Speisesaal.

 1. Kind:           Hör mal her Bart. Ich tausche das Gewicht einer Bowling-
                    Kugel auf dem achten Mond des Jupiters von meinem Sand-
                    wich gegen das Gewicht einer Feder auf dem zweiten Mond 
                    des Jupiters von deinem Sandwich.
 Bart:              Na schön, einverstanden.

Er tauscht und bekommt eine Kische dafür.

 1. Kind:           Bitte schön.
 2. Kind:           Ich tausche 1000 Picoliter meiner Milch gegen 4 Pint von
                    deiner.
 Bart:              Also gut, das mach ich.

Wieder wird er reingelegt, denn er bekommt nur ein paar Tropfen Milch per Pipette in seine Tasse.

 2.Kind:            Ganz wie du willst.
 Schüler:      <lachen>
 3. Kind:           Ach Bart, würdest du deinen Napfkuchen gegen meine...
 Bart:              Erspar dir die Mühe. <geht enttäuscht davon>
 Kind1:             Was haltet ihr von unserem Neuen?
 Kind2:             Ein ziemlich unterbelichtetes Genie, was?
 Kind3:             Ja, tatsächlich. Kein sehr helles Köpfchen.

Zu Hause. Bart liegt auf seinem Bett und liest im Comic-Heft.

 Homer:             Na, wie war's denn?
 Bart:              Alal os.
 Homer:             Was?
 Bart:              Das ist rückwärts für "So lala".
 Homer:             Wow! Was liest du denn da, ein Comic-Heft? Ach, du willst
                    wohl deine empfindliche Birne nicht überhitzen. Hör doch
                    mal, was hälst du davon, wenn wir deinen ersten Genie-
                    schultag feiern? Ich lad dich ein zu 'ner Runde Milch-
                    Shake mit Schokoladeneis.
 Bart:              Oh yeah.
 Marge:             Bart, ich hab so ein schlechtes Gewissen, daß ich nie 
                    etwas für deine , mmm äh, wie heißt es doch gleich, wenn
                    man etwas zum Aufblühen bringen will? &AUML;h, äh...
 Lisa:              Kultivieren.
 Marge:             Weil ich nie deinen brillanten Verstand kultivieren konn-
                    te, hab ich für heute Opernkarten besorgt. Beeilt euch.
                    Zieht euch an. Es beginnt um Acht.
 Bart:              Oh Mammi, nicht heute abend.
 Homer:             Komm schon Bart, deine Mutter hat es gut gemeint. Also geh
                    hin und geniess die Show.
 Marge:             Homer, du gehst auch mit.
 Homer:             Aber ich bin doch kein Genie. Wieso muß ich das mit aus-
                    baden?

In der Oper. Laut Ankündigungsschild wird "Carmen" in russischer Sprache gegeben.

 Bart:              Hey Lis', schau doch mal nach dem Kerl mit den Erdnüssen.
 Marge:             Hier gibtŽs keine Erdnüsse, Schatz.
 Homer:             Mist, kein Bier und nicht mal Hot Dogs.
 Marge:             Pst.

Die Musik setzt ein.

 Bart:              <singt mit>
                    Auf in den Kampf, Torrero.
                    Hast du auch keine Lust
                    Und bist voller Frust.
 Homer:             Pst.
 Marge:             Bart, hör sofort mit dem Unsinn auf. Und du Homer, ermu-
                    tige ihn nicht noch.
 Homer:             Marge, schüchter' den Jungen nicht ein. Wir sollen ihn
                    doch ermutigen.
 Marge:             Pst.
 Homer:             Wer ist denn der Dickarsch da?
 Lisa:              Das ist der Stierkämpfer.
 Bart:              Bei einem so fetten Ziel kann der Stier ja garnicht da-
                    neben stoßen.

Die ganze Familie außer Marge lacht und kichert. Homer und Bart machen anzügliche Geräusche. Im Publikum sitzt auch Martin mit seinen Eltern.

 Martins Vater:     <leicht genervt> Was sind denn das für Leute?
 Homer:             Oh, du meine Güte. Wann machen die denn Schluß?
 Bart:              Die hören nicht auf, bevor die Dicke gesungen hat.
 Homer:             Ist sie dir denn dick genug, mein Sohn?
                    Ich geh mal und hol uns 'nen Hamburger.

In der Klasse.

 Lehrerin:          Also y gleich r hoch drei durch drei. Und wenn ihr den 
                    Veränderungsgrad dieser Kurve richtig berechnet, werdet ihr
                    mit Sicherheit eine angenehme Überraschung erleben.

Die anderen Schüler lachen über Barts unschlüssiges Herumrätseln.

 Lehrerin:          Na, was ist denn los, Bart? dy abgeleitet ist gleich drei
                    r in Quadrat dr hoch drei oder R Quadrat hoch dr oder r d 
                    r r. <singend> Immer wieder, immer wichtig, denke - rede -
                    rechne richtig!
 Bart:              Doch ja, ähm aha ähm.

Bart trifft seine alten Schulkameraden.

 Bart:          Hey Jungs, schön euch zu sehen.
 Milhouse:          Hau bloß ab, du Eierkopf!
 Kind1:             Ja, verschwinde Professor!
 Kind2:             Warum baust du dir nicht schnell ein Raumschiff, du 
                    Hirnie?

Am Essenstisch im Simpsonhaus.

 Marge:             Also beeilt euch ihr beiden, sonst kommt ihr noch zu spät
                    zum Filmfestival.
 Bart:              Zu was?
 Homer:             Oh entschuldige, Bart. Deine Mutter hat uns Karten für 
                    so'nen Schnarchfilm von so einem schwedischen Heini ge-
                    kauft.
 Bart:              Oh Backe.
 Homer:             Ich finde auch, das müssen wir uns nicht antun.
 Bart:              Äh, hör zu Dad, ich, ich muß dir etwas sagen.
 Homer:             Hat das nicht Zeit, Bart? Es wird doch schon dunkel.

Homer und Bart spielen im Garten Baseball.

 Bart:              Also los Homer, komm schon, Baby. Komm schön heim zu 
                    Daddy. Ich will den Ball pfeifen hören! Super, Schlag zwei,
                    zwei und zwei!
 Homer:             Kannst du denn den Ball noch sehen, Bart?
 Bart:              Keine Sorge, du Schnecke, so schnell bist du nun auch 
                    wieder nicht.
 Homer:             Na dann warten wir's mal ab. Achtung! Hier kommt eine Su-
                    perbombe, yeah!
 Bart:              Yeah, das war Schlag drei. Du bist raus.

Die beiden gehen schließlich ins Haus.

 Homer:             Also, was wolltest du mir vorhin sagen?
 Bart:              Ach garnichts, Daddy!

Wieder in der Klasse. Bart trägt einen weißen Kittel und bereitet sich auf ein Chemie-Experiment vor.

 Lehrerin:          Ich habe noch immer keinen Laborpartner für dich, Bart.
                    Wenn sich nicht bald ein Freiwilliger meldet, muß ich je- 
                    mand bestimmen. Was wird das? Das sieht ja gefährlich aus!
 Bart:              Naja. Miss Mellon, die Sache ist ziemlich Top Secret!
 Lehrerin:          Na schön, laß dich nicht stören, aber du weißt was pas-
                    siert, wenn du Säure und Basen mischst?
 Bart:              Klar weiß ich das!

Bart schüttet seine Reagenzgläser zusammen. Eine heftige Explosion ist die Folge. Die Reaktion hat auch eine grüne Masse erzeugt, mit der jetzt alle überschwemmt sind.

 Bart:              ...mehr oder weniger.

Gleich darauf im Zimmer von Dr. Pryor. Bart ist immer noch grün gefärbt.

 Dr. Pryor:         Also Bart, wir möchten betonen, daß niemand deswegen ver-
                    ärgert ist, wir - wir machen uns nur Sorgen. Wenn ein jun-
                    ger Mann mit einem IQ von 216 ein einfaches Experiment 
                    nicht zu stande bekommt, dann braucht man keinen Bart
                    Simpson, um zu merken, daß etwas nicht stimmt. Ganz ehr-
                    lich, kommt die Klasse für dich zu langsam voran?
 Bart:              Au Backe, i wo!
 Dr. Pryor:         Also was können wir dann für dich tun?
 Bart:              Ich möchte in meine alte Klasse zurück.
 Dr. Pryor:         Aber Bart, hast du die Langeweile vergessen, die Monotonie,
                    das intellektuelle Vakuum?
 Bart:              Aber nein, wissen Sie, irgendwie, ähm, ich dachte nur, ich
                    könnte incognito bleiben.
 Dr. Pryor:         Incognito? Bart, das klingt interessant, sprich weiter!
 Bart:              Naja, ich könnte so tun, als wäre ich ein normales dummes
                    Kind. Verstehen Sie? Die Sachen studieren, die die mitein-
                    ander machen, um rauszukriegen, wie's bei denen tickt.
 Dr. Pryor:         Ah ja, wie Jane Godall und die Schimpansen.
 Bart:              Genau.
 Dr. Pryor:         Mmm, das ist ja hochinteressant, Bart! Du schreibst ein 
                    Expose, während ich mit Rektor Skinner spreche.
 Bart:              Expose?
 Dr. Pryor:         Ja, umreiße dein Projekt, was du zu erreichen hoffst und 
                    was du dazu benötigst.
 Bart:              Ach das meinen Sie!

Er beginnt zu schreiben.

 Bart:              <denkt> Mein Expose - von Bart Simpson. Ich möchte so tun, 
                    als wäre ich ein normales dummes Kind. Dadurch hoffe ich, 
                    daß es mir... Oh nein, dazu werde ich... ich, mmm, benötigen,
                    oh, au, nein ... <nimmt ein neues Blatt Papier> Mein
                    Geständnis - von Bart Simpson. Ich bin ein dummes normales
                    Kind. Ich habe bei meinem Intelligenztest geschummelt...
 Dr. Pryor:         Ach, du bist schon fertig? Direktor Skinner ist sehr inter-
                    essiert, was du <liest Barts Geständnis> - was du, mmm.
                    Und übrigens, Geständnis schreibt sich nicht mir SCH!

Zu Hause. Bart ist immer noch grün.

 Lisa:              Hey, du siehst ja toll aus!
 Marge:             Was ist denn passiert?
 Bart:              Wir haben in Chemie ein bischen herumexperimentiert.
 Homer:             Naja, sowas kannst du mit ein paar Tropfen Terpentin wie-
                    der rauskriegen. Also los, gehen wir.

Im Garten wird Bart in einer Wanne von Homer abgeschrubbt.

 Homer:             Laß bloß den Kopf nicht hängen! Ich wette, Einstein hat sich 
                    auch mehrmals verfärbt, bevor er dann seine Glühbirne er-
                    funden hat.
 Bart:              Dad, ich muß dir etwas sagen.
 Homer:             Was ist denn los?
 Bart:              Ich bin gar kein Genie.
 Homer:             Was?
 Bart:              Ich, ich hab beim Intelligenztest geschummelt. Es tut mir
                    leid, aber ich möchte dir trotzdem sagen, die letzten Wo-
                    chen waren einfach super, wir beide haben soviel zusammen	
                    gemacht, du hast mir bei so vielem geholfen und wir haben
                    uns doch ganz prima verstanden, findest du nicht? Ich hab 
                    dich richtig gern, Daddy! Und - ich glaube, wenn uns etwas
                    zusammengebracht hat, kann es eigentlich nicht so schlimm
                    gewesen sein, oder?
 Homer:             Ach, du mieser...

Homer versucht, Bart zu fangen. Dieser entwischt jedoch und rennt nackt in sein Zimmer.

 Bart:              Aaah, Hilfe! Au Backe!
 Marge:             Was haben die beiden eigentlich?
 Lisa:              Ach, ich glaube, Bart ist wieder dumm.
 Marge:             Ach, so ist das.

Bart schließt sich ein seinem Zimmer ein. Davor tobt Homer an der Tür.

 Homer:             Da kannst du aber nicht ewig bleiben.
 Bart:              Ich kann's versuchen.
 Homer:             Schieb deinen Hintern jetzt hier raus, sofort!
 Bart:              Keine Chance, Alter!
 Homer:             Nein! <jetzt auf die sanfte Art.> Bart, wenn du nicht raus-
                    kommst, kann ich dich nicht in den Arm nehmen und küssen, 
                    und ich möchte, daß du dich wohlfühlst.
 Bart:              Wenn du mich für so blöd hälst, daß ich darauf reinfalle,
                    dann hast du aber 'ne Schramme!
 Homer:             Oh...!

Homer kratzt und schlägt gegen Bart's Tür und tobt bis zum Ende dieser Folge.