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Die Simpsons

[7F24] Die Geburtstagsüberraschung

Originaltitel: [Stark Raving Dad]
Erstausstrahlung in N.A.: 09/17/95
Erstausstrahlung in Deutschland: 04.11.96
Erstellt von: Bernd Bredehorst <BerndBredehorst?@swol.de>
Letztes Update: 02.01.00

 Tafel: Ich bin kein Zahnarzt
Sax:
Couch: Das Sofa kippt und UBF fällt nach hinten, durch die Wand

Bart liegt schlafend in seinem Bett, Lisa steht daneben.

 Lisa:               Bart. <eindringlicher> Bart! <hält ihm die Nase zu> Hey Bart!
 Bart:               <wacht auf, vorwurfsvoll> Lisa <mit Blick zum Wecker auf 
                         seinem Nachttisch> es ist sechs Uhr morgens! Es ist was 
                         passiert. Dad ist tod!
 Lisa:                   Nein, nein es geht ihm ganz prima.
 Bart:                   Tja, dann bin ich aber erleichtert.
 Lisa:                   Bart, in zwei Tagen habe ich Geburtstag, dann werde ich acht
                         Jahre alt. Das ist eine hohe Zahl, schon fast zweistellig.
 Bart:                   Tja, dann geniesse die Jugend. Ab der großen Eins-Null wird 
                         alles anders. Deine Knie werden weich, Süßigkeiten schmecken 
                         nicht mehr wie früher...
 Lisa:                   <gereizt> Bart, würdest du mich bitte mein Herz ausschütten 
                         lassen.
 Bart:                   Sorry, als alter Knacker merkt man eben nicht mehr so recht 
                         wenn man zuviel schwafelt.
 Lisa:                   Ich hab soviel für dich getan und trotzdem hast du mich 
                         jedesmal an meinem Geburtstag enttäuscht. Ich hab dir 
                         tagelang Sachen gebastelt, die du in einer Stunde kaputt 
                         gemacht hast aber ich hab gesagt O.K...
 Bart:                   <jetzt selber genervt, ruft immer wieder O.K. (einmal Aha) bis 
                         er sich durchsetzt und nur noch alleine spricht> ...O.K., ist 
                         gebongt du kriegst dein Geburtstagsgeschenk von mir.
 Lisa:                   <jetzt versöhnt strahlend umarmt sie ihren Bruder> Ach, ich 
                         danke dir.

Bart sitzt mit Maggie am Küchentisch, Marge läuft mit einem Wäschekorb aus dem Bild.

 Marge:                  Pass auf Maggie auf, ich hol die Wäsche.
 Bart:                   <den Mund voller Krusty-Flakes> Mach ich.

Bart schaut auf die Flakes Packung und entdeckt eine Telefon Nr.

 Bart:                   <vor sich hinmurmelnd> Hmm, Krustys heisser Draht.

Bart springt auf und rennt zum Telefon und wählt. Wir hören Krustys Stimme.

 Krusty:                 Hallo Kids, hier ist Krustys Telefonservice. Wenn ihr 
                         angerufen habt ohne eure Eltern zu fragen: <Bart schaut 
                         betroffen> Böse Kinder. Aber Krusty verzeiht euch. 
                         <Bart grinst wieder - im Bildhintergrund schaut Maggie 
                         faziniert zum Deckenventilator> Die erste Minute des 
                         Gesprächs kostet zwei Dollar, jede weitere 50 Cent.

Krusty lacht nur noch und Bart hört belustigt zu. Mittlerweile schafft es Maggie mit einem berherzten Sprung aus ihrem Kinderstuhl, sich am rotierenden Deckenventilator festzuhalten und mitzuschwingen. Bart merkt von alle dem nichts. Krustys Stimme hört auf zu lachen und verabschiedet sich.

 Krusty:                 Danke für euren Anruf Kids. Auf bald, euer Krusty.

Nun ist Marge mit der Wäsche zurück und blickt voller Schrecken auf Maggie am Ventilator.

 Marge:                  <entsetzt> Maggie! <vorwurfsvoll zu Bart> Bart du solltest 
                         doch auf deine Schwester aufpassen.

Marge stellt den Wäschekorb auf den Boden und befreit Maggie aus ihrer Lage.

 Bart:                   <mit Unschuldsmiene> Ich hab versucht sie aufzuhalten aber 
                         sie hat mich überwältigt.

Maggie blickt vorwursvoll auf Bart und spuckt im ihren Schnuller an die Stirn. In diesem Moment betritt Homer mit nacktem Oberkörper den Raum.

 Homer:                  Wer hat mein Hemd geklaut, wer hat es geklaut?
 Marge:                  Ich habe es gewaschen.
 Homer:                  Oh, danke Marge <erschrickt während Marge ihm sein 
                         frischgewaschenes aber verfärbtes Hemd hinhält> Oha, rosa! 
                         Mit dem Ding kann ich nicht zur Arbeit gehen, alle tragen 
                         weisse Hemden, ich bin nicht beliebt genug um anders sein 
                         zu können.
 Marge:                  Keine Panik Homer! Du hast doch jede Menge weisse Hemden.
 Homer:                  O.K., her damit, her damit, her damit. <er durchwühlt den 
                         Wäschekorb, findet aber nur rosa Hemden> Oh nein. Rosa, rosa, 
                         rosa! <verzweifelt vergräbt er sein Gesicht in einem der 
                         Hemden> Jetzt ist alles aus Marge, ich bin am Ende. 
                         <schluchzt hemmungslos>
 Marge:                  Ich weiss nicht wie das passieren konnte.

Bart läuft zum Wäschekorb und holt seine Mütze heraus.

 Bart:                   Ah, meine Lieblingsmütze. Wieder Rotkäppchenfrisch.
 Homer:                  <springt auf, zeigt auf Bart> Du, du hast mir das angetan. 
                         <würgt Bart und schüttelt ihn>
 Bart:                   Nein, bitte nicht.
 Marge:                  Homer, bitte! <Homer lässt Bart fallen> Das merkt doch 
                         keiner wenn du ein rosa Hemd trägst.

Die Arbeiter strömen durch ein Tor ins Kraftwerk. Vor einer Monitorwand beobachten Burns und Smithers das Szenario.

 Burns:                  <im Befehlston> Anhalten, zurückfahren, zoomen [Das Bild der 
                         hereinmarschierenden Arbeiter wird auf Homer fokusiert]. 
                         Warum trägt der Kerl ein rosa Hemd?
 Smithers:               Das ist Homer Simpson, Sir. Einer der Idioten von Sektor 7G.
 Burns:                  Simpson, hä! Seiner unangepassten Kleidung nach zu urteilen 
                         ist er irgend so ein autonomer Anarchist.
 Smithers:               Ich verständige den Sicherheitsdienst.
 Burns:                  Ausgezeichnet! Ja die Farbmonitore haben sich wirklich 
                         bezahlt gemacht.

Homer läuft mit schuldbewusster Miene unruhig links und rechts blickend nach Sektor 7G. Ueberall tönt das Lachen und der Spott seiner Kollegen:

 '...seht euch das an...' und '...Rosi...'-Rufe.In 7G angekommen begrüßen ihn 
Lenny und Carl.
 Lenny:                  Hey Homer hier ist noch ein Donut für dich. 
 Carl:                   Einer mit rosa Glasur.
 Homer:                  Danke wirklich lecker. <auf einmal die Ironie bemerkend und 
                         zornig> Hey, was soll den das heissen? Nur weil ich ein rosa 
                         Hemd anhabe heisst das noch lange nicht ich wäre irgend ein 
                         - rosa Donut Esser! Obwohl der verdammt lecker aussieht, 
                         hmjam, hmjam...

Homer will gerade in den Donut beissen, da wird er von zwei Sicherheits- beamten in die Mitte genommen. Sie legen ihm eine Jacke über die Schulter, der Donut fällt zu Boden.

 Security #1:        Weg mit dem Donut. 
 Security #2:        Gehen wir Pinky!

Homer sitzt völlig verstört in der Mitte eines kahlen Raumes auf einem Stuhl. Die Deckenlampe strahlt genau auf ihn herunter. Alle anderen stehen ihm Halbdunkeln. Rechts und links von ihm stehen die beiden Sicherheitsbeamten. Ausserdem sind Burns, Smithers und Dr. Monroe anwesend.

 Homer:                  <flehend und weinerlich> Verstehen sie denn nicht? Mein Sohn 
                         hat seine rote Mütze in die Weisswäsche geschmissen, weiter 
                         nichts!
 Burns:                  Verschonen sie mich mit den Eskapaden der Simpson Familie. 
                         Los, führen sie ihn ab.
 Smithers:               Tja, unsere innere Leibesvisitation hat nichts ergeben, 
                         obwohl wir ihn 100 Mal geröntgt haben. Vielleicht sagt er 
                         ja die Wahrheit?
 Burns:                  Ehm, oder sie stecken mit ihm unter einer Decke. Smithers, 
                         ich glaube mich zu erinnern, dass sie mal eine Schwäche für 
                         Hosen mit Schlag hatten. 1979.
 Smithers:               Aber wieso? Das war doch mein Kostüm in der Betriebs-
                         auführung von Jesus Christ Superstar.
 Burns:                  Oh ja natürlich. Am Dudelsack haben sie allen die Schau 
                         gestohlen, wie ich mich erinnere. <zu Dr Monroe gewandt> Also 
                         Doktor, was sollen wir mit unserem schrägen Nonkonformisten 
                         machen?
 Dr. Monroe:             Tja, früher hat es Monate gedauert, den Geisteszustand eines 
                         Menschen festzustellen. Damit ist jetzt Schluss! <präsentiert 
                         seinen Test> Dank Marvin Monroes 5 Minuten Persönlichkeits-
                         tests. 20 einfache Fragen [Homer schaut sehr besorgt], mit 
                         denen bei ihrem Bekloppten ermittelt wird <schreibt 
                         Anführungszeichen in die Luft> wie meschugge er wirklich ist.
                         <gibt den Test an Homer, der mit kümmerlichem Blick die 
                         erste Frage liest>.
 Homer:                  Name in Blockschrift, oje!

Das Haus der Simpsons. Wir hören Marge eine Melodie summen. Dann sehen wir, wie sie, gerade vor dem Spiegel sitzend, dabei ist ihre Haare einzusprayen. Die Dose mit Haarspray wird leer. Marge öffnet die oberste Schublade in ihrer Kommode, die bis zum Rand mit weiteren Dosen gefüllt ist, nimmt eine und sprayt weiter. Dann tritt Homer neben sie und gibt ihr den Persönlich- keitstest.

 Homer:                  <mit Engelszungen> Liebling, füllst du den Fragebogen für 
                         mich aus?
 Marge:                  Dabei geht es um dein psychologisches Persönlichkeitsprofil, 
                         das kann ich nicht für dich ausfüllen. 
 Homer:                  <gereizt, entreisst ihr den Test wieder> O.K., bitte, dann 
                         eben nicht. <neue Hoffnung macht sich in seinem Gesicht 
                         breit> Dann bequatsche ich Lisa.

Homer erscheint jetzt im Türrahmen von Lisas Zimmer. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und hat gerade ein Gedicht verfasst.

 Homer:                  Lisa, du magst doch Hausaufgaben, kannst du mir den 
                         Fragebogen ausfüllen?
 Lisa:                   Ja, O.K. <dreht sich mit ihrem Gedicht in Händen zu ihrem 
                         Vater um, der jetzt in ihrem Zimmer steht> aber nur wenn du 
                         dir ein Gedicht von mir anhörst!

Homers spontane Reaktion ist ein verärgertes Kopfschütteln.

 Homer:                  Nein! <kriegt sich aber gleich wieder ein> Oh ja, doch gern!
 Lisa:                   <lässt sich von ihrem Stuhl rutschen, steht jetzt vor ihrem 
                         Vater> Gedanken vor dem neunten Lebensjahr, von Lisa Simpson.
                         Ich hatte eine Katze namens Schneeball, doch eines morgens 
                         war sie tot. <begleitet ihren Vortrag mit emotionaler Gestik>
                         Mom sagte, sie würde nur schlafen <Homer schaut finster aus 
                         halboffenen Augen> doch sie log in ihrer Not. Warum war ihr 
                         das Glück nicht hold? Warum hat der Chrysler nicht mich 
                         überrollt? <schaut erwartungsvoll zu Homer, fährt dann fort>
                         Ich hatte einen Hamster namens Schnuffi und eines morgens...
 Homer:                  Vergiss es!

Homer liegt auf der Wohnzimmercouch. Er hat die TV-Fernbedienung in der Hand. Auf seinem Bauch liegt Schneeball II. Vor ihm auf dem Boden sitzt Bart mit dem Test in der Hand und liest diesen gerade.

 Bart:                   Dad, warum machst du das denn nicht selber?
 Homer:                  Das ist doch nichts anderes, als damals, als du für mich 
                         gewählt hast. Weisst du noch? Per Briefwahl.
 Bart:               Oh ja! <beginnt den Testbogen zu beschreiben>

Homer drückt auf die Fernbedienung. Es läuft eine Show, in der die lustigsten Heimvideos gekürt werden sollen. Wir sehen den Moderator stehend in seiner Kulisse. Diese gleicht einem Wohnzimmer mit einem Sofa und einem Sessel.

 TV-Moderator:           Wir kommen zur Entausscheidung unseres Heimvideowettbewerbes.
                         [Rückblende auf den lachenden Homer] Film 1: Der Mann der 
                         sich die Hüfte bricht. Film 2: Brennender Hund. Wuff! Hat 
                         hier Jemand einen Hot-Dog bestellt?
 Homer:                  <lacht herzhaft, zu Schneeball II> HaHa?, sieh dir das an.
 Moderator:              <lacht> Und nun zum Schluss: Das Baby mit dem Luftgewehr. 
                         [Ein Schuss ist zu hören].
 Homer:                  <bedauernd> Oh.
 Moderator:              Und jetzt bitte ich um ihre Stimme.

Homer schon wieder belustigt schauend richtet sich auf und verscheucht dadurch Schneeball II.

 Homer:                  Brennender Hund, brennender Hund.
 Bart:                   Hey Dad,  hören sie manchmal Stimmen?
 Homer:                  <ärgerlich> Nein, im Moment höre ich deine. Ich versuch 
                         nämlich gerade fernzusehen.
 Bart:                   <zu sich selbst> Ja. <macht ein Kreuz im Testbogen, wieder 
                         zu Homer gewandt> Sind sie leicht zu reizen?
 Homer:                  <droht jetzt mit der Faust> Bart, halt die Klappe oder ich 
                         verpass dir eine.
 Bart:                   Ja. <macht ein weiteres Kreuz>  Machen sie in die Hose? 
                         <wartet Homers Antwort gar nicht> Ja - sogar die Besten von 
                         uns haben ihre kleinen Schwächen.

Wir sehen nun den Fragebogen auf dem Bart jetzt überall ein Kreuz bei Ja macht. Homer ist wieder im Verhörraum. Auch dieselben Personen sind anwesend. Burns, Smithers und Dr. Monroe unterhalten sich, unverständlich murmelnd, im Bildvordergrund über den Fragebogen, den Smithers und Burns gemeinsam halten.

 Homer:                  <aus dem Hintergrund> Habe ich bestanden?
 Burns:                  <lacht fies> Nein!

Die beiden Sicherheitsbeamten packen Homer und führen ihn ab.

 Homer:                  <jammert> Nein, neiiin!
 Smithers:               Vorsicht Männer! Er macht in die Hosen!

Wir sehen einen Krankenwagen mit Blaulicht eine Allee entlangbrausen. Der Krankenwagen rast zur Notfallaufnahme des "New Bedlam", einer Irrenanstallt. Homer liegt im Zimmer eines Arztes auf der Couch. Zwei Wärter des Bedlam stehen hinter ihm. Der Arzt macht einen Rorschach Test mit Homer. Ihm werden verschiedene "Klecksbilder" gezeigt.

 Homer:                  Der Teufel mit offenem Hosenstall.
 Arzt:                   Hm. <zeigt ihm das nächste Bild>
 Homer:                  <überlegt kurz> Das ist ein Sossenklecks auf dem Boden und 
                         ein paar Käfer, die ihn aufessen wollen.
 Arzt:                   Gut. <zeigt ihm ein weiteres Bild, das frappierende 
                         Ähnlichkeit mit Bart besitzt>
 Homer:                  Tja das ist... 

Homer schaut noch genauer undfährt plötzlich wütend hoch. Die Wärter drücken ihn auf die Couch zurück.

 Homer:                  ...mein Sohn! Das ist aber nicht fair! Wie wollen Sie dabei 
                         rausfinden, wer normal und wer verrückt ist?
 Arzt:                   Tja, wir haben eine sehr einfache Methode. <nimmt einen 
                         Stempel mit der Aufschrift 'Insane' und drückt diesen auf 
                         Homers Hand>
 Homer:                  <resignierend> Bescheuert...
 Arzt:                   Wer den Stempel auf der Hand hat, ist verrückt.

Man sieht eine Zellentür mit vergittertem Fenster, durch das ein Lichtstrahl in die dahinter befindliche Zelle fällt. Die Tür wird aufgerissen und Homer, der jetzt ein weisses Nachthemd trägt, wird hineingestossen.

 Polizist:               <nicht sichtbar> Steck in zu dem grossen Weissen, der 
                         sich für den kleinen Schwarzen hält.

Homer rappelt sich nun auf, während sein Zellengenosse, ein bedrohlich wirkender, riesiger, stämmiger Weisser mit Glatze auf ihn zukommt um ihn zu begrüssen.

 Homer:                  <erschrocken und verängstigt> Wer sind sie?
 MJ:                     <mit einer ganz und gar nicht zu der äusseren 
                         Erscheinung passenden Piepsstimme> Ich bin Michael Jackson 
                         von den Jacksons.
 Homer:                  Und ich bin Homer Simpson von den Simpsons.

Die beiden schütteln sich die Hände. Neue Einstellung. Die Beiden sitzen zusammen auf einem Pritschenbett in ihrer Zelle.

 MJ:                     Du hast ganz bestimmt schon mal von mir gehört. 
                         Ich bin ein sehr berühmter Musiker.
 Homer:                  Oh natürlich hab ich das. Man müsste ja 
                         hinter dem Mond leben um noch nie von dir... 	Wie war 
                         nochmal gleich der Name?
 MJ:                     Michael Jackson. 
 Homer:                  Sagt mir gar nichts!
 MJ:                     Kennst du MTV?
 Homer:                  Nein.
 MJ:                     ?
 Homer:                  Nein.
 MJ:                     Beat it?
 Homer:                  Nur die Beatles.
 MJ:                     Thriller?
 Homer:                  Was war das letzte?
 MJ:                     Thriller.
 Homer:                  Nein!
 MJ:                     Und was ist damit?  <steht auf beginnt täuschend 
                         echt Billy Jean zu singen und nach Michael Jackson Art zu tanzen, 
                         inklusive Moonwalk, singt> Billy Jean is not my girl but she's 
                         just a girl who says that I am the one but the kid is not my sun, 
                         ähihihi.
 Homer:                  Wow! Wie machst du den das bloss mit den Füssen?
 MJ:                     Den Moonwalk?
 Homer:                  <ärgerlich> Nein, das mit den Füssen!
 MJ:                     [die beiden stehen jetzt nebeneinander] Pass auf, du 
                         hebst die Ferse ein wenig an, dann gibst du etwas Druck auf 
                         den Ballen. Jetzt machen sie den Moonwalk.
 Homer:                  Aha.
 MJ:                     <lächelt über Homers Versuch> Du scheinst 
                         ein netter Typ zu sein. Warum haben sie dich eingesperrt?
 Homer:                  Ich hatte ein rosa Hemd an.
 MJ:                     Ich verstehe. Sie haben mich auch wegen meiner Kleidung
                         eingesperrt.
 Homer:                  Was hattest du an?
 MJ:                     Einen weissen Handschuh besetzt mit Glasperlen.
 Homer:                  <streift mit seinem Finger immer wieder, ganz schnell, 
                         über seine Ober- und Unterlippe> Verrückt!

Bart und Lisa sitzen auf dem Sofa und schauen eine Itchy und Scratchy Folge. Der Titel der Folge lautet: Bang The Cat Slowly. Bart trinkt eine Limo mit Strohhalm. Die Itchy und Scratchy Folge: Itchy und Scratchy sitzen zusammen an einem Tisch. Sie tragen kegelförmige Papphütte. Auf einem Plakat im Hintergrund steht: Happy Birthday Scratchy. Itchy greift unter dem Tisch nach einer Schachtel und stellt diese auf den Tisch. Scratchy betrachtet dies mit freudiger Erwartung. Plötzlich legt Itchy eine Bombe, deren Lunte schon brennt, hinein. Scratchy scheint nun zu begreifen, was auf ihn zukommt. Er stösst einen gellenden Angstschrei aus, bei dessen Gelegenheit sich Itchy die Zunge des Katers schnappt und damit das Päckchen verschnürt. Jetzt lässt er los und das Paket wird mit der zurückschnappenden Zunge in Scratchys Hals befördert, wo es gleich darauf explodiert. Scratchys Kopf wird dadurch abgerissen und mitsamt dem Hut nach oben geschleudert. Auf dem Hals landet nun zuerst der Hut mit der Spitze nach oben, auf den dann kurze Zeit später der Kopf fällt und aufgespiesst wird. Bart und Lisa lauchen lauthals.

 Lisa:                   Bart, ich wette kurz vor seinem Tode hat sich Scratchy 
                         noch über sein Geburtstagsgeschenk gefreut. Siehst du die 
                         Verbindung zu uns?
 Bart:                   Wenn du so ein Geschenk haben willst, brauchst du es 
                         nur zu sagen, Schwesterherz!

In der Psychatrie. Wir sehen verschiedene Patienten in einem Aufenthaltsraum. Dann kommen Homer und Michael Jackson ins Bild. Sie stehen neben einem jungen Mann, der schweigsam und allein an einem Tisch sitzt.

 Homer:                  Hey Michal, ich kapier das nicht, die sind doch hier 
                         alle so normal wie du und ich.
 MJ:                     Homer, das ist Floyd, ein genialer Rechenidiot. Sag ihm 
                         zwei Zahlen und er multipliziert sie dir im Kopf, in 
                         Nullkomanichts.
 Homer:                  O.K., fünf mal neun.
 Floyd:                  45.
 Homer:                  <erstaunt> Unglaublich.

Die Beiden laufen weiter. Jetzt stehen sie bei dem Indianer aus "Einer flog übers Kukucksnest".

 MJ:                     Das hier ist der Häuptling. Er ist seit 1968 hier. Er 
                         sagt nie ein Wort und rührt keinen Muskel.
 Homer:                  <hebt die Hand zum Gruss> Häuptling!
 Häuptling:         <grüsst freundlich zurück> Hallo!

Sofort wird der Häuptling von einer Schar, von vier Doktoren umringt.

 Doktor #1:              Das ist ja unglaublich!
 Doktor #2:              Er hat etwas gesagt!
 Häuptling:         Es wurde langsam Zeit, das jemand auf mich zugeht!

Homer und Michael laufen unbeteiligt weiter. Homer sieht ein Telefon.

 Homer:                  Oje, ich muss mal meine Familie anrufen. <nimmt den 
                         Höhrer ab>

Es sind fünf Nummern auf Kurzwahl gelegt. Man kann sie einen Augenblick lesen: The Larry King Show, Oprah, Phil Donahue, Geraldo und Ski Report. Dann legt Homer den Höhrer unverrichteter Dinge zurück.

 Homer:                  Och, das ist einfach zu peinlich aus einem Irrenhaus 
                         anzurufen. Ich meine, sie beten mich an.
 MJ:                     Ich kann sie ja anrufen.
 Homer:                  Ja toll. Versuch's etwas herunterzuspielen. Sag ihnen, 
                         - sag ihnen, das hier wär so eine Klinik wo reiche 
                         Frauen zum Abspecken hingehen.

Wir sehen Bart zuhause auf dem Sofa, am Platz seines Vaters, in der Evergreen Terrace, wie er den Anruf entgegennimmt.

 Bart:                   Joe's Krematorium - sie killen, wir grillen.
 MJ:                     Hallo wer ist da?
 Bart:                   Bart Simpson. Wer zum Teufel sind sie?
 MJ:                     Ich bin Michael Jackson. 
 Bart:                   Der Michael Jackson? So ein Quatsch!
 MJ:                     Nein wirklich ich bin mit deinem Vater in 'ner 
                         Abspeckmühle.
 Bart:                   Aha, ist Elvis auch da?
 MJ:                     Es könnte sein. Es ist ein grosses Haus.
 Bart:                   Ach hören sie auf. Wenn sie wirklich Michael 
                         Jackson sind: wer war bei Ihren letzten vier Grammys 
                         dabei?
 MJ:                     Brooke Shields, Diana Ross, Emanuel Louis 
                         und Bar Beth [?]
 Bart:                   <springt auf> Ich schnall echt ab! Sie sind wirklich 
                         Michael Jackson! Bleiben Sie dran, ich geh nur schnell 
                         meine Freunde holen.
 MJ:                     Lass das bitte, Bart. Dein Vater braucht deine Hilfe, 
                         sonst führen sie eine Lobotomie bei ihm durch.		
 Bart:                   <streicht sich nachdenklich ums Kinn> Hm, eine 
                         Lobotomie...

Man sieht mit Barts Gedanken in die Zukunft. Er schiesst gerade eine Vase mit einem Tischtennisball um. Sein Vater sitzt auf der Couch, er hat zwei Operationsnarben auf seiner Stirn, Sabber läuft ihm aus dem Mund.

 Homer:                  <emotionslos> Das macht doch nichts, mein Sohn.

Jetzt wieder in der Gegenwart.

 Bart:                   Irgend einen Haken wird die Sache schon haben. <nimmt 
                         einen Block, beginnt zu notieren> Aha, neue 
                         Nervenklinik, ahm, er liebt uns, er braucht uns, hat 
                         Angst dass er uns nie wieder sieht, O.K. <legt auf 
                         und lässt einen Freudenschrei los> Michael Jackson, 
                         oho, der echte Wahnsinn. <läuft freudig in die Küche 
                         und macht den Moonwalk> Hey Mom, sie haben Dad in die 
                         Klappsmühle gesteckt.
 Marge:                  Oh Gott! Meine Mutter hatte Recht.
 Bart:                   <gibt seiner Mutter die Notiz>

Im Irrenhaus sehen wir wieder MJ und Homer.

 MJ:                     Also Homer, mach dir keine Sorgen. Ehe du dich 
                         versiehst ist deine Familie hier.

Der Protagonist (Jack Nicholson) aus "Einer flog übers Kuckucksnest" läuft vorbei.

 McMurphy?:               Vergiss es! Es gibt nur eine Ekelmethode hier 
                         rauszukommen. 
 Homer:                  Was für eine?
 McMurphy?:               Du musst 'ne Schwester anbaggern.
 Homer:              <jammert>

Wieder in der Küche der Simpsons. Bart und Lisa sitzen am Esstisch. Marge sucht im Telefonbuch die Nummer der Klinik.

 Marge:                  <ärgerlich> Ich habe euch doch immer gesagt das ihr 
                         euren Vater nochmal ins Irrenhaus bringt.
 Bart:                   <entschuldigend> Nein, du hast gesagt ins Armenhaus.
 Marge:                  Ich sagte Irrenhaus.
 Bart:                   Armenhaus.
 Marge:                  Irrenhaus.
 Bart:                   Armenhaus.
 Marge:                  <wutentbrannt> Irrenhaus.

Marge telefoniert. Man hört eine Stimme am anderen Ende der Leitung.

 Stimme:                 Guten Tag, hier ist die neue Anstalt für 
                         falschgeschaltete Zwangsumsiedler. Im Moment sind alle 
                         Leitungen besetzt, bitte bleiben sie am Apparat. 

Es wird ein sentimentales Lied eingespielt. Marge beginnt zu heulen. In der Klinik sind Homer und MJ in ihrere Zelle. Es ist Nacht. Homer sitzt auf seinem Bett. Auch er heult.

 MJ:                     <setzt sich zu ihm> Was hast du, Homer?
 Homer:                  Es ist alles so seltsam hier. Mike, ich schäme mich, es 
                         vor einem Mann zuzugeben, aber... ich - habe Angst.
 MJ:                     <mit seiner beruhigenden Stimme> Wir haben alle 
                         irgendwann mal Angst. Vielleicht kann ich dich trösten. 
                         <beginnt zu singen> Homer, the two of us need love no 
                         more, we both found what were looking for. With a 
                         friend to call my own I never be alone and you my 
                         friend will see you've got a friend in me.
 Homer:                  <ist eingeschlafen, murmelt vor sich hin> Pfannkuchen... 
                         Football... Busen...
 MJ:                     <zu seinem Stoffäffchen> Bubbles, wir haben eine lange
                         Nacht vor uns.

Ein neuer Tag. Die Patienten sitzen in einem Kreis zusammen und werden von einer Therapeutin angesprochen. Im Hintergrund des Raumes ist ein, zum Raum hin, verspiegeltes Fenster.

 Doktorin:               Bitte haben sie keine Hemmungen sich mitzuteilen. Wir 
                         möchten, das sie sich bei diesen Sitzungen ganz 
                         entspannt fühlen.

Der Blick wechselt hinter das verspiegelte Fenster. Kameras sind auf die Gruppe gerichtet. Au▀erdem werden seismographische Aufzeichnungen gemacht. In der Gruppe meldet sich der erste zu Wort.

 Dave:                   O.K, ich habe bei einer grossen Versicherung gearbeitet. 
                         Hähä, der jüngste Vizepräsident der Firma. Der Job war 
                         mein Leben. Und an einem Montag morgen... <räuspert 
                         sich> ...ich bin aufgestanden und ich konnte nicht aus 
                         dem Haus gehen,	ich konnte nicht.
 Homer:                  War abgeschlossen?
 Dave:                   Nein, ich konnte das da draussen nicht mehr ertragen.
 Homer:                  Hat's geregnet?
 Doktorin:               <ruhig und belehrend> Nein Homer. Dave leidet unter 
                         Agoraphobie. Er hat Angst vor freien Plätzen und 
                         Menschenmengen. <zu Dave> Bitte Dave, fahren sie fort.
 Dave:                   Danke. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass ich den langen 
                         Weg zur Arbeit nicht schaffen würde.
 Homer:                  <ihn unterbrechend> Kein Benzin mehr?
 Doktorin:               <wirft ihm einen finsteren Blick zu, zu Dave gewandt> 
                         Ts, Anfänger!

Marge ist ihm Büro eines Arztes.

 Arzt:                   Misses Simpson es tut mir leid aber ihr Gatte leidet unter Persönlichkeitsspaltung,
                         Verfolgungswahn und er hasst seine Blase.
 Marge:                  Reden sie mal fünf Minuten mit ihm ohne unseren Sohn Bart zu erwähnen. Dann sehen sie wie
                         normal er ist.
 Arzt:                   Sie meinen diesen Bart gibt es wirklich <er schlägt sich an die Stirn> um Himmels
                         Willen!

Homer sitzt mit MJ im Speisesaal und hat zwei riesige Berge mit Pfannkuchen vor sich auf dem Teller.

 Homer:                  Hm, Pfannkuchen! Hm,Hm.
 Arzt:                   Mr. Simpson sie haben Besuch.
 Homer:                  Nein.
 Arzt:                   Doch.

Homer dreht sich um und sieht Marge.

 Homer:                  Marge!
 Marge:                  Oh Hooooomie!

Sie rennen aufeinander zu und umarmen sich. Marge küsst ihn und Homer strahlt. Die Mitpatienten beobachten die Szenerie. Der Arzt spricht Homer an.

 Arzt:                   Mr. Simpson nachdem wir mit ihrer Frau geredet haben wissen wir, dass sie keineswegs
                         irrsinnig sind.
 Homer:                  Das ist das grösste Kompliment das ich jemals gehört habe. Könnten sie mir das
                         schriftlich geben?
 Arzt:                   Selbstverständlich <Füllt schnell ein Zertifikat aus auf dem steht: Not insane und gibt
                         es Homer>.
 Homer:                  <Liest> Nicht bescheuert.
 MJ:                     Ich bin stolz auf dich Homer.
 Homer:                  Vielen Dank Michael du hast mir sehr geholfen das durchzustehen. <Sie schütteln sich
                         die Hand> Wenn du wieder richtig tickst komm uns doch mal besuchen.
 MJ:                     Wie wär`s denn mit heute? Ich bin doch freiwillig hier.
 Homer:                  <Erschrocken> Im Ernst? Warum?
 MJ:                     Tja 1979 bin ich völlig fertig gewesen, als meine Platte "Off the Wall" nur für einen
                         Grammy nominiert wurde.

In der Küche der Simpsons sitzt Lisa mit Maggie am Tisch. Beide haben lustige spitze Hütte auf. Lisa singt für sich allein:

 Lisa:                   Alles Gute für mich, alles Gute für mich, alles Gute armes mittleres Kind, alles Gute für
                         mich. <Sie lässt ihren Kopf in die Arme sinken und beginnt zu heulen wodurch sie nicht
                         sieht wie Maggie in eine Luftschlange bläst>.

                         Das Telefon der Simpson läutet. Bart nimmt ab.
 Bart:                   Joe`s Tierpräperator. Sie klopfen, wir stopfen.
 Homer:              <Wütend am anderen Ende > Junge wenn ich nach Hause komme dann lege ich meine
                         Hände um deinen Hals und... <Homer sieht wie der Arzt und zwei Pfleger sich zu ihm
                         umdrehen und ihn beobachten. Seine Stimme wird freundlich> ...gebe dir 1000
                         Küsschen.
 Bart:                   Homer was auch immer sie dir geben nimm weniger davon!
 Homer:                  Hör mal zu, ich bring dir nacher Michael Jackson mit, er wohnt ein paar Tage bei uns
                         ...<lachend zu MJ, der neben ihm steht>... ist das nicht süss er kennt dich schon?
                         Also schaff ein paar Lagen Aufschnitt ran und stell das Bier kalt.
 MJ:                     Äh Homer ich bin Vegetarier und trinke keinen Alkohol!
 Homer:                  <Gereizt> Bist du auch ganz sicher das du freiwillig hier bist?
 MJ:                     Ja. Bitte Homer sorge dafür, dass er niemandem erzählt, dass ich komme.
 Bart:                   Ja Dad ich schwöre hoch und heilig das ich es keiner Menschenseele erzählen werde.
                         <Er zupft verlegen an der Telefonschnur> Nein nicht einmal Milhouse.

Bart steht jetzt am Telefon. Es kribbelt ihm in den Händen die Neuigkeiten zu verbreiten. Er versucht seine Hand vom Griff nach dem Telefon abzuhalten und gibt doch nach. Er wählt.

 Bart:                   Kannst du ein Geheimnis behalten Milhouse?

Man sieht Milhouse.

 Milhouse:               Nein!
 Bart:                   Na ja was solls. Michael Jackson kommt zu uns nach Hause.
 Milhouse:               <Laut ausrufend> Michael Jackson!

Ein Lauffeuer verbreitet sich. Nacheinander sieht man wie folgende Leute telefonisch benachrichtigt werden:

 Kearney:                Michael Jackson?
 Otto:                   Michael Jackson?
 Krusty:                 ?Tante Müller? warte mal ich habe ein Gespräch auf der anderen Leitung... Michael
                         Jackson!
 Snake:                  Michael Jackson! 

Mit Grandpa Simpson wird das Bild zu einem Splitscreen. Wir sehen noch Barney, Dr. Hibbert, eine von Marge's Schwestern, Moe, Grandma Bouvier und zwei weitere Springfieldianer. Alle rufen: "Michael Jackson!" Ein Radio kommt in`s Bild.

 Radio Stimme1:          Hier flattert uns gerade eine brandheisse Meldung aus der rockigen Gerüchteküche
                         auf den Tisch....
 Stimme2:                ....genau Michael Jackson der thriller höchstpersönlich moonwalked heute in unser gutes
                         altes Springfield ein...
 Stimme1:                ...und während wir der Sache mal nachgehen geniessen wir eine klingende Kostbarkeit,
                         die extra lange Version von "?In the Galarabina"

Apu sitzt vor diesem Radio in seinem Supermarkt.

 Apu:                    <Zu sich selber> Michael Jackson, dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf.
                         Soll ich es wagen mich entbehrlich zu machen?

An der Eingangstür wird das Schild von: "We never close" auf "Closed for the first time ever" umgedreht. Apu verlässt den Laden.

Bart sitzt auf dem Sofa der Simpsons und schaut fern. Man hört einen Hubschrauber. Bart springt auf und geht zur Wohnungstür. Erschrocken sieht er wie die ganze Strasse voller Menschen ist. Kameras sind aufgebaut, der Hubschrauber umkreist das Haus in der Luft.

 Bart:                   Ey Caramba!

Bürgermeister Quimby steht an einem Rednerpult und hält eine Ansprache an die wartende Menge.

 Quimby:                 Äh, das ist für unsere schöne Stadt das, äh, aufregendste Ereignis seit dem Besuch des
                         Dalai Lama 1952 und deshalb erkläre ich das die Bundesstrasse 401, die zur Zeit noch
                         Dalai Lama Schnellstrasse heisst, in Zukunft Michael Jackson Schnellstrasse genannt
                         wird.

Bart kämpft sich durch die Menge, vorbei an vielen vertrauten Gesichtern. Plötzlich entdecken die Leute ein Auto. es ensteht Aufregung und Gemurmel. Eine Menschentraube umsteht das Auto, das von Marge gefahren wird. Homer ist Beifahrer. Auf dem Rücksitz ist MJ dabei sich eine Sonnenbrille aufzusetzen. Kent Brockman spricht in eine Kamera.

 Brockman:               Der Mann dort in dem rosa Hemd ist der Familienvater. Er ist, wie wir erfahren haben,
                         gerade aus einer Nervenklinik entlassen worden.

Homer steigt aus und begrüsst freundlich jubelnd die Umstehenden.

 Homer:                  Vielen Dank Leute. Es ist toll normal zu sein.

Die Menge, unter ihnen Flanders mit Sohn, Grandpa Simpson und Chief Wiggum skandiert: "Wir wollen Michael! MJ auf dem Rücksitz wird zunehmend nervös.

 Homer:                  <Öffnet die hintere Türe des Wagens> Hier ist er! Hier ist der Mann den ihr sehen wollt.

Die Menge starrt auf den MJ aus der Klinik. Bart und mit ihm alle anderen erstarren. Maggie verliert vor Schreck ihren Schnuller. Es ist totenstill. MJ steigt aus.

 Homer:                  <Begreift nichts> Hä,hä?
 Apu:                    Der wiegt ja drei Zentner!
 Frau:                   Der ist ja weiss!
 Moe:                    Der ist ja ohne jeden Schick!

Die Menge buht.

 Rufe aus der Menge:     Pfui! Geh nach Hause!

                         Fuss in dieses blöde Kaff setzt! <Er verlässt enttäuscht sein Pult>

Milhouse steht bei Bart.

 Milhouse:               <Zu Bart> Du bist uns Michael Jackson schuldig.

Kearney packt Bart am Kragen.

 Kearney:                Lass dich hier bloss nicht wieder blicken, du Saftsack!

Die Menschen rücken ab. Der Hubschrauber fliegt davon. Bart steht allein in einem Berg Müll, der auf dem Rasen vor dem Haus der Simpsons zurückgelassen wurde. Lisa kommt zu ihm.

 Lisa:                   <Verärgert> Bart die ganze Stadt lechzt nach deinem Blut und bevor ich mich ihr
                         anschliesse habe ich nur noch eine Frage an dich: Heute habe ich Geburtstag und du hast
                         versprochen mir was zu schenken und ...<sie wird plötzlich traurig> ... und ich hab Angst
                         zu fragen ...
 Bart:                   ... weisst du, verlass dich auf dein Gefühl, frag lieber nicht.
 Lisa:                   Ich hab`s gewusst. Oh Bart! Du ... <Sie beginnt zu heulen und rennt in`s Haus>

Im Bad versucht Homer den Insane Stempel abzuwaschen.

 Homer:                  Geh ab, geh ab. <Zufrieden> Ich bin jetzt normal.

MJ läuft am Bad vorbei, weiter zu Lisa`s Zimmer, die vor ihrem Spiegel sitzend einen Brief schreibt. Er bleibt, von Lisa unbemerkt, an der Türe stehen.

 Lisa:                   <Zu sich selbst> Lieber Bart, ich schreibe dir auf dem Briefpapier das mir Mom und Dad
                         zu meinem Geburtstag geschenkt haben um dir mitzuteilen, dass wir nur noch auf dem
                         Papier Bruder und Schwester sind. Vielleicht werde ich dich, wenn ein Psychiater dies
                         empfehlen sollte, in ferner Zukunft bei einem Familientreffen umarmen aber sei versichert
                         es wird rein der Form halber geschehen.
 MJ:                     <Schüttelt traurig den Kopf> Ts,ts,ts.

MJ geht weiter und kommt in Bart`s Zimmer, der mürrisch auf dem Bett sitzt.

 MJ:                     Hey Bart!
 Bart:                   <Vorwurfsvoll> Hey duuu ...
 MJ:                     <Setzt sich zu ihm auf`s Bett> Bart als ich klein war hatte ich nicht viel Geld. Weisst du
                         was ich tat wenn meine Schwestern Geburtstag hatten?
 Bart:                   <Genervt> Gar nichts?
 MJ:                     Doch ich hab ein Lied geschrieben um ihnen zu zeigen das ich sie mag.
 Bart:                   <Steht auf> ...ich kann keine Lieder schreiben ich bin erst zehn.
 MJ:                     Erst zehn? Da hatte ich schon sechs goldene Schallplatten.
 Bart:                   <Läauft zu seinem Regal und zeigt ihm das Cover der Thriller LP> Hey du Matschhirn,
                         so sieht Michael Jackson wirklich aus. Und nicht wie ein grosser, fetter Irrenhaus Insasse.
 MJ:                     Du glaubst ja gar nicht wie oft ich das höre.
 Bart:                   Ach lass mich in Ruhe!
 MJ:                     Hör mal, entweder ist Michael Jackson ein Typ, der gerade in einem Studio in LA arbeitet
                         oder er ist hier und will mit dir einen Song schreiben. Du hast die Wahl. Bis später. <Er
                         steht auf und will gehen>
 Bart:                   <Nachdenklich, dann:> Halt, halt Michael du setzt dich schon mal ans Klavier und ich
                         koch uns einen Kaffee.

MJ spielt an einem Klavier. Bart, noch mit dem Stift hinter dem Ohr eingeklemmt, trägt sein Lied dazu vor:

 Bart:                   Lisa ihr Kopf ist gelb und gross.
                         Lisa sie schmeckt wie ein Hefekloss.
                         Lisa, tatat, Lisa sie ist besessen und ihren Geburtstag, den hab ich vergessen.
 MJ:                     Äh nein! <Bart zerknüllt sein Konzept und wirft es weg> Bart wir müssen deine
                         wahren Gefühle deiner Schwester gegenüber entdecken.
 Bart:               <Resignierend und ärgerlich> Ich habe aber keine!
 MJ:                     Dann sehen wir sie uns mal an. Vielleicht hilft uns das weiter?

Es ist dunkel. Die Beiden sind in Bart`s Baumhaus und beobachten Lisa in ihrem Zimmer.

 MJ:                     Sie sieht traurig aus!
 Bart:                   Weil sie weiss, dass wir sie beobachten!

Man sieht Lisa auf dem Rand ihres Bettes sitzen.

 Lisa:                   <Zu den Beiden gewandt> Obwohl mir bewusst ist, dass ihr mich beobachtet, würde ich
                         nicht anders aussehen, wenn ihr das nicht tun würdet.

Jetzt sitzen die Beiden wieder am Klavier im Wohnzimmer.

 MJ:                     Bart überleg doch! Was passiert mit Jemandem der acht wird?
 Bart:                   Tja, man muss ohne Stützräder Fahrrad fahren.
 MJ:                     Gut, das ist gut. <Er singt>
                         Training Wheels come off your bike
                         you start to notice boys you like. Ehhihihi!
 Bart:                   Das hast du nur eingebaut, weil es kommerziell ist!

MJ lächelt geschmeichelt und verlegen.

Über dem Haus der Simpson erwacht ein neue Tag.

Bart öffnet die Tür zu Lisas Zimmer. MJ schiebt das Klavier herein. der Wecker an Lisa`s Bett zeigt kurz nach sechs. Die beiden rufen leise:

 MJ/Bart?:                Lisa, Lisa, Lisa.

Lisa murmelt etwas in ihrem Schlaf und dreht sich zu Bart, der ihr die Nase zuhält. Jetzt wacht sie auf.

 Lisa:                   <Ärgerlich hustend> Was ist den? Es ist sechs Uhr morgens!
 Bart:                   Ganz genau. Ich hoffe dir gefällt dein Geschenk .

Bart schnappt sich den vollen Mülleimer leert in aus, setzt seine rote Kappe auf und beginnt zu zählen.

 Bart:                   Und eins und zwei und eins, zwei, drei, vier. <Er trommelt auf dem umgekehrten Eimer>

MJ setzt mit dem Klavier ein. Beide summen. Dann singt MJ.

 MJ:                     Lisa it`s your Birthday. God bless you this day.
                         You gave me the gift of a little sister, and I`m proud of you today.
 MJ/Bart?:                Lisa it`s your Birthday. Happy Birthday, Lisa.
                         Lisa it`s your Birthday. Happy Birthday, Lisa.

Im Haus sehen wir wie Homer sich im Schlaf sein Kissen an die Ohren hält. Marge schläft ohne Regung weiter. Maggie wacht auf und lauscht neugierig.

 MJ:                     I wish you love and good will. I wish you peace and joy.
 Bart:                   I wish you better than your heart desires...
 MJ:                     ... and your first kiss from a boy.
 MJ/Bart?:                Lisa it`s your Birthday. Happy Birthday, Lisa.
                         Lisa it`s your Birthday. Happy Birthday, Lisa.

Lisa kommen vor Rührung die Tränen. An der Haustüre wird gerade die Morgenzeitung "Springfield Shopper" abgelegt. Die Schlagzeile auf der ersten Seite berichtet über den Michael Jackson Schwindel. Ein grosses Bild von Bart ist ebenfalls auf der Titelseite. Der Zeitungsjunge lauscht anmutig dem Geburtstagslied und starrt ungläubig auf die Zeitungsstory. Homer und Marge erscheinen in Morgenmänteln in Lisa`s Zimmer. Marge hat Maggie auf dem Arm.

 Bart:                   <Nimmt seine Mütze ab> Ja!
 Lisa:                   <Fällt Bart um den Hals> Oh das ist das tollste Geschenk das ich je gekriegt hab. Danke
                         Bart, danke Michael.
 MJ:                     <Greift zum Gruss an die Krempe seines Hutes und spricht mit tiefer, rauher, männlicher
                         Stimme> Tja das ist es ja wohl dann gewesen.
 Bart:                   Hey was ist den mit deiner Stimme passiert?

UBF schaut entsetzt.

 MJ:                     Das ist meine echte Stimme. Ich heisse Leon Kompowski. Maurer aus der miesesten
                         Ecke von Brooklyn. <Er nimmt seinen Hut ab> Mein Leben lang war ich schlecht
                         gelaunt, bis ich eines Tages einfach ... <er spricht wieder mit der zarten, einfühlsamen
                         Stimme eines Michael Jackson> ... so geredet hab. <Wieder mit der Stimme von Leon:>
                         Und mit einem Mal haben mich alle Leute angelächelt, den ich habe überall Gutes getan.
                         Also hab ich weiter gemacht! Lange Rede gar kein Sinn, wer von uns ist hier eigentlich
                         verrückt?
 Homer:                  <Zeigt triumphierend sein "Not Insane Zertifikat"> Ich nicht! Ich hab das hier!

MJ steht auf der Strasse und winkt zum Abschied.

 Homer:                  Wiedersehen!
 Bart:                   Wiedersehen Kumpel!
 Lisa:                   ? wann kommst du wieder zurück ?will dir ein Gedicht geben.

UBF winkt ihm zum Abschied.

 Leon:                   Tschüss! <MJ läuft in den Bildhintergrund davon und singt dabei mit Leon`s Stimme vor
                         sich hin:>
                         Lisa hat Geburtstag. Gott segne diesen Tag. Du bist ein Geschenk für mich, dädädädä,
                         und für Jeden der dich, wie ich, mag.