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Die Simpsons

[4F21] Lisas geheimer Krieg

Originaltitel: [The Secret War of Lisa Simpson]
Erstausstrahlung in N.A.: 05.18.97
Erstausstrahlung in Deutschland: 26.11.97
Erstellt von: Dirk Reiche <[dirk@uloc.de]>
Letztes Update: 30. April 2000

 Tafel: 
Sax:
Couch: Das Wohnzimmer steht kopf. UBF läuft herein, setzt sich und fällt vom Sofa.

Barts Klasse steht vor der Springfielder Polizeistation. Die Tür ist verschlossen.

 Edna:                   <klopft an die Tür</I>> Hallo, hallo-o!
                         Wir sind da zu unserem Ausflug.

Wiggum kommt mit Sirene und Blaulicht angefahren, parkt halb auf dem Gehweg. Er steigt aus, hat ein weißes Handtuch um den Hals, hält in der linken Hand einen Becher Kaffee, und rasiert sich beim gehen.

 Wiggum:                 Entschuldigung, tut mir leid. Es wird immer schwieriger
                         pünktlich um 10 hier zu sein.
                         <räuspert, bückt sich und holt unter der Fußmatte den 
                         Schlüssel hervor>

Wiggum öffnet die Tür, alle gehen rein.

 Wiggum:                 Wir fangen sofort mit dem Rundgang an, ich will nur den 
                         Anrufbeantworter abhören.
 Anrufbeantworter:<75 Nachrichten blinken>
 Wiggum:                 Aah, kann niemand in dieser Stadt Recht und Ordnung 
                         selbst in die Hand nehmen? <löscht alle Nachrichten>

Der Rundgang beginnt. Wiggum führt die Klasse zur ersten Tür und öffnet diese.

 Wiggum:                 So, aufgepasst Kinder, jetzt betreten wir das Museum....
 Klasse:                 Ooh..
 Bart:                   Oh Mann.
 Wiggum:                 ....der Verbrechen.
 Klasse:                 <Freudenschreie>

 Wiggum:                 Was ich euch als nächstes zeige, wird euch schockieren 
                         aber vielleicht auch eine Lehre sein.
                         Bleibt bitte bei eurer moralischen Einstellung, wenn wir jetzt 
                         durch die Scheibe eine Hippie-Hasch-Party beobachten.

Wiggum knipst das Licht an. Zu sehen ist ein Hippie hinter einem 'Do Not Cross'-Band.

 Wiggum:                 Während Johnny Wohlfahrt auf einer gestohlenen Gitarre 
                         seinen Drogenrock spielt, hat seine Freundin eine viel bessere Idee.

Wiggum knipst noch ein Licht an. Zu sehen ist eine Hippie-Frau mit einem Burger in der Hand. Zwischen den Brötchenhälften liegt ein Baby.

 Klasse:                 Aah..
 Wiggum:                 Ja, ihr habt richtig gesehen. Sie hat Appetit auf einen 
                         kalifornischen Cheeseburger.

Szenenwechsel

Lisas Klasse sitzt im Unterricht und sieht sich Filme an.

 Sprecher:               ...Wenn ihr also das nächste Mal am Strand spazieren geht, 
                         und euch an einer Sanduhr erfreut oder am Bau von einfachen Wind-
                         schutzwällen, dann denkt einfach nur mal daran, wo wir ohne Sand 
                         wären!
 Sänger:            Sand, Sand, Sand!
 Ms. Hoover:             Okay, das war die Sandfilmvorführung. Es dauert nur ein 
                         paar Sekunden und schon sehen wir uns den nächsten Film an.
 Lisa:                   Ach, äh, Ms. Hoover? Filme sind 'ne nette Unterbrechung, 
                         aber könnten wir uns nicht mit was anspruchsvollerem beschäftigen?
 Ms. Hoover:             Möglich wär's, ja. <startet den nächsten Film>

 Sprecher:               Monoton-Film präsentiert: 'Der Mond der Erde'
                         Der Mond, über viele Jahre hat er die meisten von uns fasziniert, 
                         aber wird der Mensch jemals seine fruchtbare Oberfläche betreten? 
                         Der demokratische Hoffnungsträger Adlai Stevenson behauptet dies.
 Stevenson:              Ich erhebe keinen Einspruch, dass Menschen irgendwann den 
                         Mond betreten.
                         <mehrere Reporter fotografieren Stevenson>
 Sprecher:               Laut Expertenaussagen hat der Mensch bis 1964 12 Wohn-
                         kolonien auf dem Mond errichtet. Wie geschaffen für einen Familien-
                         urlaub. Dort oben beträgt ihr Gewicht nur einen Bruchteil ihres 
                         Gewichts hier auf der Erde.
 dicker Junge:           <schmatz>
 Sprecher:               Hey, halt Speckmann, noch bist du nicht auf dem Mond.
                         Der Mond gehört zu Amerika und erwartet begierig die Ankunft 
                         unserer Astronauten. Wird einer von euch dabei sein?
                         <Trompeten - Filmende>

Die Filmrolle ist zu Ende und klappert im Projektor.

 Ralph:                  Ms. Hoover, der Film ist zu Ende!
 Lisa:                   Wo ist Ms. Hoover?

Die Kinder ziehen die Jalousie hoch.

 Janey:                  Hey, ihr Wagen ist weg.
 Ralph:                  Vielleicht ist sie raufgefahren zum Mond.
 Lisa:                   Mmh.

Lisa ist bei Rektor Skinner.

 Lisa:                   Es ist nicht meine Art, mich zu beschweren aber heute 
                         haben wir drei Spielfilme und zwei Kurzfilme gesehen, und einein-
                         halb Stunden Zeitschriften gelesen. Entschuldigung, aber ich 
                         fühle mich nicht gefordert.
 Skinner:                Natürlich können wir den Unterricht anspruchsvoller gestalten Lisa. 
                         Aber dann würden sich die dümmeren Schüler bei mir beschweren und 
                         die Stirn runzeln mit dem nichtigen Versuch, die Situation zu be-
                         greifen.
 Lisa:                   Oohm..

Szenenwechsel

Blende zur Polizeistation.

 Wiggum:                 Wir befinden uns hier im Kommunikations-Raum, im 
                         sogenannten Komm-Room. Das hier ist ein Polizeifunkgerät, 
                         eigentlich der einzig richtige Ausrüstungsgegenstand in diesem 
                         Komm-Room. Wie ihr seht, hat es einigen Mitarbeitern Spaß gemacht 
                         ihre Bananenaufkleber draufzupappen. Da haben wir Chiquita, 
                         del Monte, die Bananenkompanie, Gorillas Delikatesse...
 Klasse:                 <seufz>
 Wiggum:                 Jetzt folgt mir bitte alle zu meinem Dienstsessel, 
                         weil ich jetzt unbedingt für ein paar Minuten meine Füße entlasten 
                         muss...... Aah, so schnell stehe ich nicht wieder auf.

Bart steht vor einer riesigen Wand voll mit Megaphonen.

 Bart:                   <ein Megaphon in der Hand> Das ist ein Test! 
                         <hält noch ein Megaphon davor> Noch ein Test!

Bart sieht zur Wand, dann zu seinen Megaphonen, sieht zur Wand, dann zu seinen.... Bart hat alle Megaphone hintereinander aufgestellt, das erste liegt auf dem Fensterbrett, die anderen dahinter, abgestützt durch einen Stuhl.

 Bart:                   <schaltet alle Megaphona ein> Ha ha ha ha ha.......
                         <eine Fliege fliegt am letzten Megaphon vorbei - alles vibriert>
 Bart:                   <befeuchtet seine Lippen> Das ist ein Test..au...!

Der Schalldruck schleudert Bart gegen die gegenüberliegende Wand gegen ein Regal. Blitzartig breitet sich der Schall aus, zerstört die Scheiben eines Zoo-Fachgeschäfts.

 Papageien:              Das ist ein Test, das ist ein Test....

Der Schall erreicht Prof. Frinks Labor. Dieser steht vor einem Aquarium, in dem ein Krake schwimmt. Das Aqarium explodiert. Die Krake klammert sich an Frinks Kopf fest.

Homer steht in der Küche, öffnet den Kühlschrank und will sich ein Bier raussnehmen. Als der Schall mit einem lauten 'Das ist ein Test!' das Haus erreicht, zerspringen die Fenster und sämtliche Bierflaschen.

 Homer:                  Aaaaah.

Die Schallwelle ist vorbei, doch ein ohrenbetäubendes Geräusch ist geblieben.

 Homer:                  Diesmal hast du es wirklich zu weit getrieben, Bart. 
                         Ich hoffe, dass du dafür lebenslänglich bestraft wirst.
 Lisa:                   WAS GLAUBEN SIE, WANN DIESES SCHRECKLICHE GERÄUSCH 
                         AUFHÖRT?
 Wiggum:                 Naja, so in etwa 10 bis 15 Sekunden.
 Marge:                  Das wär zu schön um wahr zu sein. <das Geräusch ist weg> 
                         Hö? Endlich, so ist's besser.
 Maggie:                 <nimmt sich die Extra-Schnuller aus den Ohren>
 Marge:                  Nun zu dir, was deine Bestrafung angeht, junger Mann...
 Bart:                   Ich weiss, ich geh nach oben, und denk' darüber nach, was 
                         ich getan hab.
 Homer:                  Oh nein, dein Zimmer ist voll mit Spielsachen. Geh' lieber 
                         in die, äh.., Garage.
 Bart:                   Du bist der Boss. <geht raus>
 Marge:                  Es tut mir leid Chief. Ich weiss wirklich nicht mehr, was 
                         ich mit ihm machen soll.
 Wiggum:                 Da gibt's diverse Möglichkeiten. <Bart fährt mit einem 
                         Rasenmäher am Wohnzimmerfenster vorbei> Zum Beispiel gibt es 
                         verhaltensändernde Drogen. Wie sehr sind sie dem Bart, den 
                         sie kennen zugetan?
 Homer:                  Nicht besonders.
 Marge:                  Nein, kommt nicht in Frage, keine Drogen! Was Bart fehlt ist 
                         nur ein bisschen Disziplin.
 Wiggum:                 Wie wär's dann mit einer Kadettenanstalt? Die haben meinen 
                         Bruder hingekriegt. Jetzt besitzt, und leitet er eine berühmte Höhle.
 Marge:                  Haaaaa, ich weiss nicht, vielleicht hat Chief Wiggum recht. 
                         Die Kadettenanstalt ist garkeine so üble Idee.
Bart fährt wieder am Wohnzimmerfenster vorbei, gefolgt von mehreren Polizei-Wagen.

Bart läuft mit einem Koffer aus dem Haus, schließt die Tür, wirft den Koffer ins Auto, und steigt ein. Die anderen 4 sitzen schon im Auto und warten auf ihn.

 Bart:                   Wow, ich kanns noch garnicht fassen, dass wir nach 
                         Disneyland fahr'n. Hey, wo ist euer Gepäck?
                         <Homer gibt Vollgas>

Währenddessen sitzen Skinner und Edna am Straßenrand und feiern mit Sekt.

 Edna/Skinner?:           Jaaaaah!!
 Edna:                   Da träumt man seit ewigen Zeiten von diesem Tag, und wenn 
                         er da ist, weiss man nicht was man sagen soll.
 Skinner:                Psss, Edna, deine Tränen sagen mehr als Worte beschreiben 
                         können.
                         <beide stoßen an>

 Bart:                   <erschrickt> Pah? Ich komme in eine Kadettenanstalt. 
                         Ihr habt mich belogen!
 Homer:                  <kichert> Es tut mir aufrichtig leid, wenn du 
                         'Disneyland' verstanden hast. Aber ich hab' laut und deutlich 
                         'Kadettenanstalt' gesagt.

Die Kadettenanstalt.

 Kommandant:             ...Und so werden wir ihren Sohn mit einem intensiven 
                         Liegestütz-Programm und Formationsmärschen zu einem schöpferischen 
                         Mitglied der Gesellschaft umformen.
 Marge:                  Ich find' es wirklich hinreißend von ihnen, dass sie Bart 
                         mitten im Schuljahr aufgenommen haben.
 Kommandant:             Glücklicherweise hatten wir kürzlich erst ein paar Ausfälle. 
                         Dadurch sind ein paar Schlafplätze frei geworden.
 Bart:                   Ausfälle?
 Homer:                  Falls das eintritt, müssen wir dann trotzdem noch das ganze 
                         Schuljahr durch bezahlen?
 Kommandant:             Unser hoher Standard verlangt von den Schülern, ihr 
                         volles Potential zu entfalten.

Die Kadetten stehen alle diszipliniert nebeneinander. UBF steht mit dem Kommandant dahinter.

 Lisa:                   Seht mal wie diszipliniert die sind! Die stehen da wie 
                         die Terracotta-Krieger vom Xian.
 Homer:                  Ja, das kann man wohl sagen. 
                         <nimmt ein paar Steine und wirft nach den Kadetten>

Die getroffenen Kadetten krümmen sich vor Schmerzen.

 Homer:                  Jetzt sind sie nicht mehr so diszipliniert.
 Kommandant:             Das sind doch auch nur Kinder, Mr. Simpson.
 Homer:                  Töh, sieht so aus.

UBF lauscht dem Unterricht.

 Kadett Larsen:          Die Wahrheit ist Schönheit, und Schönheit Wahrheit, Sir!
 Lisa:                   Oh nein, die diskutieren über Gedichte. Sowas hat es bei 
                         uns in der Schule überhaupt noch nicht gegeben.
 Lehrer:                 Aber die Wahrheit kann hart und unangenehm sein. Wie kann 
                         man denn sowas als schön bezeichnen?
 Marge:                  Damit macht er die ganze Fröhlichkeit in dem Gedicht kaputt.
 Maggie:                 Schmatz!

Bart hat sich an Homers Bein festgekrallt.

 Bart:                   Bitte lasst mich nicht hier, Dad! Ich will auch alles tun 
                         was ihr sagt. Ich will auch wieder gläubig werden und manchmal 
                         lieb sein. Bitte, bitte!
 Homer:                  Lass mein Bein los!
 Bart:                   NEIN....
 Homer:                  Zum allerletzten Mal, mein Sohn. Du bleibst auf der 
                         Kadettenanstalt.
 Lisa:                   Und ich ebenfalls.
                         <alle sind erstaunt>
 Lisa:                   Diese Schule hat alldas, was ich mir immer gewünscht hab.
 Marge:                  Aber Lisa, ich bitte dich. Das ist hier doch für Kinder 
                         das reinste Gefängnis.
 Bart:                   Kein Gefängnis kann mich festhalten! 
                         <läuft weg und wird wenig später von der Militär-Polizei zurück 
                         gebracht>

Beim Kommandant.

 Kommandant:             Na schön, dann gehen wir das ganze nochmal durch, um sicher 
                         zu sein, dass du die Situation begriffen hast. <räuspert> 
                         Du bist ein Mädchen, oder?
 Lisa:                   Ja.
 Kommandant:             Ach, es ist zum verzweifeln. Ich versteh' die Situation ja 
                         selbst nicht. <geht ans Fenster> Du bist ein Mädchen!
 Lisa:                   Ich möchte doch nur die Chance kriegen, mich selbst zu 
                         beweisen.
 Kommandant:             Mmh, in unserer 185jährigen Geschichte hatten wir noch nie 
                         einen weiblichen Kadetten. Aber heutzutage bläst der Wind an-
                         scheinend etwas anders. Immerhin gibt es weibliche Sänger, weibliche 
                         Motorradfahrer...ach.., willkommen an Bord.

 Marge:                  Lisa, wenn du es jemals satt hast und hier raus willst, 
                         bin ich in nullkommanichts da.
 Bart:                   Ich will hier raus und mitkommen!

Marge und Homer gehen zum Auto.

 Bart:                   Ich hab es satt und will mit euch kommen.
 Marge:                  Ach Schatz, das hast du vorhin schonmal gesagt. 
                         <Küsst ihn zum Abschied>
Marge und Homer fahren nach Hause.

In der Kadettenunterkunft. Der Kommandant öffnet die Tür.

 Kommandant:             Ahachtung! Gentlemen, da wir ab sofort einen weiblichen 
                         Kadetten haben, heißt das, wir müssen ein paar Veränderungen vor-
                         nehmen. Zunächst mal, Franklin, bist du nicht mehr der mädchen-
                         hafteste Kadett hier.
 Franklin:               Kommt ganz darauf an, das woll'n wir doch mal seh'n.
 Kommandant:             Zweitens, ist das hier jetzt die Frauenbaracke, also 
                         packt eure Sachen, ihr zieht zur Kompanie L.
 Kadett Larsen:          Kompanie L? Aber, die miefen.
 Kommandant:             Den Spruch hab ich schon zu oft gehört. LOS ABMARSCH!

Die Kadetten verlassen sauer die Baracke.

 Lisa:                   Entschuldigt, entschuldigt! Wir werden bestimmt 
                         Freunde, hehe. Und da heißt es, man ist mit dem falschen Fuß 
                         aufgestanden, hehehe. Ooh.

 Kadett Platt:           Es ist wirklich kaum zu glauben, dass die ein Mädchen 
                         aufnehmen.
 Kadett Larsen:          Keine Sorge, die werden wir hier schon wieder vertreiben. 
                         Aus dem Grund hat Gott doch die Schinderei erschaffen.

Lisa und Bart müssen im strömenden Regen Liegestütze machen. Sie werden von sämtlichen Kadetten beobachtet.

 Kadetten:               Weiter, los, weiter....
 Lisa:                   <keucht und hustet>
 Kadett Larsen:          Was ist denn mit dir? Haben Mädchen was gegen Liegestütz-
                         übungen im Matsch?
 Lisa:                   Gibt es eine Antwort, die nicht dazu führt, dass ich noch 
                         mehr Liegestützen machen muss?
                         <die Kadetten beraten>
 Kadett Platt:           Nein!

Lisa und Bart müssen eine Statue putzen.

 Lisa:                   Hey, sieh mal! Das ist das Schulmotto.
 Bart:                   Ich sterbe lieber, bevor ich mich ergebe, Tim. Wer ist Tim?
 Lisa:                   Offensichtlich befand sich Tim in der Nähe des Generals. 
                         Kurz bevor der in den Kopf getroffen wurde.
 Bart:                   Graffiti von 'nem Denkmal abwaschen verspottet alles wofür 
                         ich eintrete. Das werde ich hier sicher nicht überleben Lisa.
 Lisa:                   Genau das Gefühl wollen sie dir einimpfen. Aber wenn du 
                         standhaft durchhälst, werden sie dich womöglich akzeptieren.
 Kadett Larsen:          An die Arbeit! Ich will, dass sich mein Gesicht in diesem 
                         Pferdehintern spiegelt.

Die Kadetten stehen an einem laufenden Flugzeug.

 Kadett Larsen:          Okay, das ist lang genug. Mal sehen, wie's ihnen geht.
 Bart/Lisa?:              <beide hängen an den Propellern> Aaaaaah.
 Kadett Larsen:          Habt ihr jetzt genug?
 Kadett Platt:           Was meint ihr Leute, hat diese primitive Made den Test 
                         bestanden?
 Lisa:                   Hey, was ist mit mir? Ich bin auch eine primitive Made.

Auf dem Schießübungsplatz.

 Schießlehrer:     Da du eine öffentliche Schule besucht hast, darf ich 
                         annehmen, dass du mit dem Gebrauch kleinerer Waffen vertraut bist. 
                         Daher wollen wir lieber gleich mit etwas anspruchsvollerem anfangen.
 Bart:                   Mmmmhh. <nimmt die Waffe und schießt> Hahaha, jo.
 Schießlehrer:     4 von 5, Simpson. Sehr beeindruckend, aber das letzte Ziel 
                         hast du verfehlt.
 Bart:                   Meinen Sie?

Blende zur Grundschule. Skinner wollte gerade in seinen Wagen steigen. Dieser wurde jedoch von Bart zerschossen. Er ist voller Ruß und hat noch den Autoschlüssel in der Hand.

 Nelson:                 <aus dem Schulfenster> Ha Ha!

Wieder zum Schießübungsplatz.

 Kadett Larsen:          Du bist der geborene Soldat, Simpson. Schade, dass das 
                         nicht bei euch in der Familie liegt.
 Lisa:                   <Kämpft mit dem Gewehr. Sie ballert wild um sich.> 
                         Hilfe, kann mir mal jemand helfen? Sie steht auf Automatik.
 Kadett Larsen:          Brad, hörst du irgendwas?
 Brad:                   NEIN.
 Schießlehrer:     Du solltest erstmal lernen damit umzugehen. 
                         <gibt Lisa eine Pfeife> Wenn ein Krieg ausbricht, einfach 
                         reinpusten, dann komm' ich dir zu Hilfe.
 Lisa:                   <betrübt>

Lisa steht am Telefon.

 Lisa:                   Ich werd' nur mal kurz zu Hause anrufen. Doch ich werd' 
                         nicht sagen, sie sollen mich hier abholen.

Das Telefon klingelt im Simpsons-Haus, Homer liegt träge auf der Couch.

 Homer:                  Marge! Gehst du ran? Ma-arge! <stößt den Hund vom Sofa> 
                         Hey, nun mach schon! Geh du ran, frag mal wer dran ist! 
                         <der Hund leckt Homers Gesicht> NEIN!
Homer fummelt an der Fernbedienung rum.
 Homer:                  An dem Ding müsste auch etwas sein, womit man auch das Ding 
                         bedienen kann. Mmmäähsch...
 Lisa:                   Ooh.

Lisa ruft im Altenheim an. Eine Krankenschwester ist am Telefon.

 Schwester:              Simpson!
 Grampa:                 Endlich, es ärgert mich auch nicht, wenn's 'ne schlechte 
                         Nachricht ist.
 Lisa:                   Oh Grandpa, ich störe dich doch nicht etwa?
 Grampa:                 Hey halt, Moment. Du stellst zwei Fragen auf einmal. 
                         Die erste führt mich zurück ins Jahr 1934. Admiral Byrd hatte 
                         gerade den Nordpol überflogen. Und zwar ganz knapp vor den drei 
                         Stooges. <......> Und damit hatte ich die Wette gewonnen. 
                         Ich habe einen riesigen Bund Radieschen abkassiert. Am nächsten 
                         Morgen bin ich von meinem Posten bei der Küstenwache zurückgetreten. 
                         Und kurz darauf habe ich von dem Bürgerkrieg in Spanien erfahren. 
                         <....> Was soll ich noch sagen, das und noch vieles mehr habe 
                         ich in meinem Leben erlebt, bis zu diesem Telefon<äh>anruf.
 Lisa:                   Aha. Gibt es vielleicht sonst noch was zu bereden?
 Grampa:                 Nein, äh, nicht das ich wüsste. Ich fürchte, dass ich mich 
                         dauernd wiederhole, mein Schatz. Ach äh, außerdem möchten vielleicht 
                         noch andere das Telefon benutzen.
 die Alten:              <verneinen>
 Jasper:                 Ich hab schon 20 Minuten mit ihr gequatscht.
 Lisa:                   Ooh..

Lisa geht am Briefregal vorbei und entdeckt einen Brief von ihrer Mutter. Sie läuft zur Jungs-Baracke, klopft an die Tür. Bart öffnet diese einen Spalt.

 Bart:                   Was ist denn?
 Lisa:                   Bart, ich hab eine Kassette von Mom und Dad. Vielleicht 
                         können wir uns die zusammen anhören?
 Bart:                   Naja, sicher Lisa, furchtbar gern. Aber im Moment geht 
                         das nicht.
 Kadett Larsen:          <von drinnen> Bart, mit wem redest du da?
 Bart:                   <stammelt>
 Lisa:                   Ich heiß' Lisa, du redest mit Lisa.
 Bart:                   Ich rede mit, ähm,....., niemandem.
                         <Bart schließt die Tür>

 Kommandant:             ACHTUNG! Licht ausmachen!
                         <das Licht wird ausgeschalten>
 Kommandant:             <stößt sich den Fuß an einer Kiste> Au, verdammt. 
                         Licht an, LICHT AN! <humpelt raus> Licht aus! Licht aus!

Lisa hört sich die Kassette an.

 Marge:                  Keine Angst, mein Liebling. Es ist völlig normal, 
                         Heimweh zu haben, wenn man von Leuten getrennt ist, die man liebt.
 Lisa:                   <schaltet den Player aus> Okay, ich werde nicht 
                         aufgeben. Einsamkeit tut niemandem weh. Emily Dickinson hat 
                         alleine gelebt und sie hat die schönsten Gedichte geschrieben, 
                         die der Welt jemals hinterlassen wurden. <beginnt zu weinen> 
                         Und dann hat sie der Wahnsinn ereilt. <schaltet den Player 
                         wieder an>
 Marge:                  <singt> You are my sunshine, my only sunshine. 
                         You make me happy when skies are gray...
Währenddessen sieht Bart etwas traurig zu Lisas Fenster rüber.

Bart bei Lisa in der Frauenbaracke.

 Bart:                   Es tut mir leid, dass ich dich gemieden habe. Ich wollte 
                         nur nicht, dass die Jungs denken, dass ich zu weibisch wäre.
 Lisa:                   Ach, ich hab' es satt klassifiziert zu werden. Es wär' 
                         vielleicht für alle besser, wenn ich wieder abhaue.
 Bart:                   Wenn du jetzt abhaust, dann ist das so als ob ein Knoten-
                         experte mitten bei einem Knotenwettbewerb aufhört zu knoten. 
                         Das geht nicht!
 Lisa:                   Warum sagst du das?
 Bart:                   Keine Ahnung, ich seh' nur g'rade meine Schnürsenkel. 
                         Ich bin überzeugt, dass du es schaffst Lisa und ich werde zu dir 
                         halten.
 Lisa:                   Lieber nicht, dann werden wir doch nur beide ausgegrenzt.
 Bart:                   Dann werde ich eben heimlich zu dir halten. Wie ein 
                         Strumpfmacher, der heimlich an einem geheimen Strumpf.....
 Lisa:                   Jetzt guck doch nicht immer auf deine Füße!

Alle Kadetten stehen vor dem Gebäude.

 Kommandant:             So Kadetten, das war ein hervorragendes Jahr. Ihr habt 
                         alle hart gearbeitet um akademische und allgemeine Tötungs-
                         kenntnisse zu entwickeln.
 Bart:                   <flüstert zu Lisa> Mein Tötungslehrer sagt, ich wär' 
                         ein Naturtalent.
 Kommandant:             Aber all diese Kenntnisse nützen nichts, ohne Mut und 
                         Ausdauer. Traditionsgemäß prüft die Kadettenanstalt diese Tugenden, 
                         indem sie euch in einer zweitägigen königlichen Schlacht feindlich 
                         gegenüberstellt.
 Kadetten:               <erschrecken>
 Kommandant:             So war es vor 1957 - vielen Dank Oberstes Verfassungs-
                         gericht. Aber konsequenterweise bekommt heute kein Kadett seinen 
                         Abschluss ohne vorher noch dies Prüfung zu bestehen. ... Darf ich 
                         vorstellen, der Eliminator. Das bedeutet, sich in 50 Meter Höhe 
                         Hand über Hand hangeln an einem 6 Zentimeter Durchmesser 
                         Hanf-Jute-Seil mit einem Blasenfaktor von 12. Desweiteren ist das 
                         Seil auf einer Länge von 15 Meter über hartem britischen Boden 
                         gespannt, bewachsen mit alten Connecticut-Valley-Dornbüschen. 
                         GENTLEMEN! Willkommen im Land der Düfte.
 Lisa:                   Das stand aber nicht in der Broschüre.

Im Speisesaal. Lisa sitzt inmitten der Kadetten alleine an einem Tisch. Bart geht vorbei und wirft ihr einen Zettel hin.

 Kadett Larsen:          Hey Bart, setz dich zu uns! Hier ist noch Platz.
 Lisa:                   <liest den Zettel> Komm zum Eliminator sobald 
                         das Licht ausgemacht wird! PS:</B> Die Kadetten haben vor, 
                         dich mit Klopsen zu bewerfen.
Sie leert ihr Tablett, und nutzt es, sich vor den Klopsen zu schützen.

In der Nacht am Eliminator.

 Lisa:                   <kämpft am Seil>
 Bart:                   Sehr gut Lisa, jetzt fang an zu hangeln.
 Lisa:                   Das ist zu schwierig, meine Hände rutschen ab. 
                         <stürzt ab, wird aber von dem Halteseil abgefangen>

Lisa pendelt vor Bart hin und her.

 Lisa:                   Nein. Das schaff' ich nicht, Bart. Ich bin nicht 
                         stark genug.
 Bart:                   Du bist doch hergekommen weil dich die Herausforderung 
                         gereizt hat.
 Lisa:                   Jaaa, 'ne Herausforderung mit der ich fertig werde.

Drei Kadetten nähern sich von einem Stadtausflug.

 Kadett Larsen:          Gut das wir uns in die Stadt geschlichen haben. 
                         Das war eine hervorragende Idee.
 Bart:                   Oh oh. <zieht Lisa schnell hoch>
 Kadett Anderson:Na nu, hey Simpson. Was machst du denn hier draußen?
 Bart:                   Oh, nichts.
 Kadett Anderson:Wirklich nichts? Das sieht aber nicht aus wie nichts!
 Bart:                   Ach ja? Komisch, ähm, was macht ihr denn hier draußen?
 Kadett Anderson:Öhh, eigentlich auch nichts.
 Bart:                   Wie schön. Okay.
 Kadett Anderson:Alles klar.
 Bart:                   Dann macht nur weiter so.
 Kadett Anderson:Das hatten wir auch vor.
                         <Die Kadetten gehen.>
 Bart:                   Hui. Das war knapp.
                         <Lisa hängt direkt an einem Bienen-Nest.>
 Lisa:                   Bienen...<ängstlicher> Bienen...
 Bart:                   Bienen? <läßt das Seil los, sodass Lisa auf ihn stürzt>
 Bart/Lisa?:              Aaaah.

Der Eliminator.

 Kommandant:             Gentlemen, ich bedaure euch mitteilen zu müssen, dass 
                         das Oberste Verfassungsgericht entschieden hat, Kadetten den 
                         Eliminator entlanghangeln zu lassen sei eine barbarische und 
                         grausame Übung.
 Lisa:                   Jah!
 Kommandant:             Das bedeutet, ihr seid damit die letzte Abschlussklasse, 
                         die dazu verpflichtet ist. Anderson, du fängst an!
 Kadett Anderson:<stürmt auf den Eliminator zu> Jaaaahaaaaahaaaa!

Die Kadetten 'bezwingen' einer nach dem anderen den Eliminator.

 Bart:                   <am Eliminator> ...verdammt...verflucht.....ja!
 Kommandant:             Gut gemacht, Simpson. Obwohl du mehr geflucht hast als 
                         ich von einem Kadetten in Friedenszeiten erwarte.
                         <Die Kadetten gratulieren Bart zur bestandenen Prüfung.>
 Kommandant:             Und nun der letzte. Simpson, Lisa!
 Kadett Larsen:          <spielt auf der Trompete ein Trauerlied>
 Kadetten:               Na los, komm schon. Was ist denn los?....
 Lisa:                   Naja, wenigstens reden sie mit mir.

Lisa kämpft mit dem Seil. Sie hat große Schwierigkeiten. Ein Windstoß fegt Lisa fast runter. Bart erschrickt, tritt vor und feuert seine Schwester an.

 Kadetten:               Runter, runter, runter.....!
 Bart:                   Na los, das schaffst du Lisa. Da bin ich ganz sicher. Ich 
                         glaub an dich. Los, rauf mit den Händen ans Seil, so weit ist es 
                         garnicht mehr. Ja, nur noch ein ganz kleines Stück. Sehr gut, ja 
                         genau und weiter, nur noch ein paar Meter.
                         <die Kadetten werden leise>
 Bart:                   Das schaffst du, ich glaub an dich, Lisa!
 Lisa:                   Ja! Aha! Ihr habt gedacht, ich schaff's nicht, aber ich 
                         hab's geschafft und ich schaff's nochmal. Auf ein neues!
 Bart:                   Lisa, es ist vorbei, du hast es ihnen gezeigt. Du kannst 
                         die Arme runter nehmen.
 Lisa:                   Das geht nicht, die sind steif.
 Kadett Platt:           Wir machen dir das Leben zur Hölle, für den Rest des 
                         Schuljahres. Darauf kannst du dich verlassen!
 Kadett Larsen:          Naja, aber in 3 Stunden ist doch schon die Abschlussfeier.
 Kadett Anderson:Und wir müssen uns noch umziehen.

Abschlussfeier. Der Kommandant steht am Mikrofon.

 Kommandant:             Die Kriege der Zukunft werden nicht mehr auf einem 
                         Schlachtfeld oder auf See stattfinden. Sie werden im Weltraum 
                         ausgetragen oder unter Umständen auf dem Gipfel eines sehr hohen 
                         Berges. Aber auf jeden Fall wird der eigentliche Hauptteil des 
                         Kampfes von kleinen Robotern übernommen. Und auch wenn ihr uns 
                         heute verlasst, vergesst niemals, was eure Pflichten sind. Ihr müsst 
                         diese Roboter bauen und warten. Danke!
 alle Kadetten:          <fröhlich>

Homer und Marge holen Lisa und Bart ab. Homer packt Barts Koffer in den Wagen.

 Homer:                  Na, Bart, hehe, bist du auch wirklich sicher, dass du 
                         alle Waffen abgegeben hast?
 Bart:                   Sir! Ja, Sir! Zudem bin ich jetzt noch in 6 zusätzlichen 
                         Formen des unbewaffneten Nahkampfs ausgebildet.
 Marge:                  Hui, jetzt hat er noch viel mehr Selbstvertrauen.
 Homer:                  Ja, ich hab doch immer schon gesagt, zuviel Selbstvertrauen 
                         schadet dem Jungen nicht.

Währenddessen steht Lisa an der Statue.

 Kommandant:             Lisa, bevor du gehst, möchte ich dir den hier verleihen.
 Lisa:                   Ein Orden? Vielen Dank, Sir!
 beide:                  <salutieren>

Im Auto.

 Lisa:                   <liest die Aufschrift> Für den zufriedenstellenden 
                         Abschluss der zweiten Klasse. Aaah.
 Homer:                  Ich muss sagen Kinder, wir sind stolz darauf, wie ihr in 
                         der Kadettenanstalt abgeschnitten habt. Und darum haben wir uns 
                         überlegt, diesmal wirklich mit euch nach Disneyland zu fahren.
 Bart/Lisa?:              Jaaaaaaah!

Das Auto hält auf einem großen Parkplatz.

 UBF:                    <steigen aus und stehen vor einer Zahnarztpraxis>
 Lisa/Bart?:              Hey!!!
 Marge/Homer?:            <kichern>

-ENDE-


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