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Die Simpsons

[2F15] Lisas Hochzeit

Originaltitel: [Lisa's Wedding]
Erstausstrahlung in N.A.: 19.03.1995
Erstausstrahlung in Deutschland: 19.11.1995
Erstellt von: Christof Nixa <chrizz.nixx@t-online.de>
Letztes Update: 05.08.00

 Tafel: Ich darf mich nicht so aufführen als ob mir der Laden gehörte 
Sax:
Couch: Alle werden von der Couch geschleudert und bleiben mit den Köpfen in der Decke stecken

Auf einem Banner steht "Heute: Ritterspiele". Ein Kampf zwischen 2 Rittern ist bereits in vollem Gange. Einem gelingt es, den anderen umzuhauen. Der siegreiche Ritter öffnet sein Visier; es ist Ned Flanders.

 Flanders:           Stigma, ich habe ein Super-KO-Schlägelchen gelandet. <das 
                     Publikum applaudiert> Stigma ist ein altgriechisches Wort 
                     für Gottes Wunden, aber das Super-KO-Schlägelchen ist ein 
                     echter Flanders.

Der Verlierer öffnet, immer noch am Boden liegend, sein Visier. Es ist Waylon Smithers. Seine Brille ist kaputt, auch sonst ist er vom Kampf gezeichnet.

 Smithers:           Kann jemand einen Arzt rufen?

Im Publikum stehen unter anderem Marge, die Maggie im Arm hält, und Bart. Maggie trägt eine Krone und senkt ihren Daumen.

 Bart:               <gelangweilt> Ach, diese Renaissance-Jahrmärkte sind so 
                     was von langweilig.
 Marge:              Ach tatsächlich? Hast du den Webstuhl gesehen? <zeigt auf 
                     einen> Ich hab weben noch auf der Schule gelernt. <drückt 
                     Maggie in Barts Arme und beginnt zu weben>
 Bart:               <liest das von Marge gewebte> "Hallo Bart, ich webe an 
                     einem Webstuhl." <abfällig> Wearch.

Unterdessen erkundet Homer, was es auf dem Jahrmarkt zu essen gibt. Einen kandierten Apfel im Mund, sieht er einem Spanferkel, im Maul einen normalen Apfel, in die Augen. Das Spanferkel wird zubereitet von Lunchlady Doris.

 Doris:              Das Fleisch ist zart wie eine sanfte Sommerbrise.
 Homer:              Darf ich was haben?
 Doris:              Meine Ohren sind nur offen für die Gesuche derer, die noch 
                     mittelalterliche Sprache sprechen.
 Homer:              <auf Knien> Oh süße Maid des Bratenspießes, gewähret mir 
                     die Gunst, dass ich von diesem leckeren Schwein da was 
                     essen kund.
 Doris:              Von mir aus.

Noch eine Schweinshaxe in der Hand läuft Homer danach ein bisschen mit Lisa herum.

 Homer:              Ha, ich hab  8 verschieden Fleischsorten gegessen, ich 
                     bin ein echter Renaissance-Mensch <nimmt einen großen 
                     Bissen>
 Lisa:               Ich geh schon mal zum Erste-Hilfe-Zelt, die sollen sich 
                     bereithalten, dir den Magen auszupumpen.

Auf dem Weg dorthin kommt sie an "Friar Wiggum's Fantastical Beastarium", betrieben von niemand anderem als Chief Wiggum, vorbei.

 Wiggum:             Ich bitte um Aufmerksamkeit für die wunderlichen Ungeheuer 
                     von anno dazumal. <geht mit Lisa in das Zelt; ein Huhn mit 
                     aufgeklebter, bunter Afro-Mähne ist zu sehen; sie gehen an 
                     eine Truhe> Jetzt siehst du das seltenste vom Seltenen, den 
                     sagenhaften 2köpfigen Hund, geboren mit nur einem Kopf. 
                     <zeigt auf einen Hund> Oh, und hier, aus dem Nebel der 
                     Geschichte, der legendäre Esquilax. Ein Pferd mit dem Kopf 
                     eines Kaninchens und... dem Körper eines Kaninchens! <zeigt 
                     auf ein Kaninchen; es hoppelt aus der Kiste heraus und aus 
                     dem Zelt in den anliegenden Wald> Oh, es galoppiert davon! 
 Lisa:               <rennt hinterher> Bleib hier, Bunny, komm zurück!
 Wiggum:             <bleibt im Zelt> Hierher, Esquilax!

Lisa folgt dem Karnickel lachend in den Wald hinein und steht schließlich vor einem Zelt, in dem eine Wahrsagerin sitzt.

 Wahrsagerin:        Ich hab schon auf dich gewartet, Lisa.
 Lisa:               <überrascht> Woher weißt du meinen Namen?
 Wahrsagerin:        Von deinem Namensschild. <Lisa blickt auf ein Schild mit 
                     der Aufschrift "Hi, I'm Lady Lisa"> Möchtest du nicht 
                     wissen, wie deine Zukunft aussieht?
 Lisa:               <hochnäsig> Tut mir leid, ich glaub nicht an 
                     Weissagerei. Ich geh lieber wieder.
 Wahrsagerin:        Warum so eilig? Bart, Maggie und Marge sind beim Turnier 
                     und Homer stört die Marionettenvorstellung.
 Lisa:               <geschockt> Sie wissen sogar, was in der Gegenwart vor 
                     sich geht.
 Wahrsagerin:        Sehen wir doch mal, was die Zukunft für dich bereithält. 
                     <legt eine Tarotkarte - der Tod>
 Lisa:               <erschrocken> Die Todeskarte?
 Wahrsagerin:        Nein, das ist gut, das bedeutet Veränderung, einen 
                     Wechsel. <legt eine weitere Karte - das glückliche 
                     Eichhörnchen>
 Lisa:               Hehehe, der ist niedlich.
 Wahrsagerin:        <geschockt> Das glückliche Eichhörnchen!
 Lisa:               Ist das schlimm?
 Wahrsagerin:        Möglicherweise. Die Karten sind verschwommen und 
                     geheimnisvoll, sie scheinen die Geschichte deiner ersten 
                     Liebe zu offenbaren. Möchtest du, dass ich weitermache?
 Lisa:               <schluckt> Ja, schon.
 Wahrsagerin:        <legt die Hand an die Stirn> Oh, jetzt überkommt es mich. 
                     Ja, ich sehe eine Universität an der Ostküste im Jahr 2010. 
                     Die Welt hat sich inzwischen ganz gewaltig verändert.

Einige Roboter laufen an der Straße entlang. - Doch es sind nur Schauspieler, die bei "The Wizard of Oz" ("Das zauberhafte Land") für die Rolle des Blechmanns vorsprechen wollen. Ihnen folgen eine Vogelscheuche und ein Löwe, außerdem 2 Studenten in Zivil.

 Student:            Ich kann's kaum erwarten, das Stück zu sehen.

Ein vor der Uni stehender Baum beginnt zu flimmern. Einer der Studenten tritt gegen die Wurzel - die eigentlich gar keine ist, denn es handelt sich um ein Hologramm, "In Erinnerung an einen echten Baum". Lisa kommt ins Freie. Sie ist eine hübsche,junge Frau geworden, ihre Frisur hat sich kaum geändert, die Spitzen zeigen etwas nach hinten. Sie trägt eine Jeans und einen Pullover. Als sie aus einem Trinkwasserspender trinken will stößt sie mit ihrem Kopf an einem Mitstudenten.

 Lisa:               Hey, pass doch auf!
 Mitstudent:         Pass doch auf! <trinkt etwas>
 Lisa:               Dieser Typ ist im Moment der widerlichste Störenfried, 
                     den ich kenne. Ah, ein Sojalutscher wird mich beruhigen.

Doch Lisa hat Pech, den den letzten Sojalutscher ("Jetzt mit Humorunterdrücker") nimmt sich ausgerechnet der widerlichste Störenfried, den sie kennt. Und als ob das nicht genug wäre, schnappt er ihr danach auch noch den Aufzug vor der Nase weg.

 Lisa:               <wütend> Ey, der schon wieder!

Vom Treppensteigen ganz fertig erreicht sie schließlich die Bibliothek.

 Lisa:               <außer Atem> Hallo, ich brauche 'ökosystem des 
                     Sumpfgebietes' von Thommson.
 Bibliothekarin:     Das letzte Exemplar wurde gerade ausgeliehen von - Hugh 
                     Parkfield. Oh, das ist er. <zeigt auf einen Mann, der von 
                     hinten genau so aussieht, wie der Störenfried>
 Lisa:               Nein, das ist unmöglich! <er dreht sich um, es ist 
                     jemand völlig anderes> Uff!
 Hugh:               <kommt von der Seite auf den Mann zu> Danke fürs 
                     Buchhalten während ich mir die Schuhe zugebunden hab.
 Lisa:               Nein!

Hugh liest das Buch, Lisa tritt an seinen Tisch.

 Lisa:               Das Buch da brauch ich, das kannst du nicht ewig für dich 
                     beanspruchen.
 Hugh:               Ich bin eben schneller als du.
 Lisa:               Ich war schon bei Kapitel 78.
 Hugh:               Da ist es! <knallt es auf den Tisch, beide lesen 
                     gleichzeiteig> 
 Lisa:               Fertig mit der Seite?
 Hugh:               Vor Jahren schon. Ich hol lieber ein Lexikon.
 Lisa:               Wozu?
 Hugh:               Es wird das Wort "stochastisch" auftauchen.
 Lisa:               <sehr schnell> Zu einem Vorgang gehörig, der eine ziellos 
                     bestimmte Folge von Beobachtungen nach sich zieht. <lacht>

Beide lächeln sich an. Sie umarmen und küssen sich leidenschaftlich.

 Bibliothekarin:     Erst hassen sie sich wie die Pest und plötzlich fallen sie 
                     sich um den Hals und lieben sich. Ich versteh einfach die 
                     Welt nicht mehr.
 Bibliothekar:       Na klar, Sie sind ja auch ein Roboter.
Die Bibliothekarin fängt an zu weinen, elektrische Ladung entsteht, ihr Kopf schmilzt weg.

Hugh und Lisa verlassen ein Kino ("40 Classic Movies Starring Jim Carrey").

 Hugh:               Ich bin noch nie jemandem begegnet, der so den Zauber von 
                     Jim Carrey versteht.
 Lisa:               Er bringt einem zum Lachen nur mit dem verzweifelten 
                     Versagen seiner Gliedmaßen.

Später liegen sie gemeinsam in Lisas Bett in der Dr. und Mrs. Dre Hall.

 Voll bekleidet natürlich! über Lisas Bett hängt ein Plakat der Rolling 
Stones Wheelchair Tour 2010.
 Hugh:               Ich kann einfach nicht glauben, wie viel wir gemeinsam 
                     haben. Wie studieren beide Natur und Umwelt, sind absolut 
                     humorlos in Bezug auf unseren Vegetarismus und lieben 
                     beide die Rolling Stones.
 Lisa:               Ja, doch nicht wegen ihrer Musik sondern wegen ihres 
                     unermüdlichen Einsatzes zur Erhaltung historischer 
                     Gebäude.
 Hugh:               Ich kann's nicht ertragen, den ganzen Sommer von dir 
                     getrennt zu sein. Komm mit mir nach Parkfield Manor!
 Lisa:               Oh, furchtbar gern. Gibt's vegetarische Mahlzeiten 
                     im Haus deiner Eltern?
 Hugh:               Aber selbstverständlich.
 Lisa:               Sehr gut. Denn das Verspeisen von Tieren ist eine Sünde.
 Hugh:               Eine schwere Sünde.
 Lisa:               Wann wird die Welt das lernen?
 Hugh:               Keine Ahnung, ich weiß es auch nicht.

Es ist soweit: Hugh und Lisa sitzen im Flieger nach London.

 Lisa:               Ich mag diese neuen Flugzeuge.
 Hugh:               Ich find's toll, dass sie diese schrullige alte Bauweise 
                     wiederentdeckt haben.
Man sieht, dass das Flugzeug, in dem die beiden sitzen, wie ein alter Doppeldecker (oder vielmehr: Fünffachdecker) gebaut ist und beim Abheben stark schwankt. Später, bei der Ankunft in London sieht man, dass auch Big Ben mit der Zeit geht - die Turmuhr ist inzwischen ein (nicht gestellte) Digitaluhr.

Lisa isst mit den Parkfields. Ihr Abendkleid hat doch frappierende ähnlichkeit mit ihrem bekannten roten Kleidchen.

 Lisa:               Wunderschönes Tafelgeschirr, Mrs. Parkfield.
 Mrs. Parkfield:     Danke Lisa, es wurde für die vornehmste Familie 
                     Großbritanniens angefertigt.
 Mr. Parkfield:      Ich habe leider nicht die geringste Ahnung, wie wir dazu 
                     kommen.
 Lisas Gehirn:       Soll ich lachen? War das der trockene britische Witz oder 
                     heimtückisches Selbstmitleid? Oh, die starren mich an, ich 
                     sollte lieber antworten.
 Lisa:               <lacht unsicher>
 Mr. Parkfield:      Ach wie schön, ein hemmungsloses, lautes, amerikanisches 
                     Lachen zu hören.
 Lisa:               <zeigt auf ein Porträt> Und mir gefällt dieses Gemälde. 
                     Und der Kleidung nach zu urteilen würd ich sagen 17. 
                     Jahrhundert?
 Mrs. Parkfield:     Eigentlich handelt es sich dabei um Onkel Eldred, Lisa. 
                     <zeigt auf einen offenbar geistig verwirrten Mann in 
                     Ritterkleidung, der in einem Goldfischglas angelt>
 Eldred:             Ich bekomme meine Gehirndurchblutungstabletten von der 
                     Gesundheitsbehörde.

Lisa und Hugh genießen ein gemeinsames romantisches Picknick.

 Lisa:               Das ist ein bezauberndes Fleckchen Erde, Hugh, mir 
                     gefällt es hier.
 Hugh:               Ich möchte, dass für dich alles perfekt ist. Ich weiß 
                     auch, was euch Amerikaner am meisten entzückt - ein 
                     Feuerwerk. <Ein Feuerwerk geht los. In Leuchtbuchstaben 
                     entsteht der Schriftzug "Lisa, gibst du mir die Ehre, mir 
                     deine Hand zu geben zum Bund der heiligen E"; der 
                     Schriftzug stoppt abrupt.> Ein Querschläger. <über 
                     Funkverbindung in seiner Armbanduhr zu 2 Helfern> Weiter 
                     mit Plan B. <Eine Kuh mit dem Schild "Heirate mich" taucht 
                     auf>
 Lisa:               Ja, ich will. <Hugh steckt ihr einen Ring an den Finger, 
                     sie küssen sich>
 Helfer 1:           Ist es nicht wunderbar? Master Hugh hat seine große, wahre 
                     Liebe gefunden. <beide Helfer beginnen zu weinen, 
                     elektrische Ladung entsteht, ihre Köpfe schmelzen.>

Lisa telefoniert per Bildtelefon mir ihrer Mutter. Marge hat sich äußerlich kaum verändert, sie hat nur ein paar Falten mehr.

 Lisa:               Hallo Mom.
 Marge:              Lisa, hallo, wie geht's dir denn so in England. Merk dir, 
                     'n Aufzug heißt bei denen 'Lift', 'ne Meile nennt sich 
                     'Kilometer' und Wurstgiftung schimpft sich Steak und 
                     Nierenauflauf.
 Lisa:               Weißt du was? Hugh und ich werden heiraten!
 Marge:              <freut sich, macht einen Luftsprung> Na wer sagt's denn? 
                     Lisa, das ist ja wunderbar! <trauriger Gesichtsausdruck> 
                     Ach, wenn doch nur dein Vater jetzt auch bei uns wäre. Aber 
                     er ist vor ein paar Minuten zur Arbeit gegangen.
 Lisa:               Mom, weißt du noch, wie ich klein war und wir 
                     Heiratspläne geschmiedet haben? Da hast du versprochen, 
                     <zögert> naja, äh, Dad, ähm, davon abzuhalten, alles 
                     zu vermasseln.
 Marge:              <kreuzt die Finger> Keine Sorge, mein Schatz, ich 
                     garantiere dafür, dein Vater wird sich ordentlich benehmen. 
 Lisa:               Das ist ein Fernsehtelefon.
 Marge:              <schielt auf die gekreuzten Finger> Ach was, tatsächlich, 
                     oh nein, ich hatte nur grade 'nen Rheumaanfall.
 Lisa:               <ungläubig> Aha.
 Marge:              <wischt sich Schweiß von der Stirn> Ui.
 Lisa:               Ein Fernsehtelefon!

Bart ist an seinem Arbeitsplatz, er trägt Anzug und Krawatte und hat einen Dreitagebart wie Homer. Seine Frisur ist unverändert. Er spricht mit Marge durch seine Armbanduhr.

 Bart:               Hallo Mom, das mit Lisa ist ist ja 'ne tolle Neuigkeit. 
                     Trotzdem werd ich lieber weiter arbeiten. <beendet das 
                     Gespräch; man sieht, dass er die Abrissglocke einer 
                     Abrissfirma bediehnt> Hahahahaha. Schließlich werd' ich  
                     dafür bezahlt. <zerstört ein Gebäude> Oh ja. <lacht>

Im Atomkraftwerk ("Noch in Betrieb wegen der in die Länge gezogenen Berufungsverhandlung") hat sich die Zahl der Kühltürme auf 4 verdoppelt, fast überall arbeiten nur noch Roboter. Carl und Lenny sind befördert worden und sitzen jetzt in der Chefetage.

 Carl:               Neue internationale Märkte sind mein Ziel.

Nur Homer hat noch seinen alten Job. Er ist noch etwas docker geworden und hat inzwischen nur noch ein Haar auf dem Kopf, die Haare um den Kopf herum sind ebenfalls weniger geworden.

 Homer:              Juhu, ach Marge, das ist ja 'ne tolle Neuigkeit.

Homers neuer Vorgesetzer tritt ein - es ist Milhouse, der eher wie 40 aussieht als wie 20, was wohl vor allem an seiner Glatze liegt.

 Milhouse:           Jetzt ist aber Schluss mit den privaten Anrufen, 
                     Simpson!
 Homer:              Oh, äh, Mr. Milhouse, meine kleine Tochter wird heiraten.
 Milhouse:           Lisa? Oh, meine große, einzige Liebe.

Milhouse erinnert sich zurück, was vor einigen Jahren geschehen ist. Er und Lisa im Teenageralter sitzen in Milouses Auto. Er macht einen äußerst ungepflegten Eindruck und ist voller Pickel. Er sieht ziemlich aus.

 Lisa:               Es liegt nicht an dir, Milhouse. Ich hab nicht die 
                     Absicht, jemals zu heiraten.
 Milhouse:           <weint>

Zurück in die Gegenwart... ähh vielmehr in die Zukunft.

 Milhouse:           Dann werd ich jetzt mal Ihre Anwesenheitsstunden 
                     ausrechnen, Simpson.

Zuhause planen Homer und Marge alles für die Hochzeit.

 Homer:              Ich muss alle anrufen und ihnen die tolle Neuigkeit 
                     erzählen. <nimmt das Telefon ab, doch es wird gerade 
                     benutzt> Was soll das? Maggie, ich muss jetzt 
                     telefonieren.
 Maggie:             <ist in ihrem Zimmer und hängt am Telefon. Ihre Fisur 
                     ähnlt Lisas zu Tracy-Ullman-Zeiten und sie trägt einen 
                     Schnuller um den Hals; genervt> Hmm...
 Homer:              Kann die denn niemals den Mund halten? <zu Marge> Okay
                     Marge, ich werd alles vorbereiten; den Empfang geben wir 
                     bei Moe. Nein, wieso feiern wir da nicht die ganze 
                     Hochzeit, und zwar an 'nem Montag Morgen, dann sitzen da 
                     weniger Betrunkene.
 Marge:              Nimm's nicht persönlich, aber ich hab 'ne einstweilige 
                     Verfügung erwirkt, die dir die Planung der Hochzeit 
                     verbietet.
 Homer:              <überfliegt sie> Naja, scheint schon in Ordnung zu sein.
                     Ich leg mich im Garten in die Hängematte.

Wir sehen eine Einladung zur Hochzeit in der Hand von Waylon Smithers. Auch er hat einige Haare lassen müssen.

 Smithers:           <liest> "Mr. Smithers mit einem Gast" Tja, es gibt nur 
                     einen, den ich gerne mitbringen würde. <zieht aus der Wand 
                     eine Bahre, auf der der eingefrorene Montgomery Burns 
                     liegt> Ach Mr. Burns, wir tauen Sie wirklich sofort 
                     auf, sobald es eine Heilungsmethode... für 17 Stichwunden 
                     im Rücken gibt. <zu einem Forscherstab unter der Leitung 
                     des kaum gealterten Professor Frink> Wie sieht's aus, 
                     Jungs?
 Frink:              Wir sind immerhin schon bei 15! <die Forscher jubeln>

Auch Rektor Skinner (Hinterkopfglatze, einige Falten) erhält eine Einladung. Er hat immer noch seinen alten Job, nur ist die Schule noch dreckiger und verwahrloster. Er betritt ein Klassenzimmer, in dem die Schüler in 3 Reihen übereinander sitzen. Es läuft ein Riesenfernseher, in dem Troy McClure Addition und Subtraktion presentes by Pepsi unterrichtet. Troy ist inzwischen ergraut und sieht ein bisschen aus wie Kent Brockman.

 Troy:               Kommen wir zur nächsten Aufgabe. Wenn man 3 Pepsis hat und 
                     nur eine trinkt, um wieviel mehr ist man dann erfrischt? 
                     Du, Rotschopf in einer Chicagoer Schule? <Split Schreen: 
                     am unteren linken Bildschirmranderscheint das Bild eines 
                     Mädchens>
 Mädchen:       Pepsi?
 Troy:               Teilweise richtig.

Skinner betritt den Raum. Miss Hoover, die neben dem Fernseher ein Buch liest, schaut auf. Abgesehen von en paar Falten hat sie sich recht gut gehalten.

 Skinner:            Eine Einladung zur Hochzeit bei unserer einzigen 
                     Absolventin, die Erwachsenenbücher liest.
 Hoover:             Hm, das muss Lisa Simpson sein, denn Martin Prince ist  
                     bei der Explosion auf der Forschungsmesse umgekommen.

Doch tief unten, unter der Erde, das Gesicht Ó la 'Phantom der Oper' verdeckt, an einer Orgel.

 Martin:             Nicht direkt umgekommen, geliebtes Weib, obwohl ich's mir 
                     manchmal gewünscht hätte. <spielt eine Funky-Version von 
                     Beethovens Schicksalsymphonie>

Hugh und Lisa steigen am Flughafe in ein Taxi - von Otto Cab Co. - gegründet 2003 von Otto Mann, jetzt mit Anzug und Krawatte. Und auch ihr Fahrer ist kein unbekannter.

 Lisa:               Augenblick, Sie kenn' ich doch! Bürgermeister Quimby!
 Quimby:             <dreht sich um; er hat einen Dreitagebart und sieht etwas 
                     verwahrlost aus> Oh, äh, ja, äh, nein, da ist mein 
                     Führerschein, ich heiße Mohammed Jaffar.
 Otto:               <meldet sich per Funk> Nach dieser Fahrt beweg deinen 
                     verknackten Arsch zum Konferenzzentrum, Quimby!
 Quimby:             Ich zerschneide das Band beim Konferenzzentrum.

Je näher sie zum Simpsonshaus kommt um so aufgeregter ist Lisa.

 Lisa:               <lacht nervös> Nur noch ein paar hundert Meter und dann 
                     bin ich zu Hause. <lacht nochmal, hyperventiliert>
 Hugh:               Keine Angst, Lisa, ich werd mich mit deiner Familie 
                     bestimmt gut verstehen. Du hast mich sorgsam auf das 
                     Schlimmste vorbereitet. Solange sie nicht in der Gosse 
                     hocken und sich Popel aus der Nase ziehen.
 Lisa:               Und wenn dem so ist?

Es ist so weit: die beiden kommen an, und sie werden schon erwartet.

 Bart:               He, da kommen sie, hisst die Flagge!

Homer hisst den Union Jack. Er hängt gefährlich nahe an einer Insektenvernichtungslampe. Lisa und Hugh steigen aus.

 Marge:              Oh Lisa!
 Homer:              Oh, Hugh. Eine kleine Probe unserer amerikanischen 
                     Gastfreundschaft. Was hältst du davon? <tritt zur Seite; 
                     der Union Jack hat Feuer gefangen>
 Hugh:               <erschrickt, hat Tränen in den Augen>
 Lisa:               <entsetzt> Daaaaaaaaad! <zeigt auf die Flagge>
 Homer:              Nein!

Homer holt die Flagge herunterm, er und Bart versuchen, das Feuer auszutreten.

 Marge:              Ihr müsst Kompost draufwerfen! <Bart und Homer tuen wie 
                     geheißen>
 Homer:              <hebt den gelöschten, aer stinkenden Union Jack auf> Iih! 
                     <gibt ihn Hugh> Dann viel Vergnügen!
 Hugh:               <mit Tränen in den Augen> Oh, noch warm!
 Lisa:               <hyperventiliert>

Im Haus elbst betritt Homer mit Lisa und Hugh einen Anbau.

 Homer:              Ihr könnt das neue Gästeschlafzimmer ausprobieren, das ich 
                     angebaut habe. Vergesst nicht, wenn die Bauaufsicht kommt, 
                     das ist kein Zimmer sondern 'ne Fensterausbuchtung. 
                     <verlässt den Raum>
 Lisa:               <umarmt Hugh> Ach Hugh, danke, du warst wunderbar, 
                     trotz all dieser Peinlichkeiten.
 Hugh:               Lisa, ich liebe dich so sehr, ich bin bereit, alles zu 
                     ertragen. <der Boden bricht unter seinen Füßen weg, er 
                     fällt>
 Lisa:               Bist du verletzt?
 Hugh:               Nein, alles in Ordnung, Lisa. Zum Glück hat der 
                     Komposthaufen meinen Sturz gebremst. Sei ein Schatz, lass 
                     mir ein Bad ein.

Mittagszeit. UBF isst wie üblich wie die Schweine, Hugh ist geschockt.

 Marge:              Homer, Bart, Maggie, Gesellschaftsessmanieren!
 Homer:              <rülpst, hält dabei aber die Hand vor dem Mund> 
                     Ach ja. <alle essen danach übertrieben vornehm weiter>
 Bart:               Wie auch immer, Hugh, es gibt weiß Gott mehr in meinem 
                     Leben als die Abrissbirne. Ich presse auch Autos zu 
                     Würfelchen und nebenbei veranstalte ich einen 
                     Muskelprotzwettbewerb. Damit baue ich sämtliche 
                     Aggressionen ab, bis ich Jura studiere.
 Homer:              Na, Hugh, kennst du schon die neuesten amerikanischen 
                     Witze? ääh, das ist ein guter: <streckt ihm den 
                     Zeigefinger hin> Zieh an meinem Finger!
 Hugh:               <lacht> Die Nummer gibt's bei uns in England auch, 
                     Mr. Simpson.
 Homer:              <mit Nachdruck> Ich hab gesagt zieh an meinem 
                     Finger!
 Lisa:               äh, Mom, wir wollten doch heute nachmittag mein 
                     Hochzeitskleid anprobieren gehen. Maggie, wenn du nichts 
                     vorhast, kannst du ja mitgehen.
 Maggie:             <setzt zum Sprechen an>
 Marge:              Maggie, man spricht nicht mit vollem Mund!
 Maggie:             <grummelt genervt>
 Homer:              Ich und Bart zeigen Hugh am Nachmittag mal die Stadt.
 Lisa:               Nach diesem Sturz sollte Hugh sich lieber schonen.
 Hugh:               Ach Lisa, bitte, ich hab mir bei dem Sturz nur die 
                     Wirbelsäure geprellt. <zu Homer> Es wäre mir ein Vergnügen!
 Homer:              Schön. Als Gegenleistung bitt' ich dich nur um 
                     einen Gefallen.
 Hugh:               Aber gern.
 Homer:              <energisch> Zieh an meinem Finger!

Die 3 Männer fahren schließlich im Auto zu Moe. Hugh hat allerdings etwas Panik.

 Homer:              Na, auf der linken Straßenseite fahren muss Ihnen doch 
                     vorkommen wie zu Hause.

Dennoch kommen sie heil bei Moe an. Dieser hat inzwischen eine Glatze und trägt eine Augenklappe. Im Fernsehen läuft eine Nachrichtensendung auf CNNBCBS ('A Division of ABC'), moderiert vom kaum gealterten Kent Brockman.

 Kent:               Heute abend wurden unter anderem folgende Prominente 
                     verhaftet: <schnell laufe einige Namen durchs Bild, u.a. 
                     Dr. Brad Pitt, John John John Kennedy, The Artist formrtly 
                     known as oY+>, Tim Allen jr. und Sideshow Ralph Wiggum>
                     Während Heather Locklear-Fortensky sich auf freiem Fuß 
                     befindet. Aufgepasst, wenn Sie Prominenten begegnen, 
                     betrachten Sie sie als gefährlich.
 Hugh:               Dieser Pub gefällt mir wirklich.
 Moe:                Oh, der Knabe kommt aus England, he? Im 2. Weltkrieg haben 
                     wir euch den Arsch gerettet.
 Hugh:               Dafür haben wir euch im 3. Weltkrieg den Arsch gerettet.
 Moe:                Das stimmt.
 Homer:              Hugh, ich möchte dir etwas schenken. Diese 
                     Manschettenknöpfe hab ich von meinem Dad und hab sie bei 
                     der Hochzeit mit Marge getragen, sie haben uns Glück 
                     gebracht. Eine glücklichere Ehe kann ich mir nicht 
                     vorstellen. Es gibt nur wenige Traditionen in unserer 
                     Familie, darum würde es mir eine Menge bedeuten, wenn du 
                     diese am Leben erhalten würdest. <gibt ihm eine Schachtel>
 Hugh:               Ich fühle mich geehrt... <sieht die Manschettenknöpfe - 2 
                     kleine dicke Schweinchen, eines als Braut, eines als 
                     Bräutigam> ...diese - wie soll ich sagen - zu tragen.
 Homer:              <gerührt> Ooh.

Bart spielt eine virtuelle Runde Pool-Billard. Ein anderer Gast, er spielt virtuelles Dart, trifft Bart mit einem seiner Pfeile.

 Bart:               Was soll das imaginäre Dartspiel? Machen wir lieber 'nen 
                     Boxkampf. <die beiden prügeln sich virtuell>
 Moe:                Hey, hey! Keine Prügeleien in meiner Bar! <drückt einen 
                     Knopf, ein sehr hoher Ton direkt in ihre Kopfhörer zwingt 
                     die beiden zur Aufgabe, sie gehen zu Boden>

Marge und Homer liegen gemeinsam im Bett und schauen fern. Während Homer isst, Marge macht ein angewidertes Gesicht.

 Marge:              Weißt du, Fox hat sich ganz langsam Schritt für Schritt in 
                     einen Pornokanal verwandelt, so dass ich's gar nicht 
                     bemerkt hab. Ja.
 Homer:              Ach, ich find es toll, dass die ganze Familie unter einem 
                     Dach zusammen ist. Ich hab gar nicht gewusst, wie sehr mir 
                     das fehlt. Hörst du das Geflüster und Gestöhne nebenan? 
                     Endlich herrscht wieder richtiges Leben im Haus. <klopft 
                     gegen die Wand> Seid gefälligst leiser!

Lisa liegt neben Hugh im Bett

 Lisa:               <genervt> Ist ja gut, Dad! <zu Hugh> Es tut mir leid, dass 
                     ich dich mit Homer und Bart allein gelassen hab.
 Hugh:               Wieso denn, Schatz? Es war sehr amüsant.
 Lisa:               Woher hast du denn die Platzwunde an der Stirn?
 Hugh:               Wir mussten uns in der Mülltonne verstecken als in dem 
                     Lager mit den Pornoheften die Alarmanlage losging.
 Lisa:               Ach, ich finde es toll, wie du mit all dem fertig wirst.
 Hugh:               Hach, sei doch nicht albern, Lisa! Es ist alles in bester 
                     Ordnung, wirklich. Jetzt schlaf endlich! Wir haben morgen
                     einen großen Tag vor uns. Einen großen, langen Tag. <sie 
                     küssen sich, Lisa schläft, Hugh ist sichtlich besorgt>

Lisa und Marge kurz vor der Abfahrt zur Trauung.

 Marge:              Lisa, ich kann's immer noch nicht fassen, dass du schon 
                     heiratest!
 Lisa:               Mom, ich komm mir komisch vor, weiß zu tragen. Immerhin, 
                     mit Milhouse...
 Marge:              Ach, Milhouse zählt nicht! <beide lachen>
 Lisa:               Okay, jetzt trag ich was altes, und zwar diese 
                     Perlenkette, und was neues, dieses Brautkleid. Dann was 
                     Geborgtes, diese alte Brosche von Hughs Mutter... jetzt 
                     brauch ich nur noch was Blaues...
 Marge:              <schneidet sich eine Locke aus dem Haar, gibt sie Lisa>
                     Hier.
 Lisa:               Oh, Mom, danke. <sie umarmen sich>

Die Hochzeit findet in freier Natur statt, es stehen 3 Zelte: ein großes für die Zeremonie und je ein kleines für Braut und Bräutigam. Ein Fluss fließt, vorüber, und der Einfluß des Kernkraftwerks darauf ist überdeutlich: es schwimmen darin nämlich eine sechsäugige Version von Blinky, ein Fisch mit Kuhkopf und einer mit dem von Professor Frink. Bart betritt Lisas Zelt.

 Bart:               Oh Lisa, wenn ich dich so sehe, krieg ich direkt Lust, zum 
                     3. Mal zu heiraten. Auf Hughs Junggesellenabschiedsparty 
                     hab' ich 'ne exotische Tänzerin kennengelernt.
 Lisa:               Hugh hat gar keine Party gegeben.
 Bart:               Die haben wir zu seinen Ehren veranstaltet. <Lisa schaut 
                     ungläubig> Ich meine ich war... in einem Stripteaseclub. 

Hugh stellt Homer seinen Eltern vor und macht dabei keinen glücklichen Eindruck.

 Hugh:               Tja, dann muss es wohl sein. Mom, Dad, darf... darf ich 
                     vorstellen, Homer Simpson.
 Mr. Parkfield:      Guten Tag.
 Mrs. Parkfield:     Guten Tag, angenehm.
 Homer:              Hey, hallo, freut mich, sie kennzulernen. <die vier 
                     schweigen sich an> Wisst ihr, was ich bei euch Engländern 
                     toll finde? Octopussy! Diesen verrückten Film hab ich 
                     bestimmt... zwei äh Mal gesehen.
 Hugh:               Oh, ja, richtig. Der ist nicht übel.

Patty und Selma betreten das Hauptzelt, sie sind ziemlich alt und pummelig geworden. Sie gehen an den Flanders (während Maude sich recht gut gehalten hat ist Ned deutlich gealtert, seine Haare sind grauer und weniger geworden, er ist ganz faltig) und an Edna Krabapple, die sich auch kaum verändert hat, vorbei. Edna trägt einen großen Hut.

 Patty:              Hey, Krabapple, sie stehen dem Bouquet im Weg! Ich knall' 
                     Ihnen den Sonnenhut ins Genick.

Auch Smithers kommt, zusammen mit dem frisch aufgetauten Monty Burns, der noch etwas steif geht.

 Burns:              Smithers, bringen Sie mich nach Hause, ich bin noch nicht 
                     ganz aufgetaut!
 Smithers:           Unsinn, setzen Sie sich und ruhen Sie sich einen Moment 
                     aus. So... <als Smithers versucht, Burns auf einen Stuhl 
                     zu drücken, bricht Burns' Unterkörper ab> Oh nein! Ich 
                     hab's geahnt! Jetzt haben wir den Salat!
 Burns:              Vom Kummerbund abwärts hab ich kein Gefühl mehr.

Homer betritt Lisas Zelt

 Homer:              Oh la la!
 Lisa:               Hallo Dad!
 Homer:              Du siehst hinreißend aus, mein Schatz!
 Lisa:               Danke.
 Homer:              Die kleine Lisa, Lisa Simpson. Ich hab immer gespürt, dass 
                     du das beste Stück bist, dem ich meinen Namen gegeben habe. 
                     Nachdem du gelernt hast, dir die Windeln selbst 
                     zusammenzukleben, warst du klüger als ich.
 Lisa:               Ach Dad!
 Homer:              Nein, nein, lass mich ausreden. Du sollst wissen, dass ich 
                     immer stolz auf dich war. Du bist die Erfüllung meines 
                     Lebens und das hast du alles selbst geschafft. Du hast mir 
                     geholfen, meine Frau besser zu verstehen und mich zu einem 
                     besseren Menschen gemacht. Aber du bist auch meine Tochter. 
                     Und ich glaube nicht, dass jemand eine bessere Tochter hat 
                     als ich.
 Lisa:               Du plapperst dummes Zeug.
 Homer:              Siehst du? Jetzt hilfst du mir schon wieder. <küsst sie>
 Lisa:               <sieht, dass Homer die Schweinchenmanschettenknöpfe trägt> 
                     Hey Dad, hast du vergessen, Hugh die Manschettenknöpfe zu 
                     geben?
 Homer:              <zögert> Nein.
 Lisa:               Aber...
 Homer:              Sie lagen heute morgen auf der Nachtkonsole. Sie waren 
                     wohl nicht seine Kragenweite. Mach dir keine Sorgen.
 Lisa:               Aber du hast die ganze Woche von nichts anderem 
                     gesprochen. Er hat's bestimmt nur vergessen <nimmt die 
                     Knöpfe>

Lisa betritt Hughs Zelt

 Hugh:               Lisa! Wir dürfen uns vor der Hochzeit doch nicht sehen! 
                     Das ist Tradition!
 Lisa:               Und was ist mit meiner Familientradition? <streckt ihm die 
                     Manschettenknöpfe hin>
 Hugh:               Du wirst doch nicht ernsthaft von mir verlangen, dass ich 
                     die vor meinen Eltern und meinen Freunden trage.
 Lisa:               Aber du hast es meinem Daddy versprochen!
 Hugh:               Ich hab ihn nur auf den Arm genommen, Schatz. Ich hab 
                     nämlich ein bisschen Angst vor ihm.
 Lisa:               Ich weiß, dass sie albern aussehen, aber du verletzt seine 
                     Gefühle, wenn du sie nicht trägst.
 Hugh:               <gibt auf> Gut, bitte. <steckt sie an> Ich muss sagen, du 
                     hattest recht. Es war wirklich eine echte Qual. Ich hab 
                     mich bemüht, mich mit deiner Familie privat anzufreunden, 
                     auf ironischer Basis. Für mich ungewohnt. Ein absolutes 
                     Desaster! Zugleich ein warnendes Beispiel. Es hat nicht 
                     funktioniert. Offen gesagt bin ich froh, wenn wir wieder in 
                     England sind und nichts mit ihnen zu tun haben.
 Lisa:               Soll das heißen, wir sehen meine Eltern nie mehr wieder?
 Hugh:               Naja, vielleicht kommt deine Mutter, wenn unsere Kinder 
                     geboren sind.
 Lisa:               Ich kann es nicht glauben, was ich da höre, ich will meine 
                     Familie nicht aufgeben!
 Hugh:               Aber Lisa, du hast dieses Leben hier doch nicht verdiehnt. 
                     Du bist wie eine Blume, die aus einem Misthaufen wächst.
 Lisa:               <wütend> Ein Unverschämtheit, so was zu sagen!
 Hugh:               Jetzt hör aber auf, du beklagst dich doch am meisten über 
                     sie.
 Lisa:               Das mag ja sein, aber trotzdem liebe ich sie. Ich habe 
                     allerdings das Gefühl, dass du das nicht verstehst. <geht, 
                     drückt Hugh vorher aber etwas in die Hand>
 Hugh:               <schaut in seine Hand - es ist der Ehering>

Im Hauptzelt ist alles auf die Trauung vorbereitet.

 Lovejoy:            <faltig, hohe Stirn> Und nun singt "Oh wunderbare 
                     Gnade" Miss Maggie Simpson.
 Hibbert:            <weniger Haare, sonst kaum verändert; kichert> Sie sieht 
                     abscheulich aus, aber sie hat eine wunderbare Stimme.
 Maggie:             <räuspert sich>
 Hugh:               <platzt herein, bevor Maggie anfangen könnte> Sofort 
                     aufhören, die Hochzeit ist abgesagt! <Aufschrei geht durchs 
                     Zelt>
 Krabapple:          Ha! So was hab ich ja noch nicht erlebt! Unmöglich!
 Nelson:             <praktisch unverändert> Ha ha!
 Nelson junior:      <ganz der Vater> Hi hi!
 Krusty:             <stark gealtert, im Rollstuhl, dunkelgrüne Haut, Zigarre 
                     im Mund; völlig fertig> Whaa.
 Lovejoy:            Das ist wahrlich eine traurige Nachricht. Und das wäre 
                     alles nicht passiert, wenn die Hochzeit innerhalb der 
                     Kirche vor Gott stattgefunden hätte, statt hier draußen vor 
                     dieser mehr als armseligen Naturkulisse.
 Doris:              <kaum gealtert> Wer möchte Kuchen? <eine riesige Meute 
                     stürzt sich in ihre Richtung>
 Lisa:               <verlässt enttäuscht das Szenario; weint>

Damit endet die Vision der Wahrsagerin, wir befinden uns wieder im Jahr 1995.

 Lisa:               Oh...
 Wahrsagerin:        Am Tag darauf wird Hugh nach England zurückfahren und du 
                     wirst ihn nie mehr wieder sehen.
 Lisa:               Wow. Aber da ich es nun weiß, lässt sich die Zukunft nicht 
                     ändern?
 Wahrsagerin:        Nein. Aber versuch, die überraschte zu spielen!
 Lisa:               Ich dachte, du erzählst mir was von meiner echten Liebe.
 Wahrsagerin:        Die große Liebe findest du auch. Aber ich bin darauf 
                     spezialisiert, Beziehungen vorauszusagen, die einen richtig 
                     beuteln. 
Die Wahrsagerin lacht auf einmal wie verrückt, wirft eine Rauchbombe, der Rauch verdeckt das ganze Zelt, nur noch ihr Lachen ist zu hören; als der Rauch sich verzogen hat, sitzt sie immer noch da.

Lisa geht vorsichtig zurück, das Kaninchen, ähh, den Esquilax in ihren Armen und legt ihn in seine Kiste zurück, während Chief Wiggum friedlich schläft. Als sie weitergeht, taucht auch plötzlich Homer auf.

 Homer:              Lisa, Lisa, wo warst du, du hast was ungeheuerliches 
                     verpasst.
 Lisa:               Hallo Dad. <umarmt ihn>
 Homer:              Ich hab 7 Pfund Nougat verputzt!
 Lisa:               Wow.
 Homer:              Der Mann an dem Stand sagt, das sei ein Rekord.
 Lisa:               Toll. Was hast du noch gemacht, Dad?
 Homer:              Ich bin Tassenkarussel gefahren, doch dann wurde mir übel 
                     und ich musste mich setzen, doch danach bin ich gleich 
                     wieder gefahren.

Die beiden stürzen sich wieder ins Getümmel. Der Abspann wird mit mittelalterlichen Instrumenten gespielt.


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