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Die Simpsons

[1F12] Lisa Kontra Malibu Stacy

Originaltitel: [Lisa vs. Malibu Stacy]
Erstausstrahlung in N.A.: 17.02.94
Erstausstrahlung in Deutschland: 13.05.95
Erstellt von: André Conrad <a.conrad@bigfoot.de>
Letztes Update: 11.08.99

 Tafel: 
Sax:
Couch: UBF wird vom Monty-Python-Fuß zerstampft

Eröffnungsfeier einer neuen Klinik: 'Zentrum Für Geriatrische Medizin' Unter dem Schild hängt ein Laken mit der Aufschrift: 'Große Eröffnung Treffen Sie Matlock aus dem TV' Davor: Dr. Hibbert am Rednerpult. Er hält die Eröffnungsansprache. Vor ihm haben sich hunderte alter Menschen versammelt.

 Hibbert:                 Willkommen in unserem neuen Zentrum für geriatrische
                          Medizin in Springfield!
                          Gerade für alte Menschen ist die Gesundheitsvorsorge von
                großer Bedeutung...
 Abe:                     <schreit dazwischen> Kommen wir zu Matlock! Maaatlooock!!!
 Hibbert:                 Bitte, dann will ich nicht weiter abschweifen
                <lacht (wie so oft)>, sondern Ihnen den Mann präsentieren,
                der junge Leute dahin bringt, wo sie hingehören: hinter
                          Gitter. TV-Star Matlock!

Andy Griffith (alias Ben Matlock), an dem die Jahre offensichtlich auch nicht spurlos vorübergegangen sind, denn er schleppt sich auf Krücken die Treppe zur Bühne hoch, erscheint.

 Alte Frauen aus dem Publikum <singen>:
                          Wir lieben Matlock. Er ist unser ein und alles.
                Wir lieben Matlock. Er gehört nur uns allein.

Kurz bevor er Hibbert erreicht, stürzen sich die Alten auf die Bühne und werfen Matlock zu Boden. Sie reißen ihm Fetzen von seiner Kleidung ab und strangulieren ihn fast mit seiner Krawatte. Jasper und Abe sitzen im Bus und fahren zurück ins Heim.

 Jasper:                  Was bekümmert dich Abe? Seit drei Wochen redest du
                          davon Matlock zusehen. Jetzt hast du ihn gesehen - ihm
                          seine Pillen stibitzt... <ließt das Etikett der Dose>
                          Stündlich eine Tablette zur Vermeidung spastischer
                          Herzkrämpfe.

Ein Ambulanzwagen fährt mit Blaulicht vorbei. Der Sanitäter benutzt den Defibrilator.

 Sanitäter:      Weitermachen! [?]

 Jasper:                  Du bist völlig stumm.
 Abe:                 Der Anblick dieses müden, alten Klappergestells hat mir
                vor Augen geführt, daß ich leider auch kein Springinsfeld mehr
                bin. Ich spüre schon die feuchtkalte Hand des Todes auf
                meiner Schulter <schiebt seine Jacke zurück, seine eigene
                          Hand liegt auf seiner Schulter>.
                Haaalt, das ist ja meine Hand.

Im Simpson-Wohnzimmer: UBF sitzt auf der Couch. Vor ihnen steht Abe.

 Abe:                 Hallo, euch ist ja wohl klar, daß ich nicht mehr allzulange
                unter euch weile. Darum habe ich beschlossen, euch euer Erbe
                zu geben, bevor ich sterbe.
                          Dann erlebe ich wenigstens noch, wie ihr euch freut.
                          Lisa, soviel ich weiß, liest du sehr gern und deswegen vermache
                ich dir hiermit die private Korrespondenz meines gesamten Lebens
                <überreicht Lisa ein Bündel Briefe>.
 Lisa:                Danke. <öffnet einen altes Western Union Telegramm und liest>
                Mr. Simpson. Stop. Ihre ständigen Briefe werden zu einer Plage.
                Stop. Sollte das nicht aufhören, werde ich gerichtliche
                          Schritte einleiten. Stop.
                          Gezeichnet Boris Karloff, Hollywood, Kalifornien.
 Abe:                 Und meinem Sohn Homer...
 Homer:               <reißt die Arme hoch> Juhuu!
 Abe:                 ...und seiner gesamten Familie...
 Homer:               <zuckt zusammen> Nein!
 Abe:                 ...hinterlasse ich das hier <Er öffnet eine
                          Havanna-Zigarrenkiste>
                          Eine Schachtel prägefrischer Silberdollar mit dem Kopf
                der Freiheitsstatue von 1918.

UBF schaut etwas irritiert auf die blinkenden Münzen.

 Abe:                 Ihr müßt wissen, damals reisten viele reiche Leute in
                          Zeppelinen durch die Gegend und warfen Münzen auf die
                          Leute herunter. Und eines Tages sah ich den berühmten
                          John D. Rockefeller vorbeifliegen. Da bin ich sofort mit
                          einem großen Waschzuber aus dem Haus gerannt.
                          <Plötzlich bemerkt er, daß sich UBF ihre Jacken anzieht
                          und auf dem Weg aus dem Haus ist.>
                          Hey! Wo wollt ihr hin?
 Homer:               <mit der Kiste in den Händen> Dad, wir würden gerne weiter
                          deinen amüsanten Anekdoten lauschen, aber wir müssen
                          schnell ins Einkaufszentrum um die Münzen hier auszugeben.

Die Simpsons und ihr Opa sitzen im Wagen und verlassen das Grundstück.

 Abe:                 <plappert munter weiter> Wo waren wir? Ah, beim Waschzuber.
                Ich hatte ihn an dem Morgen gerade erst benutzt,
                um meinen Truthahn zu waschen.

Sie sind im Einkaufszentrum. UBF hat bereits völlig auf Durchzug geschaltet.

 Abe:                     Diese Vögel waren damals noch als ganz normale
                          Laufvögel bekannt. Bei uns gab es zum Erntedankfest
                          immer einen Laufvogel. Mit allem was dazugehört:
                          Preiselbeeren, Indianeraugen und süßen Kartoffeln mit
                Schießpulver überbacken.

Man erreicht einen Spielzeugladen: Kinderland USA' - 'Hat Nichts Mit Dem Kinderland Juvenile Erziehungs-Farm Zu Tun'

 Abe:                 Anschließend haben wir uns alle ein Footballspiel angesehen,
                was damals noch als Baseball bezeichnet wurde.

Im Laden: Maggie schreibt auf einer Etch-A-Sketch(TM)-Zaubertafel kunstvoll ihren Namen. Homer knallt unversehens ein anderes Spielzeug auf die Tafel.

 Homer:                   Sieh mal Maggie. Das ist Sergeants Raufbolds Kommandoposten
                auf dem Berggipfel. Komplett mit todbringenden Raketen,
                die richtig fliegen.
 Marge:                   <kommt hinzu> Hmmm. Ich bitte dich, das ist doch viel
                zu gefährlich für ein Baby wie Maggie.
 Homer:               Ach, jetzt hör auf Marge. Du bist viel zu...

Er schneidet sich am Kommandoposten den Finger.

 Homer:               AUUU!!

Er wird kurzzeitig unter Strom gesetzt und schießt schließlich noch versehentlich eine der Raketen in den Mund, welche dort verpufft.

 Abe:                     <nimmt sich eine Rakete aus einem Regal und reißt
                          die Packung auf> In meiner Jugend mußte das Spielzeug
                          noch was aushalten. Seht euch den Schrott hier an.
                          Geht kaputt, sobald man ihn aus der Schachtel nimmt
                          <Er zerbricht die Rakete mit einiger Mühe und läßt sie
                          fallen.>. Und dann hier diese Zinnsoldaten. Sind sofort
                platt wenn man nur ein paar mal drauftritt. Ihr dämlichen
                          Zinnsoldaten, ihr werdet euer blaues Wunder erleben!

Er trampelt auf dem Plastiksoldaten herum. Zwei Wachmänner erscheinen und ergreifen Abes Arme.

 Wachmann:                Schon gut. Wir nehmen dich mit Großvater, dann werden
                          dir die bösen Soldaten nichts mehr tun.

Derweil geht Homer im Laden umher und hört plötzlich einen Ton. Als er auf den Boden blickt, entdeckt er eine riesige Klaviertastatur auf dem Boden, die offenbar mit dem Füßen bedient wird und bei jedem Anschlag zusätzlich noch leuchtet. Er probiert noch ein paar Tasten, bis er das Prinzip begriffen hat und legt schließlich los:

 Homer:                   <singt(ziemlich schräg)> One, two, three o'clock,
                four o'clock, rock!  Five, six, seven o'clock,
                          eight o'clock, rock!

Ein paar Kunden versammeln sich, um zuzusehen. Hat Homer zu Beginn noch die richtigen Noten gespielt, so springt er jetzt nur wild auf den Tasten herum. Rückkopplungsgeräusche und unerträgliche Musik sind die Folge.

 Homer:                   Rock, rock, rock...

Die Menge hält sich die Ohren zu. Die nervenden Töne sind in ganzen Gebäude zu hören. Homer beginnt auf dem Bauch die Tasten entlangzu"schwimmen". Die Hunde im Tierladen beginnen zu jaulen.

 Homer:                   We're gonna rock around a rock,
                          around the clock toniiiiight!

Mit den letzten Worten zerschmettert Homer das Keyboard, indem er auf Knien darauf entlangrutscht. Die Menge ist sauer und buht ihn aus.

 Homer:                    <verbeugt sich> Danke, vielen herzlichen Dank.

Lisa und Marge betreten die Puppenabteilung. Am Eingang hängt ein Schild:'Tal Der Puppen' Lautes Mädchengezanke ist aus einer Ecke zu hören. Lisa und ihre Mutter erschrecken, als sie den Tumult bei den Malibu Stacy Puppen sehen.

 Lisa:                Ich warne dich Mum, ich dreh' vielleicht auch
                          gleich durch.
 Marge:                   Das versteh' ich doch Schatz, in deinem Alter
                          war ich auch...
 Lisa:                    <stürmt auf ein Mädchen zu und würgt es> Hey du
                          Pferdegesicht, nimm deine dreckigen Pfoten von
                          der Schachtel mit den Sommerspielen!

Am Stand mit Sonderangeboten:

 Mädchen #1:         <hält eine Schachtel mit einer Cowgirl-Puppe> Sieh
                          mal, Acky Bracky Stacy für 'nen Dollar neunundneunzig.
 Mädchen #2:         Oohh! Stacy live auf der Probe für neunundneunzig Cent.
 Beide:                   <wohl doch nicht ganz überzeugt>
                          Ooouu! <Sie lassen die Puppen liegen.>

Ein Angestellter schiebt einen Pappkarton herein.

 Mädchen #3:     Was ist in dem Karton?
 Angestellter:            Ach, äh ich glaub die, äh, neue sprechende Malibu Stacy.

Nachdem sich alle Mädchen wissend angesehen haben, stürzen sie sich völlig hysterisch auf den Karton, ohne Rücksicht auf den Verkäufer zu nehmen.

 Angestellter:            Hilfe,...Hilfe Mr. Vice !!

UBF und Abe fahren wieder zurück nach Hause. Ein Miniofen befindet sich auf der Mittelkonsole des Wagens. Als eine Glocke ertönt entnimmt ihm Homer einen Kleiekuchen und macht sich daran ihn zu buttern.

 Marge:                   Ich halte daß für keine so gute Idee, das während der
                          Fahrt zu machen.
 Homer:                   Marge, deswegen hab' ich das einbauen lassen.

Bart hat die Komandostation gekauft und wackelt mit ihr auf seinem Schoß herum.

 Bart:                    Aioooiiuahniaianmmmm.
 Abe:                     Hey, sei gefälligst vorsichtig mit dem Ding:
                          meine Schädeldecke ist dünn wie 'ne Eierschale.

Eine Rakete löst sich, fliegt aus dem Wagenfenster und detoniert irgendwo ziemlich spektakulär hinter dem Auto.

 Lisa:                    <mit ihrer neuen sprechenden Malibu Stacy>
                          Danke, daß du uns das alles geschenkt hast Gandpa.
 Abe:                     Naja, mir wäre lieber gewesen, ihr hättet euch was
                          sinnvolles gekauft, wie Doppelfenster oder 'ne hübsche Orgel.
                          Ich habe schrecklichen Durst. Wieso riecht es hier plötzlich
                          nach Senf? Scheinen sehr viele unangenehme Leute bei euch in
                          der Nachbarschaft zu wohnen. Seht euch den da an.

UBF verläßt schnell den Wagen als, sie in der Einfahrt eingefahren sind. Abe bleibt im Wagen zurück und redet ungebremst weiter.

 Abe:                     Ach, mein grüner Star ist auch gerade schlimmer geworden. Und
                          euer Präsident ist ein Demmykrat. Hey, hey ich krieg meinen
                          Sicherheitsgurt nicht auf! Hallo, hallooo!! <drückt die Hupe>.

Abe hat sich offensichtlich befreit und betritt das Haus.

 Abe:                     Ja, und es liegt viel zuviel Laub in eurer Einfahrt.

Zimmertüren werden zugeschlagen. Abe setzt sich deprimiert auf das Sofa und schaltet den Fernseher an. Homer versucht sich hinter ihm vorbeizuschleichen, stolpert aber über das Telefonkabel, so daß Abe ihn bemerkt.

 Abe:                     Warum versucht ihr, mir immer aus dem Weg zu gehen. Mahnt
                          euch mein verwelktes Gesicht an das Schreckgespenst
                          des Todes?
 Homer:                   Ja, aber was noch schlimmer ist...<Pause>... Dad, ich liebe
                          dich, aber du bist ein komischer, dauernd beleidigter
                          Querulant und keiner mag dich.
 Abe:                     Ach, Gott verdammt, höchstwahrscheinlich bin ich ein
                          Querulant. Aber was soll ich denn dagegen unternehmen
                          mein Sohn?

Wie immer weiß das Fernsehen rat: just in diesem Moment läuft ein Werbespot für Buzz-Cola. Greise Menschen verwandeln sich nach dem Genuß der Zuckerbrause in eine fetzige Rockband. Ein alter Mann trägt plötzlich Sommerkleidung und spielt E-Gitarre. Im Hintergrund wachsen nun Plamen.

 Mann:                    Ein Schluck und ich bin total high.
 Sprecher:                Buzz-Cola: ein heißer Boogie in jeder Flasche.
 Abe:                     Heiliger Bimbam, das ist es! Ab sofort werde ich wieder
                          aktiv und jung werden. Und den Anfang mach ich mit 'ner
                          Flasche Buzz-Cola <schnappt sich Homers Colaflasche
                          und trinkt>. Oh, oh, au <spuckt alles wieder aus>!
                          das brennt einem ja Löcher in die Zunge! Wasser, Wasser!

Lisa spielt mit ihrer neuen Puppe.

 Lisa:                Schweigen bemächtigt sich der Generalversammlung als Stacy
                          das Podium betritt, um eine zweifellos aufregende und
                          denkwürdige Ansprache zu halten <Sie zieht an der Schnur
                          der Puppe.>.
 Puppe:                   Man sollte uns in der Schule beibringen, wie man einkauft.

Lisa stöhnt enttäuscht und versucht es gleich noch mal.

 Puppe:                   Backen wir Plätzchen für die Jungs?
 Lisa:                    <flehend> Bitte Stacy. Ich hab' mein Leben lang darauf
                          gewartet, daß du sprechen kannst. Hast du nicht was
                          sozialkritischeres zu verzapfen?
 Puppe:                   Frag' mich nicht. Ich bin bloß ein Mädchen
                          <kichert ziemlich blöde>.
 Bart:                    Einsicht ist der Weg zu Besserung.
 Lisa:                Das ist gar nicht komisch Bart. Millionen Mädchen auf
                          der Welt glauben, daß sie sich so zu verhalten haben.
                          Daß sie nie mehr sein werden als hirnlose Gänse, deren
                          Lebenszweck es ist, hübsch auszusehen, sich einen reichen
                          Mann zu angeln und den ganzen Tag am Telefon mit ihren
                          ebenso hirnlosen Freundinnen zu plaudern, wie toll es ist
                          hübsch auszusehen und 'nen reichen Mann zu haben.
 Bart:                    Genau das wollte ich sagen.

Lisa schleudert ihre Puppe wütend durch das Fenster. Abe fährt gerade auf einem Fahrrad vorbei.

 Abe:                     Seht mich an! Ich spiel' den Junggebliebenen!

Die Puppe fliegt zwischen die Speichen des Rades. Abe fliegt vom Rad und landet in einem gerade ausgehobenen Grab. Die Arbeiter, die gerade bei der Mittagspause sitzen, sehen sich kurz um.

 Abe:                 AAAHHHHH! <Nach kurzer Bedenkpause> Hey, hier ist es gar
                          nicht so übel.

Vier Mädchen spielen mit ihren neuen sprechenden Puppen. Lisa kommt hinzu.

 Puppe 1:                 Kaufen wir uns Make-up, damit die Jungs uns mögen.
 Mädchen:            Oh, toll.
 Lisa:                    Findet ihr daß nicht furchtbar, was Malibu Stacy da dauernd
                          sagt?
 Mädchen:            Ja, da stimmt was nicht. Meine Stacy sagt ganz wunderliche
                          Sachen.
 Puppe 2:                 <mit männlicher Stimme> Mein Spinneninstinkt vibriert.
                          Hat jemand eine Netzspinne gerufen?
 Lisa:                    Nein. Ich meine das was sie sagt, ist absolut sexistisch.

Die Mädchen kichern.

 Alle:                    Lisa hat ein schmutziges Wort gesagt <kichern>!

UBF sitzt beim Essen.

 Lisa:                    Solche Puppen dürfen nicht länger hergestellt werden.
                          Es muß endlich was passieren <Sie schlägt mit der Faust auf
                          den Tisch.>!

Betretenes Schweigen.

 Marge:                   Lisa. Normalerweise würde ich sagen: Vertritt woran du
                          glaubst. Aber in letzter Zeit machst du mir das ein
                          bißchen zu oft.
 Bart:                    Ja, du hast uns bei der Demonstration für die Recht der
                          Schwulen mitmarschieren lassen.

Bart zeit die Titelseite einer Zeitung auf der ein Foto der Parade abgedruckt ist. Bart ist ganz vorne in Großaufnahme zu sehen. 'Die Schwulen der Stadt zeigen ihren Stolz'

 Homer:                   Und wir dürfen den Fox-Kanal nicht sehen, weil denen die
                          Fabrik für chemische Waffen in Syrien gehört.
 Lisa:                    Ich kann nicht glauben, daß ihr mit ansehen wollt, wie
                          eure Tochter in einer Welt aufwächst, in der sie diese
                          Rolle verkörpern soll.
 Marge:                   Ich hatte als Kind auch eine Malibu Stacy und trotzdem
                          bin ich was geworden. Aber jetzt wollen wir unseren
                          Ärger bei einer großen Schale Erdbeereis vergessen.

Lisa zieht demonstartiv an der Schnur der Puppe.

 Puppe:                   Aber jetzt wollen wir unseren Ärger bei einer großen Schale
                          Erdbeereis vergessen.
 Marge:               Hmmmmm.
 Lisa:                    Jetzt reicht's. Ich ruf' die Herstellerfirma an.

Sie geht zum Telefon.

 Bandansage:              Hallo, Sie sprechen mit dem Malibu Stacy-Kundendienst. Sollten Sie
                          eine Reklamation in Bezug auf Malibu Stacys Äußeres oder ihren
                          Geruch haben: Drücken sie die Eins. Haben Sie Malibu Stacy eine
                          Haarschnitt verpaßt und möchten einen Ersatztkopf bestellen:
                          Drücken Sie die Zwei. Für Informationen über unsere
                          Firmenbesichtigung drücken Sie die Drei.
 Lisa:                    Mum, wir können doch auch zu dieser Fabrik fahren und uns
                          persönlich beschweren.
 Marge:                   Aber Schatz, du willst doch wohl die Manager dort nicht mit roten
                          Farbbeuteln bewerfen. Die Leute von dem Kriegsspielzeug waren sehr
                          verärgert.

Marge und Lisa fahren zur besagten Fabrik. Als sie in die Einfahrt einbiegen, ist ein Schild zu sehen: 'PETROCHEM Petrochemische Gesellschaft' 'Stolze Hersteller von ätzendem Polypropylen und Malibu Stacy' Lisa und Marge werden von einer Mitarbeiterin in einem Wagen herumgefahren.

 Mitarbeiterin:           Willkommen zu unserem verwunschenen Fließband wo alle Teile
                          zusammenkommen und Malibu Stacy geboren wird. Manche Leute
                          behaupten, hier schwebe eine Andeutung von Feenstaub in der Luft.

Die Arbeiter stehen äußerst unmotiviert am Fließband und setzen die Teile lieblos zusammen.

 Arbeiter:                Oh shit, da klemmt irgendwas beim Torsoauswurf! Leroy setz'
                          deinen Hintern in Bewegung!
 Leroy:                   <murmelt> Halt doch die Schnauze.

Er stochert mit ein Wischmop im Schacht. Ein Haufen Torsos fällt auf das Band. Den beiden Besucherinnen wird ein Film vorgespielt.

 Sprecher:                Malibu Stacy, Amerikas beliebteste 22 Zentimeter. 1959 hatte die
                          Hausfrau Stacy LaVelle? eine Idee und einen Traum. Die Idee: Malibu
                          Stacy. Der Traum: Die Massenfabrikation einer Modepuppe, die auch
                          genießbar war. Zwar mochten die Kinder den Geschmack von
                          getrocknetem Zwiebelmehl nicht besonders, aber die Puppe
                          liebten sie. Eine zweite Malibu Stacy aus Plastik eroberte
                          Amerika um Sturm. Fragen sie nur den Besitzer der weltgrößten
                          Malibu Stacy Sammlung: Waylon Smithers aus Springfield.
 Smithers                 Hallo Malibu Stacy-Sammler! Treffen wir uns doch bei
                          der nächsten Malibu Stacy-Sammler-Versammlung
                          im Airport-Hotel von San Diego.
 Sprecher:                Und was sagt Stacy zu ihren 35 Jahren Erfolg und Millionen von
                          Freunden in aller Welt?
 Puppe:                   Fragt mich nicht. Ich bin bloß ein Mädchen <kichert>.
 Sprecher:                <amüsiert> Hahahaha. Und ob sie das ist.
 Mitarbeiterin:  <schaltet den Fernseher aus> So, das war unsere Besichtigungstour.
                          Falls Sie irgendwelche Fragen haben, werde ich sie Ihnen gerne
                          beantw...
 Lisa:                Ich hab' eine Frage.
 Mitarbeiterin:           Ja?
 Lisa:                    Ist die auffallend sexistische Tendenz bei Malibu Stacy Absicht
                          oder nur ein folgenschweres Versehen?
 Mitarbeiterin:           <lacht verlegen> Glaub' mir, wir sind allen Anregungen gegenüber
                          offen.

Eine Tür öffnet sich ein Manager spricht die Mitarbeiterin an.

 Manager:                 <Hinterhergepfeife> Hey Schnulli, schnapp dir 'nen Block und
                          beweg' deinen drallen Hintern hier rein.
 Mitarbeiterin:           <kichert> Sie sind mir vielleicht einer.
 Manager:                 Tu' nicht so, als hättest du das nicht gern.
 Mitarbeiterin:       Ohoho <Ihr "draller Hintern" verschließt mit einem Hüftschwung die
                          Tür von innen.>.
 Lisa:                    <stöhnt enttäuscht>

Lisa und Abe sitzen am Küchentisch.

 Lisa:                    Kind sein ist furchtbar, kein Mensch hört einem zu.
 Abe:                     Alt sein ist furchtbar, kein Mensch hört einem zu.
 Homer:                   <kommt gerade vorbei> Ich bin ein weißer Mann zwischen 18 und 49.
                          Alle Welt hört auf mich, ganz egal welchen Unsinn ich verzapfe.

Er schnappt sich eine Dose aus einem Küchenschank: 'Kaugummi und Nüsse' 'Endlich Vereint!!' Homer kaut lautstark die neuartige Kreation.

 Lisa:                Aber ich erreiche überhaupt nichts, wenn ich nur hier rumhocke...
 Abe:                     und vor mich hin meckere. Es ist Zeit...
 Lisa:                    zu handeln. Ich. muß unbedingt mit der Frau sprechen, die Malibu
                          Stacy erfunden hat und sie überreden...
 Abe:                     Wieder in Aktion treten! Ich werde mir einen Job suchen. Eine echte
                          Malibu...möglicherweise kann diese Stacy mir helfen, was zu erfinden
                          ...um...jung...jung...Hilfe.
 Lisa:                    Du willst Die 'nen Job suchen?
 Abe:                     Ja, ich will irgendwohin, wo was loooos ist!

Abe steht mit Kopfhörern an einem Funkgerät:

 Abe:                 Bitte kommen, bitte kommen, Mayday! Ich verliere den Kontakt zu
                          Ihnen!

Draußen steht ein Mann in der Warteschlange eines Dive-In-Krusty Burgers, bei dem Abe offensichtlich einen Job angenommen hat.

 Mann:                    <wütend> Ich hab' gesagt, Pommes Frites!
 Abe:                     <zu einem Mitarbeiter> Was soll das? Verkaufen wir denn auch Pommes
                          Frites?

Lisa besucht Smithers zu Hause.

 Smithers                 Ja bitte? <erfreut> Oh, das ist ja Homer Simpsons Tochter.
 Lisa:                    Können Sie mir helfen Kontakt zu der Erfinderin von Malibu Stacy
                          aufzunehmen?
 Smithers                 Uiii, hmmm. Das wär' ein Meisterstück. Stacy LaVelle? lebt total
                          zurückgezogen, hat sich seit 20 Jahren nicht mehr gezeigt.
                          Hier, ich schreibe gerade einen Artikel für die nächsten Malibu
                          Stacy-Nachrichten. Darin steht ihr letzter bekannter 
                          Aufenthaltsort. Ich werd' dir eine Kopie Ausdrucken.
 Lisa:                Danke.

Er schaltet seine Computer ein. Ein digitalisierter, nackter Burns erscheint auf dem Bildschirm.

 Burns:                   <offenbar zusammengestückelt> Hallo, Smithers. Ich muß sagen,
                          fabelhaft, wie Sie mich anturnen.
 Smithers                 Ähhm, <schluckt> das solltest du lieber vergessen.

Lisa fährt mit ihrem Fahrrad durch ein Villenviertel. Plötzlich fällt ihr ein Haus auf.

 Lisa:                    Nein, das ist doch unmöglich.

Sie vergleicht es mit einem Bild aus dem Malibu Stacy Katalog. Es sieht genau aus wie 'Stacys Traumhaus'. Lisa geht zur Gegensprechanlage und klingelt.

 Lisa:                    Verzeihen Sie, Miss LaVelle?? Ich würde gerne mit Ihnen über
                          Malibu Stacy reden.
 Stacy LaVelle?:           Hast du eine Ahnung, wie viele kleine Mädchen schon versucht 
                          haben, mich ausfindig zu machen?
 Lisa:                Bin ich die Erste?
 Stacy LaVelle?:           <Pause> Ja.
 Lisa:                Ich möchte Ihnen vorführen, was Malibu Stacy unserer Generation
                          von Mädchen zu erzählen hat.
 Puppe:                   Zu viel denken macht nur Falten <kichert>.

Das Tor geht auf. Ein Junge rennt schnell hinein und schnappt sich eine Frisbeescheibe, die in der Einfahrt lag.

 Junge:                   Na endlich! Neun Jahre hab ich darauf gewartet, meinen Frisbee
                          holen zu können.

Er rennt hinaus, das Tor schießt sich wieder. Kurz darauf landet der Frisbee wieder hinter dem Zaun.

 Junge:               Oh Nein!

Lisa zeigt Ms. LaVelle? die Puppe.

 Puppe:               Ich heiße Stacy, aber du kannst mich auch <Hinterhergepfeife>
                          nennen.
 Stacy LaVelle?:           Ich versteh' genau was du meinst, das ist ein echtes Problem.
                          Was erwartest du von mir?
 Lisa:                    Ändern was sie sagt. Es ist Ihre Firma.
 Stacy LaVelle?:           Nicht mehr. Man hat mich vor 20 Jahren ausgebootet,
                          weil meine Denkungsweise angeblich nicht umsatztfördernd war.
 Lisa:                Das ist ja furchtbar.
 Stacy LaVelle?:           Einmal das. Und dann habe ich mit dem Gewinn den Vietcong
                          unterstützt.
 Lisa:                    Aber Sie verkörpern Malibu Stacy, und solange Sie Ihren Namen
                          trägt, tragen Sie die Verantwortung. Ich würde mich zu Tode
                          schämen, wenn jemand ein so mieses Produkt mit dem Namen Simpson
                          verkauft.
 Stacy LaVelle?:           Am Anfang hab' mit Stacy vielleicht so manches gemeinsam gehabt.
                          Aber über 30 Jahre nach ihrem Lebensstil leben, das war 'ne harte
                          Lektion für mich <Sie zeigt Lisa Bilder auf dem Kaminsims.>.
                          Fünf Ehemänner: Ken, Johnny, Joe, Dr. Colossus und Steve Austin.
 Lisa:                Aber wenn Sie aus Malibu Stacys Fehlern lernen, können andere
                          das auch. Ich bin sicher, uns beiden fällt schon was ein.
                          <aufmunternd> Kommen Sie!
 Stacy LaVelle?:           Jetzt nicht, dazu bin ich zu betrunken.
 Lisa:                Nein, sind Sie nicht.
 Stacy LaVelle?:  <schlürft an ihrem Drink>
 Lisa:                Tja, ähh. Na schön, dann komm' ich morgen wieder.

Abe bei Krusty Burger. Der Manager kommt herein.

 Peterson:                Wir brauchen mehr Spezialsoße. Los stell' die Mayonnaise in die
                          Sonne! <Er geht.>
 Abe:                     <zu seinem Kollegen> Hey, jetzt, wo uns der alte Peterson nicht mehr
                          im Nacken sitzt, wollen wir uns amüsieren.

Abe nimmt seinen dritten Zähne heraus und packt sie zwischen zwei Bötchenhälften.

 Abe:                     Hast du schon mal ein Sandwich gesehen, das von dir ein Stück
                          abbeißen kann? Huahaha <klappert mit dem Sandwich>. Sieh dir mal
                          mein Sandwich an, gleich wird es dich beißen.

Er hält seinem Kollegen animierend das Brötchen hin, während dieser Hamburger in Papier verpackt. Regungslos nimmt er es, wickelt es ein, legt es in eine Tüte und reicht diese einem Kunden durch das Verkaufsfenster. Kurz darauf hört man draußen einen Kunden:

 Kunde:                   Auuu, dieses Sandwich hat mich gerade gebissen.
 Abe:                     Oouu.

Am nächsten Tag in Ms. LaVelles? Villa:

 Lisa:                    Ich hab' die Lösung gefunden: wir beide produzieren unsere
                          eigene sprechende Puppe <Sie zeigt Ms. LaVelle? eine Skizze.>.
                          Sie besitzt die Klugheit von Getrud Stein und den Witz von
                          Barbara Streisand, die Beharrlichkeit von Hillary Clinton
                          und den Menschenverstand von Mutter Theresa. Und als
                          Krönung des Ganzen: das schlichte und einfache Aussehen
                          von Eleanor Roosevelt.
 Stacy LaVelle?:           <überlegt einen Moment, springt dann auf und wirft ihren Drink
                          ins Kaminfeuer> Na schön, produzieren wir deine Puppe!

Es klopft. Einer von Ms. LaVelles? Ex-Männern (im Kampfanzug) kommt herein.

 Joe:                     Stacy, ich will dich wiederhaben. Mach mit mir eine Spritztour
                          in meinem fahrbaren Kommandostand.
 Stacy LaVelle?:           Joe, ich habe dir doch gesagt: es ist vorbei. Erlöse mich von
                          deinem Kung-Fu-Griff.
 Joe:                     <enttäuscht> Na schön, dann bombe ich dein Haus in Schutt
                          und Asche, Missy.

In der Simpson-Küche. Ms. LaVelle? hat ein Knet-Modell der neuen Puppe angefertigt. Momentan hat diese eine Turmfrisur wie Marge.

 Lisa:                    Sie müssen versuchen Mums Frisur genau zu kopieren.
 Stacy LaVelle?:           Mit den Haaren sollten wir uns ein anderen Vorbild suchen <Sie
                          schneidet das Oberteil des Kopfes ab.>.
 Lisa:                    Wie wär's mit mir?
 Stacy LaVelle?:           Irgend etwas ist damit nicht...
 Bart:                    Wie wär's mit mir?
 Stacy LaVelle?:           Oh, eh, ähh...
 Homer:                   Oder mit mir.
 Stacy LaVelle?:       <gereizt> Ihr habt alle schreckliche Frisuren!
 Alle:                    Oooaahhhh...
 Stacy LaVelle?:           Natürlich aus der Sicht eines Designers.
 Marge:                   Dann geht's ja.
 Homer:                   Von dem Punkt aus betrachtet...
 Lisa:                    Das ist natürlich was andere.

Lisa steht im Tonstudio, um einige Sätze für ihre neue Puppe aufzuzeichnen. In den Händen hält sie ihren vorbereiteten Text. Der Toningenieur sitzt mit Ms. LaVelle? hinter einer Glasscheibe.

 Toningenieur:            <über Lautsprecher> Sprechpuppe die Achte.
 Lisa:                    Sollte ich jemals heiraten, dann werde ich meinen Nachnamen
                          behalten.
                          Äh, nein das wäre besser formuliert: sollte jemals jemanden
                          heiraten.
 Toningenieur:            <ungehalten> Jetzt pass' mal auf Kleines, wir haben heute noch
                          andere Sprechpuppenaufnahmen.
 Krusty:                  <kommt zur Tür herein> So ihr Hampelmänner, ich würde sagen,
                          ihr fahrt gleich mit <Er zieht einige Notizen hervor.>.
                          Ersten: Hey Kinder ich bin der sprechende Krusty.
                          Zweitens: Heyhey hier kommt Assistent Mel, noch mal, hier
                          kommt Assistent Mel, Assistent Mel.
                          Drittens: <Krusty-Lache>
                          Rubbel-die-Katz bin ich fertig.
                          <zu Lisa> von 'nem Profi kannst du was lehnen, Ciao.

So schnell wie Krusty erschienen ist, ist er schon wieder verschwunden. Der Toningenieur hat gerade das Band gewechselt und wendet sich wieder dem Geschehen zu.

 Toningenieur:            So das war's. O.K. Krusty, dann können wir aufnehmen.
                          <erstaunt> Wo ist er denn?

Die Puppe ist fertig. UBF und Ms. LaVelle? stehen im Simpson-Wohnzimmer. Neben ihnen stehen einige Puppen. Lisa zieht an der der Schnur.

 Puppe:                   Du mußt nur an dich glauben, dann kannst du alles erreichen.
 Lisa:                    Sehr schön. Jetzt brauchen wir nur noch einen Namen.
 Bart:                    Wie wär's mit Plappermäulchen die irre Puppe für Irre.
 Lisa:                Was haltet ihr von: Minerva. Das war die römische Göttin der
                          Weisheit.
 Stacy LaVelle?:           Die hat zu wenig kommerzielle Zugkraft.
 Bart:                    Wendy Windbeutel, Doris die Schreckschraube, Hortensia die
                          Eselsvisage,...
 Stacy LaVelle?:  Ich finde, wir sollten ihr Lisas Namen geben. Nennen wir sie
                          Lisa Löwenherz.
 Bart:                    Neiiin, Lisa die Großschnauze, die blöde Lisa Schrottgesicht.
                          Das hat ich nicht länger aus <Da ihn keiner beachtet beginnt
                          nervös auf dem Sofa herumzuspingen.>.Niemand schenkt mir hier
                          auch nur die geringste Aufmerksamkeit.
                          Hallo, überseht mich nicht. Ich bin auch noch da. Ich bin Bart.
                          Hier bin ich. Seht mich an.
                          Hallo, hallo, hallo!

Wieder im Spielzeugladen: Die Lisa Löwenherz-Puppen sind aufgestapelt worden. Alles ist bereit zum Verkauf.

 Lisa:                Ich kann's nicht glauben. Die wollen unsere Puppe wirklich
                          verkaufen.
 Stacy LaVelle?:           Das war nicht schwer: ich hab' nur gesagt wer ich bin
                          und wer du bist. Da konnten Sie nicht widerstehen.
 Lisa:                Wirklich?
 Stacy LaVelle?:           Wer du bist, hab' ich verschwiegen.

Die Malibu Stacy Manager haben sich zu einer Krisensitzung versammelt:

 Manager:             Gentlemen, wir müssen diese Lisa Löwenherz-Puppe
                          torpedieren, und zwar schnell. Diesmal müssen wir
                          Washington um einen Gefallen bitten <Er greift zum Hörer.>.

Im Capitol nimmt ein Senator den Anruf entgegen:

 Senator:                 Natürlich,...Selbstverständlich, ich werde das persönlich in
                          die Hand nehmen.

Eine Limousine fährt vor dem Haus der Simpsons vor. Eine der verdunkelten Scheiben senkt sich. Der Senator erscheint und schleudert einen Ziegelstein gegen die Wohnungstür. Der Stein prallt ab und fällt auf den Boden. Der Senator lacht zufrieden. Mit quietschenden Reifen fährt der Wagen davon.

 Lisa:                    <drinnen zu hören> Dad, hast du was gehört?
 Homer:                   <unbekümmert> Ich weiß nicht.

Kent Brockman sitzt an seinem Schreibtisch und bereitet einen seiner Berichte vor. Seine Tochter kommt hinzu, eine Lisa Löwenherz-Puppe in der Hand.

 Tochter:                 Dad?
 Kent:                    Hmm?
 Tochter:                 Meine neue Puppe ist viel besser als Malibu Stacy.
                          Mach 'ne Sendung über sie.
 Kent:                    <lacht amüsiert> Mein Beruf ist es, die Leute über wichtige
                          Neuigkeiten zu informieren. Im Moment schreibe ich einen
                          Bericht über den 40. Geburstag von Snoopy.
 Tochter:             Ach ich bitte dich Daddy, das ist doch langweilig.
                          Bring' was über die Puppe.
 Kent:                    <überlegt> Naja, du hattest auch recht mit der
                          Berliner Mauer.

UBF sitzt vor dem Fernseher. Kent Brockman hat tatsächlich eine Sendung über Lisa Löwenherz gebracht.

 Kent:                Auch wenn es ungewöhnlich ist, 28 Sendeminuten einer
                          Puppe zu widmen, ich als Reporter konnte nicht aufhören,
                          über sie zu berichten. Das ist doch endlich mal eine
                          faszinierende Neuigkeit. Gute Nacht.

Die Schlußmusik beginnt.

 Kent:                    Oh, der Präsident wurde wegen Mordes verhaftet. Mehr darüber
                          morgen Abend oder schalten Sie auf einen anderen Kanal.
                          <Er bekommt eine Anweisung aus dem Off.> Ouuh, ich darf
                          Sie bitten, doch nicht umzuschalten.

Die Malibu Stacy-Manager haben gerade Kents Sendung verfolgt.

 Manager:                 Unser Versuch Lisa Löwenherz auszuschalten, ist kläglich
                          gescheitert. Gentlemen, das bedeutet, wir müssen umgehend
                          eine neue Malibu Stacy auf den Markt bringen, und wenn
                          wir die ganze Nacht darüber brüten.
 ein anderer:             Können wir uns was vom Chinesen kommen lassen?
 Manager:                 Hmmmmm, ja!
 Alle:           <reden nur über das Essen>...angebratene Glasnudeln...ich nehme
                          Nr. 78...

Abe steht an der Kasse des Krusty Burger-Restaurants. Viele alte Leute beklagen sich über das Essen:

 Jasper:                  Ich hab mir an dem Pfannkuchen die Zunge aufgeschnitten.
 Frau:                    Hey, die Eier sind viel zu schwer verdaulich. Ich hätte bitte gern
                          weichgekochte Eier.
 Abe:                     Verdammt noch mal, ich hab doch gesagt, wir haben keine
                          weichgekochten Eier. Wenn Sie...<stutzt>
                          Verflucht, Sie haben recht. Es sollte welche geben.
                          Ich sollte lieber auf eure Beschwerden eingehen und sie
                          gleich mit euch zusammen kochen. Ja, der liebe Gott läßt
                          uns aus gutem Grund so alt werden, bis wir weise genug sind,
                          um alles zu kritisieren, was er geschaffen hat.
                          Mr. Peterson behalten Sie Ihren Job und stecken Sie ihn
                          sich wohin. Ach, ähh und noch etwas: Ich hab mir heute noch
                          nicht mal die Hände gewaschen. Die Vorschrift stammt von Ihnen,
                          nicht von mir.
 Alte:                    <erbost> Den sollten wir verpügeln...eine Frechheit...das 
                          sollten wir uns nicht bieten lassen...Sowas hat man früher ins 
                          Gefängnis gesteckt.

Sie tragen ihren Held Abe jubelnd auf ihren Schulter. Doch leider sind die Alten dieser Aufgabe doch nicht gewachsen. Nach einigen Metern brechen sie unter Schmerzen zusammen.

 Mann:                    Auu, mein Rücken <wimmert>.

Kurz vor Öffnung des Spielzeugladens hat sich eine Menge kleiner Mädchen vor den Eingangstüren versammelt. Unter ihnen ist auch Smithers, der ebenso wie die Mädchen darauf brennt, eine Lisa Löwenherz Puppe zu kaufen.

 Smithers                 Ich will sie, ich will sie. Ich muß sie haben!
 Mädchen:            Aufmachen!

Die Türen gehen auf. Völlig enthemmt stürzt die Menge ins Geschäft.

 Alle:                    Jaaaa!!
 erstes Mädchen:     Hey, da ist Lisa Löwenherz!
 zweites Mädchen:Los, beeilt euch, wir sind gleich da!

Plötzlich wird eine Palette mit Malibu Stacy-Puppen in den Gang geschoben. Auf den Packung steht: 'mit NEUEM Hut' Alle bleiben fasziniert stehen.

 erstes Mädchen:     Malibu Stacy haben sie geändert.
 zweites Mädchen:Die ist besser als je zuvor.
 Lisa:                    <kommt hinzu> Halt, laßt euch nicht täuschen. Das ist die
                          übliche Malibu Stacy mit 'nem blöden, billigen Hut. Und sie
                          verkörpert immer noch die selben abgedroschenen Klischees
                          wir vorher!
 Smithers                 <immer noch begeistert> Aber sie hat einen neuen Hut!

Nach kurzen Zögern stürmen alle zu den neuen Malibu Stacy Puppen und haben offensichtlich Lisa Löwenherz schon vergessen. Später: Alle Malibu Stacys sind vergriffen. Keiner hat eine Lisa Löwenherz gekauft.

 Lisa:                    <traurig> Naja, was soll's. Gegen die Multis kommt man
                          wahrscheinlich niemals an. Es gibt einfach keine Platz
                          für die Kleinen.
 Lisa Löwenherz: Du mußt nur an dich glauben, dann kannst du alles erreichen.

Ein einzelnes Mädchen hat sich eine Lisa Löwenherz-Puppe genommen und strahlt sie glücklich an.

 Lisa:                    <zu Stacy LaVelle?> Weißt du, wenn nur diese eine kleine Mädchen
                          zur Einsicht gekommen ist, hat sich der Aufwand gelohnt.
 Stacy LaVelle?:           <seufzt> Ja, sofern das kleine Mädchen 46.000 Dollar für
                          die Puppe bezahlt.
 Lisa:                    Was?
 Stacy LaVelle?:           Ach nichts. Der Ruhm gebührt dir Lisa, nur dir.

Sie machen sich daran, das Geschäft zu verlassen. Homer bleibt zurück.

 Homer:                   Oh, Marge, Lisa, Lady, wenn ihr mich bitte entschuldigt,
                          ich hab' etwas sehr wichtiges zu erledigen.

Homer rennt zum Fußbodenklavier und beginnt, die Simpsons-Melodie zu spielen. Sofort stürzen sich drei Angestellte auf ihn und versuchen ihn zu überwältigen. Das gelingt ihnen allerdings erst, als Homer mit dem letzten Sprung (Ton) die Tasten erneut zerschmettert hat.