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Die Simpsons

[1F10] Apu Der Inder

Originaltitel: [Homer And Apu]
Erstausstrahlung in N.A.: 10.02.94
Erstausstrahlung in Deutschland: 06.05.95
Erstellt von: Björn Larsson <bjoernlarsson@hotmail.com>
Letztes Update: 08.08.99

 Tafel: Ich halte mich von der Kindergartenschildkröte fern
Sax:
Couch: Hinter dem Sofa schaut hintereinander UBF hervor

Im Kwik-E-Mart:

 Mann:               Ich brauch 'ne 29er Briefmarke.
 Apu:                Macht einen Dollar 85. <kassiert>
 Mann2:              Ich hätte gern' für zwei Dollar Benzin.
 Apu:                24. <kassiert>
 Martin:             Wie teuer ist denn der Penny-Shokoriegel?
 Apu:                Mehr als teuer. Du wirst dich wundern.

Die Menge ist wütend und verläßt motzend den Kwik-E-Mart.

 Mann:               <mit Winkie in der Hand> Am liebsten würd' ich ihnen und
                     ihrem Laden... <versucht, den Winkie zu zerdrücken> - Ach!
                     <schmeißt den Winkie auf den Boden>
 Apu:                <hebt den Winkie auf> So ein dämlicher Kunde. Ein Winkie ist
                     nicht kaputtzukriegen.

Der Winkie bläht sich in der Verpackung wieder auf. Apu lächelt zufrieden. Doch gleich darauf riecht er etwas. Die Wurst ist seit dem 6. Februar 1989 abgelaufen.

 Apu:                <riecht an der Wurst> Iih! Du heiliger Strohsack. Übers
                     Verfallsdatum.

Er streicht das Datum weg und legt die Wurst auf einen 'Bargain Table - any item 10c', auf dem schon ein Apfel, Bananen und eine Dose Hühnchensuppe stehen.

 Apu:                Diesmal bin ich zu weit gegangen. - Ah, einer fällt bestimmt
                     drauf rein.
 Homer:              Juhu! Billiger Schinken! - uuh, der ist sogar schon offen.
                     <ißt den Schinken>

Zu Hause ißt Homer immer noch den Schinken. (!) Er sitzt auf dem Sofa.

 Homer:              Uh, mir drhet sich der Magen. <ißt weiter> Die Därme
                     rebellier'n. Hab' nicht die Zeit... <krümmt sich und fällt
                     vom Sofa> ...muß alles aufessen <stöhnt>

Homer wird ins Krankenhaus gefahren. Doktor Hibbert erklärt Homer seinen Fehler, auch der Rest UBF ist im Krankenhaus.

 Dr. Hibbert:        Tja, tut mir leid. Homers Krankheit wurde entweder durch
                     Einnahme verdorbener Nahrung verursacht, oder <lacht>
                     irgendeinen Voodoofluch.

Selma zieht eine Homervoodoopuppe aus ihrer Handtasche. In den Augen stecken viele kleine Nadeln.

 Patty:              Wir haben uns nur die Augen vorgenommen.

Wütend geht Homer in den Kwik-E-Mart:

 Homer:              Dein verdorbenes Fleisch hat mich krankgemacht!
 Apu:                Das tut mir leid ich gebe dir als Ersatz fünf Pfund gefrorene
                     Shrimps. <stellt einen Eimer Shrimps auf die Theke>
 Homer:              <riecht an einem Shrimp> Die sind überhaupt nicht gefror'n!
                     Und außerdem stinken sie fürchterlich!
 Apu:                Na schön, zehn Pfund. <stellt einen zweiten Eimer auf die
                     Theke>
 Homer:              Juhu!

Erneut wird Homer ins Krankenhaus gefahren. Homer und Lisa schauen zu Hause fern. Es läuft die Sendung 'Bite Back With Kent Brockman And His Channel 6 Consumer Watchdog Unit', links vom Titel steht ein Hund in Detektivkleidung; bei jedem Bellen erscheint ein neues Wort des Titels. Ansager: Präsentiert von: Wieder bellt nur der Hund.

 Homer:              Ach, dieser Hund kann einem auch alles verkaufen.

 Kent Brockman:      Zunächst ein Nachtrag zu unseren Pflegeheimenthüllungen, die
                     Reise im Eise. Wie sich herausgestellt hat, war das Altenheim
                     angemessen beheizt. Der Streifen, den sie gesehen haben, war
                     ein Bericht über ein Pelzlager. Desweiteren wurden wir auf-
                     gefordert, uns für die Bezeichnung 'Greise' zu entschuldigen.
                     Als nächsten Beitrag bringen wir nun den Fall des streit-
                     süchtigen Tattergreises.

 Homer:              Oh! <bläht sich> Ein Frontalangriff von verfaultem Fleisch.
                     Diese blöden Parasiten. Gibt's keine Möglichkeit, Gerechtig-
                     keit zu finden?

 Kent:               Wenn sie als Verbraucher eine Beschwerde haben, dann wählen
                     sie diese Nummer [unten wird 555-6425 eingeblendet]

 Homer:              Langweilig.
 Lisa:               Dad, du solltest den Kwik-E-Mart öffentlich anprangern.

 Kent:               Und nun eine Botschaft von der Kirche der Heiligen der
                     letzten Tage. <der Hund bellt>

 Lisa:               Dad, hörst du mir überhaupt zu?
 Homer:              Ssh, Lisa, sei bitte leise, der Hund bellt.

Lisa hat ihren Vater doch nich überredet. In einem Büro von Channel 6:

 Kent:               Woll'n sie als verdeckter Ermittler arbeiten um den Kerl
                     festzunageln?
 Homer:              Kommt nicht in Frage. Ich denk' garnicht dran. Suchen sie
                     sich gefälligst einen anderen Trottel. Ich bin doch nicht
                     verrückt, mich verwanzen und verkabeln zu lassen.
 Kent:               Schon gut, keine Aufregung. Würden sie 'ne versteckte Kamera
                     mit Mikrophon tragen?
 Homer:              Oh! Das ist was anderes.

Vor dem Kwik-E-Mart befinden sich Kent, Homer und zwei andere Mitarbeiter in einem 'Ordinary Van'. Kent und der Mann halten einen riesigen Hut in den Händen, der vorne ein großes Loch hat.

 Kent:               Wir haben eine so winzige Kamera entwickelt, daß sie in
                     diesen übergroßen Texashut paßt. <setzen Homer den Hut auf>
 Homer:              <kämpft mit dem großen und schweren Hut>
 Kent:               Und nun beschaffen sie uns belastendes Material, und nicht
                     vergessen: Spätestens nach zehn Minuten wieder 'rauskommen,
                     um dauerhafte Halswirbelschäden zu vermeiden.
 Mann:               <mit stark nach rechts gebogenem Hals> Das ist kein Witz!

So schwankt Homer also mit dem riesigen Texashut in den Kwik-E-Mart. Im ordinären Van verfolgen Kent und ein Mann den Kampf mit dem Hut. Auf ihrem Bildschirm erscheint Apu, der verdutzt Homer anschaut. Homer betritt den Kwik-E-Mart. Man hört surrende Geräusche.

 Apu:                Huh?
 Homer:              Kein Grund zur Panik, Apu. Geh' nur ganz normal deiner Arbeit
                     nach, als ob ich den Hut nicht aufhätte.
 Apu:                Merkwürdig. Aus der Kopfbedekcung kommt ein summendes Ge-
                     räusch. Vielleicht hast du Hummeln unter der Mütze.
 Homer:              <in Panik> Hummeln!? Aaah!

Er schmeißt den Hut auf den Tisch und stampft darauf herum. Dann läuft er schreiend aus dem Mart. Atemlos steht er im Van:

 Kent:               Homer. Dieser Hut hat dem Sender zwanzig Jahre treue Dienste
                     geleistet. Und er stand einen Tag vor seiner Pensionierung.

Auf dem Bildschirm hört mal Apu fröhlich singen.

 Apu:                Lalala. So, dann wollen wir den HotDog? Grill mal auffüllen.
                     lala - ups 

Ein Würstchen fällt auf den Boden und rollt direkt vor die Linse der Hutkamera. Auf dem Würstchen kleben tote Fliegen, Pflaster und es ist voller Staub. Apu hebt das Würstchen auf.

 Apu:                Uh, der hat eine appetitliche kleine Schmutzkruste abge-
                     kriegt. <pustet auf das Würstchen> Ach, was soll's. Der wird
                     trotzdem verkauft. <schaut direkt in die Kamer> Aber das
                     bleibt gefälligst unter uhuns, verbeultes Hütchen. <chchch>
 Kent:               Da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Wir haben ihn, Mr.
                     Simpson. Jetzt wollen wir - Mr Simpson?

Auf dem Bildschirm erscheint Homer. Er bestellt einen HotDog?. [Lustig, daß die Kamera einen total anderen Bildausschnitt hat...] UBF sitzt vor dem Fernseher. Kent Brockman interviewt gerade den schwitzenden Apu:

 Kent:               Apu. Werden sie aufhören, verdorbenes Fleisch zu verkaufen?
 Apu:                Nein. - äh, ich meine Ja - äh, ich meine - o-oh <grinst
                     ängstlich>

Apu schaltet in seinem Laden den Fernseher aus.

 Apu:                Da bin ich nochmal davongekommen.
 Frau:               Sie Ungeheuer. Lauft Kinder! <scheucht ihre Kinder fort>

Drei Männer betreten den Laden, als die Frau und ihre Kinder gerade aus dem Mart flüchten.

 Mann:               Apu Nahasapemipetilan, sie haben den Kwik-E-Mart in Mißkredit
                     gebracht.
 Apu:                Aber Sir, ich hab' mich genau an die Richtlinien gehalten.
 Mann:               Das stimmt. Aber es entspricht ebenfalls den Richtlinien, bei
                     Problemen einen Sündenbock zu suchen, oder ein Opferlamm.
 Apu:                Aha. Und wenn ich versuche, diese Tiere für sie aufzutreiben?
 Mann:               Tut mir leid, Apu, ich habe keine andere Wahl. Sie dürfen
                     dieses Namensschild keinen tag länger tragen. <reißt das
                     Schild ab und zerstampft es auf dem Boden>
 Apu:                <entsetzt> Oh!
 Mann:               Und drehen sie ihren Kunden in Zukunft nicht mehr unsere
                     fritierten, sauren Gurken an. <reißt ein Schild 'Ask About
                     Our Fried Prickles' von Apus Hemd> So, her mit ihrer
                     Preiauszeichnungsmaschine.
 Apu:                <wie eine Dienstwaffe bei der Polizei zieht Apu seine
                     Preisauszeichnungsmaschine unter seinem Hemd hervor und
                     legt sie auf den Tisch>
 Mann:               Die andere bitte auch.
 Apu:                <holt die andere Maschine unter seinem Hosenbein hervor :) >
                     Gefeuert. Nachdem ich ihnen so viele Jahre immer treu
                     gedient hab'. Nein, ich will nicht mehr leben! <stürzt sich
                     auf Hot Dogs>
 Mann:               Nein!

Die beiden kämpfen um das Würstchen. Apu lebt und steht nachts einsam und traurig auf einer Brücke:

 Apu:                Was soll ich bloß machen? Man hat mich aus meiner beruflichen	
                     Existenz vertrieben. Ich bin eine Schande. Selbst dieser
                     rauschende Bach klingt, als ob er höhnisch über mich lacht.

Unter der Brücke kitzeln sich zwei Penner mit Federn und lachen laut. An einem Tiergeschäft lachen die 'Laughing Monkeys'. Apu wird deprimierter. Einsam geht er die Evergreen Terrace entlang. Als er vor dem Simpsonhaus steht, fängt es an zu regnen.

 Apu:                Und das alles nur wegen dieses Homer Simpson!

 Homer:              <im Haus> <lacht> Nein, nicht! Aufhör'n!

 Komiker:            Aufgepaßt Leute. Schwarze fahren so Auto <er macht eine
                     lässige Pose, zurückgelehnt, mit einem Arm am imaginären
                     Lenkrad und den anderen Arm auf dem imaginären Sitz> Dududu-
                     dudu. Während die lieben weißen so fahren. <er macht eine
                     nach vorn gebückte Haltung, beide Hände verkrampft am
                     imaginären Lenkrad. Dädädädä

 Homer:              <lacht> Genau! Das stimmt! Wir sind so lahm!

 Apu:                <im Regen, wütend> Es ist Zeit, die Rechnung zu begleichen!

Apu klopft an der Tür. Homer öffnet. Wie ein Zombie, unterlegt mit bedroh- licher Musik, betritt Apu das Haus.

 Homer:              <schreit> Aaah! Nein, bitte, bring mich nicht um! Ich wußte
                     nicht, daß in der Kamera in dem Hut ein Film war! Ich
                     schwör's dir, ich hatte wirklich keine Ahnung! <weint>
 Apu:                Aber lieber Simpson. Verstehen sie mich nicht miß. In meinem
                     Dorf ist das die traditionelle Entschuldigungsgeste.
 Homer:              Oh.
 Apu:                Jetzt wo ich darüber nachdenke, find ich das alles sehr
                     verwirrend. Viele mußten sinnlos sterben.  - Ich bin gekommen
                     um alles wieder gutzumachen. Anfangs war ich dir böse, weil
                     du mich angeschwärzt hast, aber jetzt weiß ich, daß ich der
                     Schuldige bin. Und diese Schuld möchte ich jetzt abarbeiten.
                     Ich stehe ganz zu deinen Diensten. <verbeugt sich>
 Homer:              Und, äh, was hast du zu verkaufen?
 Apu:                Ich verkaufe nur noch das Konzept der Karma Neuordnung.
                     <führt seine Zeigefinger zusammen>
 Homer:              Das kann man nicht verkaufen. Karma wird vom Kosmos vergeben!
                     <knallt die Tür>
 Apu:                - Da bin ich aber platt.

Am nächsten Tag hakt Apu den Vorgarten der Simpsons. Hinter der Gardine luken Marge, Lisa und Bart vervor.

 Homer:              Ist er noch immer da draußen?
 Marge:              Ja, er fegt das Laub zusammen.
 Homer:              Wieso? Das ist meine Arbeit! Wenn er jetzt noch anfängt, 
                     Lisas Holzhacken zu übernehmen... <öffnet die Haustür>
 Marge:              Wenn er unbedingt alles wieder gutmachen will, solltest
                     du ihn nicht daran hindern.
 Homer:              Ist ja gut. Von mir aus. Soll er's machen. -  Aber dann krieg
                     ich 'n PommesFritesSandwich?!

Apu hat gekocht und bedient UBF, die am Tisch sitzt.

 Apu:                Es ist mir eine Ehre, meine Schuld hier bei euch abzudienen.
                     Bei uns in Ramatur (?) wurde ich immer als Gourmet bezeich-
                     net.
 Marge:              <stochert mit der Gabel im Essen rum> Mhm, das ist schon
                     sehr exotisch.
 Lisa:               <stöhnt>
 Marge:              Lisa, es ist wohl zu scharf für sich, oder?
 Lisa:               <mit offenem Mund> Ich hör' im Himmel die Engel singen.
 Homer:              <ißt schnell> Seid nicht so zimperlich. Man darf keine
                     Angst haben, was Neues zu probier'n. Heute abend zum Beispiel
                     benutze ich eine -mh- <hält eine Serviette in der Hand> Apu,
                     wie heißt dieser Lappen noch?
 Apu:                Serviette.
 Homer:              <lacht> Ungeheuerlich!

Apus Job muß neu besetzt werden. Der kleine Mann mit Brille, der Apu gefeuert hat, befragt Barney:

 Mann:               Und warum möchten sie Mitglied der Kwik-E-Mart Familie
                     werden?
 Barney:             Weil ich Menschen mag. Außerdem brauch ich 'n Job, wo ich
                     nicht in der Sonne arbeite.
 Frau:               Danke.
 Barney:             <rülpst>
 Mann:               Mhm, er übertrifft alle anderen bei weitem.
 Frau:               Nichts überstürzen. Wir haben noch einen Bewerber.
 Mann:               Name?
 James:              James Woods. <lacht verlegen>
 Frau:               Vorherige Berufserfahrung?
 James:              Mhoäh, der Preis des Erfolges, Salvador, Mord im Zwiebelfeld,
                     Auf die harte Tour, äh...
 Mann:               Moment mal, das sind keine Supermärkte. Das klingt wie der
                     Lebenslauf eines Hollywoodstars.
 James:              Ich bin einer:
 Mann/ Frau:         <entsetzt> Huh! James Woods!
 Frau:               Warum wollen sie dann in 'nem Kwik-E-Mart arbeiten?
 James:              Ähm, naja, um ganz ehrlich zu sein: In meinem nächsten Film
                     spiel' ich einen arbeitswütigen Supermarktangestellten, und
                     äh, ich versuch mich immer möglichst auf meine Rollen vorzu-
                     bereiten, zum Beispiel für den 'Preis des Erfolges' hab' ich
                     zwei Monate in 'ner Anwaltskanzlei verbracht. Und in dem
                     Film 'Chaplin', da hatt' ich nur 'n kleinen Auftritt, hab'
                     ich tatsächlich 'ne Zeitreise in die 20er Jahre gemacht. (!)
                     <lacht verlegen> Ich hab' schon zuviel gesagt.
 Mann:               Willkommen an Bord.

Homer steht unter der Dusche. Er tastet mit geschlossenen Augen nach seinem Handtuch. Apu reicht es ihm.

 Apu:                Guten Morgen Sir.
 Homer:              <schreit> Aah!
 Apu:                Bitte keine Panik. Sie haben nichts, was ich nicht schon mal
                     gesehen hätte. - <blickt nach unten> Was!?
 Homer:              <zeigt auf seine Brust> Wieso, was ist? Ich trag an der
                     Stelle nun mal gerne einen Lollie.

In der Küche stapelt Apu Maisdosen zu einer Pyramide und summt dabei. Marge ist sauer:

 Marge:              <brummt> Apu. Wir lagern unsere Büchsen normalerweise im
                     Schrank.
 Apu:                So kann man sie nie verkaufen.
 Lisa:               <greift sich eine Dose> Mhm, Mais. Hab' ich schon lange nicht
                     mehr gegessen.
 Bart:               <greift sich eine Dose> Ja, appettitlich und bekömmlich.
 Lisa/ Bart:         Auf Wiederseh'n! <laufen davon>
 Marge:              <schaut in Kühlschrank> Mhm, nicht mehr viel Milch für Maggie
                     da. Fahr'n sie mit mir zum Kwik-E-Mart?
 Apu:                <zuckt zusammen, die Dosen fallen um> Bitte Mrs. Simpson.
                     Ich - ich will nicht dorthin. Das ist der Ort meines
                     spirituellen Enthosung (?).
 Marge:              Na schön. Dann fahren wir eben rüber in den neuen Monstro
                     Mart.

Im MonstroMart?, 'Where Shopping Is A Baffling Ordeal', laufen Marge und Apu zwischen riesigen Regalen entlang, die mit übergroßen Verpackungen gefüllt sind [annähernd Menschengröße!]

 Marge:              Ooh, das ist sehr preiswert für sechs Kilo Muskatnüsse.
 Apu:                Große Auswahl und absolute Niedrigpreise. Doch wo bleibt die
                     Liebe?
 Ansager:            Achtung. Liebe MonstroMart? Kunden. Wir möchten sie nur darauf
                     hinweisen, wie lieben jeden einzelnen von euch!
 Kunden:             <entzückt> Oh!
 Apu:                <schaut mißtrauisch>

Barney rollt einen Wagen mit einem Faß Duffbier und einer Riesenflasche Peptic Bismol vor sich her. Bei einer riesigen Pancake Syrup Flasche in Menschenform stoppt er:

 Barney:             Verzeih'n sie, Ma'm, wo finde ich Lampenschirme? - Ma'm?

Er rüttelt an der Flasche. Diese fällt um und läuft aus.

 Barney:             Oh nein! Ich hab' sie umgebracht. Jetzt ist mir das schon
                     wieder passiert!

Schreiend läuft er davon. Er stößt mit einer Pyramide von riesigen Cranberry Flaschen zusammen. Diese gehen alle Kaputt, was eine riesige Flutwelle verur- sacht. An der Expresskasse, 1000 Artikel oder weniger, gibt Apu Marge einen Tip:

 Apu:                Mrs. Simpsons, wenn ich was sagen darf: Die Expresskasse ist
                     nicht immer die schnellste Kasse. Dieser alte Mann da vorne
                     lechzt nach Zuwendung. Er redet dem Kassierer ein Loch in
                     den Bauch.
 Abe:                <an der Kasse> Ach, hinter dieser Münze steckt eine
                     interessante Geschichte. Ich erinnere mich genau. Das war
                     1957. Ich bin morgens aufgestanden und wollte mir einfach
                     nur 'ne Scheibe Toast machen. Ich hab' den Toaster ordnungs-
                     gemäß auf Drei gestellt, mittelbraun.
 Apu:                Stellen wir uns lieber dort an. <zeigt auf eine andere Kasse>
 Marge:              Das ist die längste Schlange.
 Apu:                Stimmt, aber alles arme, alleinstehende Männer. Die zahlen
                     und quatschen nicht.

In Nullkommanichts sind Marge und Apu an der Reihe. Marge ist sehr zufrieden. James Woods hat seine Arbeit im Kwik-E-Mart schon begonnen. Gerade bedient er Jimbo Jones.

 James:              75, 85, 90. Und einen Dollar. Vielen Dank. Komm' bald wieder.
                     - Hey, warte mal! Ähm. Darf ich dir 'ne Frage stell'n. Hast
                     du <kichert verlegen> hast du mir das abgenommen? Ich meine,
                     klang das wie ein echter Kwik-E-Mart Angestellter. Wie es
                     sich gehört?		
 Jimbo:              Wenn ich ehrlich bin fand' ich es ganz schön übertrieben.
                     Sie sollten lieber versuchen, sich mehr dem Moment hinzu-
                     geben.
 James:              Ja, genau, sehr gut. Dann sollten wir das gleich nochmal
                     proben. Also paß auf - halt, augenblick, hiergeblieben!
                     Jetzt bist du du und ich bin ich.
 Jimbo:              Ich bin ich?
 James:              <packt Jimbo> Hey, hör auf mir hier den Affen vorzuspiel'n!

UBF sitzt mit Apu am Küchentisch und ißt.

 Homer:              Ah, ich hab' vielleicht 'n Kohldampf!
 Marge:              Apu, sie war'n so hilfreich. Ohne sie würden wir jetzt immer
                     noch in der Endlosschlange im MonstroMart? steh'nŽ.
 Lisa:               Und er hat mir gezeigt, wie man Chenai (?) spielt. <spielt>
 Homer:              <schaudert> Das klingt noch schlimmer als die Platte, die
                     Grampa aufgenommen hat.
 Bart:               Und das hat er mir beigebracht! <verschränkt die Beine hinter
                     dem Kopf> Die Lehrer haben mich nach Hause geschickt weil
                     ich gesagt hab' ich wär in 'ne Autopresse geraten.
 Apu:                Ich danke euch allen für das freundliche Lob.
 Homer:              Das hast du aber auch verdient. All diese Gemüse treiben
                     mir endlich das Cholesterin aus meinem alten Herzen.

Aus Homers Herz kriecht ein schleimiger Haufen, wohl das Cholesterin, durch die Adern Richtung Kopf und lagert sich auf dem Gehirn ab. Es sprüht Funken.

 Homer:              - Apu - Freund - Mir gut.
 Lisa:               Ich glaub' mein Vater will damit ausdrücken, daß du jetzt ein
                     Familienmitglied bist, Apu.
 Apu:                Genau so fühl' ich mich auch. Ich kann nur sagen, ob Iglu,
                     Hütte oder Zelt, oder auch der größte Kuppelbau der Welt,
                     nicht einen Ort gibt's den ich kenne, den lieber mein Zuhaus'
                     ich nenne.
 Grampa:             Hallo. Aah! <fällt>
 Apu:                <fängt den Stock auf>
                     When I first arrived, you were all such jerks,
                     But now I've come to looooooove your quirks.       
                     Maggie with her eyes so bright,
                     Marge with hair by Frank Lloyd Wright,
                     Lisa can philosophize, Bart's adept at spinning lies,
                     Homer's a delightful fella, sorry about the salmonella.
 Homer:          Haha, schon gut!
 Apu:            Who needs the Kwik-E-Mart?
                     Now here comes the tricky part.
                     Oh, won't you rhyme with me?
                     Who needs the Kwik-E-Mart?
 Marge:          Their floors are Stick-E-Mart,
 Lisa:           They make Dad Sick-E-Mart,
 Bart:           Let's hurl a Brick-E-Mart,
 Homer:          The Kwik-E-Mart is real...[D'oh!]
 Apu:                Who needs the Kwik-E-Mart?
                             Not meeeeeeeeeeeeeeeee...[halten für drei Zeilen]
 UBF:            Forget the Kwik-E-Mart,
                     Goodbye to Kwik-E-Mart,
                     Who needs Kwik-E-mart? 
 Apu:            Not me.

UBF setzt sich auf das Sofa.

 Homer:              Ah, hier bei uns ist alles blitzblank und aufgeräumt. <schaut
                     auf die Uhr> Mhm, und viel schneller als früher.
 Marge:              Und was ham wir aus all dem gelernt? Das Glück ist da wo man
                     es findet.
 Homer:              </I>Jawohl</I>. Und wir haben alle unser Glück gefunden. Und zwar
                     jeder von uns.

Man hört Apu schluchzen und weinen. UBF schaut sich um.

 Homer:          Was ist das für ein Geräusch?

UBF steht im Vorgarten. Auf dem Dach des Simpsonhauses sitzt Apu und weint. Er hat von dort einen direkten Blick auf den Kwik-E-Mart.

 Apu:                <singt> Who needs the Kwik-E-Mart? I doooo.
 Homer:              Hey, er ist garnicht glücklich! Er hat uns mit dem Lied
                     belogen! Ich hasse es, wenn Leute sowas tun!

Apu ist wieder im Simpsonhaus. Er beichtet UBF:

 Apu:                Ach, ich kann mich nicht selbst belügen. Mir fehlt mein
                     Kwik-E-Mart.
 Lisa:               Kannst du denn garnichts tun, um deinen Job wiederzukriegen?
 Apu:                - Ich müßte zur Hauptverwaltung und meinen Fall vortragen!
 Homer:              Ich werde mitkommen. Ich war der Anlaß, daß du geflogen bist.
                     Das ist das Mindeste, was ich tun kann. - Das Mindeste, was
                     ich tun kann ist eigentlich Nichts. - Aber jetzt, tu' ich
                     etwas mehr und kommt mit.
 Apu:                Aber die Hauptverwaltung ist in Indien.
 Homer:              Was soll's?
 Lisa:               Dad, das ist über 10.000 Meilen entfernt!
 Homer:              Darüber bin ich mir im Klaren!
 Lisa:               Das sind über 16.000 Kilometer!
 Homer:              Nein!

Doch das hindert Homer am Ende doch nicht, mitzufahren. Mit Eseln reiten sie durch die Wüste - oder doch nicht? Gerade sind sie erst am Springfielder Flughafen angekommen.

 Apu:                Tut mir leid, daß es für ein Taxi nicht gereicht hat. Ich
                     hab' den letzten Dollar für die Tickets ausgegeben.

Apu und Homer fliegen über verschneite Berge.

 Homer:              Sind wir schon in Indien?
 Apu:                Nein.
 Homer:              Sind wir schon in Indien?
 Apu:                Nein.
 Homer:              Sind wir schon in Indien?
 Apu:                Nein.
 Homer:              Sind wir schon in Indien?
 Apu:                Nein - Halt, moment, jjjetzt sind wir da.

In Springfield's Kwik-E-Mart lernt James Woods immer noch den Beruf des Angestellten. Gerade telefoniert er mit seinem Manager.

 James:              T-T-T-Tony, du bist mein Manager. Du mußt einfach was unter-
                     nehmen. - Mhm? Das kann unmöglich derselbe Film sein, wenn
                     meine Rolle von 'nem arbeitswütigem Supermarktschwengel in
                     einen hektischen Eskimobrandbekämpfer umgeschrieben wird!
                     -aha - aha - hm, ja. Naja, das, das kann man als Begründung
                     gelten lassen. Doch kommen wir zur Gage. Die wird doch
                     hoffentlich erhöht, oder? Gut. Und di monatlichen Bezüge 
                     auch. DankeŽ, buch mir 'n Flug und miete mir'n Iglu. Und er-
                     zähl' diesem Trottel vom Kwik-E-Mart, diesem Penner, ich
                     schmeiß' den Laden hin, und zwar sofort. - Was soll das
                     heißen ich hab' zwei Wochen Kündigungsfrist? <kratzt den Ofen
                     sauber> Du verdammte Mistbeule! - Nein, ich mein nicht dich 
                     sondern diesen Backofen.

Apu und Homer sind inzwischen gelandet. Auf dem Flughafen singen einige Leute und verteilen Werbezettel.

 Menge:              Wenn du weißt das du gerettet bist, dann klatsch [usw.]
 Inder:              Oh, wie reizend. Christen!

Apu und Homer reisen auch mit einer völlig überfüllten Bahn. Sie hängen wie auch andere an der Außenseite der Bahn, andere sitzen auch auf dem Dach.

 Lokführer:     Achtung, an alle Passagiere: Im Speisewagen wird jetzt das
                     Mittagessen serviert.

Sofort klettern alle Passagiere in den zweiten Wagon. Die reise führt Apu und Homer durch ein Wüste, in die Berge, höher und höher. Erschöpft erreichen sie die Hauptverwaltung.

 Apu:                Wir sind da. Das ist er. Der erste Supermarkt der Welt.
 Homer:              So super liegt der aber garnicht.
 Apu:                Mußt du denn immer alles runtermachen.

Apu und Homer betreten den Supermarkt, moderne, elektrische Schiebetüren öffnen sich. Apu erklärt Homer die Lage:

 Apu:                Das ist der wohltätige und erleuchtete Präsident und
                     Vorstandsvorsitzende des Kwik-E-Marts. Nohia Stopomah (?).
                     Und ihn muß ich um eine Wiedereinstellung bitten.
 Nohia:              <schlürft einen Squishy> Kommt näher, meine Kinder.

Apu und Homer nähern sich dem 'Meister' [The Master Knows All Except Combi- nation To Safe]. Er sitzt auf mehreren Kissen

 Nohia:              Jetzt dürft ihr mir drei Fragen stellen.
 Apu:                Das ist mehr als genug. Ich hab' nämlich nur eine. ...
 Homer:              Sind sie wirklich der Boß des Kwik-E-Marts?
 Nohia:              Ja.
 Homer:              Wirklich?
 Nohia:              Ja.
 Homer:              Sie?
 Nohia:              Ja. Ich hoffe die Erleuchtung ist nun über euch gekommen.
 Apu:                Aber ich muß...
 Nohia:              Danke, kommt wieder.
 Apu:                Aber...
 Nohia:              Danke, kommt wieder.

So trotten Apu und Homer wieder davon.

 Homer:              Tja, das war mehr als ein Reinfall. Ist das wirklich der
                     oberste Boß vom Kwik-E-Mart?
 Apu:                <macht die Zombiegeste, faucht>
 Homer:              Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Apu. Ich bin genau
                     so schuld daran wie du.
 Apu:                <geht Homer an die Gurgel und würgt ihn>
 Homer:              Ah, nicht, Apu. Ist ja in Ordnung. Ich nehm' deine Entschul-
                     digung an.

In Springfield werden die beiden von UBF begrüßt. Bart und Lisa wollen Geschenke, Marge will wissen, wie es gelaufen ist.

 Homer:              Bestens! <schaut auf Apu> Naja, nicht all zu gut.
 Lisa:               Tut mir leid Apu. Aber denk dran: <singt> Wer braucht den
                     Kwik-E-Mart? ...
 Apu:                Nicht böse sein. Ich bin nicht in Stimmung.
 Homer:              Apu, vielleicht wird dich das etwas aufmuntern. Ich hab ge-
                     lernt, daß das Leben eine nicht enden wollende Reihe von 
                     vernichtenden Niederlagen ist, bis man sich nur noch wünscht,
                     Flanders sei tot!
 Apu:                Ja. Ja Homer, du hast Recht. Ich muß mich mit meinem
                     Schicksal abfinden. Ich hab' mich lang genug davor ge-
                     fürchtet. Ich werd' jetzt zum Kwik-E-Mart 'rübergeh'n und
                     mich meinem bösen Dämon stellen.
 Marge:              Das trifft sich ausgezeichnet. Unsere Nougatküßchen sind 
                     alle. <rüttelt eine leere Pappschachtel>

Einem Showdown im Wilden Westen gleich betritt Apu den Kwik-E-Mart. Doch der böse Apu wird beim Anblick des Vertrauten gleich weich:

 Apu:                Oh, meine geliebte, alte Sqishymaschine. Tou, mein Putzeimer
                     mit der Fliege. Und die Liste mit den geplatzten Schecks.
                     [  DO NOT ACCEPT ]
                     [  CHECKS FROM:  ]
                     [Chief Wiggum    ]
                     [Reverend Lovejoy]
                     [Homer J. Simpson]
                     [Homer S. Simpson]
                     [H. J. Simpson   ]
                     [Homor Simpson   ]
                     [Homer J. Fong   ]
 James Woods:        Hey, sie sind doch Apu Nahasapemipetilam. Hab' ich Recht? 
                     Oder irgendwie so ähnlich. Sie sind ein Spitzenmann! Und
                     hier in der Stadt eine Legende. Darf ich fragen, ob es 
                     stimmt, daß sie mal 96 Stunden hintereinander durchgearbeitet
                     haben?
 Apu:                Oh ja, es war furchtbar, kann ich ihnen nur sagen. Zum Schluß
                     kam ich mir vor wie eine Mischung aus Specht und Kolibri.
 James:              Ja, ich hab mir ihre alten Überwachungsbänder angeseh'n.

Auf dem Bildschirm tänzelt Apu wie eine Biene durch den Kwik-E-Mart und summt dabei.

 Apu:                Und in ein paar Minuten versuch' ich Nektar aus Sanshais (?)
                     Kopf zu saugen.
 Gangster:           <mit gezogener Pistole> Hey du, rück die Kasse raus und 
                     versuch' keine krummen Tour'n.
 James:              Ich schwör' dir, wenn ich irgendwelche krummen Tour'n vor-
                     hätte, dann würdest du dich biegen vor lachen.
 Gangster:           Hey, sie sind doch James Woods!
 James:              Ja, danke, vielen Dank.
 Gangster:           Tja, Mr. Woods, dann schießt ihr neuer Hit wohl - äh - auf
                     Platz drei, aber mit 'ner Kugel. <lädt die Waffe>
 James:              Halt! Ich bin kein (?)
 Gangster:           Halt die Klappe! <richtet die Waffe auf James>
 Apu:                Neeeiiin! <wirft sich in die Schußlinie und wird getroffen>
 Gangster:           <flüchtet>
 James:              Apu!
 Apu:                Ja. Der glühende Kuß heißen Bleis. Wie hat er mir gefehlt.
                     - obwohl - ich glaub' ich sterbe! <stöhnt und schließt die
                     Augen>
 James:              Hey!

Im Krankenhaus liegt Apu im Krankenbett. UBF und James Woods besuchen ihn.

 Doktor Hibbert:     Tja, sie haben wirklich großes Glück gehabt, Apu. Die Kugel
                     ist von einer anderen Kugel abgeprallt, die sie zufällig
                     noch von einem früheren &UUML;berfall in der Brust hatten.
 James:              Apu. Sie haben mir das Leben gerettet. Und als kleinen Be-
                     weis meiner großen Dankbarkeit, hab' ich dafür gesorgt,
                     daß sie ihre Stelle im Kwik-E-Mart wiederbekommen.
 Apu:                Oh, Mr. Woods, sie sehen...
 James:              Ich muß jetzt aufbrechen. Zu einer Schlacht mit Außerir-
                     dischen auf einem entfernten Planeten.
 Marge:              Das hört sich nach einem tollen Film an.
 James:              <lügt, erschöpft> Ja. Ja, es handelt sich um einen Film.
 Homer:              So, dann woll'n wir Apu alle umarmen!
 UBF:                <umarmt Apu> Aaaah!
 Apu:                <lächelt zufrieden>
                     -STILLE-
 Homer:              <schaut auf seine Uhr> Hey, wir ham' noch Zeit! Drücken wir
                     ihn nochmal!
 UBF:                <umarmt Apu> Aaaah!
 Apu:                <lächelt zufrieden>

Mit diesem Anblick des Glücks und der Freundschaft endet diese Folge.