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Die Simpsons

[1F08] Vom Teufel Besessen

Originaltitel: [$pringfield]
Erstausstrahlung in N.A.: 16.12.93
Erstausstrahlung in Deutschland: 23.04.95
Erstellt von: Björn Larsson <bjoernlarsson@hotmail.com>
Letztes Update: 07.08.99

 Tafel: Ich sage nicht Springfield, nur um Applaus zu bekommen
Sax:
Couch: UBF stößt gegeneinander und zerspringtin tausend Scherben

In der Vergangenheit sehen wir eine alte Nachrichtensendung, damals noch im Kino. [im Film]

 Ansager:           Ihr Lieblingsprogramm "Die Nachrichtenparade" präsentiert
                    Ihnen "Die Nachrichtenparade", Ihr Lieblingsprogramm.
                    Wir berichten von den aktuellsten Ereignissen in aller
                    Welt. <die Atombombe wir gezündet> Den neusten Erfindungen.
                    <die Lok im Fernsehen erschreckt die Zuschauer> Und
                    Hollywood! Was für eine Überraschung. <Humphrey Bogart ist im
                    Bild> Hier seh'n wir Eddie Murphy, bevor er in die Maske
                    geht.
 Humphrey:          Hallo Fans und Leute!
 Ansager:           Springfield! Eine Stadt auf dem Weg zum Lob. Heute ist ein
                    stolzer Tag. Denn Springfield wurde zu einer der 400 am 
                    schnellsten wachsenden Städte Amerikas erklärt. Warum auch
                    nicht? Die Wirtschaft blüht, der halbe Kontinent trägt
                    Springfield-Pantoffeln. <Ein Arbeiter prüft in der Fabrik
                    mit Juwelierslupe einen Pantoffel> Hier seh'n wir die
                    erste Amphibienfahrzeugfabrik unseres Bundesstaates. Nur
                    immer heraus damit, Jungs! Die Stadt hat auch Berühmt-
                    heiten zu bieten. Jeder weiß, daß Professor Gummimaul aus
                    Springfield stammt. <vor eine begeisterten Menge grinst
                    Prof. G. mit fünf Billardkugeln im Mund> So leistet jeder
                    seinen Beitrag. Selbst dieser kleine Kerl beweißt es mit
                    seiner "Ich schaffe alles für Springfield"-Einstellung.
                    Darum aufgepaßt, Tucon. Springfield ist eine Stadt  - 
                    die wächst.
                    THE END

Abraham Simpson und sein Freund Jasper, damals noch jünger, stehen auf.

 Abe:               So wie die Leute sich hier aufführen könnte man meinen,
                    die Straßen sind mit Gold geplastert.
 Jasper:            Das sind sie doch.

Auf der goldenen Straße kommt ein Autofahrer ins Schleudern. Es folgt eine Überblendung in die Gegenwart. Aus dem anständigen Viertel ist eines mit Waffengeschäften und Pornokinos geworden. Abe und Jasper laufen wie in der Vergangenheit diese Straße entlang.

 Penner:            Habt ihr 'n paar Pennies übrig, Freunde?
 Abe:               Ja, aber die kriegst du nicht. Alle woll'n immer was
                    umsonst, haha! <geht ins Social Security Office> Ich bin alt,
                    zahlt mir gefälligst was!

Im SNPP macht Homer auf der Toilette eine tolle Entdeckung.

 Homer:             Hey, da ist etwas, was man nicht jeden Tag im Klo findet.
                    Hat jemand seine Brille verlor'n? Letzter Aufruf! Oh!

Er fischt eine dicke, schwarze Hornbrille aus dem Klo, zieht sie auf und rennt zu einem Spiegel.

 Homer:             Die Summe der Quadratwurzel der beiden Seiten eines gleich-
                    schenkligen Dreiecks entspricht der Quadratwurzel der verbliebenen
                    Seiten.
 Mann auf Klo:      Das ist beim rechtwinkligen Dreieck, du Idiot!
 Homer:             Nein!

Mr. Burns verabschiedet im Büro gerade seinen Besuch.

 Mr. Burns:         Vielen Dank für ihren Besuch in unserem Kernkraftwerk,
                    Doktor Kissinger.
 Kissinger:         Hat Spaß gemacht.
 Smithers           Ich ruf an, sobald ihre Brille auftaucht.
 Kissinger:         Tja, ich hab sie sicher im Wagen liegen lassen. 
                    <denkt> Niemand darf erfahren, daß sie mir ins Klo gefallen
                    ist, ausgerechnet mir, dem Mann, der sie Pariser Friedens-
                    vereinbarung aufgesetzt hat.

Nach einem peinlichen, wortlosen Abschied zieht sich Mr. Burns in seinen Sessel zurück, um seine Arbeiter an Fernsehern zu beobachten.

 Smithers           Die Buchhaltung jammert. Die Wirtschaftskrise hat uns
                    schwer getroffen.
 Mr. Burns:         Das sind schwere Zeiten. Ich hab' schon zwölf Rezessionen
                    überlebt, acht Börsencrashs und sechs Jahre Nixonomie. Dann
                    überleb' ich das auch.
 Smithers           Trotzdem würde es nicht schaden, ein paar Angestellte zu
                    entlassen.
 Mr. Burns:         Gut, sehr gut! Nichts wie weg mit dem, dem... <zeigt wahllos auf
                    einige Fernseher, bei Homer Simpson, mit Hornbrille auf
                    der Nase, stoppt er> Den Eierkopf sollten wir behalten. Man
                    weiß nie, wann man ihn braucht.

Zu Hause bei UBF. Homer sitzt mit seiner Brille auf dem Sofa und schaut fern.

 Lisa:              Dad, man soll keine Brille tragen, die einem nicht 
                    verschrieben worden ist!
 Homer:             <schaut Bart durch die Brille an, sehr verzerrt> Lisa, nur
                    weil du drei Meter groß bist heiß das noch nicht, daß du
                    mir Vorschriften machen darfst.
 Bart:              Ich bin Bart.
 Lisa:              Her damit! <nimmt sich die Brille>

Im Fernsehen verliest Scott Christian die neusten Nachrichten.

 Scott:             Henry Kissinger wurde heute ins Krankenhaus eingeliefert,
                    weil er gegen eine Mauer gelaufen ist. Wir schalten um
                    zu Kent Brockman und seinen schlimmen Wirtschaftsmeldungen.

 Kent Brockman:     Auch hier läuft es nicht mehr so fröhlich wie früher auf der
                    Arbeitslosenmeldestelle. Arbeitslosigkleit ist nicht
                    mehr nur den Philosophieabsolventen vorbehalten, auch 
                    nützliche Wesen bekommen den Druck zu spür'n.
 Barney:            Seit nun schon sechs Jahren ist es mir nicht gelungen,
                    Arbeit zu finden.
 Kent:              Und welche Ausbildung haben sie?
 Barney:            Über fünf Jahre Ausdruckstanz und sechs Jahre Stepptanz.

 Kent Brockman:     Der wirtschaftliche Niedergang begann, als die Regierung
                    Fort Springfield auflöste und damit dem Schnapshandel und der
                    Prostitution den Todesstoß versetzte.

Währenddessen läuft ein Film, in dem die Flagge von Fort Springfield einge- holt wird, ein Schnapsladen zumacht und zwei Prostituierte, eine mit 'Fort Bragg' Schild, gelangweilt an der Straße stehen.

 Kent:              Selbst auf die Gefahr hin, unpopulär zu werden, mache ich
                    als Reporter Sie, die Zuschauer, für all das verantwortlich.

In der Springfield Town Hall:

 Quimby:            Ich schlage vor, daß ich den Rest der Stadtkasse in eine 
                    aufstrebende Stadt mitnehme, um dort als Bürgermeister zu 
                    kandidieren. Sollte ich tatsächlich gewählt werden, lasse ich
                    euch alle sofort nachkommen.
 Menge:             <buht ihn aus>
 Lisa:              Ich bitte um Verzeihung, Bürgermeister.
 Quimby:            Der Vorsitz erteilt dem kleinen Mädchen mit dem Hoffnungs-
                    schimmer in den Augen das Wort.
 Lisa:              In dem Schwein hier sind fünfzehn Dollar, die ich von meinem
                    Taschengeld gespart hab'. Es ist nicht viel, aber ich möchte
                    gern helfen. <hält ihm das Schwein hin>
 Quimby:            <nimmt das Schwein> Oh, die Summe brauche ich für den 
                    Gepäckträger am Flughafen.
 Abe:               Wißt ihr, was diese Stadt groß gemacht hat? Unser guter,
                    alter Unternehmungsgeist; mit ein bißchen Ellbogenfett kann
                    man alle Probleme lösen. Also laßt uns die Ärmel hochkrempeln
                    und - äh <er schläft im Stehen ein>
 Quimby:            Aber wollte ich darum bitten. Bleiben wir lieber auf dem 
                    Boden der Tatsachen.
 Skinner:           Ich hab' Hemmungen, so was vorzuschlagen, aber eine Reihe
                    von Städten hat ihre Wirtschaft hochgepeppelt mit - der
                    Zulassung von Glücksspielen.
 Menge:             <redet aufgeregt miteinander>
 Skinner:           Ein Teil der Einnahmen könnte zur Unterstützung unserer
                    unterfinanzierten öffentlichen Schulen verwendet werden.
 Menge:             <schweigt, ein Grille zirpt>
 Patty:             Ich muß sagen, daß mit dem Glücksspiel gefällt mir!
 Ned Flanders:      Und was meinen Sie dazu, Reverend?
 Lovejoy:           Tja, sobald etwas staatlich genehmigt ist, ist es nicht mehr
                    unmoralisch.
 Menge:             <jubelt>
 Mr. Burns:         Mit einem Casino könnte ich meinen Würgegriff um diese trost-
                    lose Stadt noch enger zieh'n.
 Menge:             <jubelt>
 Barney:            <rülpst>
 Menge:             <jubelt>
 Quimby:            <haut mit dem Gerichtshammer aufs Pult> Letzte Frage, gibt es
                    irgend welche Einwände?
 Menge:             <brummelt 'Marge' und dreht sich zu ihr um>
 Marge:             Ich bin davon überzeugt, daß es unserer Wirtschaft hilft.
 Menge:             <redet aufgeregt mit einander>
 Quimby:            Ausgezeichnet. Statt aus dieser Stadt zu flüchten bleibe ich
                    hier und mäste mich mit Prozenten und Bestechungsfonds.
 Menge:             <jubelt>

Die Menge rennt jubelnd aus der Stadthalle. Marge und Homer bleiben stehen.

 Marge:             Das könnte ein Neubeginn für Springfield werden.
 Homer:             Und weiß du auch, was das Beste daran ist? Wir haben der
                    Jugend damit einen guten Dienst erwiesen.

Guten Dienst? Naja. Die nächste Szene schildert das ausgelassene Leben, den die Legalisierung des Glücksspiels zur Folge ha(e)tte. Leichte Mädchen, Matrosen, Menschen im Alkoholrausch. Pläne für das Casino sind schon geschmiedet. Mr. Burns hat sich die selbst- nutzige Auflage gemacht, dieses zu bauen.

 Quimby:            Wir sind begeistert, daß sie sich entschlossen haben, ihr
                    Casino gleich an unserem Hafen zu errichten.
 Burns:             Ich werd' die sorglosen Tage meiner Jugend auf dieser
                    alten Promenade nie vergessen.

In einem Flashback sieht man den jungen Burns, Auto-Scooter fahrend und mit einem Lutscher in der Hand. Zielstrebig steuert er auf einen Iren zu und rammt ihm den Scotter mehrmals mit großer Freude ins Bein. Dieser Gedanke bringt den alten Burns zum Lachen. Er lacht auf der Promenade, unter der Dusche, im Bett, in der Kirche, im Büro:

 Mr. Burns:         Worüber hab' ich gerade gelacht, he? - Ja richtig! Über den
                    verkrüppelten Iren.
 Smithers           Sir, die Architekten sind da mit ein paar Modellen für ihr
                    Casino.
 Brite:             <mit einem Casinomodell frei nach dem Houses of Parlement>
                    Gentlemen, isch präsentiere 'Britannia', Glücksspiel mit dem
                    glitzernden Glanz der britischen Inseln. Alle Tänzerinnen
                    und Bedienungen sind echte Britinnen, frisches Blut aus den
                    Straßen von Sussex.

Eine alte, häßliche Britin mit roten Haaren und wenigen schiefen Zähnen, außerdem in der Fahne Großbritanniens gekleidet, bietet Mr. Burns einen Drink an.

 Mr. Burns:         Haut ab!
 Hippie:            <mit einem Modell namens Woodstock, Zelte & Bühne inklusive>
                    Heh, das wäre ächt geil. Das Glühcksspiel im Grühnen.
 Mr. Burns:         Verschwinde!
 Hippie:            <in Militärhaltung> Ähy, mach kain' Sträß! Leise rieselt der
                    [?]
 Mr. Burns:         Raus!
 Kapitän:      <legt ein Bild von einem Zweimaster auf eine Staffelei>
                    Also, ich brauch' [?] und fünfzig kräftige Männer. Wir segeln
                    ums Kaphorn und kommen mit Gewürzen und Seide zurück, wie
                    ihr es euch in euren Träumen nicht vorstellen könnt.
 Mr. Burns:         Ich will doch nur ein Casino bau'n!
 Kapitän:      Harr, geben sie mir fünf Minuten <mit Bild und Staffelei ab>
 Mr. Burns:         Alles Idioten! Ich werde es selbst planen! Ich weiß, was
                    den Leuten gefällt. Es muß Sexappeal haben und einen
                    schicken Namen.

Das Casino hat den schicken Namen 'Mr. Burns Casino', das Sexappeal bietet eine Leuchstoffreklame in Form von Burns, der Meerjungfrau. Bei UBF zu Hause, am Essenstisch.

 Lisa:              Mom, wir veranstalten einen Geographieumzug in der Schule
                    und ich weiß nicht, als welcher Staat ich gehen soll.
 Marge:             Da das Glücksspiel bei uns jetzt offiziell erlaubt ist, geh
                    doch als Nevada.
 Lisa:              Nein. Bei Nevada wirkt mein Hintern zu dick.
 Marge:             Em, warum gehst du dann nicht als Florida. Du süffelst
                    Orangensaft und alle alten Leute mögen dich.
 Lisa:              Dad, was meinst du?
 Homer:             Ssh, ich versuch dem Baby beizubringen, wie man mit Karten
                    spielt. <legt Maggie Karten auf den Tisch>
 Marge:             Wozu?
 Homer:             Ich hab' einen Job in Burns' Casino. Es war immer schon der
                    Traum meines Lebens, Black Jack-Dealer zu werden.
 Marge:             Nein, der Traum deines Lebens war, Kandidat in der Gongshow
                    zu werden, und den hast du dir vor zwanzig Jahren erfüllt.
                    Weißt du nicht mehr?

Homer erinnert sich. Mit Barney hat er in einer übergroßen Hose Mundharmonika gespielt. Er ist zufrieden:

 Homer:             Wir haben mehr Gongschläge gekriegt als der Tanzroboter, der
                    Feuer gefangen hat.

Das Casino hat eröffnet. Otto besucht es. Er wird von Gerry Coney, dem ehe- maligen Schwergewichtsmeister begrüßt, der ihm seine Hilfe anbietet. Als er Otto darauf hinweist, sich in einen komerziellen Club einzuschreiben, haut Otto zu, Gerry wird ohnmächtig. Über dem Casino wacht der strenge Blick der Meerjungfrau alias Burns. Homer geht eifrig seinem neuen Job nach.

 Homer:             Äh, mal sehen. 18, 27, 35. Die Bank verliert. Da habt ihr
                    alle wieder gewonnen.

Kent Brockman, Troy McClure, Krusty, ein Texaner und ein unscheinbarer Mann klatschen.

 Texaner:           Jihow! Homer, ich schenk' ihnen meinen Hut, der bringt Glück.
                    Ich hab' ihn an dem Tag getragen, als Kennedy ermordet wurde,
                    und er hat mir seitdem immer Glück gebracht!
 Homer:             Vielen Dank, Senator. - Oh, ich werde gleich schon abgelöst.

Als ein neuer Black Jack Dealer auftaucht, nehmen alle fünf ihre Chips und gehen schnell davon. Abe Simpson versucht sein Glück beim Würfeln. Apu und zwei andere schauen ihm ärgerlich zu.

 Abe:               Komm schon, du Glückssieben. Papa braucht 'n paar neue
                    Gammaschen. Und so'n bißchen Pinkepinke kann man immer ge-
                    brauchen. Also, süßes Leben, es geht los!
 Apu:               Jetzt würfeln sie doch endlich!
 Abe:               Hetz mich nicht. Ich hab' Athritis.
 Angestellter:      Darf ich den Gentleman auffordern zu würfeln.
 Abe:               Ja, ist ja gut, du neunmalkluger - oh <verliert die Würfel>
                    Ist das zu fassen!? Ich hab' einen fallen lassen. Au! Jetzt
                    steckt er in meinem Schuh!

Unter Schmerzensschreien humpelt Abe davon. In einer langen Schlange stehen die Leute für 'The Flamboyant Magic Of Gunter And Ernst' an. Mit weißen Tigern Ó la Siegfried und Roy begeistern sie das Publikum. Ein Äußerung von einem der Zauberer, löst bei dem Tiger Erinnerungen an seine Vergangenheit aus, als er noch im Jungel lebte. In dieser Nacht wurde er von Gunter und Ernst bewußtlos geschossen und von da an zum Fahrradfahren gezwungen. Als Rache stürzt sich der Tiger jetzt auf die beiden Zauberer. Bart Simpson hat auch schon die Vorzüge des Glücksspiels kennengelernt:

 Bart:              <am Einarmigen Banditen> Juhu! Jackpot!
 Angestellter:      Einen Moment, bist du über 21?
 Bart:              Du etwa?
 Angestellter:      Ich bin nicht befugt, das zu beantworten.
 Bart:              <nachdem er von Türstehern herausgeschmissen worden ist>
                    Ach übrigens, eure Martinis sind ekelhaft!
 Angestellter:      Ach wirklich? Was hast du denn vor? Ein eigenes Casino
                    eröffnen, in deinem Baumhaus, und dann läßt du all deine
                    Freunde 'rein? Das würd' ich zu gerne seh'n. Ahaha!

Gesagt, getan. 'Bart's Casino' ist eröffnet. Und er läßt all seine Freunde 'rein.

 Bart:              Oh ja, herzlich willkommen, ich wünsch euch viel Glück.
 Angestellter:      <niedergeschlagen> Er hat's mir wirklich gezeigt.

Wieder werden Homers Kartenkünste gezeigt.

 Marge:             Hallo Hoomie!
 Homer:             <läßt alle Karten aus der Hand fallen> Hey, Marge. Nachdem 
                    du dich immer so gegen Glücksspiele gewehrt hast, muß es dir
                    doch komisch vorkommen, in einem Casino zu sein.
 Marge:             <ärgerlich> Ich war _für das Casino.
 Homer:             Jetzt schlägt's aber 13! <hält Marge drei Finger hin> Ich war
                    auf der Versammlung, und ich hab' ein photographisches Ge-
                    dächtnis.

In einem absolut wirklichkeitsenzogenen Gedanken sieht man Homers Version der Versammlung. Marge hat grüne Haare, Lockenwickler und eine bunte Perlen- kette. Apu hat drei Köpfe, ein Mann einen Pinguin auf dem Kopf. Ein alter Mann sitzt mit femininer Unterwäsche neben Ned Flanders (erstaunlich normal), einem anderen wachsen Blumen aus den Ohren. Hinter dem musklebepackten Homer stehen ein Baby mit Bart, ein Krokodil im Anzug und eine Frau mit einer Spiralfeder als Hals.

 Marge:             Die Zulassung von Glücksspiel ist der absolute Horror. Ein
                    Spielcasino nur über meine Leiche! bla bla...
 Eine Krake:        <hält Homer einen Hörer hin> Für sie, der Präsident.
 Homer:             Ja, hallo?

In der Realität erzählt Homer seine Geschichte dem leeren Black Jack Tisch.

 Homer:             Dann hab' ich zum Präsidenten gesagt: Jetzt passen sie mal
                    auf! - Marge? Marge!

Marge, mit Maggie unterwegs, findet auf dem Boden einen Quarter. Sie hebt ihn auf und will sich zuerst auf die Suche nach einem Fundbüro machen, wählt dann aber die einfachere Alternative und schmeißt den Quarter in einen Einarmigen Banditen. Sie gewinnt 4 Quarter zurück, und so beginnt Marges Spielsucht... Bart hat in seinem Casino wohl großen Erfolg. Ein bunte Reklame kündigt 'Tonight Milhouse - Next week: an evening with Jimbo' an. Im Baumhauscasino herrscht reges Treiben. Wetten sind gemacht worden:

 Krabappel nervous breakdown   2-1
 Fat Kid popular      50-1
 Bart gets own TV show1000-1
Das Casino ist erstaunlich groß (...), hat eine Theke, mehrere Spiel'tische' und faßt sehr viele Kinder.
 Bart:              <im Anzug> Na, wie geht's? Schon dich zu seh'n. Empfehlung an
                    deine Freunde. Viel Glück! Und, wie läuft's? [?], schick
                    siehst du aus.

Milhouse versucht sich, wie schon angekündigt, als Zauberer. Mit einem großen Zylinder auf dem Kopf versucht er gerade, Schneeball II in eine Fragezeichenkiste zu stecken.

 Milhouse:          Und nun achtet auf die Zauberschachtel - wo ich jetzt die
                    Katze rein -äh- stecke.

Die Katze wehrt sich, sie Katze aus dem Zylinder wird sichtbar und beide zerkratzen Milhouse, sehr zum Gefallen des Publikums. Zwei 'Rainmen' haben gerade bei Homer gewonnen:

 Homer:             Was, 21? Zähl'n sie bitte die Karten noch 'mal zusammen.
                    Los, machen sie's noch mal.
 Dustin Hoffmann:Dann muß ich wohl oder übel Schluß machen.
 Homer:             Nein! Bitte bitte bitte bitte!
 Dustin:            Tut mir leid, ich muß Streichhölzer zähl'n. Ich muß den
                    Tisch verlassen.
 Homer:             Nein!

Zuerst kriegt Dustin Hoffmann den typischen authistischen Anfall, Homer macht ihm das dann nach. Tom Cruise kann diesem Szenario nur stumm zusehen. Oben im Casino, sind Smithers und Burns in der Kommandozentrale. Burns sitzt festgekrallt auf einem Stuhl, schon mehr Haare auf dem Kopf, und beobachtet an Fernsehern das Geschehen unten im Casino.

 Smithers           Seit der Casinoeröffnung vor fünf Tagen haben sie nicht mehr
                    geschlafen, Sir.
 Mr. Burns:         Tja, ich habe eine Marktlücke entdeckt. Die Leute strömen
                    'rein, leeren ihre Taschen und schleichen sich wieder raus.
                    Jetzt kann mich nichts mehr aufhalten - außer - ansteckenden
                    Mikrobazillen - <packt Smithers am Arm> Das werden wir zu
                    verhindern wissen, Smithers!
 Smithers           Ja, ehm, natürlich, Sir.

Marge ist zum halben Spielprofi aufgestiegen. An Zwei Banditen gleichzeitig versucht sie ihr Glück. Maggie vertreibt sich die Zeit, indem sie ihren Schnuller in die Luft wirft und mit dem Mund wieder auffängt. Doch als eine Frau vorbeikommt, bleibt der Schnuller in ihrem Eimer liegen. Weinend muß sich Maggie durch die Menschenmassen kämpfen und landet schließlich auf dem Würfeltisch.

 Mann:              Oh, ein Baby auf dem Spieltisch. Das bringt bestimmt Glück!

Doch er würfelt nur eine zwei. Gunter und Ernst gehen mit ihrem weißen Tiger spazieren.

 Mann:              Hui, es ist bestimmt aufregend, in 'nem Casino zu ackern.
 Ernst:             <schwuchtlig> Ja.
 Gunter:            <schwuchtlig> Wir geben eine Party heute abend, wenn du
                    Lust hast?!

Maggie zieht den weißen Tiger an seinen Haaren. Dieser brüllt vor Schmert und will sich Maggie greifen, doch Barney kann sie im letzten Augenblick noch retten und bringt sie zu Marge zurück.

 Barney:            Hey, Marge. Du mußt ein bißchen besser aufpassen. Dein
                    kleiner Bart wäre fast von einem Pony gefressen worden.
 Marge:             Oh, ach du liebe Zeit! Vielen Dank, Barney <nimmt Maggie>
                    Das hätt' ich mir bestimmt niemals verziehn! <zieht einen
                    Schnuller aus den Haaren> Jetzt bleibst du schön da sitzen,
                    junge Dame. <spielt weiter>
 Barney:            Oh nein! Das typische, zwanghafte Verhalten. Das halt ich
                    nicht aus. <sieht drei Becher 'Bier'> Oh wow! Freibier!

Der letzte Becher ist allerdings der Geldbecher eines Mannes.

 Mann:              Halt, das sind meine Münzen.
 Barney:            <rülpst>
 Frau:              Der spuckt Geld wie'n Automat.

Tatsächlich spuckt BarneyÄbei jedem Rülpser einen Teil der Münzen wieder aus. Viele Menschen stürmen herbei und sammel das Geld auf. Auch Krusty arbeitet in dem Casino. Eine Abendvorstellung 'Nur für Erwachsene' ist allerdings nicht der Knüller:

 Krusty:            Ich möchte kein heikles Thema anschneiden, aber reden wir
                    über Herpes. Herpes, Herpes Hoperpes, Bananafana Poperpes.
                    Herpes. Oh, dieser Fleck auf Gorbatschows Kopf, das ist
                    Herpes. Glaubt mir! <Stille> Hat hier zufällig jemand Herpes?
                    Hä? - Hä? Ihr seid das mieseste Publikum das ich je hatte!
 Mann:              Und du bist der mieseste Komiker den wir kennen!
 Krusty:            Gut, dann werden wir uns eben die nächsten neunzig Minuten
                    schweigend gegenübersteh'n.
 Mann:              Von uns aus gern!

Krusty setzt sich auf die Bühne und schweigt sein Publikum an. Burns hat inzwischen eine richtige Phobie gegen Mikrobazillen entwickelt. Mit einem Bart im Gesicht, und einer Spraydose in der Hand, sprüht er in der Gegend herum.

 Mr. Burns:         Die sind alle mit wiederlichen Mikroben überzogen, stimmt's
                    Smithers.
 Smithers           Wieso, was meinen Sie, Sir?

Aus Smithers Gesicht wachsen ind Burns' Paranoia Bazillen, die sogar reden können. Mr. Burns ist fassunglos und von Ekel geschüttelt. Marge ist ganz der Spielsucht erlegen. Homer sieht sie auf seinem Nachhause- weg.

 Homer:             Marge! Du hast auf mich gewartet?
 Marge:             <brummt>
 Homer:             Komm, Marge. Geh'n wir.
 Marge:             <ohne aufzusehen> Geh vor, ich komm nach.
 Homer:             Marge, ich nehm das Auto.
 Marge:             Ich geh' zu Fuß.
 Homer:             So spät durch diese schlimme Gegend?
 Marge:             Ja.
 Homer:             Marge!
 Marge:             <raunt ihn an> Hau ab! Du bringst mir Pech!
 Homer:             Was? Jetzt versteh' ich, was hier vorgeht. Du bist so böse,
                    weil alle anderen hier in der Stadt das Glücksspiel lieben,
                    nur du nicht. Das find' ich absolut traurig.

Marge spielt unbesorgt weiter. Smithers kommt mit zwei Türstehern vorbei.

 Smithers           Ähm.
 Marge:             Ja?
 Smithers           Verzeihung, Mam. Meinen sie nicht, daß sie genug gespielt
                    haben.
 Marge:             Nein.
 Smithers           Nichts für Ungut. Wir sind verspflichtet, alle 75 Stunden
                    nachzufragen. Bringt ihr noch 'n Gratisdrink.

Wegen Marges Abwesenheit wird das Haus von UBF allmählich zur Müllhalde. Unabgewaschene Teller stapeln sich in der Spüle, die Küche versinkt im Chaos.

 Lisa:              Hast du nicht auch das Gefühl, daß diese Familie zerfällt?
                    Die ganze letzte Woche haben wir nicht einmal mit Mom ge-
                    gessen, ganz zu Schweigen von meinem Kostüm für den Geo-
                    graphieumzug.
 Bart:              <am Telefon> Klappe zu, Schwesterchen! Ich muß für heute
                    abend noch etwas buchen. Stell dir vor, der Lisa Minelli-
                    parodist war Lisa Minelle selber! <schüttelt sich mit Ekels-
                    lauten>
 Lisa:              <zu Homer, der gerade gekommen ist> Es gibt leider nichts
                    zum Frühstück.
 Homer:             Da muß man improvisieren, Lisa!

Er schüttet sich Nelken und Tom Collic Mix [<I>?] in eine Schüssel und legt einen tiefgekühlten Tortenboden darauf.</I>

 Lisa:              Wahrscheinlich merkt Mom garnicht, daß sie uns fehlt. Wir
                    sollten rüber zum Casino geh'n und es ihr sagen.
 Homer:             Ach, komm, Lisa. Es gibt keinen Grund ihr das zu - <schiebt
                    sich einen Löffel seiner 'Improvisation' in den Mund> Ach 
                    gut, geh'n wir 'rüber zu ihr.

So geht also UBF zu Marge, die immer noch am Einarmigen Banditen sitzt.

 Homer:             Marge, wir müssen mit dir reden. Du verbringst viel zu viel
                    Zeit im Casino und ich glaube, du hast ein Problem.
 Marge:             Ich hab' gestern abend 60 Dollar gewonnen.
 Homer:             Juhuu! Problem gelöst.

Homer reißt ihr den Geldbecher aus der Hand und UBF, ohne Marge, geht. Mr. Burns hat inzwischen schon einen richtigen Vollbart und lange Finger- nägel bekommen. Er nimmt ein kleines Spielzeugflugzeug in die Hand.

 Mr. Burns:         Smithers, ich habe ein Flugzeug entworfen. Ich nenne es den
                    Fichtenelch, und es kann 200 Passagiere in siebzehn Minuten
                    vom New Yorker Luftschiffahrtshafen nach Belgisch Congo
                    bringen.
 Smithers           <mit Arztkleidung und Atemmaske> Ein sehr hübsches Modell,
                    Sir.
 Mr. Burns:         Ein Modell?

UBF plagen mittlerweile andere Probleme. Lisa kommt ins Schlafzimmer ihrer Eltern.

 Lisa:              Mom!
 Homer:             He? Wie, was? Lisa! Was hast du?
 Lisa:              Ach, ich hatte einen furchtbaren Alptraum.
 Homer:             Jaja, dann leg' dich brav wieder hin und erzähl' mir, was
                    du geträumt hast. <legt sich wieder hin>
 Lisa:              Ich weiß es klingt albern, aber ich hab' geträumt, daß der
                    böse Buhmann hinter mir her war. Er hat sich versteckt und
                    dann...
 Homer:             <springt auf> Aa! Der Buhmann! Nagel die Fenster zu, ich hol'
                    meine Flinte.

Homer krabbelt davon. Er stürmt in Barts Zimmer.

 Homer:             Bart! Ich will dich nicht erschrecken, aber es könnte ein
                    Buhmann oder mehrere Buhmänner hier im Hause sein.
 Bart:              <schreit> Ääääh!

Marge kommt nach Hause (!). Sie öffnet die barrikadierte Tür, die schon ein riesiges Schußloch zeichnet. Hinter einer aufgetürmten Matraze kommt Homer hervor und zielt mit seiner Flinte auf Marge, auch Bart, Lisa und Maggie schauen zitternd hinter der Matraze hervor. Als sie Marge sehen, sind alle erleichtert.

 Marge:             Was ist denn hier passiert?
 Homer:             Nichts Besonderes, Marge. Nur ein kleiner Zwischenfall mit
                    dem Buhmann. <er schmeißt die Flinte weg und ein Schuß
                    löst sich> Das wäre alles nicht passiert, wenn du da ge-
                    wesen wärst und mich daran gehindert hättest, Dummheiten zu
                    machen.
 Marge:             Ach, das tut mir aufrichtig leid. Ich verbringe wirklich zu
                    viel Zeit im Casino. Von jetzt an werd' ich öfter hier sein.
 Lisa:              <hoffnungsvoll> Hilfst du mir dann bei meinem Kostüm?
 Marge:             Natürlich, Schatz. Das versprech' ich dir.
 Lisa:              Danke, Mom. <sie umarmen sich>
 Homer:             Ah, genau wie im Fernsehn.

Als er weg geht, stoplert er pber einen Fußhocker und fällt mit einem Salto vorwärts auf den Rücken. Im Hintergrund lachen Leute (Comedyserie). Bart steht am Flughafen und hält ein Schild mit der Aufschrift 'Robert Goulet' hoch.

 Robert:            Hallo. Bist du vom Casino.
 Bart:              Ich bin von einem Casino.
 Robert:            Auch gut. Geh'n wir.

In Burns' Casino wird der gerade abgeworbene Robert Goulet groß angekündigt. 'Tonight Robert Goulet Also Concrete And Asphalt EXPO 1993'

 Smithers           Ich befürchte, Robert Goulet ist noch nicht eingetroffen, 
                    Sir.
 Mr. Burns:         Na schön, beginnen sie mit dem Auftauen von Jim Neibors [?].

Bart transportiert seinen prominenten Gast mit dem Fahrrad zu seinem Casino. Als Robert das Baumhaus sieht, ist er stutzig:

 Robert:            Sag' mal, bist du sicher, daß das das Casino ist? Ich werd'
                    lieber meinen Manager anrufen.
 Nelson:            Ihr Manager läßt ausrichten, sie soll'n die Klappe halten!
                    <droht mit der Faust>
 Robert:            Das hat Vera gesagt? <zuckt mit den Schultern und klettert
                    die Leiter herauf>

Lisa rennt aufgeregt zu Homer, der gelangweilt auf dem Sofa sitzt.

 Lisa:              Dad! Mom hat gesagt, sie würde mir bei meinem Kostüm helfen,
                    aber das hat sie nicht getan und heute abend ist der _Umzug!
 Homer:             Lisa, deine Mom liebt dich immer noch. Sie macht nur jetzt
                    gerade Karriere und drückt dem Einarmigen Banditen die Hand.
 Lisa:              Aber Dad, wenn ich nicht in einem Gummianzug mit dem Umriß
                    von Florida erscheine, mach ich mich zum Gespött der ganzen
                    Schule.
 Homer:             Ach, irgendwas ist aber auch immer. Erst muß ich deine
                    schwangere Mutter ins Krankenhaus fahr'n, damit sie dich
                    zur Welt bringt, und jetzt das!

Also schreitet Homer zur Tat. Mit Nähnadel und -maschine macht er sich, offensichtlich erfolgreich, ans Werk. Doch sein Produkt ist weniger gut. Zwei Schaumstoffmatten, mit Klebestreifen befestigt, und einige Apfelsinen ebenso befestigt.

 Homer:             Hallo Florida!
 Lisa:              <weint> Ich bin kein Staat, ich bin ein Monster!
 Homer:             <weint auch, wischt sich eine Träne weg> Nein, Lisa. Das 
                    einzige Monster, das es je gibt ist das Spielmonster, von dem 
                    deine Mutter besessen ist. Ich nenne es Spielor! und es wird
                    Zeit, deine Mutter aus seinen Neonklauen zu befreien.

Schreiend rennt er davon. Suchend nach Marge verhilft er anderen unfreiwillig zum Glück. Er boxt eine Papppuppe von Robert Goulet um, mischt sich in ein Telefonat ein und erscheint auf Burns' Monitorleinwand auf allen Monitoren. [<I>muß man sehen, zu gut!] Burns hat schon einen richtigen Vollbart und sehr lange Fingernägel.</I>

 Mr. Burns:         Smithers, ich will nicht, daß dieser unberechenbare Irre in
                    meinem Casino arbeitet.
 Smithers           Gut, dann versetzen wir ihn wieder ins Kernkraftwerk.
 Burns:             Ach, mein geliebtes Kraftwerk. Es fehlt mir so. Ach, mir
                    reicht's. Ich will mich rasieren, und baden - und nehmen
                    sie sofort diese Schmincktuchschachteln von meinen Füßen!
 Smithers           Ja-jawohl, Sir. Und-und die - Uringläser?
 Burns:             Naja, die heben wir lieber auf. Auf zum Kernkraftwerk! Wir
                    nehmen den Fichtenelch, steigen sie ein!
 Smithers           Aber, - Sir.
 Burns:             <zückt eine Pistole> Ich hab' gesagt: Steigen sie ein!

Homer hat endlich Marge gefunden. Er rennt zu ihr, reißt den Einarmigen Banditen aus der Halterung und schreit sie armefuchtelnd mit unartikulierten Lauten an.

 Marge:             Homer, was hast du, sprich langsam.
 Homer:             <gibt armefuchtelnd unartiklierte Laute von sich>
 Marge:             Nein, erst denken, dann sprechen.
 Homer:             <zeigt mit dem Finger auf sie> Du hast deinem Kind gegenüber
                    ein Versprechen gebrochen.
 Marge:             <ärgerlich> Was?
 Homer:             Du hast deiner Tochter Lisa versprochen, ihr bei ihrem
                    Kostüm zu helfen. Du hast sie zum Weinen gebracht. Dann hab'
                    ich auch geweint. Nur die kleine Maggie hat gelacht. <weint>
                    Sie ist ein unerschrockener Draufgänger.
 Marge:             Huh! Lisas Kostüm! Das hab' ich ganz vergessen. <dreht sich
                    in Homers Arme> Es tut mir so leid, Homer.
 Homer:             Marge, du mußt endlich einsehen, daß du vom Spielteufel
                    besessen bist.
 Marge:             Ich geb's zu. Du hast recht, Homer. Vielleicht sollt' ich 'n
                    Spezialisten aufsuchen.
 Homer:             Nein, das ist viel zu kostspielig. Du spielst einfach nicht
                    mehr.

Robert Goulet gibt in Barts Casino eine Vorstellung. Nach seinem Lied zieht er Milhouse mit seinem schwingenden Mikrophon eins über. In der Schule bekommen die Kinder einen Sonderpreis, denen ihre Eltern offenbar nicht geholfen haben, es sind Lisa und Ralph. Homer und Marge ver- lassen indes das Casino.

 Homer:             Tja, Marge. Zum ersten Mal in unserer Ehe kann ich endlich
                    berechtigterweise über dich die Nase rümpfen: Du bist vom
                    Spielteufel besessen!
 Marge:             Das stimmt, Homer. Kannst du mir verzeih'n?
 Homer:             Aber ja. Weißt du noch, wie man mich im Kaufhaus beim
                    Uhrenklauen beim Uhrenklauen erwischt hat?
 Marge:             Mhm.
 Homer:             Ja, aber das ist garnichts im Vergleich zu deiner
                    Spielbesessenheit. Dann hab' ich diesen entlaufenen Irren ins
                    Haus gelassen, weil er sich als Weihnachtsmann verkleidet
                    hatte.
 Marge:             Mh.
 Homer:             Aber du bist vom Spielteufel besessen.
 Marge:             Bitte, Homer. Wenn man jemandem verzeiht, darf man ihm nicht
                    dauernd Vorwürfe machen.
 Homer:             Das mach' ich doch garnicht.
 Marge:             <küßt Homer>
 Homer:             Und weißt du noch, wie ich...
 Marge:             Homer!
 Homer:             Ja, das hab' ich schon wieder vergessen.

Arm in Arm gehen sie auf der Promenade der Sonne entgegen.


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