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Die Simpsons

Review von Andreas Krösing (erstveröffentlicht am 11.05.2001)

Eine der schlechtesten Episoden der Staffel, denn sie ist eine einzige Rally schlechter Gags. Die Story, wenn man dies so nennen kann, schickt die Simpsons auf eine Afrikareise, die sie in einem längst vergangenen Gewinnspiel aus einer steinalten Kekspackung, nach einer Hungersnot aufgrund eines Streiks der Verpacker im Supermarkt, gewonnen haben. Naja, nicht wirklich gewonnen haben, sondern mit dämlicher Erklärung einfach bekamen. Die Episode ist voll mit dämlichen Sightgags, wie Flusspferden die aus Eiern schlüpfen, Riesenblumen, die Stürze aus 1000m Höhe abfangen, Affen, die in Minen arbeiten und und und... Dann wird Lisa 2 oder 3 mal von Homer dazu aufgefordert die Klappe zu halten ("What did you just see Lisa?"), nachdem sie an eine gewisse Realität erinnert hat. Alles vom Anfang mit streikenden Verpackern bis zum Ende mit Affen in einer Diamantenmine ist totaler Blödsinn. Eine zusammenhanglose Hast durch Afrika mit lauter Gags, die nichtmal zünden. Einzig gut ist die Sache mit den Präsidenten und mit dem Namen des Landes. Dann taucht dieser neue 'veeeery funny' Subtitle Gag überall in der Episode auf, was wirklich nervig ist. Oh, dabei fällt mir ein, das Ivar bestimmt keine Ahnung hat, wie man die Untertitel eindeutscht und Butz uns das alles vorlesen wird oder noch schlimmer: Die Affen deutsch reden werden... Aber das ist nur Zukunftsangst. Die Einkaufszene am Anfang ist aber recht komisch: "We need these to..." *reinschmeiß und wegrenn*, außerdem gefallen mir Homers Forderungen, alles machen zu wollen, was auf der Verpackung der Kekse abgebildet ist, auch wenn es schon wieder sehr geplant wirkt. Homers "Karte" einschließlich "Hihihi, a monkey!" und die "mouth-watering monkeys" finde ich recht gelungen. Homers Dummheit wird natürlich auch wieder genug gehypt, nicht zuletzt mit dem Fotografieren des Kilometerzählers - wie lustig. Weitere Elemente des Schwachsinns sind unter anderem ein verschlucktes Time Magazine (Maggie), *explodierende* Kokosnüsse (aua), überhaupt die Tatsache, was so ein Streik auslösen soll, ein Vogelangriff, Homers "Twins" (zu geschmacklos) und so ziemlich alles in Afrika (besonders: Tierchen auf den Schultern des Führers, Spinnengift, das Koffer zerstört [sinnlos], dieses Tier im Auto, die Rhinos und Giraffen in ihren "realen" Lebensbedingungen,dem Wasser-hassenden Nilpferd, und wirklich alles nach dem Indianerdorf). Das verkehrt herum liegende Moskitonetz ist nicht unbedingt sehr komisch aber immerhin noch ein bisschen einfallsreich (dafür aber inspiriert von "Cartoon McCartoonyman?", dem bösen Dämon der Cartooneffekte;-)) Dazu kommt noch eine schöne Schlägereiszene zwischen einem Nilpferd und dem Führer, die dem Sinnlos-Szenario die Krone aufsetzt.

Das Ende setzt den I-Punkt auf: Es gibt nichts, was man nicht mit Diamanten lösen kann! - Okay, setzen wir sie mit Diamanten ins Flugzeug und laßen die Credits rollen! - zwischendrin gibt es wie gesagt diese sketchartige Aneinanderreihung von Ereignissen und das war's dann. Afrika an sich hätte gute Elemente für eine Story gebracht, die jedoch schlicht und einfach verspielt wurde. Der Abspann zeigt mit seinem "Gewidmet den Verpackern" Zusatz auch noch warauf es ihnen angekommen ist: Einen bescheuerten Plot.

Dank einfach nur heruntergeleierter und dazu noch kaum existierender Handlung und enorm viel Schwachsinn die schlechteste Note: F