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Die Simpsons

Review von Andreas Krösing

Mittlerweile ist es geschehen, mit CABF03 wurde eine dieser Folgen gesendet, bei der man den P - Code sieht, sich die Episode ansieht, nochmal den P - Code anschaut, sich wieder an die Folge erinnert und zur Sicherheit noch einmal überprüft, ob der P - Code stimmt, weil man einfach nicht fassen kann, was man da gesehen hat. Inhaltlich würde man bei dem Schwachsinn wohl eher auf Staffel 11 tippen, aber mal langsam und von vorne.

Die Folge beginnt schon so mies, mit einen wirklich grausamen Anfang, einem richtig zusammenhanglosen Auftakt für eine Folge. Wieder einmal scheint nach dem Ratespiel Prinzip gewählt worden zu sein, „Was könnten sie denn machen?“ scheinen sich die Autoren gefragt zu haben und ein Restaurant mit Show war wohl die Antwort. Party, Ausflug, Festival, irgendwas ist es immer. Bloß kein klassischer Anfang in Springfield, oder zu Hause bei den Simpsons. Gut, so etwas muß nicht schlimm sein, wie Sebastian in seinem Review zu 9F21 korrekt erwähnt hat, da hat es gepaßt, aber meistens, vor allem in neueren Folgen kommt bei solchen Anfängen nicht viel heraus. Hier führt das alles zu einem Totalwendepunkt, der durch puren Schwachsinn zur eigentlichen Story leitet.

Totalschwachsinn beschreibt dieses Episode eigentlich ziemlich gut, man vermißt jegliche Elemente, die gute Folgen die Würze geben. Hier geht es durch ein paar Füllszenen, die doch irgendwie schmal eine Story tragen zu einem absolut stumpfsinnigen Wendepunkt und steuert dann den komplett idiotischen Schluß an. An allen Enden strahlt dieses Machwerk aus, dass es einfach nicht von der Länge gepaßt hat. Die Story verliert schnell ihr Hauptaugenmerk und driftet in die wilde Welt des Cartoon Schwachsinns ab. Ich weiß gar nicht, was diese Folge eigentlich bietet, außer ein bißchen interessanter Thematik leider doch herzlich wenig.

Man lacht kaum, man ist am Schluß nicht zufrieden, sondern kommt sich regelrecht veräppelt vor und hat kaum das Gefühl eine Folge gesehen zu haben. Viel zu oft denkt man an Staffel 11 mit ihrer ach so lustigen Selbstironie und genau das haben wir am Ende auch hier. Es gäbe sicher normale, funktionierende Auswege aus den Geschehnissen und irgendwie wäre bei dieser Folge auch etwas drin gewesen. Leider wird nichts davon genutzt, es scheint mehr ein Live Bericht aus der Comic - Stadt zu sein. Alles in dieser Episode wirkt sehr aufgebaut, die eigentliche Geschichte weiß nicht zu überzeugen und durch den nicht vorhandenen parallelen Subplot wird nur an einem fort aneinandergereiht.

Na gut, an einigen ganz seltenen Stellen (dog for sale, dog for sale! – how much for this dog? – well, it’s not for sale...“) habe ich gelacht, aber Simpsons guckt man nicht nur für einen öden Lacher, sondern um etwas anspruchsvolles geboten zu bekommen, zumindest war das so in den glorreichen Zeiten der Serie. Hier aber beschränkt sich der Anspruch auf eine Aneinanderreihung voller nicht lustigen Witze, die in einer irren Cartoonwelt abzulaufen scheinen. Wie in WB Serien können nun scheinbar (okay, in Tradition auf „Lisa Gets An A“) auch jegliche Figuren in lebensechte Kostüme schlüpfen und blutige Stunts aufführen. Auch scheint ganz Springfield inzwischen dem Zentrum „Homer“ verfallen zu sein, da offensichtlich niemand besseres zu tun hat, als sich um seine Dummheiten zu kümmern. Dass das wirkliche Gesetz in der Tat zuschlagen würde schert wohl keinen.

Die Charaktere wirken genau so platt wie der Bildschirm, auf dem sie laufen. Homer ist ein Kind (er weiß es sogar wieder mal), Bart das zweite, Lisa und Marge scheinen im Hintergrund den Haushalt zu führen und die Verantwortungspersonen zu sein (nein, eigentlich nicht, Marge wird wieder mal total in den Hintergrund gedrängt, sie scheint unwichtig zu sein...). Marge und ihr Alkoholproblem ist dann so eine Sache. So etwas gab es schon in „You Only Move Twice“ und natürlich „There’s No Disgrace Like Home“. In diesem Sinne gesehen weise Kontinuität, in der eigentlichen Folge aber nicht mehr als eine öde Füllszene für den Anfang. Ach ja, und ein weiterer billiger Gag im Mittelteil.

Verpasse ich die Wahnsinnsbotschaft oder ist einfach keine wirkliche vorhanden? Gut, die Folge versucht eine gewisse Aussage zu machen, doch läßt dieses Vorhaben fallen, bevor damit angefangen wurde den Sinn einzuleiten. An sich schon irgendwie eine würdige Idee, aber eben schwach umgesetzt. Das Geldabzocken der Menschen ist natürlich nicht so schlecht umgesetzt, eine gewisse Bedeutung steckt darin, bloß irgendwie ist eben alles sehr schal. Bevor irgendwelche wirklichen Probleme entstehen kehrt man doch lieber zurück zum Wahnsinn und beendet eine immer noch durchschnittliche Episode mit einem absolut unwürdigen, grausamen Schluß.

Was daran schlimm ist brauche ich ja wohl nicht weiter zu erwähnen, da dürfte die dickste rosa Brille einen nicht darüber hinweg täuschen. Die alte Selbstironie hat man inzwischen wirklich satt, warum sie immer, immer wieder eingesetzt wird ist mir ein Rätsel, es muß für die „foll grassen“ Fans sein. So sehr ich auch nachdenke und versuche nur eine einzige gelungen umgesetzte Sache zu finden, ich kann es nicht. Es gab Ansätze, es gab einen doch einigermaßen soliden Mittelteil, doch zwischendrin einfach eine „fremde Serie“.

Homer ist wieder der total gemeine Trottel, Familienstreit ist Standard und die ganze Stadt scheint eine einzige hohle Kulisse voller Trottel zu sein. Aus einer ehemals funktionierenden Gesellschaft innerhalb der Sendung ist eine mysteriöse, unverständliche Cartoonwelt geworden, in der Schauspieler scheinbar genau so zum Alltag gehören, wie vorgetäuschte Gerichtsprozesse und Mordszenen, sowie einer uninteressierten Gesetzgebung. Diese wurde schon oftmals gelungen parodiert, aber war niemals zu blind um gegen Verbrechen vorzugehen, zumindest nicht in diesen Ausmaßen.

Auch Comic Effekte und sonstigen Müll findet man massig in dieser Folge, ich sehe keine Rechtfertigung für eine gute Note bei diesem derben Ende mit der Serie. Zuletzt haben wir hier die zweite Chloroform Szene für die Staffel, man vergleiche das z.B. mit BABF20.

Letzen Endes ist noch erwähnenswert, dass Willie scheinbar nicht ansatzweise informiert war und wir alle so arg darüber lachen sollten. Letztlich ist der einzige Lacher der Folge aber der, wenn man weiß, dass man sie überlebt hat, denn für mich persönlich zählt diese „Folge“ zu den 10 schlechtesten Folgen außerhalb von Staffel 11. Ein wahres Beispiel für die Originalität der Staffel, ich will niemandem Angst machen, aber es geht noch schlimmer. Hier war wenigstens eine schmale Geschichte der Träger der Handlung, andere Folgen haben nicht mal dies. Für mich auf jeden Fall eindeutig die schlechteste der bisher in Deutschland gesendeten Folgen dieser Staffel.

Fazit: Verspieltest Thema, das dazu noch schwach in Szene gesetzt ist und zum Ende hin immer mehr im Schwachsinn endet.

Synchronisation: Eigentlich ganz annehmbare Stimmen, gestaunt hab ich bei Kai Taschner, den hör ich gerne. Ansonsten die Standardfehler, einige seltsame Stellen sind glaube ich drin, aber ich kenne die OV nicht gerade auswendig. Ich glaube der Tafelgag wurde falsch übersetzt und einige Kleinigkeiten waren etwas seltsam übertragen. Viele Gespräche klingen in der Synchro etwas seltsam. Außerdem wurde glaube ich „taub“ mit „tot“ verwechselt. Kann ich wirklich nicht sagen.

SCHLECHT                                 GUT

[ ][X][X][X][X]  GESCHICHTE  [ ][ ][ ][ ][ ]
[ ][ ][ ][X][X]   STRUKTUR   [ ][ ][ ][ ][ ]

[ ][ ][ ][ ][ ]     IDEE     [X][X][ ][ ][ ]
[ ][ ][ ][X][X] INSZENIERUNG [ ][ ][ ][ ][ ]

[ ][ ][ ][ ][ ]   THEMATIK   [X][ ][ ][ ][ ]
[ ][ ][X][X][X]  CHARAKTERE  [ ][ ][ ][ ][ ]
[ ][ ][ ][ ][X]     GAGS     [X][ ][ ][ ][ ]

[ ][ ][ ][X][X] IVARISIERUNG [ ][ ][ ][ ][ ]
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[ ][X][X][X][X]    GESAMT    [ ][ ][ ][ ][ ]

PROZENT: 26 %
NOTE:    D-


Review von Chris Pfeiler

Vielleicht bin ich ja im Moment zu negativ eingestellt aber mir scheint das S12 nach einem halbwegs akzeptablen Auftakt nun Woche für Woche nur noch totalen Mist abliefert. Selbst wenn man nicht mehr viel erwartet bekommt man zur Zeit gleich noch weniger.

Lassen wir das Thema Schluß bzw. das Nichtexistieren eines solchen erstmal weg und beschäftigen uns nur mit der Folge selbst.

Am Anfang fahren die Simpsons gleich mal zu einer Veranstaltung von der sie dann mit finanziellen Problemen zurückkommen was natürlich den Aufhänger der Handlung bildet. Ist immer schön wenn man frische Ideen sieht (<= Sarkasmus). Die Einlagen und Jokes bei der Zaubershow sind unterer Sitcom-Bereich und der fliegende Fisch aus dem Weltraum IMO einfach nur total bescheuert. Ich würde auch gerne die betrunkene Marge die sich buchstäblich zum Affen macht als typisch für S12 bezeichnen aber das geht leider nicht so ganz (Damn you, 7G04 ;-)). In vielerlei Hinsicht ist speziell dieser Auftakt und auch die ganze Folge weit unter dem Niveau jeder klassischen Folge.

Der Rest der Folge ist eine blasse Sitcom-Vorstellung von absoluter Banalität und Leere. Volltrottel Homer zieht seinen üblichen platten Blödsinn ab (natürlich auch kein Wort warum er nicht zur Arbeit geht) und Bart wird noch irgendwie in den Unsinn reingezwängt. Charakterlich scheint es zwischen Bart und Homer sowieso nicht mehr viel Unterschied zu geben, sie stolpern beide als simple flache Zeichnungen durch das Bild und lassen ein paar "lustige" Jokes und Sprüchlein ab während Marge zumindest scheinbar mal wieder völlig apathisch reagiert, der absurde Schluß ändert da auch nichts.

Rein strukturell sind die Ähnlichkeiten zum Mist von letzter Woche sehr deutlich: absolut geradlinige Nullhandlung die fast völlig nur auf Homer-Unsinn ausgerichtet ist und dann mit einem abgedrehten Twist zum Schluß hin alles noch mal stark ändert und den Zuschauer abrupt in eine absurde Situation entläßt der es an jeder Logik fehlt. Wie gesagt: ist wirklich schön frische Ideen zu sehen (<= immer noch Sarkasmus). Solche Plot-Twists mitten in die Absurdität sind eine Spezialität von S12 aber im Gegensatz zu letzter Woche ist die Folge von heute wohl sogar noch schwächer denn es mangelt ihr auch noch an dünnem humorigen Inhalt und simpler Satire die bei "Menace Shoes" wenigstens noch etwas den Schwachsinn getragen haben. Heute war die Vorstellung einfach so blaß und unlustig das der surreale Twist noch dämlicher wirkt als er sowieso schon ist.

Im Grunde kann man sonst gar nichts über die Ep an sich sagen, der Inhalt bewegt sich vom Niveau her in etwa auf dem Level einer unterdurchschnittlichen Sitcom ohne Spur von Simpsons-Geist. Was bleibt ist der Schluß und damit der Punkt der die Folge noch tiefer zieht als sie sowieso schon ist.

Nachdem Homer und sein Chloroform im Halbdelirium vor Gericht sind driftet die Folge völlig in die grelle Bizarrität ab und als die "Gewalt" eskaliert und das "Blut" anfängt rumzuspritzen sind wir auch schon mitten in der dümmsten Effekthascherei (grauenhaft: Ralph voller "Blut"). Die Auflösung der ganzen Sache ist derart absurd und IMO so an den Haaren herbeigezogen das man es überhaupt nicht mehr akzeptieren kann und als ob das noch nicht genug wäre legt der "Schluß" auch noch mit fieser Selbstironie ("...it may be an insult to your intelligence") nach und Lisas sogenannte Erklärung wird mit Surf-Gebrabbel abgewürgt. Und so endet eine Folge die von vorne bis hinten nichts enthält mit OFF, Richtern und Kosmonauten auf Surfbrettern. Worst Ending Ever.

Ich bin mir durchaus bewußt das dieses Ende extra für irgendwelche verbitterten Nörgelfans gemacht wurde damit sich die künstlich darüber aufregen und alle neuen grassen Fans mal wieder einen echten Lacher über diese Trottel haben. Sollte man den Autoren überhaupt die Freude machen und sich über diesen Schwachsinn noch aufregen? Da ich es gerade tue hat es bei mir wohl funktioniert.

Kann man denn irgendwas Positives sagen? Schwer. Der übliche Auftakt hat wenigstens eine dünne Verbindung zum Plot und Homers Erklärung für die Betrügerei (das Gleichgewicht des Universums) ist auch ganz nett. Hier und da ein paar dünne Schmunzler bei der Abzocke und Homer scheint eine Lektion zu lernen aber das ist am Schluß wieder so abgehoben das es eigentlich eher negativ ist. Im Grunde ist nichts Positives da das die Ep rauszieht und das ganze Negative mit Blut und Unsinn und fieser Ironie ist so stark das wir wirklich fast ganz unten sind,

Fazit: das Review ist recht kurz denn man kann nicht viel sagen. Ein nur zu üblicher Standardauftakt, ein banaler und nichtssagender Mittelteil in niederer Sitcom-Qualität mit viel Homer-Unsinn und ein wirklich grottenmieser und abrupter Selbstironie-Schluß. Langer Rede, kurzer Sinn: Note D-


"Review" von Steven Varco

Review:

Es geht in der folge darum, das die Simpsons, wie schon oft in Geldproblemen stecken und da Homers wagen auf "wundersame" weise kaputt geht, brauchen Sie Geld. Bart endeckt, das man die Leute einfach betrügen kann, wenn man Ihnen falsche tatsachen vorspielt und so kommen die Simpsons zu _erstaunlich_ viel Geld. Zum schluss fliegt dann aber alles auf, weil Marge und Lisa den beiden eine falle stellen.

Obwohl die folge sehr unrealistisch beginnt (Eine familie wie die Simpsons können sich so ein lokal nicht leisten und passen auch nicht da rein), lieferet Sie gleich zu beginn nen sehr lustigen Gag mit dem Auto parkierer, der uns zeigen will, wie sich "einfache Leute" unwissend in nobler gesellschaft verhalten. Der Gag war aber fast das einzige, dass mich zum lachen brachte, wie gesagt, könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich die OV noch nicht gesehen habe. -Zudem hätte man den anfang viel relaischter gestalten können, wenn die famile z.B. zum anlass eingeladen wurde, dann hätte das ganze wieder sinn gemacht. Wieder mal gedanken aus alter Zeit hatte ich beim Gag, als sich Marge an dem anlass betrinkt, genauso wie dazumals in 7G04; eine anspielung auf die folge wär vieleicht noch nett gewesen... Das ganze mit dem fisch und so fand ich daneben, einfach zu unrealistisch. -Gut fand ich hingegen den Gag, als Bart als "Bettelkind" viel mehr zuneigung bekommt, dass sich der freche kleine Junge überlegt, dies auszunutzen ist logisch und wie man Homer kennt, ist der auch mit von der Partie (war aber glaube ich umgekehrt in der folge, ist aber nicht weiter schlimm...) Was dann wieder wirklich übertrieben war, war dass Bart dann damit sooo viel Geld an einem abend verdient, dass Sie sich gleich ne luxus karre leisten können. -Der gute alte Opa, der immer geschichten von früher hat, hat meines erachtens gut in die folge gepasst, das war wieder mal was echt typisches von den Simpsons, genau auch wied Homer und Bart's "streiche", mit denen Sie zum schluss aber immer auf die Nase fallen... Der schluss war dann leider wieder ziemlich mies, also chaotisch und unerwartet.

Fazit:

Dies ist jetzt zugegebener massen eine der schlechteren folgen, auch wenn es sehr viele "Alt-Simpsons"-typische szenen hatte (Marge betrinkt sich, Opa's auftritt). Meine beurteilung ist hier allerdings mit vorsicht zu beachten, da ich nur die DE fassung und nur einmal gesehen habe. Dies reicht eigentlich für ein sauberes review nicht aus, beim nächsten mal wirds hoffentlich besser, da ich dann wieder OV schauen werde... ;-)

Synchro:

Diesmal hab ich die OV vorher extra nicht geschaut, und musste leider feststellen, dass die DE fassungen nach einiger Zeit OV schauen generell nicht mehr so lustig sind, selbst wenn man die folge dann mal nicht in OV gesehen hat. -Mir gehts langsam aber sciher allerdings auch bei anderen filmen so... *g*

Bewertung:
Geschichte:    D-
Struktur:        C-
Idee:             C-
Inszennierung: B-
Thematik:       C-
Charaktere      C
Gags:             D+



Gesammt: C-
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