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Die Simpsons

Review von Chris Pfeiler

Die Folge war IMHO ziemlich schwach (deutlich schwächer als letzte Woche) und die Handlung war dünn und nicht besonders gut nachvollziehbar. Ein paar Jokes waren zwar da, aber bis auf wenige Ausnahmen haben sie nicht recht gezündet. Als guten Meta-Humor fand ich den Schluß, als Homer über den Namen der Sprecher sagt, das diese Leute nicht so reich sind, wie sie eigentlich sein sollten <g>.

Burns Verhalten in der Episode war auf jeden Fall ziemlich unlogisch (warum wählt er die Simpsons aus, um auf sein Haus aufzupassen? Warum agiert Smithers so unbeteiligt und widerspricht nicht?) und ich hatte mehr von Monty´s erstem größerem Auftritt in S11 erwartet. Er scheint seine alte Schärfe als gemeiner Kapitalist völlig verloren zu haben und wird immer mehr zum leicht senilen Larifari-Clown (eine Entwicklung die sich schon in S10 abgezeichnet hat.) Der Sinn von Burns Entscheidung bestand einzig und allein darin, die Simpsons wieder einmal in eine ungewöhnliche Situation zu bringen und auszutesten, ob es witzig ist.

Dummerweise ist es nicht recht witzig und die Burns-Haus-Handlung reichte bei weitem nicht aus um eine Episode zu füllen, daher ergänzte man das Ganze einfach nochmal recht unpassend um die Schiff/Piraten?-Geschichte. Die Folge hätte IMO von der Grundidee her mit Sicherheit das Potential gehabt, einen sozialkritischen Blick auf die Reich/Arm?-Kluft in den USA zu werfen, hat dies aber völlig versäumt und uns stattdessen wiedereinmal nur einen Jerkass Homer gezeigt der sich durch eine flache Handlung blödelt.

Ich kenne die Folge im Original nicht, daher kann ich zur Synchro nichts sagen. Ist jemandem was besonders Mißlungenes aufgefallen?

Fazit: ein paar gute Jokes und Ansätze von Kontinuität ziehen die Folge ein bißchen raus, aber die entscheidende Sache fehlte: Handlung und Sinn. Wirklich kein Meisterstück aber anschaubar.