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Die Simpsons

[AKBF01] Enemy Of Youth

Erstellt von: Andreas Krösing <Andi.Kroesing@t-online.de>

<pre>


 [Anmerkung: das folgende Skript baut auf den ersten 10 Staffeln der 
 Serie auf und die Handlung gehört in ein Zeitschema nach dem Ende von 
 S10. Keine Folge aus S11 oder S12 wird hier als Teil der Serie ernsthaft 
 anerkannt. Weder in der Handlung noch in den Bezügen auf vorherige 
 Folgen werden S11/S12 einbezogen, Seitenhiebe auf diese Staffeln sind 
 rein zufällig und unabsichtlich.]

 [Alle Figuren und Ereignisse dieses Skripts sind frei erfunden. Jegliche 
 Ähnlichkeiten zu geschehenen Vorfällen und / oder lebenden Personen sind 
 Zufall und keinesfalls beabsichtigt.]


 Tafelgag: Luftballons haben nichts am Kilt von Hausmeister Willie 
           verloren.

 Couchgag: Wir sehen wie die Simpsons in das Haus rennen und auf ein
           Sofa springen. Dann allerdings fährt die Kamera zurück und
           wir merken, dass sie im Hobbyraum von Ned Flanders sind, der
           mit einem Tablett, auf dem Orangensaft steht ankommt.


 CAST - geordnet nach Auftreten

 Edna Krabappel       Inge Solbrig             Marcia Wallace
 Milhouse VanHouten?   Michaela Amler           Pamela Hayden
 Martin Prince        Michelle Tichawsky       Russi Taylor
 Bart Simpson         Sandra Schwittau         Nancy Cartwright
 C. M. Burns          Reinhard Brock           Harry Shearer
 Waylon Smithers      Hans-Georg Panczak       Harry Shearer
 Dr. Julius Hibbert   Fritz von Hardenberg     Harry Shearer
 Homer J. Simpson     Norbert Gastell          Dan Castallaneta
 Marge Simpson        Elisabeth Volkmann       Julie Kavner
 Hausmeister Willie   Thomas Rauscher          Dan Castallaneta
 Lewis                Beate Pfeiffer           Russi Taylor
 Wendell              Uta Kienemann            Russi Taylor
 Lisa Simpson         Sabine Bohlmann          Yeardley Smith
 Ned Flanders         Ulrich Frank             Harry Shearer
 Mrs. VanHouten?       Manuela Renard           Maggie Roswell
 Chief Clancy Wiggum  Thomas Rau               Hank Azaria
 Ralph Wiggum         Beate Pfeiffer           Nancy Cartwright
 Mr. Prince           Willie Röbke             Hank Azaria
 Otto                 Nico Macoulis            Harry Shearer
 Küchenangestellte    Margit Weinert           Tress MacNeille?
 Sherri               Uta Kienemann            Russi Taylor
 Terri                Uta Kienemann            Russi Taylor
 Biologe              Ivar Combrinck           Hank Azaria
 Junge                Wolfgang Schatz          Nancy Cartwright

 Ernst Bower          [das könnte niemand, außer dem Autor :-)]
                                               John DiMaggio? (SG)

 (SG) = Special Guest


Die Episode beginnt in Barts Klassenzimmer, wo Edna Krabappel gerade das Wort "SCHULLANDHEIM" an die Tafel schreibt.

Edna Krabappel: (gequält) Nun, Klasse, so ungern ich es auch mache,

                   hat mir Rektor Skinner aufgetragen mit euch eine
                   volle Woche ins Schullandheim zu fahren.

Die Klasse jubelt.

Edna Krabappel: (stöhnt verzweifelt) Ich hätte ihn vielleicht doch

                   das letzte Badminton Spiel gewinnen lassen sollen.
Milhouse: (ausgeflippt) Juhu! Eine ganze Woche weg von zu
                   Hause, hast du das gehört Bart?

Die Klasse grölt fortlaufend das Wort "Schullandheim".

Edna Krabappel: (genervt) Ruhe! Ruhe!

Der Lärmpegel sinkt und das Jubeln verklingt schließlich.

Edna Krabappel: Zu diesem Zweck solltet ihr dann bitte alle bis

                   morgen diesen Zettel hier zu Hause unterschreiben
                   lassen und bei mir abgeben.

Sie gibt jeweils einen Stapel Blätter auf eines der vorderen Pulte und läßt die Blätter nach hinten durchgeben.

Martin: (meldet sich eifrig) Uh, uh, Mrs. Krabappel, Mrs.

                   Krabappel!
Edna Krabappel: (uninteressiert) Ja, Martin. Martin: (wißbegierig) Dürfte ich erfahren welchen
                   kulturellen Zweck unsere Fahrt unterstreichen wird
                   und welche Museen und Opern wir besuchen werden?
Bart: (unterbricht Martin und spricht schnell) Oder
                   zunächst einmal wohin die Fahrt eigentlich gehen
                   soll und welche coolen Sachen auf dem Programm
                   stehen!

Martin verzieht das Gesicht.

Edna Krabappel: (weiterhin sichtbar nicht begeistert) Die Fahrt geht

                   zu den berühmten Tälern bei Meigs Lake.
Bart: (unwissend) Meigs Lake, in welchem Staat ist das? Edna Krabappel: In unserem natürlich, oder glaubst du die Schule
                   kann sich weitere Ausflüge leisten. (spottend) Ha!
                   Dazu bekäme ein gewisser Seymour bestimmt nicht mal
                   das Okay von Oberschulrat Chalmers. Geschweige denn
                   Erlaubnis von seiner Mutter.
Martin: (leicht verärgert) Was werden wir besichtigen? Edna Krabappel: (faßt sich wieder und ist wieder ernsthaft) Wie du
                   ja sicher weißt, Martin, liegt Meigs Lake in einem
                   wunderschönen Tal, durch das der kleine Flußstrom
                   "Meig" fließt, der in den gleichnamigen See mündet.
                   In der Stadt selbst haben wir die Möglichkeit die
                   geschichtlich interessante Altstadt zu sehen, Museen
                   und Kirchen zu besichtigen, was dir wohl besonders
                   gefallen wird, Martin...

Martin grinst zufrieden, die anderen Schüler sehen eher gelangweilt aus.

Edna: (setzt ihre Aufzählung fort) ..., ein paar nette

                   Wanderungen zu machen und natürlich eine Kanufahrt
                   auf dem berühmten Fluß zu wagen.

In der Klasse bricht allgemeines Staunen aus.

Bart: (begeistert) Wow! Eine Kanufahrt auf Stromschnellen?! Edna Krabappel: (voller Selbstmitleid) Ja, Bart, ich hab auch schon

                   Angst. Auf jeden Fall müßt ihr eure Eltern um
                   Erlaubnis fragen und um die Verpflichtung euch bei
                   Schwierigkeiten abzuholen. Es ist wichtig, dass ihr
                   euch alle gut benehmt!
Martin: (schleimend) Mrs. Krabappel, ist es nicht
                   problematisch so viele unberechenbare Schüler nur
                   von einer einzigen Lehrerin begleiten zu lassen?
                   Allein mit Bart werden Sie schon Ihre Probleme haben.

Bart guckt beleidigt.

Edna Krabappel: (lobend) Stimmt, Martin. Deshalb kommt auch ein

                   Kollege mit, den ihr wahrscheinlich noch nicht
                   kennen werdet. Er heißt Ernst Bower und unterrichtet
                   normalerweise eher die oberen Klassenstufen. Er wird
                   selbst mit Bart fertig.
Bart: Hey, so schlimm bin ich auch wieder nicht!

Die Szene wechselt in das Büro von Mr. Burns, wo er und Smithers gerade durch die Bildschirme die Arbeiter beobachten.

Mr. Burns: Ja Smithers, noch ein paar Stunden, dann hat die

                   lange und schwere Woche wieder mal ein Ende und wir
                   dürfen endlich das erholsame Wochenende genießen.

Mr. Burns lehnt sich in seinem Stuhl zurück und trinkt durch einem Strohhalm einen Schluck seines tropischen Drinks, der neben ihm steht.

Smithers: Äh, ja Sir. (schaut in seinen Block) Ähm, wer soll

                   diese Woche denn die Wochenendschicht übernehmen, wo
                   Homer Simpson doch ausfällt?
Mr. Burns: (unwissend) Simpson? Smithers: Ja, er hat sich doch abgemeldet, weil er beim Arzt
                   ist.

Mr. Burns schaut Smithers unverständig an.

Smithers: Homer Simpson ist einer ihrer faulen, Unfälle

                   verursachenden Trottel aus Sektor 7G.
Mr. Burns: Ah, Simpson, ja. Was ist mit dem Mann? Smithers: (berichtend) Nun, sein Junge hat ihn nach
                   Eigenangabe "mutwillig mit einem Rollschuh die
                   Treppe herunterfallen lassen", wie er hinzufügte,
                   "dieser miese kleine...". Er verletzte sich das Bein
                   und ist nun beim Arzt.
Mr. Burns: (empört) Eine grausame Familie. Ich wünsche, dass er
                   und seine Familie von allen Familienveranstaltungen
                   des Kraftwerks ausgeschlossen werden.
Smithers: (aufklärend) Ähm, das haben sie bereits verordnet,
                   als er Ihnen im letzten Jahr das Baseball Spiel
                   ruiniert hat, Sir. Sie sind lebenslänglich von
                   derartigen Veranstaltungen ausgeschlossen.
Mr. Burns: Ausgezeichnet.

Die Szene wechselt zu Krankenhaus, wo Homer mit einem Beingips auf einem Behandlungstisch vor Dr. Hibbert liegt, der mit einem kleinen Hammer auf den Gips schlägt. Marge steht neben dem Tisch und scheint Mitleid mit ihren Mann zu haben.

Dr. Hibbert: (lacht) Huh, huh, huh, huh... Tja, Homer. Sieht aus,

                   als hätte der Streich ihres kleinen Sprößlings Ihnen
                   eine 6 Wochen lange Freude mit diesem Gips hier
                   beschert.
Homer: (glücklich) Juhu, ich muß nicht zur Arbeit gehen? Dr. Hibbert: (verwirrt) Oh nein, (lacht) huh, huh, huh, huh,
                   sagte ich Freude? Was ich eigentlich meinte ist
                   Qual. Das bringe ich irgendwie immer durcheinander,
                   (lacht) huh, huh, huh... (erfreut) Sie werden
                   uneingeschränkt Ihrer Arbeit nachgehen können.
Homer: (wütend) Oh, dieser miese kleine...

Er springt auf und sein Bein kracht beim Auftreten auf den Boden.

Homer: (schmerzend) Ah... Dr. Hibbert: (lachend) Huh, huh, huh... Sie sollten Ihr Bein

                   schonend behandeln. Nun ziehen Sie sich an und wir
                   sehen uns in 3 Wochen.

Er gibt Marge und Homer die Hand und verläßt den Raum. Homer beginnt sich (recht erfolglos) die Hosen über sein Gipsbein zu zerren und Marge hilft ihm dabei.

Homer: (sauer) Dieses Mal ist er zu weit gegangen, Marge!

                   Er muß einfach lernen, wo der Spaß aufhört!
Marge: Aber Homer, vorher warst du doch auch noch nicht so
                   wütend auf ihn!
Homer: Ja, aber das war bevor ich erfahren hab, dass ich
                   arbeiten gehen muß!
Marge: (knurrt) Immerhin kannst du am Wochenende zu Hause
                   bleiben.
Homer: (schon wieder glücklicher, lacht) Heh, heh. Ja,
                   stimmt.

Die Türe geht auf und Dr. Hibbert kommt nochmals herein.

Dr. Hibbert: (hetzend) Ach ja, Homer, ich hab Ihren Boß angerufen

                   und gesagt, dass Sie die Wochenendschicht doch noch
                   schaffen!
Homer: Neinnn!

Er verläßt lachend wieder den Raum und düstere Musik beginnt zu spielen.

Homer: (wütend) Langsam reicht es mir mit dem Jungen! Es

                   wäre besser für ihn, wenn er sich mit seinem Unfug
                   ein bißchen zurückhält, sonst wird das ernste Folgen
                   für ihn haben.
Marge: Homer, wir waren uns doch einig, dass wir unserem
                   Jungen immer verzeihen werden. Er ist halt ein
                   kleiner Raufbold, Homer, und das weißt du.

Homer deutet auf sein Bein.

Homer: (aufgeregt) Ein kleiner Raufbold, was Marge? Du

                   liegst ja schließlich auch nicht hier mit
                   gebrochenem Bein herum. Tut mir leid, aber wenn das
                   so weiter geht... dann muß etwas passieren. (ernst)
                   Wenn er so weiter macht... dann müssen wir wohl doch
                   die Lösung ergreifen, die wir neulich besprochen
                   haben.
Marge: (schockiert) Aber Homer! Homer: (traurig) Mir würde es auch nicht gefallen, aber es
                   gibt keinen anderen Ausweg. Wollen wir nur hoffen,
                   dass er sich bessert.

Die Szene wechselt zum Schulhof, wo Bart, Milhouse und ein paar andere Jungs gerade zusammenstehen und reden. Willie geht mit einem Gerät zum Müll fegen über den Schulhof und scheint sich dabei total zu verausgaben.

Willie: (stöhnt) Uh, komm schon Gladis, so schwer ist es

                   doch nicht. Erinnere dich nur an den Blätterwall von
                   1987. Wir sagten doch, wenn wir den schaffen werden
                   wir alles schaffen.

Er drückt schwitzend und stöhnend sein Gerät weiter über den Schulhof, vorbei an den Jungs.

Bart: (lacht) Ha, ha, ha, ha... seht ihn euch an, Männer.

                   Unser heutiges Ziel, Operation Willie.
Lewis: (staunend) Der Hausmeister, Bart? Du hast ja schon
                   viel gewagt, aber willst du das wirklich riskieren?
Milhouse: (aufgeregt) Ja Bart, sagte er nicht, er würde dir
                   seine Harke ins Zwerchfell rammen und deine Lunge
                   als Haggis verspeisen, wenn du es noch einmal wagst
                   über ihn zu lachen?
Wendell: Stimmt, er sagte ein weiterer Streich und du bist
                   tot.
Bart: (abenteuerlustig) Genau. Das Gentlemen, ist die
                   Gefahr dabei: Wir dürfen nicht  erwischt werden.

Seine Augen funkeln.

Wendell: (begeistert und interessiert) Okay, raus mit der

                   Sprache, was ist der Plan?
Bart: (angeberisch) Der Plan meine Herren ist einfach -
                   das Ziel liegt direkt dort drüben.

Er deutet auf den Werkzeugschuppen.

Milhouse: (angsterfüllt) Der Werkzeugschuppen? Bart: Exakt. Nach jeder Pause verzieht sich Willie in

                   seinen Schuppen und beginnt bis zur nächsten in
                   seinen schottischen Erwachsenenmagazinen zu
                   blättern. Doch anders heute. Wenn er heute am Ende
                   der Pause seinen Schuppen betritt wird das einzige,
                   was er zu Gesicht bekommt ein leerer Schuppen sein.
                   Weil seine Hefte nämlich dort versteckt sein werden,
                   wo man sie niemals finden wird - in Martin Princes
                   Strafakte...

Düstere Musik.

Lewis: (begeistert) Whoa, Bart! Wie willst du das schaffen?

                   Willie läßt den Schuppen nie aus den Augen.

Wir sehen, dass Willie nach jedem 3. Schritt einmal Richtung Schuppen schaut.

Bart: So ist es, und damit kommen wir zu dem Teil, an dem

                   ich eure Hilfe brauche. Euer Teil der Mission ist es
                   Willie abzulenken.
Milhouse: Und wie wollen wir das machen Bart? Bart: Überlaß das mal mir.

Er zieht die Augen vielversprechend hoch.

Die Szene wechselt und Mission: Impossible Musik beginnt zu spielen. Wir sehen Bart vorsichtig zum Schuppen kriechen und dort inne halten. Er schaut gespannt auf die Uhr. Die Kamera ändert ihren Blickwinkel und wir sehen, wie Milhouse und Wendell vor einem Mülleimer stehen und Milhouse einen Schokoriegel auspackt. Willie verschärft den Blick und fixiert die beiden mit den Augen.

In diesem Moment läßt Milhouse das Papier auf die Erde fallen und Willie schreit laut auf. Er rennt zu den beiden hin und diese ergreifen die Fluch. Während Willie das Papier in den Mülleimer wirft robbt Lewis zu Willies Maschine. Er öffnet eine Klappe an der Hinterseite des Geräts und entnimmt einen Sack. In diesem Moment wechselt die Szene wieder zu Bart, der blitzschnell den Schuppen betritt und die Tür hinter sich zuschlägt.

Danach fixiert die Kamera erneut Willie, der zu seiner Maschine zurückkehrt und laut schreiend auf die Knie fällt. Die Kamera fährt nach oben und wir sehen, dass Willie umringt von Müll ist, der aus dem Sammelbeutel der Maschine stammt. In diesem Moment endet die Musik.

Die Szene wechselt ins Innere des Schuppens. Bart schaut sich interessiert um und sieht einige fremd wirkende Putzgeräte und einen Haufen schottisches Zeug (Dudelsack, schottischer Kalender, usw.). Er schreitet in ein abgeteiltes Zimmer im inneren des Schuppens, das nur von einer kleinen Petroleumlampe erhellt wird.

Bart: Na wer sagt’s denn, da haben wir’s...

Er stellt sich auf eine Kiste, um den Tisch zu erreichen und klemmt sich einen Stapel Zeitschriften in den Arm. Er grinst und entdeckt eine Schublade. Er zieht daran, doch die Schublade rührt sich nicht. Als er fester daran zieht rutscht er von der Kiste und fällt auf den Boden. Beim Fallen allerdings greift er nachdem Tischtuch und schmeißt beim Herunterreißen alle Gegenstände auf dem Tisch um. Auch die Petroleumlampe, welche zunächst den Tisch und nach und nach auch die Hütte in Flammen setzt.

Er weicht auf dem Boden hockend zügig zurück in die Ecke und sieht verängstigt aus.

Bart: (ängstlich) Hilfe! Hilfe! Milhouse! Wendell! Lewis!

Die Szene wechselt nach draußen, wo wir Milhouse, Wendell und Lewis stehen sehen.

Milhouse: (erschrocken) Huh, der Schuppen brennt! Wendell: (ängstlich) Nichts wie weg hier!

Sie rennen weg, doch laufen direkt Hausmeister Willie in die Hand.

Willie: (lacht) Ha, ha... hab ich euch ihr kleinen

                   Umweltver... (er entdeckt das Feuer) Heiliges Loch
                   Ness Monster, der Schuppen brennt!

Er läßt die Kinder los und rennt zu seinem Schuppen. Die Szene wechselt erneut ins Innere, wo wir Bart immer mehr vom Feuer eingezwängt in der Ecke sehen. Er scheint panische Angst zu haben. Plötzlich sehen wir aber wie Hausmeister Willie die Türe auftritt und in Barts Richtung läuft.

Willie: (panisch) Oh Gott, meine Erwachsenen - Literatur!

Er läuft ins Hinterzimmer und entdeckt Bart.

Willie: Zum verkohlten Ferkelauflauf, hier ist ja jemand.

                   (düster) Jemand der gleich verdammt viel Ärger hat...

Wir sehen aus Barts Ansicht wie Willies Hand auf ihn zugreift, das Bild wird schwarz und die Musik verstummt.

Die Szene wechselt zu Rektors Skinners Büro. Wir sehen, wie er am Fenster steht und die gerade abgeschlossen werdende Löschaktion der Feuerwehr beobachtet.

Skinner: (sauer) Simpson, dieses Mal bist du zu weit

                   gegangen. Was auch immer du vorgehabt haben
                   solltest, du hast die Lage damit eindeutig
                   überspitzt.
Bart: (ernsthaft ergriffen) Es tut mir leid. Ehrlich! Skinner: Tja, ein "Tut mir leid" wir da wohl nicht ganz
                   reichen. Was glaubst du was das für Folgen hat, wenn
                   ein gewisser Oberschulrat Chalmers davon Wind
                   bekommt?

Rektor Skinner wirkt sehr verängstigt und Bart lacht, doch verkneift sich das Lachen wieder.

Skinner: Ich finde das absolut nicht witzig Bart. Ich kann

                   die Folgen gar nicht absehen, die auf mich zukommen,
                   wenn er durch diese Tür kommt.

In diesem Moment sehen wir, wie die Klinke langsam heruntergedrückt wird. Rektor Skinner schwitzt. Beide, sowohl Bart, als auch Skinner sehen gespannt die Tür an, die langsam aufgeht. Doch in der Tür steht nicht Oberschulrat Chalmers, sondern ein etwas dickerer Mann mit kurz geschnittenem Vollbart (ähnlich dem des CBG), braunen Haaren, einem roten T-Shirt und einem unpassend wirkenden schwarzen Jackett.

Skinner: (erleichtert) Oh, Morgen Mr. Bower. Ernst Bower: Schönen guten Morgen, Rektor Skinner. (macht

                   lachende, seltsame Geräusche) Hngh, hngh. Ich
                   brauche bloß schnell eine Akte, ja?
Skinner: Natürlich, bedienen Sie sich.

Er begibt sich zum Aktenschrank.

Bart: Wer ist denn der Kerl?

Ernst Bower dreht sich zu Bart.

Ernst Bower: (böse) Der Kerl ist der Mann mit dem wohl

                   schlechtesten Ruf an der Schule, (er lacht fies)
                   hngh, hngh. Bower mein Name, noch nie von mir gehört?
Bart: Um ehrlich zu sein, nein. Skinner: Ihr werdet euch bald besser kennenlernen. Mr Bower
                   begleitet deine Klasse ins Schullandheim, Bart.
                   Wobei du jetzt wohl kaum noch dorthin mitgehen
                   darfst.
Ernst Bower: (immer noch in die Akten vertieft) So, wieso das
                   denn?
Skinner: Haben Sie es denn nicht mitgekriegt? Willies
                   Schuppen.
Ernst Bower: (wendet sich schockiert vom Aktenschrank weg und
                   zeigt auf Bart) Er ist dafür verantwortlich?
Skinner: Genau, wir versuchen gerade eine angemessene Strafe
                   für ihn zu finden und Sie haben mich da auf eine
                   gute Idee gebracht.
Ernst Bower: (ignoriert Rektor Skinner etwas und wendet sich zu
                   Bart) Junge, du benimmst dich bei mir. Solche
                   Rabauken kann der Bower nicht leiden und solche
                   Rabauken haben’s schwer beim Bower. (düster) Ich
                   warne dich, Junge.

Er schnappt sich einen Zettel aus dem Aktenschrank und verläßt den Raum. Dabei trifft er auf die gerade ankommende Marge, die er inspizierend anschaut, dann aber wortlos an ihr vorbeiläuft. Diese betritt den Raum und schließt die Türe hinter sich.

Marge: (sauer) Bart, was hast du jetzt wieder angestellt?

Bart läßt den Kopf hängen.

Skinner: (berichtet ergriffen) Tja, Mrs. Simpson, dieses Mal

                   hat Bart etwas mehr als den üblichen Unsinn
                   verbrochen. Ich würde sagen, Sie setzen sich erst
                   mal.
Marge: (knurrt) Mm. Na gut.

Marge sitzt sich neben Bart.

Skinner: (sehr ernst) Mrs. Simpson, äh... bisher konnten wir

                   sogar bei Bart eine gewisse Hemmschwelle
                   feststellen, doch dieses Mal ist er mit seinen
                   Streichen zu weit gegangen.
Bart: (rechtfertigend) Aber es war doch ein Versehen! Skinner: (unbeeindruckt) Ja, naher ist alles ein Versehen,
                   aber die Folgen sind deshalb nicht minder schlimm.
                   (wendet sich wieder an Marge) Mrs. Simpson, Ihr Sohn
                   hat uns heute nicht nur einen kleinen Streich
                   gespielt, sondern erheblich mehr verbrochen als wir
                   je von ihm erwartet hätten.

Marge scheint schockiert zu sein und schaut Bart böse an.

Skinner: (trocken berichtend) Er hat sich heute morgen mit

                   Unterstützung einiger bisher noch unbekannten
                   anderen Schülern unerlaubt Zugang zum
                   Werkzeugschuppen von Hausmeister Willie verschafft
                   und damit nicht nur Schuleigentum zerstört, sondern
                   auch Menschenleben gefährdet.
Marge: (schockiert) Menschenleben? Was hat er getan? Skinner: Tja, er hat den Schuppen durch Entflammen einiger
                   Zeitschriften komplett ausgebrannt und wäre dabei
                   beinahe auch noch selbst ums Leben gekommen.
                   Glücklicher Weise hat Hausmeister Willie ihn in
                   letzter Sekunde aus der brennenden Hütte gerettet.
Marge: (schockiert) Bart! Was hast du dir dabei gedacht? Bart: (traurig) Es tut mir leid, es war doch nur ein
                   Versehen!
Marge: (skeptisch) Nun, Rektor Skinner, sind Sie sicher,
                   dass Sie es nicht etwas übertreiben? Er sagt
                   schließlich es war keine Absicht.
Skinner: Nein, Mrs. Simpson ich glaube nicht, dass ich es
                   übertreibe. Vielmehr würde ich sogar sagen, dass ich
                   mich noch recht schonend für Sie ausdrücke. Ähm, auf
                   jeden Fall würde ich Ihnen zunächst einmal unseren
                   üblichen Ausgleich vorschlagen.

Er grinst sie an, Marge knurrt und schreibt ihm einen Scheck aus.

Skinner: (lacht) Heh, heh, danke sehr. (wieder ernst) Das

                   Problem ist allerdings nur, dass uns dieses Mal
                   neben der finanziellen Regelung ein einfacher
                   Nachmittag Arrest nicht auszureichen scheint, um ihn
                   zu bestrafen, weshalb ich vorschlage, dass er beim
                   Ausflug der Klasse ins Schullandheim nach Meigs Lake
                   nicht teilnimmt, um seine Lektion zu lernen.
Bart: (schockiert) Nicht teilnehmen? (bettelnd) Nein,
                   nein, alles nur das nicht, bitte lassen Sie mich
                   mitgehen, Rektor Skinner!
Marge: (verwirrt) Schullandheim? Davon weiß ich ja noch gar
                   nichts.
Skinner: (aufklärend) Ähm, richtig, die Schüler haben erst
                   heute davon erfahren und sollten zu Hause um
                   Erlaubnis fragen.
Marge: (überlegt) Ach so. (berichtet) Nun, ich bin mir
                   eigentlich noch nicht mal sicher, ob wir ihn
                   überhaupt mitgehen lassen hätten, aber sind Sie
                   sicher, dass das eine gute Idee ist? (besorgt) Das
                   könnte ihn doch komplett aus der Klassengemeinschaft
                   ausschließen, oder?
Skinner: (lacht) Das wollen wir doch nicht hoffen... Bart: (bettelnd) Genau, ich muß dort mitgehen! (aufgeregt)
                   Milhouse und ich haben schon alles mögliche
                   abgemacht! Wir wollen uns ein Zimmer teilen und
                   zusammen Kanu fahren und die Stadt unsicher machen.
                   (beruhigt sich) Na ja, das letzte vielleicht nicht
                   unbedingt...
Skinner: (ernst) Bart, so sehr du dich auch bemühst dich zu
                   benehmen, am Ende gibt es doch Probleme mit dir. Und
                   die Sache ist die, dass Oberschulrat Chalmers solche
                   Fälle auf Dauer nicht durchgehen läßt.
Marge: (böse) Außerdem sind deine Streiche nicht gerade
                   billig.

Rektor Skinner verzieht schuldig das Gesicht.

Bart: (verzweifelnd bettelnd) Nein, Leute, wirklich ich

                   schwöre euch, dass ich mich bessern werde, das ganze
                   war doch nur ein Versehen! Egal, was ihr macht,
                   bestraft mich irgendwie, nur laßt mich bitte mit zu
                   diesem Ausflug gehen!

Bart sieht Marge und Rektor Skinner hoffnungsvoll mit "Hundeblick" an.

Skinner: (grübelnd) Hm... Bart, ich wüßte nicht warum, wir

                   dir vertrauen sollten...
Marge: (unsicher) Wo du doch schon so viel ausgefressen
                   hast...

Sein Blick trübt sich.

Marge: (wird weich) Aber es scheint dir wirklich ernst zu

                   sein.
Bart: (überzeugend) Es ist mir so ernst wie nichts zuvor,
                   ich schwöre, dass ich mich bessere! Gebt mir die
                   Chance und ihr werdet es nicht bereuen. Ich werde
                   mich benehmen. Ich verspreche es.
Skinner: (überzeugt) Nun gut, Simpson du sollst deine Chance
                   kriegen.
Bart: (freudig) Juhu! Vielen Dank! Skinner: (ernst) Allerdings mußt du dir darüber im Klaren
                   sein, dass jede noch so kleine Störung massive
                   Folgen nach sich ziehen könnte.
Marge: (unsicher) Welche Art Folgen? Skinner: Nun, Mrs. Simpson, Oberschulrat Chalmers neigt dazu
                   bei Fällen wie Bart... (düster) die Versetzung auf
                   eine andere Schule zu verlangen. [Pause] (noch
                   düsterer) Eine Internat Schule.

Düstere Musik spielt.

Bart: (überzeugt) Okay. Ich werde Sie nicht enttäuschen. Skinner: Nun gut, dann werde ich mir eine andere Strafe für

                   dich ausdenken, in Ordnung. Du darfst die Klasse mit
                   ins Schullandheim begleiten. Natürlich nur, wenn
                   auch Sie zustimmen, Mrs. Simpson.

Rektor Skinner holt das Anmeldeformular hervor und schaut Marge ernst an. Sie scheint Zweifel zu haben. Wir sehen aus Marges Blickwinkel, wie sie in Barts Augen schaut und seinem hoffnungsvollen Blick verfällt.

Marge: (etwas unsicher) Na gut, er soll seine Chance

                   bekommen.

Sie unterschreibt die Anmeldung. Damit wird das Bild schwarz.

[Ende des 1. Akts]

Die Szene zeigt zunächst das Haus der Simpsons von außen und wechselt danach ins Wohnzimmer. Homer liegt auf dem Sofa und scheint immer noch wütend zu sein. Bei ihm steht Lisa, die er gerade sichtlich mit seinen Problemen belästigt.

Homer: (widerspricht) Nein, Lisa! (kindisch) Dad wollte ja

                   zu Dr. Nick gehen, aber (langgezogen) nein -- wir
                   mußten ja zu Dr. Hibbert...
Lisa: Ja schon, Dad, aber es hat trotzdem keinen Sinn die
                   Kompetenz von Dr. Hibbert zu bezweifeln, nur weil du
                   arbeiten gehen mußt.
Homer: (beleidigt und kindisch) Oh doch! Hat es.
                   (entschlossen) Und jetzt werde ich bei der
                   städtischen Ärztekammer Beschwerde einreichen.

Er hebt den Telefonhörer ab.

Homer: (verdächtigend) Und du wirst mich nicht daran

                   hindern.
Lisa: (uninteressiert) Das hab ich auch nicht vor. Homer: Dann ist ja gut. Lisa: Ja, alles gut. Homer: Gut. Lisa: Gut! Homer: Fein! Lisa: Alles fein.

Sie geht. Homer schaut ihr kurz hinterher.

Homer: Na gut, dann laß ich’s eben. Überredet.

Er hängt das Telefon wieder auf. In diesem Moment kommen Marge und Bart nach Hause.

Homer: (sauer) Und, was hat er dieses Mal angestellt? Marge: (schonend) Er hat den Schuppen des Hausmeisters in

                   Brand gesteckt.
Homer: (wütend) Er hat Feuer gelegt? Du mieser kleiner....

Er springt auf, doch tritt dabei auf sein Gipsbein.

Homer: Au! Au! Au! Au! Mein Bein... (weint) Sie nur, was du

                   mir angetan hast, Bart! Ich kann nicht mal Laufen,
                   aber arbeiten kann ich... Ja, danke Sohn!
Bart: Es tut mir doch leid, Dad. Homer: Genau so leid, wie die Sache mit dem Feuer? Bart du
                   gehst zu weit mit deinen Streichen. Du mußt lernen,
                   das es ein Ende gibt. Man muß zu seinen  Taten
                   stehen und die Folgen dafür tragen, so was nennt man
                   Verantwortungsgefühl.

Ned erscheint am Fenster.

Ned Flanders: (etwas schüchtern) Homer, hast du gestern abend

                   versucht meine Satellitenschüssel anzuzapfen, um das
                   Football Endspiel zu sehen?
Homer: Klappe zu, Flanders, ich versuche meinem Sohn zu
                   erklären, was Verantwortung ist.
Ned Flanders: Okeley-dokeley.

Er geht und wir sehen, wie Flanders Satellitenschüssel nur vom ausgerissenen Kabel getragen an seinem Haus herunter hängt. Davon führt ein Kabel direkt zu Homers Fenster.

Homer: Auf jeden Fall wirst du dich gefälligst etwas am

                   Riemen reißen in Zukunft!

Bart läßt traurig den Kopf hängen.

Marge: (beschützt Bart) Homie, ich glaube es tut ihm dieses

                   Mal wirklich leid, ihn scheinen die ganzen Vorfälle
                   auch ziemlich mitzunehmen. Ich denke, wir sollten
                   ihn nicht noch mehr belasten.
Homer: (bestürzt) Aber Marge, der Junge muß endlich damit
                   aufhören! Auf Dauer können wir uns diesen ganzen
                   Kram auch gar nicht leisten! Der Junge raubt uns
                   nicht nur den letzten Verstand, sondern auch den
                   letzten Cent mit seinen Taten.
Marge: (sauer) Homer! Du selbst bist aber auch nicht so
                   ganz unschuldig, schließlich bist du ihm nicht
                   gerade ein Musterbeispiel! Ich wette sogar, dass du
                   selbst für die Hälfte aller Taten, die du ihm
                   anhängst verantwortlich bist, zum Beispiel das
                   mysteriöse Verschwinden des Puddings.

Die Szene wechselt kurz zum Kühlschrank, wo eine leer gefressene Puddingschale zu sehen ist. Neben der Schale kleben eine Zettel mit den Aufschriften:

    IT WAS       BART

I’M SORRY! - BART

DON’T BLAME HOMER DAD!

Homer: Aber Marge, die Beweislage war ja wohl mehr als klar! Marge: (knurrt) Wir werden ja sehen, wie es aussieht, wenn

                   Bart weg ist.
Homer: (lacht) Heh, heh, heh... Ja, wenn Bart weg ist.
                   (beruhigt) In frühestens 8 Jahren...

Er grinst zufrieden und schleckt sich den Mund ab.

Homer: (geistesabwesend) Mmmm, Pudding... Bart: 8 Jahre? Du bist mal wieder nicht informiert Homer! Homer: Was?

Marge: Barts Klasse fährt ins Schullandheim, Homie. Homer: (schockiert) Ins Schullandheim? (beugt sich zu Bart,

                   ernst) Aber das du mir ja keinen Ärger machst,
                   verstanden Sohn?

Bart: Geht klar. Homer: (ernst) Nein, Bart, du mußt dir darüber im klaren

                   sein, wenn das mit dir so weiter geht müssen deine
                   Mutter und ich etwas tun.
Bart: (traurig) Rektor Skinner sagt, ich muß auf eine
                   Internat Schule, wenn ich mich nicht bessere.
Homer: (ernst) Stimmt, etwas ähnliches haben deine Mutter
                   und ich auch besprochen und wir wollen das genau so
                   wenig wie du. Also versprich mir, dich zu benehmen.
Bart: (ernst) Ich verspreche es.

Homer umarmt Bart.

Homer: Du bist ein guter Junge.

Die Szene wechselt zu einer Außenaufnahme des Hauses. Es ist Nacht. Nur in einem Zimmer brennt Licht und die Kamera fährt auf dieses Fenster zu. Die Ansicht ändert sich und wir sehen Marge in Barts Zimmer neben Barts Bett sitzen. Bart liegt im Bett.

Marge: (aufgeregt) Mein Gott, ich kann es gar nicht

                   glauben. Mein kleiner Schatz verläßt mich...
Bart: (teilt ihre Begeisterung nicht) Es ist ja nur für
                   eine Woche!
Marge: (bemutternd, aufgeregt) Eine ganze Woche, o weh ...
                   auf jeden Fall mußt du mir versprechen ganz
                   vorsichtig zu sein, Bart! Und keinen Unsinn machen,
                   ja?
Bart: Ja, Mom! Marge: (aufgeregt) Oh Bart, komm her, laß dich noch ein mal
                   umarmen!

Sie schnappt sich Bart, der scheinbar nicht sonderlich begeistert davon ist und drückt und küßt ihn stürmisch.

Bart: (geniert) Mom! Mom! Ich bin doch kein kleines Kind

                   mehr!

Marge hört damit auf.

Marge: Unsinn, für mich bist du immer mein kleines Kind.

                   Aber da du ja scheinbar keines mehr sein willst mußt
                   du jetzt auch erwachsen handeln. Und du weißt, was
                   das für dein Benehmen in der nächsten Woche heißt.
Bart: (verwirrt) Mom! Du widersprichst dir selbst!
                   Entweder bin ich ein kleines Kind oder erwachsen!
Marge: (ignoriert ihn und sagt stolz) Mein kleines
                   erwachsenes Kind.
Bart: (stöhnt) Oh... Marge: (beim Gehen) Gute Nacht, Bart!

Sie macht das Licht aus, verläßt den Raum und schließt die Türe.

Bart: (zu sich selbst, ernst) Okay, Bart, morgen geht’s

                   los. Ich hoffe wir versauen es dieses Mal nicht,
                   dieses Mal ist es wirklich ernst. Aber wir werden
                   das schaffen, wir müssen nichts weiter tun als
                   einfach nur artig sein. Was kann schon passieren...
                   Was könnte mich schon von meinem festen Willen
                   abbringen mich zu benehmen?

Wir sehen eine Nahaufnahme von Ernst Bowers Mund.

Ernst Bower: (schreit) Okay, nur rein mit deinem Koffer, Chef!

Die Szene ist zum morgen gewechselt und der Schulbus steht vor der Schule. Ernst Bower steht bei Milhouse und seiner Mutter und verstaut gerade das Gepäck von Milhouse. Bart kommt gerade in Begleitung seiner Eltern (Homer auf Krücken) an.

Mrs. VanHouten?: (besorgt) Und bitte achten Sie darauf, dass er jeden

                   abend seine Medizin nimmt, sonst könnte er umkippen!
                   Er hat es etwas mit dem Kreislauf...
Ernst Bower: (uninteressiert) Ach, Quatsch... das ist doch ein
                   Mann...

Er greift Milhouse mit der Hand auf den Kopf und fährt im durchs Haar.

Milhouse: (verletzt) Au! Ich glaub ich hab Nasenbluten!

Er läuft mit erhobenem Kopf und Hand an der Nase in den Bus. Die Ansicht wechselt zur Eingangsseite des Busses. Wir sehen ein paar Eltern mit ihren Kindern reden.

Clancy und Sarah Wiggum verabschieden sich von Ralph.

Wiggum: Ja, Ralphie, und wenn ein böser Mann kommt nimmst du

                   einfach diesen Revolver!

Er gibt ihm seine Dienstwaffe.

Ralph: Geht klar, Dad. Wiggum: (stolz) Du bist ein braver Junge.

Martin und sein Vater verabschieden sich voneinander.

Mr. Prince: (fröhlich) Mutter und ich freuen uns schon heute auf

                   deine ausführlichen Berichte über Meigs Lake und
                   seine zahlreichen Bildungseinrichtungen.
Martin: Ich bin auch schon ganz gespannt, Vater. Mr. Prince: (ernst) Und Martin! Vergiß nicht, die Führer der
                   Museen sind verpflichtet auf Nachfrage tiefer
                   gehende Information zu geben. Also ziere dich nicht!
Martin: In Ordnung Dad!

Nelson steht alleine da und schaut den Bus an.

Nelson: (glücklich) Pah, Schullandheim... Ne... Eine ganze

                   Woche schulfrei hab ich. Macht’s gut, ihr Idioten!

Er geht weg. Bart und seine Eltern haben inzwischen den Bus erreicht und Bart verstaut seinen Koffer.

Homer: Guten Morgen! Ernst Bower: Morgen alle zusammen! (sieht Bart, verwirrt) Nanu,

                   irgendwie hatte ich nicht erwartet dich hier zu
                   sehen....

Er schnappt sich Barts Koffer und wirft ihn unsanft in den Bus. Er starrt Bart kurz unhöflich an.

Ernst Bower: (befehlend) Hopp, hopp, schnapp dir einen Platz!

Bart verabschiedet sich kurz von seinen Eltern und steigt in den Bus.

Marge: (unsicher) Ähm, Mr. Bower? Ernst Bower: (angeberisch) Persönlich. Marge: (höflich, besorgt) Mein Mann und ich wollten Sie

                   darum bitten ein Auge auf Bart zu werfen, wir wollen
                   auf keinen Fall, dass er sich daneben benimmt und
                   dann die Schule wechseln muß.
Ernst Bower: (verständnisvoll) Aber natürlich, mach ich doch
                   gerne.
Marge: (erfreut, erleichtert) Wir sind Ihnen sehr dankbar.

Ernst Bower nickt und bemerkt offensichtlich gerade Homers Gipsbein.

Ernst Bower: (neugierig) Hngh, was haben Sie denn gemacht? Homer: Der Junge... Ernst Bower: (abwertend) Oh...

Er starrt Homer einen Augenblick wortlos an, dann kommt Otto aus dem Bus gestiegen und wendet sich zu Bower.

Otto: Okay. Mrs. K. sagt es kann losgehen! Ernst Bower: Na gut, dann mal auf Wiedersehen! (anspielend) Und

                   erholen Sie sich gut!

Er steigt ein, Otto startet den Bus und die Eltern und Schüler winken sich, als der Bus den Vorplatz der Schule verläßt.

Die Szene wechselt ins Innere des Busses, Mrs. Krabappel und Mr. Bower stehen vorne neben Otto und Mrs. Krabappel hat das Mikrofon in der Hand.

Edna Krabappel: Okay, Kinder jetzt bleibt bitte jeder so sitzen, wie

                   er es jetzt tut, ich werde eben durchzählen, ob wir
                   vollzählig sind. Während ich das tue wird euch mein
                   Kollege Mr. Bower hier die Sicherheitsregeln
                   erklären.

Edna übergibt das Mikrofon an Mr. Bower und beginnt durch den Bus zu laufen und die Schüler zu zählen.

Ernst Bower: Hngh, guten Morgen, alle zusammen. Wie Mrs.

                   Krabappel ja schon erwähnt ist mein Name Mr. Bower.
                   Ich hoffe, wir werden alle gut auskommen in dieser
                   Woche.

Er starrt Bart böse an.

Ernst Bower: Ihr wißt ja wahrscheinlich alle, wie man sich in

                   einem Schullandheim zu benehmen hat, auf jeden Fall
                   kameradschaftlich gegenüber den Klassenkameraden und
                   mit Respekt gegenüber den Aufsichtspersonen. (fies)
                   Außerdem hoffe ich, dass ihr bei den Feuerübungen
                   immer gut aufgepaßt habt, wir haben nämlich den
                   größten Gauner von der Schule mit dabei, Bart
                   Simpson!

Die Klasse lacht, Barts Blick wirkt verärgert und böse.

Bart: (böse, während alle noch im Hintergrund lachen) Ich

                   wird dir zeigen, wer hier der Gauner ist!

Mit düsterer Musik wird die Szene ausgeblendet. Wir sehen den Bus auf einer leeren Autobahn fahren und hören jemanden singen.

Ernst Bower: (miserabel singend) ...San Onofree and Sunset,

                   Redondo  Beach, L. A., all over La Jolla, at Waiamea
                   Bay, (schnell einfügend) singt mit Männer!
                   everybody's gone surfin', surfin' U.S.A. (grausam
                   hoch singend) everybody's gone surfin', surfin'
                   U.S.A.

Das Lied ist zu Ende, die Szene wechselt ins Innere des Busses. Mr. Bower legt das Mikrofon nieder und wir sehen, wie alle die Hände von den Ohren nehmen. Nur Otto scheint den Gesang zu genießen.

Otto: (begeistert) Woah, Mann! Das groovt ey, voll geiler

                   Sound, echt!

Wir sehen, nun wieder von außen, wie der Bus die Straße hinunter fährt, die Szene blendet zu einer Ansicht eines schönen blauen Himmels. Anschließend fährt die Kamera hinab, bis man ein schönes Tal mit Flüssen und großem See erkennen kann und zentriert schließlich ein Ortsschild im Bild.

--- --- --- --- --- --- -- MEIGS LAKE -- --- --- --- --- --- ---

Ernst Bower: (singt) ...I wish they all could be California... Otto: (singt) ...I wish they all could be California... Beide: (singen) ...I wish they all could be California

                   girls!

Die Szene wechselt zum Schullandheim, der Bus fährt vor und hält an. Alle steigen aus und nehmen erneut die Hände von den Ohren.

Edna Krabappel: (gequält) Uh... noch eine Minute länger und ich wäre

                   gestorben...

Mr. Bower und Otto steigen aus.

Otto: Jo, Ernst Dude, danke für die Scheibe, (er hält eine

                   CD der BEACH BOYS hoch) echt geiler Sound!

Sie klatschen die Hände zusammen.

Beide: Jo!

Beim Aussteigen läuft Bart an Otto vorbei und sieht traurig aus.

Bart: (unsicher) Otto, kann ich dich was fragen? Otto: Aber klar, Mann... du weißt ich helfe dir immer

                   wieder gern, ey.
Bart: (skeptisch) Otto, ich weiß nicht, was mit dem Typ
                   los ist, aber irgend etwas stimmt da nicht...
                   (traurig) er kann mich einfach nicht leiden.
Otto: (ungläubig) Ach was, Bartimaus, der Typ is voll okay
                   drauf, Mann. Das wirst du schon sehen, wenn ihr euch
                   besser kennt!

Bart senkt den Kopf und verläßt den Bus.

Otto: Mach’s gut kleiner Partner!

Draußen helfen Mr. Bower und Mrs. Krabappel gerade beim Koffer ausladen. Ernst wirft Milhouse seinen Koffer zu. Milhouse versucht ihn zu fangen, aber fällt dabei hin.

Milhouse: (schwach) Au, Mr. Bower, Sie haben meiner Mom doch

                   gesagt, Sie würden mir beim Tragen helfen!
Ernst Bower: Pff, ach komm, stell dich nicht so an, Chef!

Er gibt ihm einen Klaps und Milhouse geht mit dem Koffer wankend weg.

Milhouse: (beim Gehen) Das sag ich meiner Mom!

Wir sehen, wie Milhouse seinen Koffer in ein Zimmer trägt und sich aufs Bett liegt. In dem Zimmer befinden sich außer ihm noch Lewis und Wendell. Er atmet schwer und benutzt drei mal sein Asthmaspray. Als er sich gerade erholt hat sehen wir, wie Bart vor der Tür des Zimmers vorbeiläuft.

Milhouse: Hey, Bart! Hier sind wir!

Bart schleift seinen Koffer ins Zimmer und setzt sich aufs Bett.

Bart: (sauer) Blöder Bower... Lewis: (interessiert fragend vom oberen Stockbett) Was hat

                   er gemacht?
Bart: (schaut vom unteren Stockbett zu ihm nach oben,
                   sauer) Hier!

Er zeigt seine Hände, die rote Striemen aufweisen.

Bart: (sauer) Er hat mir befohlen die Koffer der Mädchen

                   zu schleppen! Als Kavaliersdelikt!
Milhouse: (noch immer außer Atem) Puh, mir hat schon mein
                   eigener gereicht...
Bart: (noch saurer) Das hätt’s mir auch! Aber er hat mich
                   gescheucht wie seinen Privatsklaven!
Lewis: (vom anderen Bett zu Bart schauend) Ich würde sagen,
                   das schreit nach Rache!
Milhouse: (hinterhältig) Oh ja, der hätte es verdient...
                   (anstiftend) Da ließe sich doch was machen, Bart?
                   Oder?

Bart verzieht nachdenklich das Gesicht.

Bart: (ernst) Tut mir leid, Jungs. Das läuft nicht. Milhouse: (beleidigt) Wie meinst du, das läuft nicht? (sauer)

                   Du mußt was tun!
Bart: (ernst) Keine Chance, Mann. Ich muß anständig
                   bleiben.

Er legt sich hin und wendet Milhouse den Rücken zu.

Milhouse: (fies) Oh fein, Bart. Sieh nur tatenlos zu, wie er

                   dich fertig macht! Dann wirst du noch hunderten
                   Mädchen ihre Koffer nachtragen!

Die Ansicht wechselt zu einer Frontansicht zu Bart, wir sehen, wie er unsicher dreinblickt. Er scheint besorgt zu sein.

Wendell: (off-screen) Hey, Leute!

Alle außer Bart schauen zu ihm hoch.

Wendell: Wo wir’s gerade von Mädchen haben... die hier ist

                   auch nicht schlecht, oder?

Er zieht eine Zeitschrift aus dem Gepäck und breitet sie aus. In der Zeitschrift ist eine Frau abgebildet, die nur mit einem Bikini bekleidet ist.

Milhouse: (begeistert) Scharf, woher hast du die? Wendell: (angeberisch) Ich habe so meine Quellen...

Milhouse und Lewis klettern zu ihm aufs Bett und beginnen das Bild anzustarren und ihre Kommentare dazu abzugeben. Jedes dieser Kommentare wirkt unreifer und angeberischer als das vorherige. Nach einer Weile bemerkt Milhouse, wie sich Bart immer noch in seinem Bett kauernd von ihnen abgewandt hat.

Milhouse: (skeptisch) Hey, Bart! Was ist mit dir?

                   (angeberisch) Bist du noch nicht alt genug dafür?
Bart: (simulierend) Oh, (künstlich lachend) Heh, heh...
                   äh... oh doch, na klar.

Er begibt sich sichtlich nicht sonderlich interessiert zu den anderen und schaut sich mit das Bild an.

Milhouse: (lang gezogen) Na? (als ob er Bart testen wolle) Was

                   sagst du?
Bart: (simulierend) Oh... echt scharf ja. Milhouse: (zufrieden) Na also.

Wir sehen, wie Bart sich unsicher dabei ist, seinen Blick dann aber doch zum auffälligen Grinsen verstellt. Plötzlich allerdings öffnet sich langsam die Tür und Mr. Bower betritt den Raum. Die Jungs bekommen laut keuchend einen Schreck und weichen von der Zeitschrift zurück. Ehe Mr. Bower den Raum betreten hat, versteckt Wendell die Zeitschrift hinter seinem Rücken.

Ernst Bower: Hallo, meine Herren. Milhouse: (offensichtlich etwas verbergend) Oh, hallo Mr.

                   Bower!
die anderen Jungs: (lächelnd) Hallo. Wendell: (versuchend ihn schnell loszuwerden) Na, was können
                   wir für Sie tun?
Ernst Bower: Nun, ich wollte eigentlich nur die hier abgeben.

Er gibt ihnen eine Liste in die Hand.

Ernst Bower: Da solltet ihr eventuelle Mängel des Zimmers

                   eintragen, damit ihr naher nicht die Schuldigen
                   seid... (unhöflich Bart ansehend) Wobei ich mir hier
                   fast sicher bin, dass ich weiß wer für eventuell
                   entstehende Schäden verantwortlich sein wird. Ich
                   hoffe ihr könnt mit einem Feuerlöscher umgehen.

Er starrt so in den Raum, als würde er es als Witz meinen, doch hat irgend etwas hinterhältiges in seinem Blick.

Ernst Bower: (skeptisch) Hm... irgend etwas stimmt hier nicht...

                   ihr versucht doch nicht etwa, irgendwas vor mir zu
                   verheimlichen?

Er schaut die Jungs an und sieht, wie Wendell die Hände hinter seinem Körper hat.

Ernst Bower: (unhöflich) Du da, versteckst du da was?

Er schaut Wendell an, wir sehen, wie Wendell die Zeitschrift hinter seinem Rücken an Milhouse weiter reicht. Nach dem Weitergeben zeigt Wendell seine Hände.

Ernst Bower: (offensichtlich eine Vermutung habend) Hm... wie

                   sieht es mit dir aus?

Er schaut Milhouse an, dieser gibt die Zeitschrift an Lewis weiter. Lewis gibt die Zeitschrift sofort an Bart weiter.

Milhouse: (seine Hände zeigend) Ich hab auch nichts. Lewis: (sofort seine Hände zeigend) Ich auch nicht!

Mr. Bower läuft einen Schritt weiter zu Bart und schaut ihn verdächtig an. Bart ist sichtlich nervös.

Bart: (ängstlich) Sie werden mir jetzt wahrscheinlich

                   nicht glauben... aber ich habe nichts damit zu tun.

Ernst greift ihm an den Arm und hält ihn fest.

Ernst Bower: (böse) Was versteckst du vor mir?

Bart zittert und zögert ihm zu zeigen, was er hinter dem Rücken hat. Die drei anderen Jungs wenden sich von ihm weg.

Ernst Bower: (schreit) Was versteckst du da?

Bart hält ihm mit zitternden Händen die Zeitschrift hin.

Ernst Bower: (offenbar seine Folgerungen ziehend) Oh... so einer

                   bist du also... ich bin gespannt, was Mrs. Krabappel
                   dazu sagen wird... und was deine Eltern davon halten
                   werden.

Er nimmt die Zeitschrift mit und begibt sich zur Tür.

Ernst: (gemein) Ich weiß, wer heute abend Arbeitsdienst

                   machen wird... (enttäuscht beim Gehen) Oh Junge, du
                   machst Sachen...

Er verläßt den Raum und schlägt die Tür zu. Wir sehen noch, wie Bart ängstlich dreinschaut, doch dann blendet das Bild schwarz.

[Ende des 2. Akts]

Die Szene wechselt zu einer Außenansicht der Jugendherberge. Bart fegt mit einem Besen den Hof, während wir die Schatten der anderen im inneren sehen. Sie scheinen sich zu amüsieren, da man auch laute Festgeräusche hört.

Bart: (beleidigt) Verdammte Freunde... dabei hab ich

                   überhaupt nichts gemacht.

Die Ansicht zoomt langsam von ihm weg, wir hören die Festgeräusche aus dem Haus und die Geräusche von Barts Fegen. Diese verstummen langsam und das Bild blendet aus. Die Ansicht wechselt zu einer nächtlichen Ansicht des Meigs Lake Tals. Wir sehen schließlich, in einer neuen, anderen Ansicht des Tals, wie die Sonne hinter einem der Berge aufgeht.

Die Szene wechselt zum Frühstücksraum im Schullandheim. Bart läuft gerade durch die Tischreihen und deckt. Mr. Bower läuft am Buffet herum und betrachtet die einzelnen Speisen. Plötzlich scheint er etwas zu entdecken und macht große Augen. Er rennt zu einem Automaten, aus dem man sich Tee zapfen kann.

Ernst Bower: (begeistert) Boah, gratis Tee!

Er nimmt einen Kanister und beginnt ihn mit Tee zu füllen. Eine Küchenangestellte bemerkt dies aber und mischt sich ein.

Küchenangestellte: (empört) Hey, Hey! So ist das aber nicht gedacht,

                   Sir! Die Kinder sollen sich hier ihre Flaschen
                   auffüllen, damit sie beim wandern etwas zu trinken
                   haben!

Mr. Bower schaut sie unbeeindruckt an, bemerkt dann neben sich einen Schüler und sagt zu ihm...

Ernst Bower: (sich lustig machend, auf die Angestellte deutend)

                   Frauen... das schwächere Geschlecht... (lacht) Hngh,
                   hngh, hngh...

Der Schüler neben ihm grinst und die Küchenangestellte geht beleidigt weg. Mittlerweile haben alle Platz genommen und der Tisch ist komplett gedeckt. Auch der Schüler neben Mr. Bower sitzt. Mr. Bower sorgt für Ruhe im Raum und stellt sich in Chefpose auf.

Ernst Bower: (sich wichtig vorkommend) So, Leute, ich habe eine

                   gute Nachricht für uns alle! Männer, wir haben
                   gesiegt. Die weiblichen Moralaposteln sind
                   geschlagen, eure Lehrerin Mrs. Krabappel hat Fieber
                   und somit werden wir uns heute einen schönen Tag
                   machen, meine Herren.

Die Schüler jubeln, nur Bart scheint traurig zu sein.

Ernst Bower: (schleimend) Und was macht uns Männern Spaß? Ein

                   Baseball Turnier!

Die Schüler brechen in noch größeren Jubel aus, doch Bart kann sich scheinbar immer noch nicht richtig mit ihnen freuen.

Milhouse: (überzeugt) Ich glaube, wir haben uns in dem Kerl

                   geirrt, der ist absolut cool!

Die Schüler stürmen jubelnd nach draußen. Kurz später sehen wir, dass die Mädchen aber noch sitzen geblieben sind.

Sherri: Was wollen wir jetzt machen? Terri: (offenbar mit Hintergedanken) Machen wir das beste

                   daraus!

Sie reibt sich die Hände.

Die Szene blendet um auf ein Baseball Feld hinter dem Haus. Die Schüler sind entsprechend gekleidet und Mr. Bower hat ein High School Trikot an. Er läuft vor den Schülern hin und her und erzählt.

Ernst Bower: (angeberisch) ...denn wißt ihr, der Bower ist ein

                   echtes Aß im Sport. Nicht nur im Baseball, nein,
                   auch im Hockey und natürlich... [Pause] im Football.
                   Ich werde nie vergessen, wie ich damals... [Pause]
                   1967... [Pause] mit 4 Touchdowns in einem Spiel die
                   Meisterschaft für uns gewann... (in Erinnerungen
                   schwelgend) Damals, für die High School... [Pause]
                   Ja, das waren noch Zeiten...

Die Mädchen komme angerannt, Ernst Bower bemerkt sie.

Ernst Bower: (spottend) Uh, seht mal! Wir bekommen Unterstützung

                   von den Profis!

Die Jungs lachen.

Sherri: Keine Angst, wir wollen nicht spielen. Terri: Wir wollen euch nur zusehen! Ernst Bower: (begeistert) Wow, Fans... eure Fans, Männer! Also

                   gut, dann laßt uns beginnen!

Das Spiel beginnt, Milhouse ist am Schlag. Er bekommt den Ball zugeworfen und trifft. Wir sehen wie die Mädchen ihn nicht sonderlich begeistert ansehen.

Martin ist am Schlag. Der Ball kommt angeflogen und er trifft... der Ball trifft, und zwar Martin direkt auf den Kopf. Die Mädchen, die Jungs und Ernst Bower lachen. Martin kriecht verletzt vom Feld.

Bart ist am Schlag. Wir sehen, wie er sich innerlich auf den Schlag vorbereitet, doch dann bemerkt, dass sich Sherri und Terri über ihn lustig machen. Sie strecken ihm die Zunge heraus, schneiden Grimassen und rufen seinen Namen provozierend in die Menge. Bart ignoriert sie und konzentriert sich auf den Schlag, der Ball fliegt... Wir sehen aus Barts Ansicht in Zeitlupe, wie der Ball auf ihn zufliegt und er sich im Geiste auf den Schlag vorbereitet.

Plötzlich, als Bart fast im Zuge zu schlagen gewesen wäre gellt ein Schrei aus der Menge.

Sherri & Terri: (laut, panisch schreiend) Bart!

Seine Konzentration wird gestört und der Ball trifft ihn direkt auf den Kopf. Er fällt wie ein Stein hin. Nach kurzer Stille hören wir, wie Ernst Bower laut zu lachen beginnt. Auch die anderen Schüler stimmen mit in das Lachen ein. Die Kamera fährt langsam an Bart heran und wir sehen, wie dieser das Gesicht verzieht. Der Hintergrund färbt sich langsam rot und Bart springt auf.

Bart: (sauer) Sehr witzig...

Er hebt den Ball auf und schleudert ihn auf Sherri. Wir sehen in Zeitlupe, wie der Ball sie im Gesicht trifft und sie zu Boden geht.

Terri: (besorgt aufschreiend) Sherri! Ernst Bower: (fassungslos) Mein Gott, was ist mit dir los, Junge?

Er rennt zur immer noch am Boden liegenden Sherri.

Ernst Bower: (besorgt) Ist dir was passiert?

Er beugt sich über sie und kümmert sich um sie. Dann wendet er sich von ihr weg und schaut Bart böse an.

Ernst Bower: (sauer) Weißt du nicht wann Schluß ist Junge? Das

                   war doch nur ein Spiel! Nur Spaß! Unmögliches Kind...

Er wendet sich weiter Sherri zu und wir sehen, wie Bart traurig und fassungslos über das Geschehene dasteht. Die Szene wechselt zu einer abendlichen Außenansicht des Hofs vom Schullandheim. Bart hält einen Besen in der Hand und fegt. Erneut hören wir die fröhlichen Geräusche aus dem inneren des Hauses und erneut werden diese nur getrübt durch die durch den Besen verursachten Geräusche, die beim Streifen des Bodens entstehen...

Die Szene wechselt ins Innere, die Klasse sitzt in Reihen hintereinander im Eßraum, die Tische sind hinten im Raum aufgestapelt. Bart betritt mit hängendem Kopf den Raum und sucht sich vorne bei Milhouse einen Platz.

Ernst Bower: (leise) Nun, wo unser Gangsterboß da ist können wir

                   beginnen. (ruft) Wir sind vollzählig, Sie können
                   anfangen!

Ein vorne im Raum stehender Mann nickt und breitet eine aufgestellte Leinwand aus. Er holt eine Fernbedienung heraus und drückt drauf. Ein Bild einer Fledermaus erscheint.

Biologe: (gut gelaunt) Guten Abend, alle zusammen. Ich habe

                   heute abend einen interessanten Vortrag für euch
                   zusammengestellt, denn wie ihr vielleicht wißt ist
                   Meigs Lake nicht nur interessant, ähm... wegen dem
                   Kanu fahren, (lachend) heh, heh. Heh, heh, heh....

Es herrscht Totenstille im Raum.

Ernst: (ironisch) Sehr witzig, wir haben uns alle köstlich

                   amüsiert...

Die Klasse bricht im Lachen aus.

Biologe: (beschämt, etwas schlechter gelaunt) Ähm, na gut.

                   Also, wie gesagt hat Meigs Lake noch andere Seiten,
                   so zum Beispiel die interessanten natürlichen
                   Sehenswürdigkeiten. In Meigs Lake gibt es
                   verschiedene Höhlen und diese Höhlen sind der
                   Lebensort dieser kleiner Kameraden hier.

Er zeigt auf die Fledermaus auf dem Dia.

Biologe: Die Fledermaus. Nun, was wir über diese Fledermaus

                   zu wissen glauben muß nicht alles stimmen, vieles
                   davon sind nur Ammenmärchen. Aber mal von vorne....

Er spricht im Hintergrund weiter, aber man kann nicht wirklich verstehen, was er sagt. Bart versucht aufzupassen und schaut artig nach vorne. Wir sehen, dass hinter ihm Sherri und Terri sitzen. Sherri hat ein blaues Auge.

Sherri und Terri legen ihre Füße hoch, doch stören Bart dabei, weil sie ihre Füße auf Barts Stuhllehne legen. Er dreht sich um.

Bart: Hey, laß das! Das stört mich. Sherri und Terri: (monoton) Oh, Entschuldigung, Bart.

Sie nehmen ihre Füße herunter und Bart schaut weiter aufmerksam nach vorne. Er hört ein wenig dem Biologen zu, als er erneut ein Drücken auf den Hinterkopf verspürt. Er dreht sich wieder um.

Bart: (sauer) Ich hab euch doch gesagt, das stört mich!

Sherri und Terri nehmen wortlos wieder ihre Füße runter, strecken sie dieses Mal allerdings unter Barts Stuhllehne durch. Bart dreht sich wieder um und will gerade anfangen zu reden, als Ernst Bower ihn unterbricht...

Ernst Bower: (sauer): Bart! Ich weiß, dass dich die 2

                   faszinieren, aber kann das nicht bis naher warten?
                   Mach jetzt keinen Ärger!
Sherri: (sich lustig machend) Wir sollten aufpassen, Terri,
                   sonst wird er uns wieder angreifen...

Die beiden lachen.

Biologe: (gestört) Kann ich jetzt weitermachen? Ernst Bower: Aber klar. Sie müssen wissen, dass ist unser Chaot,

                   von dem kann man nichts erwarten.
Biologe: (sichtlich daran glaubend) Ah, so ist das...

Er setzt seinen Vortrag fort und Sherri und Terri setzen ihre Aktionen mit ihren Füßen fort. Sie treten Bart von hinten durch die Stuhllehne durch.

Sherri: (sich lustig machend und ihm einen Tritt versetzend)

                   Gangsterboß!
Terri: (sich lustig machend und ihm einen Tritt versetzend)
                   Chaot!
Sherri: (sich lustig machend und ihm einen Tritt versetzend)
                   Rüpel!
Terri: (sich lustig machend und ihm einen Tritt versetzend)
                   Du bist genau so dumm, wie dein Vater!
Bart: (dreht sich um) Hey, was soll das? Sherri: (provozierend) Unser Daddy sagt, dein Daddy sein ein
                   inkompetenter Idiot.
Bart: (provoziert) Euer Daddy ist ein Trottel. Terri: (beleidigt) Laß meinen Daddy in Ruhe!

Sie wird wütend und schlägt nach Bart. Sie trifft ihn und gibt ihm eine Ohrfeige. Bart aber wird sauer und schlägt zurück. Wir sehen in Zeitlupe, wie seine geballte Faust Terri an der Nase trifft. Terri fällt blutend an ihre Stuhllehne zurück.

Biologe: (entsetzt) Mein Gott... Ernst: (laut schreiend, sauer) Bart!

Es kehrt Stille im Raum ein und die Szene wechselt zu einer abendlichen Außenansicht des Schullandheim Hofs. Ein Krankenwagen steht in der Auffahrt und Terri wird abtransportiert. Draußen regnet es und es liegt eine bedrückende Atmosphäre in der Luft. Wir sehen, wie Bart dieses Ereignis vom Fenster aus beobachtet und leise vor sich hin weint. Die Regentropfen am Fenster laufen genauso in Strömen hinab, wie die Tränen von Barts Gesicht. Mit einem laut grollenden Donnerschlag wird die Szene ausgeblendet.

Die Szene wechselt in den Wald des schönen Tals bei Meigs Lake. Die Sonne scheint wieder und die Klasse macht gutgelaunt eine Wanderung. Nur Barts Laune scheint sich nahe dem Nullpunkt zu befinden. Er läuft mit hängendem Kopf hinter dem Zug hinterher und scheint sich ganz klar bewußt zu sein, was die vorgefallenen Ereignisse für Folgen haben werden.

Die Ansicht wechselt zu Milhouse, Wendell und Lewis, die vergnügt durch den Wald hüpfen.

Wendell: (abenteuerlustig) Endlich ist es soweit, ich konnte

                   es kaum noch erwarten!
Lewis: (abenteuerlustig) Ich will der Kapitän sein! Milhouse: (besserwisserisch) Pah... in einem Kanu gibt es
                   keinen Kapitän. (macht eine Pause und denkt kurz
                   nach) Und wenn doch, dann wissen wir ja wohl alle,
                   dass ich das sein müßte.

Wir sehen, wie die Gruppe sich durchs Geäst schlägt und schließlich ein Flußufer erreicht, an dem ein paar andere Schüler der Klasse mit Kanus ankommen. Sie legen an, verlassen die Kanus und ziehen ihre Schwimmwesten aus. Als die anderen Schüler den Platz erreichen bricht allgemeine Jubelei aus. Jeweils 4 Schüler rennen zu einem Kanu und stürzen sich hinein. Sie ziehen sich schnell die Schwimmwesten über und nehmen ihre Positionen ein. Bart läuft mit hängendem Kopf zu Milhouse, Wendell und Lewis, die sich gerade in einem Boot niederlassen.

Bart: (traurig) Hey, Jungs! Milhouse: (merkt nichts von Barts Stimmung, weil er ins

                   Abenteuer vertieft ist) Hi Bart! Du kannst bei uns
                   mitfahren, aber ich bin der Kapitän!
Bart: Na gut. (reißt sich zusammen) Ich schätze ich
                   sollte, das Beste daraus machen.

Er steigt ein und die vier Jungs machen sich zur Abfahrt bereit. Mr. Bower hilft den ersten beiden Kanus beim Ablegen und kommt schließlich zu Bart und seinen Kumpels.

Ernst Bower: (kalt) Zack, raus mit dir.

Bart starrt ihn ungläubig an.

Ernst Bower: (schreit sauer) Hast du nicht gehört? Mach das du da

                   raus kommst!
Bart: (ungläubig, traurig) Ich darf nicht mitfahren? Ernst Bower: (kalt) Genau, steig aus!

Bart schaut seine Kumpels an, doch diese zeigen keine Reaktion.

Bart: (weinend) Aber wieso? Das ist das Highlight unseres

                   Ausflugs! Ich hatte mich doch so darauf gefreut...
Ernst Bower: (kalt) So? [Pause] Ich könnte wetten, Terri hat sich
                   auch darauf gefreut und die (schreit) liegt jetzt im
                   Krankenhaus! Also mach das du da raus kommst!

Er schnappt ihn unsanft an der Schulter und zieht ihn aus dem Kanu.

Ernst Bower: (freundlich zu den anderen Insassen) So, und bei

                   euch kann’s losgehen, viel Spaß!

Er gibt dem dritten und gleichzeitig letzten Kanu einen Stoß und die Jungs fahren weg. Sie schreien vergnügt und wir sehen, wie das Kanu den Fluß heruntersaust. Die Perspektive wechselt zur Ansicht der Insassen und wir sehen, wie sich das Kanu immer weiter von Bart entfernt. Barts Blick trübt sich noch mehr und eine Träne kullert sein Gesicht hinab. Bart läuft traurig zu den anderen Kindern, die schon Kanu gefahren sind und nun zurückwandern werden.

Junge: (böse) Was willst du hier, Simpson? Willst du sie

                   auch noch zusammenschlagen?

Er deutet auf die neben ihm stehende Sherri und gibt Bart einen Stoß. Bart fällt zurück, bleibt aber stehen.

Junge: (böse) Reicht es dir nicht, dass sie ein blaues Auge

                   hat? (er schubst ihn, Bart fällt hin) Hä?
Bart: (steht auf) Was willst du, Mann? Junge: (böse) Komm, verschwinde von hier!

Er schubst Bart nochmals, dieses Mal schubst Bart ihn zurück. Dies sieht allerdings Mr. Bower und kommt angerannt.

Ernst Bower: (schreit unglaublich laut, voller Wut) Simpson, es

                   reicht! Das Maß ist voll!

Er schnappt Bart am Kragen und zerrt ihn von dem Jungen (dieser lacht) weg. Er setzt ihn unsanft auf eine Bank und wendet sich zu ihm.

Bart: (stöhnt) Ah... Ernst Bower: (immer noch so wütend) Es reicht, Junge. Deine

                   Eltern haben mich gebeten ein Auge auf dich zu
                   werfen und das habe ich getan. (ernst) Wenn wir
                   wieder zu Hause sind werden Sie erfahren, was du
                   hier so alles angestellt hast und auch Rektor
                   Skinner wird informiert. (sauer) Ich hatte dich
                   gewarnt, Junge. (beim Gehen) Ich hatte dich
                   gewarnt...

Bart sitzt weiterhin da und ist sichtlich fertig. Er zittert und weint. Um in herum schwirren die Gesichter von Marge, Homer und Rektor Skinner, die ihm erzählen, wie er sich zu benehmen hat. Die Szene zentriert danach Barts Gesicht und wir sehen eine Überblende zu einer Gedankensequenz. Bart steht hinter einem vergitterten Fenster, dass sich beim Zurückzoom der Kamera als Heckfenster eines Transporters (ähnlich denen für Sträflinge) zu erkennen gibt. Wir sehen, wie Bart mit Tränen unterlaufenen Augen darin sitzt und von den ebenfalls weinenden Eltern wegfährt.

Die Szene blendet wieder zurück. Die Gruppe verläßt den Anlegeplatz und macht sich auf den Rückweg. Bart geht langsam der Gruppe hinterher, er atmet schwer und kann nicht aufhören zu weinen. Er ist sichtlich fertig mit den Nerven.

Die Gruppe läuft über einen schmalen Weg, rechts ist ein Maisfeld, links liegt ein Fluß.

Ernst Bower: (fröhlich) Kommt, Männer! Wir haben noch einen

                   weiten Weg vor uns.
Bart: (schnaufend) Du...

Er kneift die Augen zusammen und beobachtet, den fröhlichen Mr. Bower.

Bart: (schnaufend) Du...

Erneut sehen wir, wie Bart mit bösem Blick schwer schnaufend Mr. Bower ansieht. Wir sehen, dass er immer noch nicht aufgehört hat zu weinen. Bart kickt mit dem Fuß einen Stein vor sich hin.

Bart: (weinend) Ich habe nichts von all dem, für das du

                   mich beschuldigst getan! (wütend) Aber ich zeig dir,
                   was ich wirklich kann...

Bart hebt einen Stein auf. Er starrt Bower nochmals wütend an, dieses Mal mit unbeschreiblich verzerrter Mine.

Bart: (schreit wütend heraus) Ich gebe dir deine Warnung!

Wir sehen in einer weiteren Zeitlupensequenz, wie der Stein Barts Hand verläßt und langsam auf Ernst Bower zufliegt. Barts Gesichtszug trübt sich schon unmittelbar, nachdem der Stein seine Hand verließ, doch ist die Flugbahn des Steins schon bestimmt. Wir sehen, wie der Stein auf Mr. Bower zufliegt und ihn hart am Hinterkopf trifft. Im Augenblick, in dem er getroffen wird trübt sich der fröhliche Ausdruck in Mr. Bowers Gesicht und er sackt beinahe wie ein Toter zusammen.

Die Zeit geht wieder im normalen Tempo voran und wir sehen in einer perspektivisch verzerrten Ansicht, wie die schockierte Masse der Schüler nahezu einen Korridor bilden, an dessen Ende der schockierte Bart steht. Barts Hand befindet sich immer noch in der Haltung des Wurfes, er steht wie angewurzelt da.

Ein paar Schüler rennen zum am Boden liegenden Mr. Bower. Er liegt in einer Blutlache. Seine Augen sind zur Hälfte geschlossen und er scheint große Schmerzen zu haben. Offensichtlich ist er nahe daran auch zu weinen, doch scheint er es sich zwanghaft zu verkneifen. Wir sehen, wie Bart langsam auf ihn zugeht und ihm in die Augen sieht. Mit einem tiefen Atemzug von Mr. Bower blendet die Szene aus.

Das Bild hellt wieder auf. Wir sehen, wie Bart mit Besen in der Hand weinend auf der Treppe vor dem Schullandheim sitzt. Mr. Bower kommt mit Kopfverband heraus.

Ernst Bower: (ernst, aber nicht mehr mit bösem Unterton) Hallo.

Er setzt sich zu ihm.

Bart: (traurig) Hallo. Ernst Bower: (ernst) Bart?

Er schaut Bart in die Augen.

Ernst Bower: (ernst) Bart, warum weinst du? [Pause] Bereust du,

                   was du getan hast?

Bart nickt.

Ernst Bower: (ernst) Junge, was ist denn mit dir los? [Pause] Wir

                   waren kaum eine Woche hier und du hast dermaßen viel
                   Unsinn gemacht. Und zwar keinen Unsinn der harmlosen
                   Art.
Bart: (weinend) Es tut mir doch leid. Es ist nur so,
                   dass...

Er schaut Mr. Bower an und unterbricht seinen Satz.

Ernst Bower: (ernst, freundlicher) Na, was war Bart? Bart: (weinend) Wenn alle von einem erwarten Dummheiten zu

                   tun, dann wird man letztlich einfach dazu gezwungen,
                   verstehen Sie, man wird einfach dazu gebracht...
                   [Pause] Ich wollte diesen ganzen Ärger doch gar
                   nicht anrichten, geben Sie’s zu, das wissen Sie doch!

Er schaut Mr. Bower an, dieser sitzt für einen Augenblick still da.

Ernst Bower: (ernst) Ich weiß, dass du diesen Ärger nicht

                   wolltest. Aber du mußt wissen, dass man sich etwas
                   unter Kontrolle haben muß.
Bart: (wieder etwas mehr weinend) Na ja... ich werde jetzt
                   genug Zeit haben das zu lernen...
Ernst Bower: (nicht verstehend) Was meinst du? Bart: (weinend) Ich werde auf die Internat Schule müssen.
                   Meine Eltern werden so sehr von mir enttäuscht sein,
                   selbst Homer hat sich schon Sorgen gemacht... (im
                   Weinen ausbrechend) Ich hatte versprochen mich zu
                   benehmen und jetzt ist alles fehlgeschlagen...

Ernst Bower sieht aus, als wäre er von der Situation etwas überfordert. Er schaut Bart für einen Augenblick ernst an, doch legt dann seinen Arm um ihn.

Bart: (immer noch so stark weinend, sich an Mr. Bower

                   drückend) Ich hatte es ihnen versprochen und ich
                   hatte es mir auch fest vorgenommen... doch alles kam
                   dann so schnell und unvorhersehbar... (noch stärker
                   weinend) Ich konnte es gar nicht abwiegen... es ist
                   einfach geschehen... und... und... es tut mir leid.

Bart drückt sich fest an Mr. Bower an und weint still weiter. Wir sehen eine Nahaufnahme von Mr. Bowers Gesicht. Er faßt sich mit der Hand an seine Wunde und streicht darüber, sieht dann für einen Moment Bart an und legt schließlich seine Arme um ihn.

Ernst Bower: (freundlich) Hey, Bart. Jetzt weine doch nicht.

                   Schau mich an. (Bart macht nichts) [Pause] Schau
                   mich an!

Bart hört auf zu weinen und sieht Mr. Bower an.

Ernst Bower: (freundlich, ernst) Es sind einige dumme Sachen

                   geschehen, das ist wahr. Aber ich weiß nicht, was es
                   für einen Sinn hätte deshalb dein Leben zu
                   zerstören... Es ist viel geschehen, aber es ist
                   nichts passiert, das die Zeit nicht heilt.

Bart schaut ihn unsicher an.

Ernst Bower: (grinst) Ich bin eben ein alter Trottel. Ein alter

                   Trottel, der über seine eigenen Füße stolpert.

Er deutet auf seine Wunde.

Ernst Bower: Und Unfälle passieren, Bart.

Bart grinst entlastet, ihm scheint ein Stein vom Herzen zu fallen.

Ernst Bower: (freundlich, ernst) Die Vorfälle der letzten Woche -

                   dafür werde ich schohn sorgen - die bleiben zwischen
                   uns beiden. Ich wüßte nicht, warum deine Eltern
                   davon erfahren sollten...

Bart umarmt Mr. Bower und die Kamera fährt von der Treppe hinab. Die Szene wechselt zu einer Ansicht eines blauen Himmels, die Kamera fährt hinab, bis sie das Ortsschild von Springfield zentriert hat.

Wir sehen, wie die Eltern vor der Schule auf die Ankunft des Busses warten. Als der Bus ankommt endet gerade das gemeinschaftlich gesungene Lied, das selbe wie bei der Hinfahrt. Wir sehen, wie der Bus anhält, die Kinder aussteigen und ihren Eltern in die Arme fallen.

Homer und Marge gehen zu Mr. Bower.

Marge: (besorgt) Und? Hat er sich benommen?

Mr. Bower sieht Bart kurz an, wendet sich dann aber seinen Eltern zu.

Ernst Bower: (lächelnd) Nun, ich will nicht lügen.

Marge, Homer und Bart schauen ihn besorgt an.

Ernst Bower: (lächelnd) Ich will nicht lügen. Ich habe keinen

                   schlechten Eindruck von Bart bekommen. Sein Benehmen
                   war nicht besser und nicht schlechter als das der
                   anderen Kinder.

Er grinst Bart an.

Homer: (erfreut) Er ist nicht negativ aufgefallen? Ernst Bower: (immer noch freundlich lächelnd) Nein, ganz und gar

                   nicht. Er ist mir ganz und gar nicht negativ
                   aufgefallen, er wird mir immer als netter Junge in
                   Erinnerung bleiben. Sie können stolz auf ihn sein.

Mit diesen Worten wendet er sich von den Simpsons. Marge und Homer nehmen Bart in den Arm und Mr. Bower läuft auf eine Frau zu, die ihn mit sorgenvollem Blicken begrüßt.

Mrs. Bower: (besorgt) Ernst? Was ist denn...

Er deutet ihr gestisch an, dass sie ruhig sein soll und sie lächelt verständnisvoll. Er nimmt seine Frau in den Arm und blickt ihr über die Schulter, so dass er Bart sehen kann. Mr. Bower zwinkert Bart zu und Bart lächelt, während er immer noch in den Armen seiner Eltern liegt. Eine glückliche Musik spielt und die Szene blendet aus.

[Ende]


Abspann: [Standard]


Gracie Films Gag: [Standard]


Schon bemerkt?

o Edna scheint mal wieder Streit mit Seymour zu haben... o Willie spricht mit seinen Maschinen über alte Tage... o Willie betritt den brennenden Schuppen nur, um seine Erwachsenen

  Literatur zu retten...
o Skinner hat in dieser Folge ganz besonders große Angst vor
  Oberschulrat Chalmers
o Auf dem Ortsschild von Meigs Lake wird der Name des Staates von einem
  Baum verdeckt... soviel zur Frage "Wo liegt Springfield..."
o Ernst scheint Fan der BEACH BOYS zu sein... o Die Frau auf dem Foto in der Zeitschrift hat große Ähnlichkeit mit
  Prinzessin Kaschmir...


Fehler und Inkorrektheiten...

o Wieso geht Ralph mit auf einen Auflug von Barts Klasse? Da hat wohl

  wieder jemand der Autoren nicht richtig recherchiert...
</pre>