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Die Simpsons

ABCF01 - Brawl About My Mother

Autor: Tobi S.

<pre> ...

ORT: Das Simpsons-Haus – Nacht

Wir sehen den 1. Stock des Hauses. Alles schläft. Plötzlich schleicht sich Homer (im Schlafanzug) aus dem Schlafzimmer.

Homer: Okay, Marge und die Kinder schlafen. Alles, was ich

                    tun muss, ist ruhig sein und-

Er fällt die Treppe herunter.

Homer: Neinn! Neinn! Neinn! Neinn! Neinn! Neinn! Neinn!

                    Neinn! Neinn!

Er steht auf und fasst sich kurz an den Kopf. Dann hört er, ob noch alle schlafen. Man sieht alle Familenmitglieder in ihren Betten seelenruhig schlafen.

Homer: Puh!

Homer geht weiter und betritt die Küche.

Homer: Das perfekte Verbrechen. Hehehe!

Er öffnet den Kühlschrank.

Homer: Hmm... mal sehen, was wir hier haben. Oh, ein Kuchen.

Er nimmt den Kuchen aus dem Kühlschrank und geht damit zum Tisch. Dann setzt Homer sich hin und liest, was auf dem Kuchen steht.

Homer: Happy...Mother...sday. Happy Mother, Stay!? Oh, ach so,

                    Happy Mother's Day... Happy Mother's Day!?

Er geht zu einem Kalender und reißt das Blatt ab. Er sieht, dass dort "Mother's Day" steht. Er gerät in Panik.

Homer: Aaah, heute ist Muttertag! Und ich hab' noch kein

                    Geschenk für Marge. Naja, es ist bloß der
                    Muttertag. Marge wird bestimmt nicht sauer sein,
                    wenn sie kein Geschenk bekommt. Oder etwa doch?

Homer stellt sich Marges Reaktion vor. In seiner Fantasie ist Marge mit den Kindern in der Küche. Auf dem Tisch stehen jede Menge Geschenke.

Marge: Also, Homer, wo ist mein Geschenk? Homer: Naja, ich... Marge: (ein wenig sauer) Du hast doch ein Geschenk für

                    mich, oder?
Homer: Oh, äh, ja, ich meine nein, also... Marge: Willst du damit sagen, du hast den Muttertag
                    vergessen? So wie du schon unseren Hochzeitstag, den
                    Valentinstag und den 2. Weihnachtsfeiertag vergessen
                    hast?
Homer: Das würde ich nicht sagen... ich meine...

Patty und Selma kommen rein und bauen sich um Homer auf.

Selma: Lass' mich raten. Homer hat schon wieder vergessen,

                    ein Geschenk für dich zu kaufen.

Marge stellt sich neben sie. Alle drei Schwestern gucken Homer böse an.

Marge: Tja, da hast du leider Recht. Patty: Du bist ein schlechter Ehemann, Homer. Homer: Aber ich...

Die Küche im Hintergrund verschwindet und verwandelt sich in einen roten Hintergrund, ...

Marge: Ja, du bist ein schlechter Ehemann. Homer: Ich hab' doch bloß...

...Marge, Patty und Selma werden größer (oder Homer kleiner), ...

Marge/Patty?/Selma?: Schlechter Ehemann! Homer: Aber...

...sie ändern ihre Farbe und beginnen sich im Kreis um Homer zu drehen.

Marge/Patty?/Selma?: Schlechter Ehemann! Schlechter Ehemann! Schlechter Ehemann!

Zurück in der Realität:

Homer: Nein! So weit darf es nicht kommen.

Er schaut auf die Uhr.

Homer: Okay, es ist fünf Uhr achtundzwanzig. Ich habe noch

                    genug Zeit, um Marge ein Geschenk zu kaufen. Ich...
                    Hey, wo ist meine Uhr hin? ... Hmm, seit wann hab'
                    ich überhaupt eine Uhr? Naja, egal. Ich werde Marge
                    das beste Geschenk kaufen, das sie sich vorstellen
                    kann.

ORT: Vor dem Kwik-E-Mart – Nacht bis Früh Morgens

Homer kämpft mit einem Kaugummiautomat.

Homer: Na los, fress' schon meinen Dollar! Ach, vielleicht

                    sollte ich doch in den Kwik-E-Mart gehen.

Er versucht es noch ein letztes Mal, dann gibt er auf.

ORT: Kwik-E-Mart – Nacht bis Früh Morgens

Homer betritt den Kwik-E-Mart.

Apu: Hey, Homer. Was darf's diesmal sein? Das übliche? Homer: Nein, heute keine "I Can't Believe It's

                    Butterfinger"-Riegel, Apu. Ich suche nach einem
                    schönen Muttertagsgeschenk für meine Frau. (kurze
                    Pause) Wo sind hier die Grußkarten?
Apu: Oh, die sind gleich dort drüben.

Er deutet auf einen Grußkartenständer. Die Kamera zoomt weg, sodass man sieht, dass er sich am anderen Ende des Kwik-E-Marktes befindet.

Homer: Och, ist das weit weg. Ich nehm' lieber den Wagen.

Er läuft aus dem Bild und kommt mit einem Einkaufswagen wieder.

Homer: Okay, dann mal los.

Homer fährt mit dem Einkaufswagen den dunklen Gang entlang. Er sieht um sich und erblickt mehrere Cerealien: Erst "Count Chocola" (mit einem Vampir auf der Packung), „Boo Berry“ (mit einem Geist) und schließlich "Froot Loops" (mit dem Papagei).

Homer: Ah, ein Papagei!

Plötzlich fängt Homer an durchzudrehen und fährt den Wagen im Eiltempo gegen den Grußkartenständer. Er steht vom Boden auf und sieht die ganzen Karten auf dem Boden.

Homer: Aua... Hey, Grußkarten. Mal sehen: (hebt ein paar

                    Karten auf) "Merry Christmas"? Ne. "Gute Besserung"?
                    Auch nicht. "Happy Bar-Mitzvah"? (kurze Pause) Was
                    ist eine Bar-Mitzvah? (überlegt eine Weile, dann
                    wirft er die Karte weg und guckt weiter)
                    Valentinstag, Vatertag, Liebestag, Ostern,
                    Murmeltiertag, Valentinstag... alles da, aber keine
                    einzige Muttertagskarte. Oh, Mann. Was würde Marge
                    jetzt wohl sagen?

Marge erscheint in einer Gedankenblase neben Homers Kopf.

Marge: Nimm' einfach 'ne Bat-Mitvah-Karte, Homer. Ich werde

                    den Unterschied nie merken.
Homer: Was ist eine Bat-Mitvah? Marge: Keine Ahnung. (kurze Pause) Vielleicht ist das
                    japanisch für Muttertag? Das würd' ich dir bestimmt
                    abkaufen.
Homer: Hmm... gute Idee... eine japanische
                    Muttertagskarte... aus Japan. Was meint ihr anderen
                    dazu?

Andere Charaktere wie Ned Flanders, Bugs Bunny, Indiana Jones, Popeye und Bender aus Futurama erscheinen in weiteren Gedankenblasen und geben ein "Ok"/"Einverstanden" oder ähnliches von sich. Yoda aus Star Wars erscheint in einer weiteren Gedankenblase.

Yoda: Tuen nicht das! Marge werden sein enttäuscht. Homer: Klappe zu, Yoda.

Homer geht aus dem Bild. Die Gedankenblasen bis auf Yoda verschwinden.

Yoda: (traurig) Yoda sein sehr alt und einsam.

 Homer steht an der Kasse und bezahlt für die Karte.

Apu: Ich dachte, du wolltest eine Muttertagskarte kaufen. Homer: Ja, aber es waren keine mehr da. Apu: Wovon redest du? Sanjay hat gerade den Ständer mit

                    Muttertagskarten aufgefüllt.
Homer: Kann sein, aber der ist zu weit weg. Apu: Er steht neben dir.

Die Kamera zoomt weg, damit man den Ständer mit Muttertagskarten neben Homer sehen kann.

Homer: Tja, zu spät, ich hab' leider schon bezahlt. Apu: Nein, hast du noch nicht. Der Geldschein befindet

                    sich immernoch in deiner Hand.

Homer gibt Apu den Geldschein.

Homer: Gut, hier, bitteschön. (murmelt verärgert und

                    unverständlich vor sich hin)

Homer verlässt den Kwik-E-Mart. Gerade stürzen dutzende von Leuten in den vorher verlassenen Supermarkt, um noch ein Geschenk zu bekommen, darunter Seymour Skinner mit seiner Mutter, die ihn am Ohr zieht.

Agnes Skinner: Seymour, kauf' mir ein Geschenk. Seymour: Ja, Mutter. Wenn du aufhören würdest, an meinem Ohr

                    zu ziehen.
Agnes: Ich zieh' aber gerne an deinem Ohr. Seymour: (seufzt) Ja, Mutter.

ORT: Vor dem Simpsons-Haus - Morgens

Homer kommt zu Hause an. Er fährt in die Garage, steigt aus und rennt ins Haus.

ORT: Das Simpsons-Haus – Küche - Morgens

Als Homer in die Küche kommt, ist die Muttertagsparty bereits in vollem Gange. Patty, Selma und Marges Mutter sind auch da.

Homer: Ah! Oh, hallo, Marge. Ich war nur... kurz weg...

                    um... Geschenk... zu kaufen... (merkt, was er gesagt
                    hat) Neinnn!
Patty: Ich wusste es. Er hat es wieder vergessen. Selma: Was für ein schlechter Ehemann! Marge: Hört auf, so schlecht über Homer zu reden. (zu
                    Homer) Komm', setz' dich zu uns.

Homer guckt sich um. Wir sehen die Küche aus Homers Perspektive. Die Szene blendet über in die Vergangenheit.

Flashback::

ORT: Kindertagesstätte - Um die 30 Jahre vorher - Mittag

Man sieht die Kindertagesstätte mit ähnlicher Muttertagsdekoration wie in der Küche und Homer, Barney, den Hummelmann, Sideshow Bob und andere Bürger Springfields als Kleinkinder. Sie spielen und malen Bilder. Die Betreuerin geht rum und guckt sich die Bilder an.

Betreuerin: Ja, schön... Hummeljunge. Das ist aber hübsch... Bob.

                    Du wirst es später sicher mal zu was bringen.

Sie kommt zu Homer, der ein paar Wachsmalstifte in der Nase stecken hat und sieht sich sein Bild an: zwei Striche in unterschiedlichen Farben. Homer lächelt sie an.

Betreuerin: Oh, tja, Homer. Das ist...sehr...schön. Homer: Das bin ich und das ist mein Daddy. Eigentlich

                    wollte ich meine Mom noch dazu malen, aber mir sind
                    die Wachsmalstifte ausgegangen.

Er niest, die Stifte kommen aus der Nase.

Homer: Hey, da sind sie ja. Betreuerin: (mitfühlend) Du vermisst deine Mutter sehr, hmm? Homer: (traurig) Ja. Betreuerin: Ach, Kopf hoch, Homer. (laut verkündend) Okay, alle

                    mal herhören! Wenn eure Mamis kommen und euch
                    abholen, zeigt ihr ihnen die ganzen schönen Bilder,
                    die ihr gemalt habt.

Ein paar Mütter kommen rein und umarmen ihre Kinder. Wir sehen Barney, der seiner Mutter (bekannt aus "Homer geht zur Marine") sein Bild zeigt, dass der "Mona Lisa" sehr nahe kommt.

Barney: Guck' mal, Mommy, was ich gemalt habe. Barneys Mutter: (betrunken) Sehr schön, Schatz. Nur weiter so.

                    (rülpst)

Homer sieht die anderen Kinder mit ihren Müttern und schaut traurig. Schließlich kommt auch sein Vater rein.

Homer: Daddy, guck mal, mein Bild. Abe: (ohne es sich anzugucken) Oh, toll, du bist ja ein

                    richtiger Künstler.-- Jetzt lass' uns gehen.

Abe zerrt Homer aus dem Zimmer. Homer wirft noch einen letzten traurigen Blick auf die Klasse.

Ende Flashback:::

ORT: Das Simpsons-Haus – Küche - Morgens

Die Szene wechselt vom traurigen kleinen Homer zum traurigen großen Homer, der beginnt zu weinen und aus dem Raum läuft. Er lässt die Karte fallen.

Marge: (liest) "Happy Bat-Mitzvah". Mrrr! Patty: (scherzhaft, zu Selma) Ich glaube, du warst etwas zu

                    hart zu Homer. Hehehe!
Selma: Hahahaha! Marge: Okay, wer ist diesmal dran mit "Nachsehen, was los
                    ist"?
Lisa: Bart! Bart: Lisa! Marge: Tut mir Leid, Bart. Ich glaub' Lisa eher als dir. Bart: Och. Immer ich.

Er geht aus dem Raum. Lisa streckt ihm beim Vorbeigehen die Zunge raus.

ORT: Das Simpsons-Haus - Homers und Marges Schlafzimmer – Morgens bis Vormittag

Homer sieht sich, immer noch traurig, Fotoalben an, als Bart eintritt.

Bart: Hey, Homer, was ist los? Homer: Es ist wegen meiner Mom. Bart: Oh, hey, ich mochte Grandma auch, aber das Leben

                    geht weiter.
Homer: Ich kann einfach nicht glauben, dass sie tot ist. Bart: Das ist sie aber. Du musst es am besten wissen. Du
                    hast doch selber gesehen, wie sie mit dem
                    Gefängnisbus in den Abgrund gerast ist...
Homer: Ich weiß... aber man darf die Hoffnung nie aufgeben. Bart: Gib's auf, Homeman, es gibt keine Hoffnung. Homer: Ich werde es dir beweisen, Bart. Meine Mom lebt
                    noch.
Bart: Wie willst du das anstellen? Homer: Hey, vielleicht hat sie mir schon wieder ein Paket
                    geschickt. Auf zum Postamt!
Bart: Darf ich mitkommen? Homer: Hmm...hast du schon deine Hausaufgaben gemacht? Bart: Naja, man könnte sagen, ich habe damit "angefangen". Homer: Das reicht mir vollkommen.

Homer gehen die Treppe runter zur Tür. Marge und Lisa merken, dass sie gehen wollen.

Lisa: Hey, wo geht ihr hin? Homer: Postamt. Lisa: Wieso? Homer: Gucken, ob meine Mom noch lebt. Lisa: Oh, das klingt spannend. Darf ich mitkommen? Homer: Hmm... hast du schon deine Hausaufgaben gemacht? Lisa: (freudig) Ja. Homer: Tja, Pech gehabt, Bart hat zuerst gefragt.

Bart streckt Lisa die Zunge raus, als die Beiden aus dem Haus gehen.

ORT: Postamt Springfield – Vormittag

Homer und Bart kommen rein und sprechen mit dem Postbeamten dort.

Homer: Hallo, Mr. (liest Namensschild)... Tom. Irgendwelche

                    ungelieferte Pakete für Homer J. Simpson?
Beamter: Einen Moment, Mr. Simpson... Bart: Hey, wollen Sie nicht nach seinem Ausweis fragen? Beamter: Soll das ein Witz sein? Das ist Homer Simpson, von
                    dem du da redest.
Bart: (desinteressiert) Na und? Beamter: Der Mann hat den ehemaligen Präsidenten Bush
                    verprügelt,...
Bart: Irgendjemand musste es ja mal tun. Beamter: ...hat aufgrund einer sexuellen Belästigung
                    Schlagzeilen gemacht,...
Bart: Wer hat das nicht? Beamter: (verärgert) ...er wurde irrtümlicherweise für
                    Bigfoot gehalten, ging als Star einer Freakshow auf
                    Tournee, war Maskottchen der Springfield
                    Isotopes,...
Bart: Gähn! Beamter: (noch verärgerter)... übernahm die Show von Krusty
                    dem Clown, wurde wegen eines perfekten Spiels beim
                    Bowling und des Verhinderns einer Kernschmelze für
                    kurze Zeit berühmt, lieh der Cartoon-Figur Poochie
                    seine Stimme... (nimmt Luft) Und nicht zu vergessen
                    sein Ausflug in den Weltraum.
Homer: Oh, ja, das war witzig. Wir mussten im Stehen
                    schlafen und es gab nur diese komische
                    Astronautennahrung. Hmm... wenn ich so drüber
                    nachdenke, war's vielleicht doch nicht so witzig.

Der Beamte legt ein Paket auf den Tisch.

Beamter: So, hier, bitteschön, ein Paket von ihrer

                    totgeglaubten Mutter.
Homer: Juhu! Beamter: ...aus dem letzten Jahr... Homer: Neinnn! Beamter: Hey, wenn Sie's nicht wollen... Homer: Oh, doch, doch, doch...doch... Her damit!

Homer schaut ein wenig traurig. Er nimmt das Paket und geht aus dem Gebäude. Bart geht mit ihm.

ORT: Das Simpsons-Haus – Eingangsbereich - Vormittag

Homer und Bart kommen mit dem Paket ins Haus.

Homer: Wir sind wieder da! Bart: Yeah, Bart ist wieder „in da house“, Baby!

Marge und Lisa kommen dazu.

Lisa: Ein Paket! Marge: Heißt das, dass deine Mutter... Homer: Nein, leider nicht. Aber hey, es ist besser als

                    nichts.
Lisa: Worauf wartest du noch? Mach' es auf! Mach' es auf! Homer: Was glaubst du, was ich gerade vorhabe?!

Homer macht auf das Paket auf. Der Inhalt ist für den Zuschauer nicht sichtbar.

Homer: Wow! Bart: Das hätt' ich ja nie erwartet. Lisa: Ich muss' zugeben, selbst ich bin überrascht. Marge: Wovon redet ihr, das ist Styropor! Homer: Du hast Recht.

Homer wirft das Paket zum Müll.

Lisa: Moment!

Lisa holt das Paket aus dem Mülleimer und findet einen Zettel darin. Sie gibt ihn Homer.

Homer: Hey, ein Zettel. (liest vor) Lieber Homer, wenn du

                    das hier liest, bin ich vielleicht schon längst tot.
                    Wie du weißt, bin ich immer noch auf der Flucht.
                    Aber ich hab' das Gefühl, dass ich das nicht mehr
                    lange durchhalte. Ich werde dir auch keine Pakete
                    mehr schicken, weil ich Angst habe, sie gelangen in
                    die falschen Hände. Aber ich werde einen anderen Weg
                    finden, mit dir Kontakt aufzunehmen. Bis dahin will
                    ich, dass du weißt, dass ich dich von ganzem Herzen
                    liebe und dass du, falls ich tatsächlich sterbe,
                    dafür sorgen sollst, dass meine Gedanken
                    weiterleben. (nahe am Wasser gebaut) In Liebe, Mom.
Lisa: Wow. Homer: Mom, ich werde deinen Wunsch wahrmachen! Marge: Wie willst du das anstellen? Homer: Hmm... Zunächst werde ich die beste Beerdigung
                    organisieren, die man sich vorstellen kann. Und
                    dann... Hmm, mal sehen. Ich bin für fast alles
                    offen.
Lisa: Du kannst dich auf uns verlassen, Dad. Homer: Danke, Lisa. Bart: (sarkastisch) Ja...danke, Lisa.

Ende Akt I Akt II

ORT: Springfielder Friedhof – Später in der Woche - Morgens

Homer und seine Familie (im "Sunday Best"-Outfit) gehen zum Friedhof.

Homer: Okay, merkt euch, wo wir parken. Marge/Bart?/Lisa?: Unter dem "Parken verboten"-Schild. Homer: Richtig.

Die Szene wechselt zu Homer, der die Trauergäste Lenny und Carl begrüßt.

Homer: (ein wenig gelangweilt) Willkommen auf Mona Simpsons

                    Beerdigung.

Er hakt auf seiner Gästeliste "Lenny and Carl" ab. Barney kommt.

Homer: Willkommen auf Mona Simpsons Beerdigung.

Er hakt "Barney and Moe" ab. Seth und Munchie (die Hippies aus "Homer ist ein toller Hippie") kommen.

Homer: (begeistert) Hey, Seth und Munchie... (wieder

                    gelangweilt) Willkommen auf Mona Simpsons
                    Beerdigung.

Er hakt erst "Seth", dann „Munchie“ auf der Gästeliste ab. Marge ist am Buffet neben Cher (die sich entweder selbst spricht oder von z.B. Tress MacNeille? imitiert wird) zu sehen.

Marge: (bemerkt sie) Wow, Cher! Sie kannten Homers Mom? Cher: Nein, ich bin nur wegen der Käsehäppchen hier.

                    (isst) Mmmh... ist das lecker.

Marge geht zu Homer, der immer noch damit beschäftigt ist, die Leute zu begrüßen.

Homer: Oh, hallo, Marge. Marge: Homer, das hast du toll hingekriegt. Deine Mutter

                    wäre stolz auf dich.
Homer: Vielen Dank, Marge.

Mr. Burns kommt.

Homer: Willkommen auf Mona Simpsons Beerdigung.

Er hakt Mr. Burns auf der Liste ab.

Marge: Mr. Burns? Aber er hasst deine Mutter. Ist er denn

                    nicht Schuld daran, dass sie gestorben ist?
Homer: Ich weiß, aber er ist mein Boss. Ich wäre dumm,
                    hätte ich ihn nicht eingeladen. (guckt auf seine
                    Liste) So, das waren alle. Nein, Moment, Grampa
                    fehlt.
Marge: Ach, der kommt bestimmt noch. Homer: Ja, da hast du wahrscheinlich Recht. (seufzt)

Homer und Marge gehen aus dem Bild. Die Kamera zoomt an das Grab Walt Whitmans im Hintergrund heran und blendet über in die Vergangenheit.

Flashback::

ORT: Springfielder Friedhof – Später Nachmittag

Die Kamera zoomt wieder vom Grab weg, wir sehen, dass der kleine Homer und Abe davorstehen. (Anmerkung: Die Flashbacks spielen alle in derselben Zeit d.h. im selben Jahr)

Abe: So, Homer, hier ist das Grab deiner Mutter. (kurze

                    Stille) Los, gehen wir wieder nach Hause.
Homer: Was steht da, Dad? Abe: Ähm... da steht... "Mona Simpson...", ähm... "Ruhe in
                    Frieden". Und jetzt weg hier!
Homer: Warum findet keine Beerdigung statt? Abe: Das ist zu teuer. Homer: (versucht, die Grabinschrift zu lesen) Dad, ich
                    glaube das ist ein W.
Abe: Nein, Homer. Das ist... ein M, das auf dem Kopf
                    steht. Komm' mit!

Homer reißt eine Blume aus dem Boden und legt sie zum Grab. Dann geht er mit Abe mit. Der folgende Dialog wird immer leiser je mehr sich die Beiden vom Zuschauer entfernen.

Homer: Und warum steht das M auf dem Kopf? Abe: Äh... ähm...Was ist denn das für eine Frage?: "Warum

                    steht das M auf dem Kopf?" Zu meiner Zeit haben wir
                    alle Ms so geschrieben. Das änderte sich 1939, als
                    das W eingeführt wurde. Die Idee dazu hatte Walt
                    Disney, der damals noch Malt Disney hieß. Allerdings
                    schrieb man das damals noch Walt Disney, also war
                    meine vorherige Bemerkung korrekt. Jedenfalls
                    schrieb er das W, dass damals noch ein M war, immer
                    wie zwei U, obwohl es eigentlich eher wie zwei V
                    aussieht. Walt Disney aber dachte sich: "Dieses M
                    sieht wie ein W aus!" und damit hatte er im Grunde
                    Recht. Was ich damit sagen will, ist... (überlegt
                    kurz) Bleib' in der Schule, Junge.
Homer: Ich geh' noch gar nicht zur Schule. Abe: Das ist die richtige Einstellung!

Ende Flashback::

Die Szene blendet zurück zum heutigen Friedhof. Die Kamera bewegt sich nach links zu Barney, der gerade seine Rede beendet.

Barney: ...und aus diesem und vielen anderen Gründen finde

                    ich, dass Homers Mom die netteste Person war, mit
                    dessen Sohn ich je befreundet war. (rülpst)
Homer: Vielen Dank, Barney. Und nun ein paar Worte von dem
                    Menschen, der meine Mom wohl am besten kannte... von
                    mir. (liest von seinem Zettel ab) Mom, wo immer du
                    jetzt sein magst, ich werde dich nie vergessen. Wir
                    waren nie sehr lange zusammen. Als ich klein war,
                    hast du mich verlassen und bist nie mehr
                    wiedergekommen, dann bist du wiedergekommen, hast
                    mich aber wieder verlassen. Und nun hast du mich
                    erneut verlassen... für immer. Doch obwohl wir nicht
                    so lange zusammen waren wie andere Kinder und ihre
                    Mütter, wir hatten uns von Herzen gern. Wer weiß?
                    Hättest du mich nicht verlassen, vielleicht wäre aus
                    mir etwas Besseres geworden als...
                    Sicherheitigkeiteninspektorant in einem
                    Atemkraftwerk.

                    (singt "Ain't No Sunshine" von Bill Withers)
                    Ain't no sunshine when she's gone. It's not warm
                    when she's away. Ain't no sunshine when she's gone.
                    And she's always gone too long. Anytime she goes
                    away. Wonder this time where she's gone. Wonder if
                    she's gone to stay. Ain't no sunshine when she's
                    gone. And this house just ain't no home. Anytime she
                    goes away.
                    (fängt an zu rocken)
                    I know, I know, I know, I know, I know, I know, I
                    know, I know, I know, I know, I know, I know, I
                    know, I know, I know, I know, I know, I know, I
                    know, I know, I know, I know, I know...
                    (wechselt zu "I'm so excited")
                    I know, I know, I know, I want you. I want
                    youuuhuhuhu!

Er weint. Es beginnt zu regnen. Marge und die Kinder kommen dazu. Marge legt ihre Hand um Homer.

Marge: Gehen wir nach Hause, Homer. Homer: (trocknet seine Tränen) Okay.

Sie gehen. Homer lässt seine Gästeliste im Regen liegen. Man sieht den Zettel in einer Pfütze. "Grampa" ist immernoch nicht abgehakt.

ORT: Das Simpsons-Haus – Eingangsbereich - Mittag

Die Simpsons kommen nach Hause.

Lisa: Ich kann nicht glauben, dass Grampa nicht gekommen

                    ist.
Homer: (optimistisch) Ach, ich bin mir sicher, es gibt
                    einen guten Grund dafür... (zückt seine Faust) denn
                    wenn nicht...
Bart: Wir sollten den Anrufbeantworter abhören. Homer: (lobt) Gute Idee, Bart. (zückt seine Faust)
                    Vielleicht ein bisschen zu gut.
Bart: (verängstigt) Mom, Dad macht mir Angst. Marge: Oh, er...trauert nur. Homer: Danke, Marge. (zückt seine Faust) Danke.

Homer hört den Anrufbeantworter ab.

Moes Stimme: Oh, hi, Homer. Ich bin's, Moe. Ich hoffe, du bist zu

                    Hause, denn ich hab' hier ein kleines Problem. Ich
                    brauch' unbedingt deine Hilfe, denn... Aaaah...oh,
                    Gott, Nein! Homer, Homer...bist du noch dran...
                    ich...Ah, neeeein! Hilfe!... Ich... (Ende der
                    Nachricht)
Homer: Hmm...war wohl nicht so wichtig. Weibliche Stimme: Hallo, Mr. Simpson. Hier ist das Krankenhaus
                    Springfield. Wir rufen wegen ihrem Vater an. Kommen
                    Sie bitte schnell vorbei.
Homer: Oh, nein! Dad!

ORT: Springfielder Krankenhaus - Grampas Zimmer – Mittag bis Nachmittag

Homer kommt rein. Grampa liegt im Krankenbett.

Homer: Dad? Oh, zum Glück geht's dir gut. Grampa: Whaaaaaaazuuuuuuup? Whaaaaaazuuuuuuuuuup! Homer: Hey, was haben die dir hier gegeben? Grampa: Budweiser. Homer: Ugh. Und was machst du hier? Grampa: Ach, du weißt schon, wahnsinnig werden, im Bett liegen... Homer: Nein, ich meine, warum du hier bist. Grampa: Nun, ich hab' einen Herzinfarkt bekommen, nachdem

                    ich mir den "Maaaaatlock"-Film angesehen habe, den
                    ich mir in der Videothek ausgeliehen habe. Das war
                    bloß ein billiger Zusammenschnitt von ein paar
                    Folgen. Die denken wohl, wir alten Leute würden das
                    nicht merken, aber da sind Sie falsch gewickelt,
                    diese...
Homer: Beruhig' dich. Oder willst du noch einen Herzinfarkt
                    bekommen?
Grampa: Nein, Sir. Homer: Also okay, lass' mich das klarstellen: Dir geht es
                    gut und dein Leben ist nicht gefährdet.
Grampa: Naja, also... Homer: Okay, dann mach's gut.

Er rennt aus dem Zimmer, knallt die Tür zu und hinterlässt einen einsamen Grampa. Die Kamera fährt von seinem Bett nach oben zu einem Bild. Die Szene blendet über in die Vergangenheit.

Flashback::

ORT: Die alte Simpsons-Farm – Wohnzimmer – Später Nachmittag

Die Kamera fährt von demselben Bild wie im Krankenhaus nach unten auf die Couch, wo Abe und eine Frau sitzen.

Frau: Da hast du völlig Recht. Ich hab' keine Ahnung, was

                    an diesem Jimmie Hendrix so toll sein soll.
Abe: Weißt du was, ich hol' uns etwas Wein. Frau: Okay, Abe. Ich warte hier.

Er steht auf, geht in die Küche und holt Wein. Als er zurückkommt, ist die Frau weg. Er findet Klein-Homer vor der Couch vor.

Abe: Homer, wo ist Mandy? Homer: Ich weiß nicht. Ich hab' bloß gesehen, wie sie

                    abgehauen ist. Gehen wir zu Mami auf den Friedhof?
Abe: (traurig, seufzt) Okay.

Sie gehen zur Tür.

Ende Flashback::

Die Szene wechselt vom traurigen Grampa aus dem Flashback zum traurigen älteren Grampa, der immer noch in seinem Bett liegt.

ORT: Springfielder Krankenhaus – Aufentaltsraum - Mittag

Grampa betritt den Raum und findet einen Tisch mit ein paar Stühlen und eine Frau in seinem Alter (naja, vielleicht ein BISSCHEN jünger), die das Buch "Bridget Jones's Diary" liest, vor.

Grampa: Äh... hallo, ist das der Aufentaltsraum? Frau: Ja... tut mir wirklich Leid. Grampa: (setzt sich hin) Ach, schon gut. (kurze Pause) Was

                    lesen Sie da?
Frau: Äh... (guckt auf's Cover) "Bridget Jones's Diary". Grampa: Sie kommen aus England, eh? Frau: Ja, das stimmt... Sie meinen, weil ich... ach, im
                    Grunde mag ich das Buch gar nicht. (wirft das Buch
                    weg)
Grampa: Nein, nein, ich habe Sie am Akzent erkannt. Frau: Also... warum sind Sie hier? Grampa: Herzinfarkt... und Sie? Frau: Naja... ganz im Vertrauen: (flüstert) Ich bin gar
                    nicht wirklich krank, ich tue nur so, damit meine
                    Verwandten mich ausnahmsweise mal besuchen.
Grampa: Das kann ich verstehen. Mein Sohn besucht mich nur
                    jeden dritten Sonntag im Monat und nach drei Minuten
                    ist er dann auch schon wieder weg.
Frau: Pfft! Ja...Söhne... Übrigens, mein Name ist Elizabeth. Grampa: Grampa...ich meine Abe. Wissen Sie, ich hatte schon
                    mal mit einer Engländerin zu tun. Das war während
                    des zweiten Weltkriegs. Damals nannte man ihn
                    allerdings noch nicht "zweiter Weltkrieg". Er war
                    als "1 ½. Weltkrieg" bekannt. Das änderte sich
                    jedoch, als... Hey, ich langweile Sie doch nicht
                    etwa?
Elizabeth: Nein, nein, machen Sie nur weiter. Grampa: Wow, Sie sind die erste, die das je zu mir gesagt
                    hat. Naja, wie auch immer, jedenfalls lebten wir

                    damals noch in einer Scheinwelt. Die echte Welt
                    wurde von Robotern regiert und kleinen, grünen
                    Kobolden, ja, der gefährlichste von diesen Kobolden
                    hieß Adolf Hitler. Eines Tages...

ORT: Das Haus der Simpsons – Später in der Woche - Mittag

Die Simpsons-Familie guckt Fernsehen. Im Fernsehen ist bei einer Art "The Swan"-Show eine Frau zu sehen, die so dick ist, dass sie sich kaum noch bewegen kann.

Moderator: Lassen Sie mich raten. Fettabsaugung?

Das Fernsehpuplikum lacht.

Frau: ("Fettsack"-Stimme) Nein. Ich will größere Brüste.

Grampa taucht hinter der Couch auf, gut gelaunt.

Grampa: Hi-diddeli-ho! Hey, Hey! Hallo, alle miteinander. Homer: Hey, warum bist so gut gelaunt? Lisa: Und wie bist du überhaupt hier rein gekommen? Die

                    Tür ist verschlossen.
Grampa: Glaubt mir, auf beide Fragen gibt es eine gute
                    Antwort. (lange Pause) Wo bin ich?
Homer: Hey, ich hab' zuerst gefragt. Also, wieso bist du so
                    gut gelaunt?
Grampa: Ich hab' im Krankenhaus eine Frau kennengelernt. Sie
                    heißt Elizabeth und kommt aus England.
Homer: (gelangweilt) Und weiter? Grampa: Ich bin heute Abend im "Goldenen Trüffel" mit ihr
                    verabredet.
Homer: Moment...ist das sowas wie ein Date? Grampa: Ja, genau. Homer: Wie konntest du nur? Vor ein paar Tagen wurde Mom
                    beerdigt und schon schmeißt du dich an die nächste
                    ran.
Grampa: Hey, du hast mich in ein Altersheim gebracht und
                    besuchst mich noch nicht mal regelmäßig. Elizabeth
                    ist nicht gelangweilt von meinen albernen
                    Kriegsgeschichten, sie ist die einzige, die mich
                    versteht.
Homer: Dann geh' doch zu deiner Elizabeth! Grampa: Das werde ich! Homer: Betrüg' Mom ruhig! Grampa: Mit Vergnügen!

Er geht aus dem Haus und knallt die Tür hinter sich zu.

Marge: Homer, glaubst du nicht, dass du ein wenig

                    überreagiert hast?
Homer: Auf keinen Fall, Marge. Das war damals, nachdem Mom
                    abgehauen ist, genau dasselbe...

Flashback::

ORT: Die alte Simpsons-Farm – Eingangsbereich - Nachmittag

Abe und Mandy kommen ins Haus. Klein-Homer läuft zur Tür.

Homer: Hallo, Dad, ich...(sieht die Frau an seiner Seite)

                    Wer ist das, Dad?
Abe: Das ist Mandy, mein Schatz. Sie wird vielleicht
                    deine neue Mami.
Homer: Ich will aber keine neue Mami.

Abe und Mandy gehen ins Wohnzimmer. Abe: Hahaha! Kinder...

Homer schaut traurig.

Ende Flashback::

Zurück in der Gegenwart beendet Homer seine Erzählung.

Homer: Oh, ja, er war wirklich ein Rabenvater... nur, dass

                    er ein Mensch war und kein Rabe.
Marge: Naja, ich kann ihn auch verstehen. Er will eben
                    nicht den Rest seines Lebens alleine verbringen.
Homer: Marge, ich bitte dich. Schon an dem Tag, nachdem Mom
                    abgehauen ist, hat er sich an eine andere
                    rangemacht. Kannst du dir das vorstellen? Ich
                    dachte, sie wäre tot.
Marge: (tröstend) Ach, Homie! Homer: Ja, ich weiß noch ganz genau, wie er mich damals in
                    der Kindertagesstätte zurückgelassen hat.

Flashback::

ORT: Kindertagesstätte – Später Nachmittag

Klein-Homer ist als letzter noch in der Kindertagesstätte. Die Betreuerin geht zu ihm.

Betreuerin: Tut mir Leid, Homer. Wir schließen jetzt. Homer: Warte noch einen Moment. Mein Daddy kommt bestimmt

                    gleich.
Betreuerin: Ich habe schon eine Stunde gewartet. Es ist zu spät. Homer: Es ist nie zu spät. Betreuerin: Ich mag deinen Optimismus... aber es IST zu spät.
                    Geh' nach Hause. (kurze Pause) Du weißt doch, wo du
                    wohnst, oder?
Homer: Naja, eigentlich... Betreuerin: Gut, auf Wiedersehen.

Homer geht traurig durch die Tür. Wenig später sieht man ein Auto, dass ihn zu Hause absetzt. Er steigt aus und verabschiedet sich bei dem seltsamen Fahrer.

Homer: Danke für's Mitnehmen, seltsamer Fremder! Fahrer: (unverständliches Gemurmel) Homer: Tut mir Leid, ich darf nicht mit Fremden sprechen. Fahrer: (unverständliches Gemurmel) Homer: Ja, das find' ich auch blöd.

Das Auto fährt weg. Homer geht ins Haus.

ORT: Die alte Simpsons-Farm – Eingangsbereich – 1 bis 2 Stunden später

Homer sitzt auf dem Boden und spielt traurig vor sich hin. Abe kommt rein. Homer steht auf.

Homer: Hey, Dad. Da bist du ja. Abe: Oh, ja, tut mir Leid, Homie. Ich war heute ziemlich

                    beschäftigt.
Homer: Naja, wenigstens bist du jetzt da. Abe: Nein, ich muss leider noch zu einem...
                    Geschäftstermin.

Er gibt Homer Geld.

Abe: Hier, bestell' dir 'ne Pizza. Homer: Aber die Pizzaria ist viel zu weit weg! Abe: Ach, so ein Quatsch. Man kann Pizzas auch per

                    Telefon bestellen.
Homer: Ach, so, okay, aber... Abe: Mach's gut!

Abe geht aus dem Haus. Homer geht zum Telefon und wählt eine Nummer.

Yes-Guy: (am Telefon) Yeeeees? Homer: Äh, kann man bei ihnen eine Pizza bestellen? Yes-Guy: Noooooo. Homer: Hmm... das war's wohl nicht.

Er legt auf und wählt eine andere Nummer.

Frauenstimme: Hallo, Süßer. Wie hättest du's denn gerne? Homer: Mit Schinken, Pepperoni und extra viel Käse bitte. Frauenstimme: Häh? Homer: (versucht, lauter und deutlicher zu sprechen)

                    Schinken, Pepperoni und extra viel Käse.
Frauenstimme: Äh... okay, wie du willst. Ich mag es ja auch...
                    scharf.
Homer: Äh...Bei ihnen kann man doch Pizzas bestellen, oder?
                    ...Hallo?

Er legt auf. Die Szene wechselt zu Abe, der mit seinem Auto losfährt. Homer folgt ihm unbemerkt auf seinem Fahrrad. Abe geht in den "Silbernen Trüffel". Homer beobachtet ihn durch das Fenster. Abe setzt sich zu einer Frau. Homer sieht, wie die Beiden sich unterhalten und lachen.

Frau: Ich geh' mal auf Toilette.

Sie kommt von der Toilette zurück. Klein-Homer kommt ihr entgegen.

Homer: (wütend) Wer bist du und was willst du von meinem

                    Dad?
Frau: Oh, du musst Homer sein. Das mit deiner Mom tut mir
                    Leid.
Homer: Beantworte meine Frage! Ist das sowas wie ein Date? Frau: Ein Mitleidsdate, ja. Aber erzähl' deinem Vater
                    nicht, dass ich aus Mitleid mit ihm ausgehe. Das
                    würde ihm das Herz brechen. Und es wäre eine
                    peinliche Situation für uns beide.
Homer: Mein Dad braucht kein Mitleid. Nur weil Mom
                    gestorben ist, heißt das nicht...
Frau: Sie ist tot? Dein Vater hat mir erzählt, sie wäre
                    auf der Flucht vor der Polizei.
Homer: Mom? Ein Verbrecher? Niemals.

Sie geht zu ihrem Tisch zurück, wirft Abe das Essen ins Gesicht und geht.

Abe: Aber was...? Warum...? Frau: Du weißt ganz genau, warum.

Die Kellnerin, Mandy, kommt zum Tisch.

Mandy: Ach du je! Was ist ihnen denn passiert? Abe: Wenn ich das nur wüsste... Mandy: Hmm... Ach, wissen sie was, kommen sie morgen Mittag

                    hier vorbei, dann kriegen Sie ein gratis Essen.
Abe: Oh, das ist aber nett von ihnen. Mandy: Ach, schon gut. Mein Name ist übrigens Mandy... Abe: (verliebt) Mandy, eh?

Ende Flashback::

Grampa kommt ins Haus. Niemand hört ihn.

Grampa: Oh, tut mir Leid, dass ich störe, aber ich hab'

                    meinen Hut vergessen... Hey, ihr solltet mal was
                    wegen eurer Tür machen.

Er hört das Gespräch im Wohnzimmer und lauscht.

Homer: Dann bin ich mit dem Fahrrad schnell nach Hause

                    gefahren und mein Dad hat nichts mitgekriegt. Er hat
                    uns eine Pizza bestellt. Auf meiner war zu wenig 
                    Käse, dabei hab' ich gesagt, ich viel extra viel 
                    Käse. Allerdings...
Lisa: Moment! Du hast die Dates deines Vaters sabotiert? Homer: Yep! Wie auch immer, auf meiner Pizza war zu wenig
                    Käse, also...
Marge: Ich kann nicht glauben, dass du das getan hast. Bart: Also ich finde, du hast das richtig gemacht, Homer!
                    Das kannst du dir doch nicht einfach gefallen 
                    lassen!
Homer: Danke, Junge.

Grampa kommt rein.

Grampa: Das war deine Schuld! Du hast mein Liebesleben

                    zerstört!
Bart: Ja, genau. Ich bin mehr als enttäuscht, Homer. Homer: (zu Bart) Klappe zu, Bart! (zu Grampa) Dad, wie
                    kannst DU mir Vorwürfe machen? Du kannst dir nicht 
                    vorstellen, wie es ist, wenn man denkt, seine Mutter
                    ist tot und am selben Tag geht sein Vater mit 
                    irgendeinem... Flittchen aus.

Grampa würgt Homer.

Grampa: Nimm' das sofort zurück!

Homer würgt Grampa.

Homer: Niemals!

Sie würgen sich gegenseitig.

Bart: Ja, Grampa! Gib’s ihm!

Homer würgt Bart.

Homer: Na warte...

Grampa würgt Homer, der wiederum Bart würgt.

Lisa: Mom, tu' doch etwas. Marge: (mit Fotoapparat in der Hand) Einen Moment noch! Lisa: Mom! Marge: Schon gut, schon gut.

Sie versucht, den Streit zu schlichten.

Marge: Auseinander! Könnt ihr das nicht vernünftig regeln? Homer: Vernünftig? (zu Grampa) Das ist doch ein Fremdwort

                    für dich, du Ehebrecher.
Grampa: Hey, ich wollte nur dein Bestes. Eine neue Mutter
                    hätte dir gut getan!
Homer: Nein, Dad. Du wolltest nie mein Bestes! Du wolltest
                    immer nur dein Bestes!
Grampa: Das ist nicht wahr und das weißt du. Homer: Ich weiß nur eins: Du bist ein Betrüger und Lügner! Grampa: Und du bist ein Idiot! Homer: Ja, aber nur, weil du mich großgezogen hast! Grampa: Das reicht! Ich gehe. Ich habe heute noch eine
                    Verabredung.

Grampa geht und knallt die Tür zu. Einen Moment später geht er wieder rein und holt seinen Hut. Dann geht er wieder und knallt die Tür erneut zu.

Ende Akt II

Akt III

ORT: Das Simpsons-Haus – Wohnzimmer – Mittag bis Nachmittag

Lisa: Das ist wirklich nicht zu fassen. Marge: Ja, dieses Foto hätte sich so gut gemacht in unserem

                    "Peinliche Momente"-Fotoalbum.

Man sieht zwei Seiten des Fotoalbums. Auf fast allen Fotos ist Homer zu sehen, der Bart würgt. Auf anderen Fotos würgt er Knecht Ruprecht, George Bush (Sr.) und sich selbst.

Homer: Aber wenigstens ihr seid noch auf meiner Seite.

                    Oder?
Marge: Naja... Homer: Marge, du hälst doch nicht etwa zu diesem
                    betrügerischen, alten Sack!?
Marge: Ich halte zu niemandem, Homer. Homer: Ach, schon wieder die Ausrede. Lisa: Naja, du musst zugeben, er hatte einen guten Grund
                    für alles.
Homer: Hey, Lisa, wenn du Grampa so toll findest, heirate
                    ihn doch.
Lisa: Dad, ich meine ja nur... Homer: (singt) Lisa und Grampa sitzen auf 'nem Baum... Lisa: Hör' auf! Homer: Ach... Keiner versteht mich. Ich seh' fern.

Er setzt sich auf die Couch und wechselt den Sender.

Männliche Stimme im TV: Vater, kannst du mir verzeihen? Alte männliche Stimme im TV: Aber sicher, mein Sohn. Kannst du auch mir

                    verzeihen?
Männliche Stimme im TV: Aber sicher, mein Vater. Homer: Oh, nein. Das gibt’s doch nicht. Selbst das
                    Fernsehen ist gegen mich.

Er schaltet um.

Darth Vaders Stimme: Luke, ich bin dein Vater. Luke Skywalkers Stimme: Ein Grund mehr, dich umzubringen! Darth Vaders Stimme: Neiiiin! Homer: Oder auch nicht! Hehehe!

ORT: Springfielder Ruhestandspalast - Abes Zimmer - Nachmittags

Grampa unterhält sich mit Jasper, der gerade reinkommt.

Jasper: Hey, Abe, warum so niedergeschlagen? Grampa: Ach, es ist wegen meinem Sohn. Er hat mir gerade

                    gestanden, dass er als Kind meine Verabredungen 
                    sabotiert hat. Und er meint, ich sollte nicht zu 
                    diesem Date gehen, weil die Beerdigung von meiner 
                    Frau vor ein paar Tagen war.
Jasper: Naja, ich kann ihn auch verstehen. Anscheinend hat
                    er einen guten Grund für alles.
Grampa: Hey, wenn du meinen Sohn so toll findest, warum
                    heiratest du ihn dann nicht?
Jasper: Das klingt zwar recht verführerisch, aber... Grampa: (singt) Homer und Jasper... (wieder normal) Ach, was
                    soll der Quatsch? Niemand versteht mich. Ich geh' 
                    jetzt zu meinem Date.
Jasper: Moment, ich würd' dich ja gern verstehen... Grampa: Hey, hör' zu, dass war damals auch nicht einfach für
                    mich, weißst du. Ja, ich erinnere mich, als wäre es 
                    vor 30 Jahren und 2 Monaten gewesen...

Flashback::

ORT: Abes Arbeitsplatz - Morgens

Abe trifft auf eine Kollegin, die Frau, mit der er später im "Silbernen Trüffel" isst.

Frau: Hey, warum so niedergeschlagen, Abe? Abe: Ach, meine Frau ist heut' Nacht abgehauen. Und jetzt

                    ist die Polizei hinter ihr her. Das geschieht ihr 
                    Recht, dieser Hippiebraut! Ach, was red' ich da, das
                    ist das Schlimmste, was mir je passiert ist seit dem
                    zweiten Weltkrieg... Damals hat mir ein Eichhörnchen
                    meine Hose geklaut.
Frau: Kopf hoch, Abe. Abe: Kannst du dir das vorstellen? Ein Tag ohne Hosen.
                    Und ich hatte noch nicht mal Unterwäsche an. Aber 
                    wie dem auch sei...äh...würdest du...mit mir essen 
                    gehen?
Frau: Was? Das...äh...kommt jetzt etwas plötzlich. (schaut
                    Abe ins Gesicht) Hmm...äh...okay.
Abe: Gut. Punkt Acht im "Silbernen Trüffel". Frau: Okay, wir sehen uns dann.

Sie verzieht ein wenig das Gesicht und geht weg.

Abe: Puh! Und ich dachte schon, ich müsste die Erziehung

                    von Homer übernehmen.
Frau: Wie bitte? Abe: Ach, nichts. Wir sehen uns dann.

Er lächelt und macht sich wieder an die Arbeit.

Ende Flashback::

Grampa beendet seine Erzählung.

Jasper: Moment, lass mich das klarstellen... Abe: Ja? Jasper: Ein Eichhörnchen hat dir deine Hose geklaut? Abe: Ja, das hat man davon, wenn man sie ab und zu

                    auszieht. Und damals waren die Eichhörnchen auch 
                    noch kräftiger. Ja, Tyson hätte keine Chance gehabt 
                    gegen so ein Eichhörnchen. Um so schwieriger war es,
                    die Hose wiederzubekommen... aber ich schweife ab. 
                    Ich habe heute noch ein Date.

Er verlässt das Zimmer.

ORT: Das Simpsons-Haus – Wohnzimmer - Nachmittag

Homer guckt immer noch Fernsehen.

TV-Sprecher: Und nun: "Alle lieben Raymond". Homer: Oh, ich werde viel Bier brauchen um das witzig zu

                    finden.

ORT: Das Simpsons-Haus – Küche - Nachmittag

Homer geht in die Küche, um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen und trifft auf Marge.

Marge: Homer, ich will mich nicht wiederholen, aber...

                    naja, ich will mich nicht wiederholen.
Homer: Ich weiß schon, was du sagen willst, Marge, ich soll
                    das mit Grampa nicht so eng sehen.
Marge: Ja, genau. Homer: Das kannst du nicht verstehen, meine Kindheit war
                    die Hölle. Okay, mir ging's nicht so schlimm wie 
                    diesen Kindern in der dritten Welt, aber die sind 
                    wenigstens daran gewöhnt. Weißt du, ich erinnere
                    mich noch an den Tag, nachdem Mom abgehauen ist. Das
                    war auch gleichzeitig mein erster Tag in der 
                    Kindertagesstätte...

Flashback::

ORT: Kindertagesstätte - Morgens

Abe liefert Klein-Homer in der Kindertagesstätte ab.

Homer: Dad, wo bin ich hier? Abe: Das nennt man "Kindertagesstätte" oder auch

                    "Kindergarten"... nein, "Kindertagesstätte", das 
                    klingt besser.
Homer: Und was ist das? Abe: Naja, das ist so was wie ein Gefängnis... nein, der
                    Vergleich hinkt... eher ein Jugendgefängnis, ja.
Homer: Wieso schickst du mich in ein Gefängnis? Abe: Erstens ist es kein Gefängnis, sondern ein
                    Kindergarten und zweitens muss ich arbeiten. Ich 
                    hol' dich dann später ab.

Er geht. Homer guckt sich um. Die Betreuerin kommt dazu und stellt ihn den anderen Kindern vor.

Betreuerin: Okay, Kinder, das ist Homer. Seid nett zu ihm, er

                    hat gerade erst seine Mutter verloren. Oh, und ehe 
                    ich's vergesse: Beeilt euch mit den Bildern für eure
                    Mütter, in zwei Tagen ist Muttertag und ihr wollt
                    eure Mütter doch nicht enttäuschen. (zu Homer) Also,
                    Homer, setz' dich einfach zu den anderen und mach', 
                    was du willst. Aber auch hier gibt es Regeln. Du 
                    kannst nicht einfach machen, was du willst. Viel 
                    Spaß!

Homer setzt sich zu Klein-Barney, der gerade Limonade trinkt und sein Bild malt.

Homer: Äh... hallo... mein Name ist Homer. Barney: Hi, Homer. Ich bin Barney. Homer: Hey, du heißt wie dieser Typ... aus dieser...

                    Sendung... die immer... im Fernsehen läuft.
Barney: Meinst du die "Familie Feuerstein"? Homer: Nein, ich glaube, die heißen Gnomheimer oder so was.
                    Hehehe! Ja, die find' ich unheimlich komisch...aber 
                    im Moment ist mir nicht zu lachen zumute... Hey, du 
                    trinkst ganz schön viel Limonade.
Barney: Ja, ich weiß nicht, was dieser Moe da rein tut, aber
                    ich kann einfach nicht genug davon kriegen.
Homer: Moe? Barney: Ja, der hat 'nen Limonadenstand gleich an der Ecke.
                    (rülpst)
Homer: Ja, ich mag Limosinen auch. Barney: Du meinst Limonade. Homer: Ja, genau...Limosine.

Er nimmt einen Wachsmalstift und malt einen Strich auf’s Papier.

Ende Flashback::

ORT: Straße - Nachmittag

Grampa geht auf der Straße.

Grampa: Hmm... mal sehen. Hab' ich überhaupt noch genug

                    Geld?

Er guckt in seine Geldbörse. Darin befindet sich ein 50ct-Stück und ein Hosenknopf.

Grampa: 50 Cent und ein Hosenknopf! Hey, das reicht sogar noch für ein Dessert.

Snake erscheint und nimmt ihm die Geldbörse weg.

Snake: Yoink! Grampa: Hey! Polizei, schappt ihn euch!

Man sieht Chief Wiggum, der sich auf einer Bank mit Lou und Eddie unterhält. Sie essen Hotdogs.

Chief Wiggum: (ruft, zu Grampa) Einen Moment noch! (zu Eddie)

                    Also, Eddie, du findest, dass Sean Connery der beste
                    Bond war und ich sage Roger Moore...
Lou: Also ich mag Pierce Brosnan.

Zurück zu Grampa auf der Straße...

Grampa: Tja, am Besten gehe ich doch noch mal in die Bank.

ORT: Das Simpsons-Haus – Wohnzimmer - Nachmittag

Homer und Marge sitzen auf der Couch und sehen fernsehen. Homer trinkt Bier.

Debras Stimme: Hey, Raymond, ich liebe dich! Raymonds Stimme: Tun wir das nicht alle?

Man hört Gelächter (nur im Fernsehen). Homer trinkt einen Schluck aus seiner Bierdose.

Homer: Nein- immer noch nicht witzig. Marge: Warum schaltest du nicht um? Homer: Das ist das schlimme bei diesen Sendungen: Sie sind

                    langweilig, aber nicht so langweilig, dass man 
                    umschalten muss.
Marge: Hmm, wie du meinst...

ORT: Bank - Nachmittag

Grampa steht in einer Schlange. Hinter ihm stehen Snake, Jimmy der Schleimbeutel und ein weiterer Krimineller, der an einen Panzerknacker erinnert. Die drei unterhalten sich.

Jimmy: Ich weiß nicht, sollten wir diese Bank wirklich

                    überfallen?
Snake: Sind dir 50 Cent und ein Hosenknopf etwa genug? Jimmy: Ich meine ja nur, vielleicht könnten wir mal was
                    anderes probieren.
Panzerknacker: Sowas wie einen Geldspeicher ausrauben? Jimmy: Nein, wir könnten es ja mal mit... ehrlicher Arbeit
                    versuchen.
Snake: Ach, was. Hör' auf mit dem Quatsch und setz' deine
                    Skimaske auf.

Alle drei ziehen ihre Skimasken an und nehmen ihre Waffen zur Hand. Grampa geht mit seinem Geld in Richtung Ausgang.

Grampa: Tut mir Leid, dass das so lange gedauert hat. Snake: Ach, schon gut... Geld her, das ist ein Überfall.

Grampa bleibt stehen. Ein Bankangestellter gibt ihnen das Geld.

Grampa: Was, ein Überfall? Bankangestellter: (gelassen) Hier, bitteschön. Bitte beehren Sie uns

                    bald wieder.

Ein Alarmgeräusch ertönt.

Jimmy: Was ist das für ein Geräusch? Bankangestellter: Ach, das heißt bloß, dass die Polizei gleich hier

                    eintreffen wird. Kein Grund zur Besorgnis!
Panzerknacker: Ah, die Polizei! Snake: Schnell weg von hier!

Die Gangster rennen Grampa um, als sie die Bank verlassen. Einer von ihnen zieht seine Skimaske aus und wirft sie auf den Boden. Ein anderer lässt seine Waffe fallen.

Grampa: Hey, was zum...

Kurz nachdem die Diebe die Bank verlassen haben, trifft die Polizei ein.

Chief Wiggum: Na, wen haben wir denn da? Derselbe Mann, der uns

                    vorhin mit dem Diebstahl seines Geldbeutels auf die 
                    Nerven gegangen ist...
Lou: Sieht aus, als wäre aus einem Beklauten ein Beklauer
                    geworden.
Wiggum: Das hätte ich nicht treffender formulieren können,
                    Lou... wirklich nicht.
Grampa: Wovon redet ihr? Eddie: Oh, ich denke, du weißt ganz genau, wovon wir reden.

ORT: Das Simpsons-Haus – Wohnzimmer - Nachmittag

Homer und Marge sehen immer noch fern.

TV-Sprecher: Und nun: Die Nachrichten. Homer: Siehst du, Marge, das ist eine Sendung, bei der man

                    umschaltet.

Homer nimmt die Fernbedienung.

Marge: Moment, da ist Grampa! Homer: Was?

Im Fernsehen:

Kent Brockman verliest die Nachrichten. Ein Bild von Grampa ist neben ihm zu sehen.

Kent: Und erneut hat die Diebesbande bekannt als "Die

                    Diebesbande" eine Springfielder Bank überfallen, 
                    die... "Springfielder Bank". Auch diesmal war die 
                    Bande zu schnell für die Polizei. Sie konnte 
                    allerdings das bislang unbekannte vierte Mitglied 
                    der Dreierbande festnehmen, Abraham J. Simpson.

Es ist zu sehen, wie Grampa in der Bank festgenommen wird.

Grampa: (zu Eddie) Können Sie die Handschellen etwas

                    lockern?
Eddie: Ich hab' ihnen die Handschellen noch gar nicht
                    angelegt.

Er legt ihm die Handschellen an.

Grampa: Und jetzt? Eddie: Ja. Grampa: Können Sie die Handschellen etwas lockern? Eddie: Nein.

Die Szene wechselt zurück zu Kent ins Studio.

Kent: Tja, da sieht man mal wieder: Für manche Dinge ist

                    man nie zu alt. Und jetzt zu etwas kuriosem: Was 
                    passiert, wenn ein Pferd und ein Nilpferd ein Kind 
                    bekommen? Wir waren bei der Geburt eines 
                    "Nilpferdpferdes" dabei...

Im Wohnzimmer:

Marge: Homer, du musst etwas unternehmen! Homer: Du hast Recht. Manche Grenzen sollte der Mensch

                    nicht überschreiten und dieses "Nilpferdpferd" 
                    gehört da definitiv dazu.
Marge: Ich meine wegen Grampa. Homer: Was ist mit Grampa? Marge: Du musst ihn aus dem Gefängnis holen. Homer: Ach, Marge, keine Sorge, so schlecht ist es im
                    Gefängnis gar nicht. Und ich war oft genug da, um 
                    das beurteilen zu können. Außerdem hat er eine 
                    kleine Abreibung verdient.
Marge: Aber Homer, er ist immer noch dein Vater. Homer: Ein schlechter Vater, wenn ich das so sagen darf.
                    Wenn du mich jetzt entschuldigst, ich bin bei Moe,
                    wo ich denken kann, was ich will und wo man mir 
                    nicht sagt, was ich tun oder lassen soll.

ORT: Moes Bar – Nachmittag bis Abends

Homer trinkt ein Bier. Moe ist mit Augenklappe und einem Verband um die Hand zu sehen.

Lenny: Weißt du, du solltest deinem Vater wirklich

                    verzeihen...
Homer: Oh, Mann, wenn ich mir das hätte anhören wollen,
                    hätte ich genauso gut zu Hause bleiben können...
Moe: Ja, aber kannst du zu Hause so viel Bier trinken,
                    bis du ohnmächtig wirst?
Homer: Hmm... guter Punkt.

Er nimmt einen weiteren Schluck.

ORT: Gefängnis – Gang - Abends

Grampa wird von Chief Wiggum zu seiner Zelle gebracht.

Grampa: Ist es zu spät zu sagen, dass ich unschuldig bin? Wiggum: Ja. Grampa: Och.

Grampa kommt in die Zelle. Wiggum macht die Tür zu und wendet sich Lou zu.

Wiggum: Du meinst also, McDonalds? ist besser als Burger

                    King...
Lou: Ich hab' nur gesagt, dass es dort mehr Auswahl gibt.

ORT: Gefängnis - Grampas Zelle - Abends

Grampa geht zu seinem bedrohlich aussehenden Zellengenossen hin.

Grampa: Äh...hallo? Zellengenosse: Noch ein Wort und ich schneid' dir die Kehle durch. Grampa: (schluckt)

ORT: Moes Bar – Abends

Homer: (ein wenig betrunken) Dieser dumme alte Sack. Er

                    hätte mir damals doch nur die Wahrheit sagen 
                    müssen, dann wär' alles in Ordnung gewesen.
                    Aber das hat er nicht. Und warum nicht? Weil er ein 
                    dummer alter Sack ist, darum.

Die Kamera bewegt sich von Homer zu einer Uhr an der Wand hin.

Flashback::

ORT: Die alte Simpsons-Ranch - Homers Zimmer - Morgens

Die Uhr verwandelt sich in einen Wecker in Klein-Homers-Zimmer. Er wird geweckt und steht auf.

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Wohnzimmer - Morgens

Abe bemerkt Homer, der gerade reinkommt, und macht schnell den Fernseher aus.

Abe: Ah, Homer! Schon wach? Homer: Wo ist Mom? Abe: Homie, wie soll ich dir das beibringen!? Du musst

                    jetzt ganz stark sein: Deine Mutter... ist... auf 
                    der Flucht vor der Polizei.
Homer: Was? Meine Mom? Das glaub' ich dir nicht. Abe: Tja, dann muss ich dir eben die Wahrheit sagen...
                    Das wollt' ich dir eigentlich ersparen, aber... 
                    äh... sie ist tot.
Homer: Tot? Abe: Ja, sie ist gestorben, während du im Kino warst. Homer: Aber ich hab sie doch gestern Abend noch gesehen. Abe: Tja, dann hast du wohl einen Geist gesehen.

Homer bricht in Tränen aus.

Abe: Ja, ich weiß, ich weiß, traurige Sache, aber

                    wenigstens ist sie jetzt im Himmel.
Homer: Ich will auch in den Himmel! Abe: Tja, das geht nicht so einfach. Du könntest dich
                    natürlich umbringen...
Homer: Das werde ich! Abe: Nein, halt! Was ich damit sagen will, ist, wenn man
                    Selbstmord begeht, dann kommt man nicht in den 
                    Himmel. Außerdem... du hast ja noch mich.

Homer bricht erneut in Tränen aus.

Homer: Ach, Dad, ich kann's einfach nicht glauben... Abe: Wie meinst du das? Also ich finde es sehr glaubhaft. Homer: Was? Abe: Ach nichts. Komm', wir gehen jetzt mal ein Eis essen

                    und dann zeig' ich dir einen wunderbaren Platz 
                    namens Kindertagesstätte...
Homer: (trocknet seine Tränen) Okay.

Ende Flashback::

Wir sehen wieder Homer in der Bar sein Bier trinken.

Homer: Hey, Moment mal... Moe, ich muss noch etwas

                    Wichtiges erledigen.
Moe: Tut mir Leid, ich kann dich so nicht fahren
                    lassen...Trink erst dein Glas aus.
Homer: Na gut, wenn's sein muss...

Homer trinkt sein Glas aus und schaut dabei Moe böse an.

ORT: Gefängnis – Grampas Zelle – Abends

Grampa sitzt auf seinem Bett.

Grampa: Dieser dumme Junge. Wenn er ein guter Sohn wäre,

                    hätte er mich schon längst hier rausgeholt. Dabei 
                    wollte ich für ihn doch nur das, was ich dachte, was
                    das Beste für ihn sei. Und auch für mich war das 
                    schwer damals...
Zellengenosse: Hey, was hab' ich dir über Reden gesagt? Grampa: (seufzt)

Flashback::

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Abes (und Monas) Schlafzimmer - Morgens

Die Szene wechselt vom seufzenden Grampa zum jungen Abe, der in seinem Bett liegt. Er wacht auf und sieht, dass Mona nicht neben ihm liegt.

Abe: Was zum...?

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Wohnzimmer – ½ Stunde später

Abe: Mona?! Mona!? Hmm...

Er nimmt die Fernbedienung, schaltet den Fernseher ein und setzt sich auf die Couch.

Im Fernsehen:

Ein junger Kent Brockman verliest die Nachrichten (neu animierte und erweiterte Szene aus "Wer ist Mona Simpson?").

Kent: Die Hippies haben wieder zugeschlagen. Gestern Nacht

                    hat eine Gruppe von Studenten Montgomery Burns'
                    Genlabor in die Luft gejagt. Nur ein Mitglied der 
                    Springfield Sieben wurde identifiziert. Sie wurde
                    beschrieben als eine etwa dreißig Jahre alte Frau 
                    mit gelber Hautfarbe und soll sehr hilfsbereit sein.
                    Das war für Kanal Sechs, ihr Kenny Brockelstein.

Im Wohnzimmer:

Abe: Mona, eine Verbrecherin? Was habe ich nur falsch

                    gemacht? Oh, ja, richtig...

Im Fernsehen:

Kent: Und nun zu etwas Amüsantem: Ein Pferd vergnügt sich

                    mit einem Nilpferd. Wir haben die Bilder...

Im Wohnzimmer:

Homer kommt rein. Abe schaltet schnell den Fernseher aus.

Abe: Ah, Homer! Schon wach? Homer: Wo ist Mom? Abe: Homie, wie soll ich dir das beibringen!?

Man sieht Homers Gesicht aus Abes Perspektive. Er schaut ein wenig verwirrt.

Ende Flashback::

Der Flashback wird plötzlich unterbrochen.

Grampa: Hey, Moment mal! Wenn ich so drüber nachdenke...Wenn

                    das schon für mich so schlimm war, dann...
Zellengenosse: Das reicht!

Der Zellengenosse kommt zu Abe ins Bett und verprügelt ihn. Chief Wiggum kommt rein.

Wiggum: Glückwunsch, Mr. Simpson. Ihr Sohn hat die Kaution

                    für Sie bezahlt.
Zellengenosse: Das war dein Glück!

Abe rennt aus der Zelle.

Abe: Homer!

Barney läuft auf Abe zu.

Barney: Dad!

Abe läuft auf Barney zu.

Abe: Homer! ...Moment, du bist nicht Homer! Barney: Bin ich nicht? (rülpst)

Homer taucht hinter Barney auf.

Homer: Oh, Dad, da bist du ja. Grampa: Es tut mir Leid, Homer. Homer: Ach, schon gut. Wir landen alle mal im Gefängnis.

                    Ich zum Beispiel war schon 5-mal im Gefängnis, nein,
                    7-mal, 10-mal, wenn man die Male zählt, wo ich 
                    unschuldig war.
Grampa: Nicht das. Es tut mir Leid, dass ich nicht an dich
                    gedacht habe, als ich mit diesen Frauen ausgegangen  
                    bin. Und es tut mir Leid, dass ich dir nicht die 
                    Wahrheit über deine Mutter gesagt habe.
Homer: Nein, das geht schon in Ordnung. Mir ist klar
                    geworden, warum du über Mom gelogen hast und ich 
                    weiß, dass es auch für dich nicht leicht war, mich 
                    alleine zu erziehen. Und es tut mir Leid, dass ich 
                    deine Dates sabotiert habe und dass ich bei deinen 
                    aufregenden Kriegsgeschichten immer einschlafen 
                    muss.
Grampa: Danke, mein Sohn. Und danke, dass du die Kaution
                    bezahlt hast.
Homer: Naja, eigentlich hat Barney die Kaution bezahlt,
                    aber ich hab' ihn dazu überredet.
Grampa: Und noch was, Homer... ich will, dass du weißt, dass
                    deine Mutter immer einen speziellen Platz in meinem 
                    Herzen haben wird.
Homer: Ach, Dad... Sie umarmen sich.

Homer: Ich liebe dich... nein, halt, das klingt schwul...

                    sagen wir einfach... ich mag dich sehr.
Abe: Ich li...äh...mag dich auch sehr, mein Sohn. Homer: Weißt du, von mir aus kannst du mit dieser Elizabeth
                    ausgehen.
Sie ist Engländerin, richtig? Grampa: Yep. Homer: Gut, dann denk' immer dran: "chips" sind Pommes und
                    "crisps" sind Chips. Und wenn sie sagt: "Dürfte ich 
                    mir die Nase pudern?", dann will sie aufs Klo.

Grampa notiert sich alles auf seinem Notizblock.

Grampa: Okay, und was sage ich, wenn ich sie... anmachen

                    will?
Homer: Tu' das lieber nicht.

Grampa notiert sich auch das.

Grampa: Okay, verstanden. Homer: Also... Hey, wo ist dein Notizblock? Grampa: Welcher Notizblock? Homer: Der, den du eben...ach, was soll's. Und jetzt geh'

                    da raus und geh' aus!
Grampa: Ja, Sir, Sohn, Sir.

Grampa verschwindet aus dem Gefängnis. Homer bleibt noch einen Moment da. Er hat eine Träne im Auge. Im Hintergrund taumelt Barney umher.

Flashback::

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Wohnzimmer – Nacht

Abe sitzt auf der Couch und sieht fern, während Klein-Homer auf dem Boden sitzt und sich Wachsmalstifte in die Nase steckt. Mona kommt rein.

Mona: Homer, hör’ auf dir Wachsmalstifte in die Nase zu

                    stecken. Du weißt, dass dir das nicht gut tut.
Homer: Ja, Mom. Mona: Und Abe, warum ist Homer noch nicht im Bett? Abe: Frag' ihn doch, warum er nicht ins Bett geht. Mona: Aber es war deine Aufgabe, ihn ins Bett zu bringen. Abe: Nein, das versteht du völlig falsch. Es ist deine
                    Aufgabe, Homer zu erziehen und es ist meine Aufgabe 
                    ihn zu verprügeln, wenn er Unsinn anstellt oder 
                    schlechte Noten mit nach Hause bringt... oder 
                    natürlich, wenn ich gerade jemanden zum Verprügeln 
                    brauche.
Mona: Ach, Homie, dein Vater meint das nicht so. Abe: Und ob ich das so meine. Und jetzt lasst mich in
                    Ruhe fernsehen, sonst wird jemand verprügelt.

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Homers Zimmer – Nacht

Mona bringt Homer ins Bett.

Homer: Warum ist Dad immer so gemein? Mona: Naja, manche Menschen können ihre Gefühle nicht so

                    rauslassen, aber glaub' mir, dein Vater liebt dich 
                    genauso wie ich dich liebe... zumindest manchmal. 
                    Und jetzt schlaf' schön, mein Schatz.
Homer: Ich hab' dich lieb, Mom. Mona: Ich dich auch, Homie, ich dich auch.

Homer macht die Augen zu. Mona küsst ihn und verlässt den Raum.

ORT: Die alte Simpsons-Ranch – Wohnzimmer – Nacht

Mona kommt rein. Abe sitzt immernoch auf der Couch, mit Bier in der Hand, und sieht fern.

Mona: Ich hab' Homie ins Bett gebracht und jetzt geh' ich

                    raus. Es könnte spät werden... Ich treffe mein 
                    Schicksal.
Abe: Mach's gut!

Ende Flashback::

ORT: "Goldener Trüffel"

Grampa erscheint zu seinem Date.

Grampa: Tut mir Leid, dass ich so spät bin, aber... du hast

                    es vielleicht mitgekriegt, man hat mich verhaftet.
Elizabeth: Ach, schon gut...

Die beiden starren sich eine Weile gegenseitig an.

Grampa: Nun, also... Elizabeth: Ähm, äh...

Sie starren sich erneut gegenseitig an.

Grampa: Äh...tu das lieber nicht!? Elizabeth: Was? Grampa: Äh, nichts.

Kurze Stille.

Elizabeth: Dürfte ich mir die Nase pudern? Grampa: Du meinst, ob du auf’s Klo darfst? Elizabeth: Äh, ja. Grampa: Selbstverständlich.

Elizabeth will zur Tür rausgehen, aber Grampa dreht sich um und sieht das.

Grampa: Die Toiletten sind da drüben. Elizabeth: Oh, ja, natürlich.

Er dreht sich wieder um. Elizabeth verlässt das Restaurant.

Grampa: Ich glaube, sie mag mich... Ooooh ja.

Während der Credits sehen wir Grampa noch weiter warten und es spielt "Ain't No Sunshine" von Bill Withers. Kurz vor dem Gracie Films Logo gibt Grampa einen enttäuschten Seufzer von sich.

ENDE

... </pre>

Reviews

Review von Christian Hackl